close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Die ДArzneimittellistenФ und ihre Folgeerscheinungen.

код для вставкиСкачать
R
dadurch herrorgerufene
Produktion an
Bsumrollroduktiori In Sehwrfel.
saure
Soda Chlorkalk
ordsmerika*)
t
t
t
t
744
74
1440
1800
16 820
179
1790
3496
1810
38 420
337
3370
6681
1820
72 320
7380
738
14400
1830
158 200
67320 6732
131 200
1896
1441880
Hierzu kommen nocli diejenigen schwcr abzuscliiitzenden Siiure- und Sodamengen, welche
man braucht, um Aluminiumsulfat, basisches Aluminiumsulfat und ahnliclie Baumwollbeizen zu
fabrizieren.
Die so aicli ergekenden M'erte sind gering im
Vergleich init den lieutigen i'roduktionszalilen. Alrer
nicht darauf kommt w an, sondern nur auf den
Umstand, daB, die Zahlen von derjenigen GroBenordnung sind, welche ein wirkliclies fabrikatoriscliea
Schaffen voraumetzt. Kleine Betrielre wie Apotheken u. dgl. konnten jene Mengen nicht liefern.
Wir sind hier also tatsiichlich Eci d e r GroOindustrie
angelangt.
Die Erfindung der ISKrcniermasclune und die
dadurch not wendig gewordene Baumwollbleiche
waren also die Ursache, weshalb L e b 1 a n c Soda msrvlenhaften A b ~ a t zfand. T e n n a n t seit
1798 in Glasgow Chlorkalk fabrizierte, und m a n
1793 eine Schwefeleiiurefabrik in Birmingham und
1797 7 weitere in Glasgow bautel").
I)aB die hfwenfsbrikation von Schwefekiure,
Soda und Clilorkalk nunmelir die Grundlage fur die
chemische GroDindustrie ul erhaupt abgnb, tedarf
keiner weiteren Begrundung, denn es gilit kaum
ein cliemisclies Verfaliren, welclies nicht genetiech
mindestens mit einem jener drei Stoffe verknupft
wiire'1).
Die weitere Entwicklung der chemischen GroBindustrie wurde el:enfalla ziiniiclist im wesentlichen
nur durcli Ereignime vorlmcitet, dic aufierlialb der
\\isEenscliaft lagen: Seit 1814 lieferte die von
W a t t und 11 u r d o c 11 ringefiihrte Leuchtgasfnbrikation diejenigen zuniiclint noch ungenutzten
Kel cn~irodukte. w e l c h nnc,limals von RO aufierordentlicher h d e u t u n g wurden. h'apoleun~ Kont inentolsperre schuf eine gr\vaIt ige Text ilindustrie
aiif dem Kontinent und damit dort elenfalls den
ersten gr(iCcn ('liemikalienl edarf. 1821 entdeckte
31 a r i u n 0 d e R i v c r ( I drii ('hilcsallieter~*).
.
-.. . . .
9)
12. v. H
ii
IIc
11.
n. 0 .
11 (- i t l t , I'rcixlx.wepiing
rlirniixch-r I'rcdiiktr. Jmir 1905. S. 10.
1 1 ) i\iicIi die .\lnsrhinrnindiixtric. uiirdt. dadurch
hrrinflullt: ,,Dna Werk F r. (; r h n u r , dn.9 jctzt
i d .Jnlirr r i n w pliinzvollrn Ent wicklung InwlilieDt,
nnliiii seinrn Auspang von cbincbr klrinim h'ntur- bzw.
Kn.u.iilJlc.iclic.rc~i,w-elclic. (;. H. I3 r (. t s c 11 iiii Jnlirc
1833 iii Htieksfc-ltfr. unwcit Sliiind~ius,dn, w o jet zt
dic I )iibt-ritzer Hrcmt rrtllr krcwxt. Iwpiindrtc-.
Srlion zwc.i .Jitlirc spiitcr, lW5, wiirdr tlie I3lciclicrci
niicli ('Ii~rl~ittenl)urg
v c ~ l r g t uiid dort dic rrate
chvniisrhr H1ric.h-rc-icrriclitc.t. \\rlrlic dic. daiiiols in
dvr Hliitc- stelirnden I3rrliner Knttiirdruckrreien
mit prl)leictitc~n(;ewvLH~~ivc-rsorpen sollte." (I+. Geb a u c r , 1)rnkwlirift ziir Fcicr drs i5jiihripm G e schiifts- untl 1Znbrikjuliiliiriins I(30N.)
1 2 ) 1. u n g I * , Hniidhucli tlcr Strdiifabrikntior
1, P. 75. t f h r div SiiIpvtcrindustrie s s g t cir
rc))
M'. K ( I c k r r s c
(h
Erst auf dem 80 vorbereiteten Boden konnte
iich die m o d e r n e chemiache Industrie entwickeln, in weicher die Wkmnschaft den Leitton
mgibt. Ale ihr Geburtajehr kann daa Jehr 1840
gelten, weil in ihm L i e b i g s ,,Chemie i n ihrer
Anwendung a d Agrikultur und Physiologie" er,chien, und damit zum erstenmal ein Wiseemohaftler EewuBt und Eestimmend in die chemische I n duntric eingriff.
[A. 170.1
Die ,,Arzneimittellisten" und ihte
Folgeerscheinungen.
Von LCDWIO
KKIEQER,
Wilmersdorf.
(Eingeg. 81. U. 1912)
I n meinem Aufsatz: ,,Ist eine neue Stellungnahme gegen die Arzneimittel der cliemischen Induntrie bemerkbar?" (Heft 28 dieser Z. 1912) war
der vom Deutschen KongreB fiir Innere Medizin im
April d. J. aufgestellten ,,Arzneimittellisten" und
ihrer beigegebenen Begriindung bereita Enviihnung
getan. Zur %it der Niedemchrift deu Artikels war
die Veroffentlichung der drei in R a g e kommenden
Liaten jedoch nocli nicht erfolgt. Inzwischen i d
die Angelegenheit, nachdem die eraten Listen in
der medizinisclien Faclipream bekannt gegebes worden waren, in weiteren HUBgekommen und h a t wie ja von vornherein anzunehmen war - in den
verachiedenen von ihr beriihrten K r e k n ein gewinsea Aufsehen erregt, zu verachiedener Beurteilung AnlaB gegeben und zu mannigfachen Erorterungen in der eimchlagigen Fachpreeae gefiihrt.
Auch die Kommimion des Kongreaseu fur Innem
Medizin selbst nali nicli veranlaDt, weitere Aufkliirungen zu geben, die zuemt aafgwtellten Grundsatze, die bei der Einreiliung der Mittel in die drei
Listen maBgebend waren, einer Reviflion zu unterziehen, wie auch in den Listen mehrfache h d r r u n gen (bis Mitte August wurden in Rieben Nachtriigen
48 Mittel ,,vemetzt") vorzunehmen
Kine vorliiufige Kliirung der ganaen Angelrgenheiten der ,.Arzncimittellisten" i R t also inzwhclien
eingetreten, und RO verlolint w Rich vielleicht auch
___
neucrea Werk (Cliilc.. itn history a n d drvelopmcnt,
natural featurcw, products. commerce and prcs m t
conditions, by 0. F. S c o t t E l l i o t . London
1911, S. 2.50): ,,Tlle early history of the nttratc
industry is obscure. A. Frenchmnn, H e c t o r
I3 n c q u e , is sirid t o liavr cetclblished the first work
nt Noria in 1826; he wns followed by S m i t h ,
Z i r v n l n and G i l d e r m ~ i e t e r . After the war
between Chile nnd I'eru in 1870 (for which the
industry
nitrntc. deposits wcrr n ~ s p o n ~ i b l r )the
,
hrgun to incrrnnr nnd dcvrlop in thc moat n m a r kable wny. Mr. G c o r g e 13. C h a s c of BoHton,
and Colonel S ( 1 r t h were iiinonKst thc foundem
o f thc present conilianien. The latter hegan hin
cnrcrr at Iquiquc. in 18il. Having explored a n d
bought u p mnny of the d c p n i t z l , he left vor England 8 rich iiian. und d i d in 1896. H e HLW I L
Yorkshirr ironworkcr (boilermaker), who went to
Chitc in connection with tlie employment of somr
tanksteaniera for t h r purpose o f conveying water
along the coast o f lquique and other ports when.
no regulur supply of water existed. H e wns noted
for his tmterprisr and activityaL.
an dieaer Stelle, nochmals auf die Sache zuriickzukommen.
Wie dem Leser noch erinnerlich sein diirfte,
handelte es sich umdie Einreihungder wahrend des
Jahres 1911 in den medizinischen Zeitschriften
deutscher Zunge angezeigten Arzneimittel in drei
Listen, nlmlich eine p o s i t i v e ,eine n e g a t i v e
und eine z w e i f e 1 11 a f t e. Fiir die Aufnahme
in die zweite Liste (negative) waren anfanglich folgende sechs Grundsatze maBgebend:
Nicht geeignet zur Aufnahme in die positive
Liste sind Xittel,
1. deren Zusammensetzung verheimlicht wird
(dabei bedeutet Zusammensetzung fur chemisch
einheitliche Substanzen: wissenschaftliche Bezeichnung, empirische Formel und, soweit bekannt, Strukturformel; fur Gemische: d i e Meage jedes differenten Bestandteiles in einer bestimm& Menge des
Handelsproduktes) ;
2. iiber deren Herkunft, Darstellung, Zusammensetzung bzw. Identitatspriifung in den Ankiindigungen irrefiihrende Behauptungen aufgestellt
sind ;
3. wenn in verschiedenen Proben der Handelsware wesentliche Unterschiede der Zusammensetzung erwiesen worden sind;
4.die als Gemische bekannter Substanzen einen
neuen Namen tragen, obwohl sie gegeniiber bereits
bekannten Gemischen keine wesentlichen Unterschiede aufweisen. (Als wesentliche gelten solche,
die fur Aussehen, Geschmack, Bekommlichkeit,
Resorbierbarkeit oder Qualitit der Wirkung deutliche Ahweichungen bedingen.)
5. iiber derbn Heilwert oder Unschadlichkeit
in den Ankiindigungen unbegriindete oder irrefiihrende Behauptungen aufgestellt sind;
6. Deren Vertrieb den berechtigten Interessen
der Kranken widerspricht.
Es sei hier gleich angefiigt, daB namentlich der
urspriingliche Wortlaut der $5 4 und 6 der Kritik
vielfach Veranlassung zu Beanstandungen gab, und
die Kommission daraufhin den 5 6 splter ganz zuriickzog und 5 4 in der Hauptsache folgendermaoen
faBte:
4. Die als Gemische bereits friiher in der Medizin gebrauchter Substanzen einen neuen Namen
tragen, sofern dadurch der Anschein einer neuen
Substanz erweckt wird. A u s g e n o m m e n s i n d
Gemische mit anerkannter therap e u t i s c h e r E i g e n h e i t. Zulassig sind also
Namen des Sutors, der Hersteller oder sonstige Zusatzworte als Handelsmarken. (Fiir die bis zum
1./10. d. J. eingetragenen wortgeschiitzten Mittel
sol1 die Aufnahme unter gewissen Kautelen noch
stattfinden konnen, wenn sie auch nicht vollstlndig
den Forderungen des 5 4 entaprechen.)
Nach den zuerst aufgestellten Grundsatzen
verfuhr die Kommission, indem sie alle ihr direkt
als zur Aufnahme in die positive Liste ungeeignet
erscheinenden Mittel in die zweite (negative) Liste
verwies, diejenigen, bei denen sie ohne ausfiihrliche
Untersuchung kein Urteil abgeben wollte, in der
dritten, der zweifelhaften anfiihrte und alle iibrig
bleibenden in der ersten Liste, der positiven, vereinigte.
Indessen fand schon dieser prinzipielle Standpunkt eine je nach dem Interessenkreis verschiedene
Beurteilung und Anfechtung. Von seiten der 1 n d u s t, r i e fand man die Herausgabe bzw. Bekanntmachung einer n e g a t i v e n und einer z w e i f e 1 h a f t e n Liste b e d e n k l i c h . U. a. war in einer
von 18 der bedeutendsten Firmen der chemischpharmazeutischen Industrie Deutschlands unterzeichneten Erklarung, in der mit allem Nachdruck
Verwahrung gegen das Vorgehen der Kommission
eingelegt wurde, gesagt:
,,Vor allem bedeutet die Einreihung bestimmter
Praparate in die negative und selbst auch in die
,,zweifelhafte" Liste eine schwere Diskreditierung
dieser Mittel, die um so bedenklicher ist, als es die
Kommission nicht einmal fur notwendig befunden
hat, bei jedem Praparat den speziellen Grund fur
die Rubrizierung namhaft zu machen und dem betreffenden Pabrikanten vorher Gelegenheit zu geben,
sich zu den etwaigen Beanstandungen zu auBern."
Anders wieder in den m e d i z i n i s c h e n
Kreisen. Diese hielten in ihrer Mehrzahl e i n e ,
und zwar die n e g a t i v e Liste fur vollig a u s r e i c h e n d und befiirchteten geradezu von einer
positiven Liste einen zu Reklamezwecken ausartenden Gebrauch dieaer positiven Liste seitens einzelner
Fabrikanten fur ihre darin aufgenommenen und dadurch quasi besonders approbierten Mittel.
Noch verwunderlicher muate aber dem chemisch-pharmazeutischen Fachmanne das Vorgehen
der Kommission erscheinen, wenn man die einzelnen
in der negativen und zweifelhaften Liste angefiihrten Praparate einer Durchsicht unterzog. Schon
die groBe Zahl der im gewissen Sinne proskribierten
Mittel (die negative Liste umfaote 270, die zweifelhafte etwa ebensoviel Praparate !) erbrachte den
Beweis dafiir, daB nicht in der Natur der Mittel liegende Gesichtspunkte, sondern wesentlich formalistische Bedenken und rein schematische Kennzeichen die Veranlassung zu ihrer Einreihung in
eine ,,negative" und ,,zweifelhafte" Liste waren.
Denn in der ganzen Reihe der in diesen letzten
Listen stehenden Praparate wird man nur ganz
vereinzelt solche finden, die man als unrichtig
deklarierte, apokryphe, mit irrefiihrenden Behauptungen angekiindigte und nicht immer zuverlksig hergestellte bezeichnen konfite. Dahingegen
besteht die LMehrzahl aus wohlbekannten, liingst
akkreditierten, vor ihrer Einfiihrung in die allgemeine Praxis pharmakologisch und klinisch erprobten und seitdem jahre-, ja jahrzehntelang vielfach
verwandten Spezialpraparaten. Angesichts der groBen ZahI der in diesen beiden Listen vereinigten
Mittel kann man auch nicht gut von einer im arztlichen Interesse gelegenen P r ii f u n g oder Charakterisierung der n e u e n oder n e u e r e n Arzneimittel sprechen; denn die Kommission rubrizierte
eben alle im Jahre 1911 in der medizinischen Presse
angezeigten Praparate, von denen, wie oben bemerkt, ein guter Prozentsatz sich einer langjahrigen
Verwendung bereits ruhmen kann, ja zum Teil seine
Entstehung und Einfiihrung bis in die 80er Jahre
des verflossenen Jahrhunderts zuriickzufuhren in
der Lage ist.
Aber gerade der Hinweis auf die Notwendgkeit der Priifung n e u e r Arzneimittel war
es, der von den Urhebern der ganzen Aktion zur
Verteidigung ihres Vorgehens immer betont wurde.
So auBerte sich beispielsweise das KommissionsI
-
initglitd l'rof. C;. K I e m 1) e r e r in einer Sitzung
der . , ~ k r ~ i nJIcdizinisc1ien
rr
(:c.ne~sc~iaft"vom 15.75.
1!)12 iilrer die Angelegenlicit u. a. wie folgt:
,,\Venn wir Jlittel fintlrn, diese Inserate RO zu
gestalten, daU sir frei Rind von irrrfiihrenden, iibertreiliendcn oder gar liignrrinclien Angaben, und
wenn wir rrrcichen, dull die Angaben in d r n 1n.eraten ulwr die Arzneimittrl gewiwen Grundsiitzen
rntnprerlirn niiissen, so ivrrdrn wir dic Information
den iirztliclien Piiblikumn iitrer die n e u r r c n Arzneimittel wesentlicli vrrlrennern.. . . Dan Hrsuelien
a n die Hcrren Arzte geht nun daliin, daD sie diese
Listen einer Durclisicht wiirdipen miigen, und daD
sic, ehe Hie ein ilinen unlwkannten Arzneimittel anwenden o d r r zur Empfehlung bringen, selien, in
welclie dieaer Listen es eingeodnet ist . . . . . . . . .
So w i d Iioffentlicli unserr r\rzneimittelliste dazu
Ireitragen, die Hinfiihrung 11 e u e r Arzneimittel mit
den waliren Interessen unnrrer Kranken mehr in
Einklang zu bringen, a h rs virlfacli h h e r der Fall
is!."
\Vie bereitn erwiilint, hat auf die Veroffentlicliiing dc:r Listen der V c r I) a n d d e r c 11 e m i s c l i e n ( i r o U i n d u s t r i r rine entnchiedene E r k I a r u n g a n die medizininclie Faclilrrwe vernandt, in der dnrauf hinpwicven wurde. daD die
Liaten eine Yiille von \Villkiirliclikritrn und von
Zufallsergebnissen entlialtrn. 1)adurcli werde keine
Aufkliining der Arzte. nondern im Gegenteil nur
g o B e Vrrwirrung Iirrvorp.riifrn. Die Erkliirung
schloO, nachdeni xie sicli in dvr ol;en 1:erritn wortlicli angefulirten \\'rise i i l x r tliv lkdenken drr Aufntellung und Veroffentlicliiing riner negntiven und
zweitelliat ten Liste geiiuhcrt. mit folgrndem Protent:
..Al:er gegen dieses girnz ungewohnlirlie und
die Interessen der hochangcnehcmen deutschen cliemisclien lndustrie, knondcrx aucli im Auslande,
aufs schwerste scliiidigendr rinsritige Vorgehen der
Arzneimittelkommisaion, das iruf einer vollstiindigen
Verkennung d r r Verliiiltninnr Irrruht, nieht sich der
unterztriclinete Verltand zii neineni lebliaften Bedaurrn gezwungen, mit allriii Saclidruck Verwalirung einzulrgen."
~ \ U Hder dienrr Erkliirung folgeiiden Ant wort der
Arzneimittrlkommi.snion. datirrt voni IS./& 1012
aus Einenitcli, erfulir man dnnn zum emten !dale mit
klaren N'orten, was die treilrrndrn Kriifte, die hinter
drr Komniision standen. rigentlicli Iiralrxiclitigten.
I n der Hnuptsnche ~ r l ldir gnnzr Vernnntaltung
dazu dienc-n, zwei Gattungrn vim Arznripriiparaten
die weitere iirzt liclie C n t r rnt ii t zung zu ent zielien.
J)ie Komniission gab niimlivli zii den treanstandeten
$14 iind t i tolgenden Komnientar:
..$4 wrist lnserate iilwr Jlittel zuriick, welche
als Geniiaclie Iiekannter Sulrstanzen einen neuen
Xamrn tragrn. \Vir sind gern Irrreit. Anzcigen aucli
iiber (kmisclie zu Idligrn, wrnn sic nls solvlie o 11 n e
d e n ii I)r r f 1 ii s s i g e n , V c r \v i r r u n g R t i f tenden neuen Namcn nngezeipt werden.
$ G Heist Inserate i i b r Mittel zuriick, deren
Vertrielr den bereclitigten lnttrrssen der Kranken
widerqrriclit. Dieser (;runtlnatz richtet sicli z. R.
gegen die s k r u 1) e I I o s r % c i t u n g s r e k l a m e
f u r m a n c l i e N i i l i r p r i i 1 r a r a t e , welche als
allgemeinscliiidlicli zu kennzeiclinen ist. A u f g a b e
medizinisclier Farlibliitter knnn rs
n i c h t s e i n , d e r a r t v e r t r i r b r n e Mi!t e 1 a n z 11 z e i p e n."
Dazu war writer nocli niit Urzugnnhrne auf
eine AuDerung in dem l'roteste des V e r h n d e s der
cliemiscli-~~liarmazeutisclien
GroDindustrie, die ein
Vorgelien grgen die MiUIrriiiiclir, die nicli liirr und
da in der I'ropagirrung pliarmazeutisclier l'riiparnte eingesclilichrn Iialrrn, fiir Iiereclitigt erkliirtr,
gesagt:
,,\Vir wollen a b r fostatellen, ditU Holelie M i U briiuclie sich nicht LloU ,I1 i e r u 11 d d a' c~ingescliliclien Iiaben, I) i e M i U tr r ii u c 11 c n i n d H e 11 r
hii II f i g u n d z n h I r e i r Ii , daO eben notwendig
etwas dagegen gesrhehcn muate. \Vir konnen aucli
niclit verlielilen, d a b sicli einzelne aolrlier MiUbrauclie such in dim Ankiindigungen der Firmen
finden, die in der Erkliirung als .ernsthaft arbeitende' bezeiclinet Rind."
Aus dicsem Kommentar geht also offenkundig
Iiervor, daO es sicli nicht ausncliliellich um eine
kritisclie Musterung der Anzeigen beziiglich ilires
Wortlautes in den inedizinisclien Zeitscliriften hi
der Aufstellung der Lifiten handelte, sondern auch
andere Dinge, wie die Verwendung neiier \Vortzeirlien
und in der Tageslrrrwe fur die fraglichen Praparate
getriebene Reklame mit auwclilaggebend waren.
Nur so erkliirt sicli aucli die Aufnahme einer
sehr groDen Anzahl von Mitteln. die von viillig
zweifelsfreien Firiiien nacli eingehenden pharniakologiaclien St udien und kliniaclien Veruuchen aln
jeder Kritik standlialtende, wertvolle Yraparate
dem Arzneiverkelir iihermittelt wurden. sowolil in
die negative, wie in die zweifelhnfte Liate. Man
wollte eben die in den Tageszeitringen und anderen
fur die Allgemeinlieit beetimmten 7 ~ i t s r h r i f t e nangekiindigten Mittel, die aber zum g r o k n Teil dem
freien Verkelir iiberlatwen sind und deslialb ganz
selbstventandlicli einer niclit ausaclilieUlich auf die
iirztliclien Kreise bereclineten Propaganda bediirfen, ebenno treffen, d. 11. in ilirer Anwendung
i d e r Empfelilung xritens der Arzte Iiesclirlinken,
wie nlle jenc Substanzen oder Gemisclie (die Anneimittelkomminsion sprieht mit Vorliekre immer
von ,,Gemiachen", obwohl dime auf dem ganzen
Gebiete der Arzneimittellircduktion gegen die wirklichen chemisrlicn I'riiparate, wenn aucli niclit einheit Iicher Sn tint anz. sondern zuaamniengesrtzter
Natur, a n %ah1 ziiriickstehen). die krinr viillige
Prioritiit, dafiir alier einrn nrtien Namcn aufwciwn.
I)rr ,,iiberfliisaige, Vrrwirrung stiftende n e w
Name" ist ein Argument, dan man in den verA i e d e n s t e n piilrlizint isrlien Aunl~msungendes K a m miasionsmitpliedeH, Prof. \V. H e u b n r r , Giittin{en, iiber die \Vortzeichen fiir Arznrimittel ini
Laufe der letzten Jalire ofteru zu finden Gelrgenieit Iiatte.
\Venn aucli zugcgeben werden map, daU drr
Wortzeichenscliutz die Enttiteliung neuer Prapa.ate oder, riclitiger gesagt, der Priiparate mit ncuem
Samen begiinstigt, so kann man gerecliterweiue
ier Produktion daraun docli krinen Vorwurf
naclien, denn sie dnrf sicli ja fur ein gleicliwirkenies Praparnt nicht rines lrereitn gescliiitzten h'anena bedienen und inuU - - will Hie niclit auf jeden
jcliutz verzicliten - ilirem Hrzeugnin einen neuen
garnen gehen. Alno dealialb oline weitere sachliclie
Priifung eine ganze AnzahI von chemischen Substamen bzw. Zubereitungen in die mit einem Make1
behafteten Listen zu verweisen, erscheint doch nicht
angangig. Auch der Kommission selbst schien diese
MaDnahme doch bei langerer uberlegung als eine
zu weit gehende zu gelten; die neue Fassung (siehe
oben!) des 5 4 schrankt die allgemeine Verponung
der Mittel mit neuem Namen zugunsten der ,,Gemische mit anerkannter therapeutischer Eigenheit" im~nerhinetwaa ein. Zustandig fur die Klassifizierung der ,,anerkannten therapeu tischen Eigenheit" ist natiirlich wiederum nur - - die Arznei
mittelkommission selbst.
Von Anfang an war von der Kommission bereits
in Aussicht genommen, eine periodische Revision
der Listen eintreten zu lassen, und so sind denn
auch bis Ende August bereits 7 Nachtrage erschienen, denen zufolge 48 Mittel anders eingereiht
wurden, und zwar zumeist aus der negativen und
zweifelhaften in die positive Liste. Dies geschah, wie
mitgeteilt wurde, infolge ,,der seitens der Hersteller
der Kommission gegebenen Aufklarungen oder der
Zusicherung bestimmter Anderung in der kiinftigen
Fassungder Ankiindigungen." Wie Prof. W. H e u b n e r im Juliheft der von ihm herausgegebenen
,,Therapeutischen Monatshefte" anlaDlich eines Beitrages zu der Arzneimittellistenfrage sich auBerte,
spielt namlich auch , , d e r W u n s c h n a c h
e i n e m s t a r k e r e n E i n f l u D iirztlicher
G e .s i c h t s p u n k t e a u f H e r s t e 1 1 u n g
und Vertrieb neuer Arzneiprapar a t e" in der ganzen Angelegenheit eine gewisse
Rolle.
Wie war nun die A u f n a h m e der Listen,
ihrer Begriindung und der sich daran schlieaenden
Einwendungen gegen das Vorgehen iiberhaupt oder
einzelner MaBnahrnen in den a r z t 1 i c h e n
Kreisen?
Die Kritik und Vorschlage zu Anderungen in
Einzelheiten blieben zwar nicht aus, aber im allgemeinen, muD man sagen, iiberwogen doch die zustimmenden AuDerungen, und es erweckte den Anschein, als ob docli weite iirztliche Kreise von der
Ansicht durchdrungen sind, es miiDten Reformen
auf dem Gebiete des Arzneimittelmarktes ins Auge
gefaDt werden. Wie vie1 von dieser MiDstimmung
gegen die Industrie und die von ihr nacli den
Grundsatzen des Wirtschaftslebens zu regelnden
Vertriebsmethoden ihrer Erzeugnisse auf den Glauben einer angeblichen Schadigung der materiellen
Interessen des Arztestandes durch das Vorgehen
der Industrie oder auf die vielfach in medizinischen
Kreisen bekundete Scheu, als Forderer und Unterstiitzer der geschaftl.ichen Reklame industrieller
Betriebe gelten zu wollen oder dafiir angesehen zu
werden, zuriickzufiihren sein diirfte, laOt sich schwer
sagen.
Vermutlich gibt ea auBer den zahlreichen sozusagen realen auch viele mehr ideelle Gegner, rein
aus Prinzip sich gegen die Industrie und ihre geschaftliche Agitation bekennende Mediziner.
Als einer der ersten sprach, wie in diesem Aufsatz bereits hervorgehoben, das Kommissionsmitglied Prof. G. K 1 e m p e r e r in einer Sitzung der
Betliner Medizinischen Gesellschaft iiber die Angelegenheit und gab iiber die Ziele der Kommission
nahere Aufschliisse. Dieaem Vortrage folgte dann
ig einer Sitzung der ,,Berliner arztlichen Standesvereine" am 21.18. d. J. ein solcher des Geh. Rates
Prof. und Direktor des Berliner Pharmakologischen
Institutes Dr. H e f f t e r iiber daaselbe Thema.
Nach Prof. Dr. H e f f t e r hat sich die Arzneimittelkommission ihr Ziel z u w e i t geateckt und hatte
mit der Aufstollung nur e i n e r , und zwar der n e g a t i v e n L i s t e mehr erreicht. Bemerkenswert war vor allem eine AuDerung des bekannten
Pharmakologen, die er beziiglich der arztlicherseits
vielfach gewiinschten Urteilsabgabe iiber den Wert
der Mittel selbst abgab: ,,Es sei nicht gut moglich,
in wenigen Jahren ein maDgebendes Urteil iiber ein
neues Arzneimittel zu geben."
Nach einer ausgedehnten Diskussion kam dann
nachstehende Resolution zur Annalime:
,,Der GeschaftsausschuD der Berliner arztlichen
Standesvereine erblickt in der vom deutschen KongreD fur Innere Medizin herausgegebenen ersten
Arzneimittelliste einen dankenswerten Versuch,
dem Uberhandnehmen kritikloser, das Publikum
wie den arztlichen Stand nicht selten schadigender
-4npreisungen von Arzneimitteln entgegenzutreten.
Wenn auch durch diese erste Liste die Erfordernissc
der arztlichen Praxis nicht im vollen MaDe bcriicksichtigt, und hZiDverstandnisse nicht ganz vermieden
wordcn sind, so hofft der GeschaftsausschuD doch,
daB die Fortsetzung des Unternehmens, besonders
unter Zuziehung der geeigneten Instanzen, zu den1
beabsichtigten Ziele fiihren wird. Die Zusammenstellung der positiven Praparate wird nicht fur
zweckmaDig erachtet, schon wegen des moglichen
MiObrauches der Reklame durch Hinweis auf die
Approbation durch die Kommission."
Im Laufe des Sommers beschaftigten sich dann
auch noch andere ortliche Vereinigungen des deut schen Arztestandes mit der in Rede stelienden Mnterie, unter denen besonders die in Miinchen stattgehabten Besprechungen sich ganz auf den Boden
der Arzneimittelkommission stellten.
Ander p u b 1 i z i s t i s c h e n Behandlungder
Sache nahmen selbstverstandlich nahezu alle bedeutenderen Organe der .bztepresse, soweit diese nicht
die Pflege eines Spezialfaches zur Aufgabe haben,
ihren Anteil, und wenn auch in dem einen oder andercn iiber Einzellieiten oder die von der Kommission
zur Erreichung des Zieles eingeschlagene Taktik,
namentlich das Vorgehen ohne Einvernahme der
Presse selbst und einiger Vertrauensminner der Industrie, abweichende Ansichten zutage traten, so
war doch auch hier der Gesamttenor nur ein zustimmender. Wenn auch nicht in direktem, so doch
in einem mittelbaren Zusammenhang mit der Angelegenheit der Arzneimittellisten steht eine von
dem Vorsitzenden der ,,Kommission zur Bekampfung der Kurpfuscherei des Deutschen Arztevereinsbundes" an die Vereine in Nr. 873 des ,,Arztlichen Vereinsblattes" erlassene Aufforderung, einem
bereits im Vorjahre gefaBten BeschluD durch Uberweisung von Material die Durchfuhrung zu erleichtern. Dieser BeachluD lautete:
,,Der Deutsche h t e t a g erblickt in der Art
der Reklame, die von Firmen der chemischen GroDindustrie durch gewisse Anzeigen in der Tagesprease
und beim Vertriebe ihrer Priiparate durch Beipackung von Reklamezetteln fur andere Spezialitaten geiibt wird, einen MiDstand. E r beauftragt
.
die Komminsion, zur Bekiirnpfung der Kuipfueoherei
die notigen Schritte zur Beaeitigunc dieam Schiiden
zu tun."
Die Kommission richtete an die einzelnen Mitglider der Bundesvereine die Bitte, an den Referenten der Kommission fur dieeen Gegenstnnd beim
diesjiihrigen Antetag daa von ihnen zu aammelnde
Material einsenden zu wollen. Auadriicklich waren
als solclies Material genannt: Inserate, in denen die
Spezialitiiten, Kraftigungs- und Nahrmittel unter
genauer Angabe der Indikationen angepriesen werden, ferner Kinwickelpapiere und Rezeptkuverts
der Alxbtlieken und sclilieBlich die von den GroBfabriken um ihre Mittel geliiillten oder ihnen beigepackten Reklamen.
DoU, weil der ,.Dcutnclir Antetag" die Initiative
zu eineni Vorgelien nacli dieeer Richtung liin bereits
vor der Bildung der Arzneimittelkommiaaion des D.
Kongr. 1. Inn. Med. ergriffen hatte, die letztgenannte
Kommiwion ihren friihertn 8 6 der Grundsiitze, der
speziell gegen offentlicli angezeigte Mittel gerichtet
war, ganz gestrichen hat, konnte vermutet werden.
Jedenfalla finden n h r derartige Bestrebungen,
der Induntrie in der b'rcilieit ihrer geschiiftlichen
Propapndamittel Bescliriinkungen aufzuerlegen,
in den Reihen der Mediziner eifrige Befiirworter,
die mit ihren Einaendungcn on die E'aclipresse auch
nicht ziiriicklialten.
Von den in der letztrn Zeit seitens praktisclier
A n t e in ilirer Faclipreme melirfach veroffentlichten
Ausfiihrungen zu die.wm 'rliema seien hier die Ende
Juli im ,,hztlichen Vereinslhtt fur Deutschland"
von Dr.,
med. A 1 e s i s 8 c h m i d t gemachten
Vorscliliige im \Vortlaut wiedergegeben:
,.B(-i der Ordination von Originalpackungen
achte der A n t auf jeden Pall darauf, ob der Packung
ein Keklamezettel beigeltgt int, und daa Priiparat
nicht nur in h t e k r e i s e n , d. h. in der medizinischen
Presst, nondern auch in Tagemeitungen angepriesen
nird; denn im letzteren Palle sol1 auf eine Verbreitung von Anneimitteln im Publikum unter Umgehung der iintliclien Vcrordnung hingearbeitet
werden, w a s die Anto aufe entscliiedenste bekiimpfen miissen. In keinem nolcher Falle lame sicli ein
A n t herhi. durch Verordnunq ein sulches Praparat
zu fordern. Derartige Pirmen wie Priiparate konnten am beaten dem Leipziger Verband zur Anzeige
gebracht werden, wo zwecks spiiterer weiterer MaBnahmen eine genaue Sammlung eingelaufener Beschwerden erfolgt. Inserate solcher Rrmen oder
Praparate, die in der Tagespresse stelien, diirfen
a u f keinen Fall in einer medizinischen Zeitschrift
aufgenommen werden und Bind strikte aus ihr zu
verbannen. Im allgemeinen niuB es sich in Zukunft
die deutdche Anteschaft angelegen sein l a e n , auf
eine moglichste Einachrankung der Medikamentenverabreichung ohne antliche Rezeptur hinzuarbeiten" usw.
Dariiber, ob eine nocli groBere Einschrankung
der Medikamentenverabreichung ohne iintliche Rezeptur von allgemeinem Stnndpunkta aus wiinsclienawert, ja iiberhaupt moglich erscheint, diirfte
man ziemlich al!gemein - von den eineeitigen
Interesscnvertretern abgeselien - der Ansicht sein,
daB iiber die jetzt beatehenden Beachranknngen und
Verbote im Anneiverkehr, sonohl waa daa Feilhaltten, die Abgabe und die -4nkiindigung betrifft,
nooh hineuszugehen, kein AnlaD beateht. Gleuben
h t e , eltbekannter, gut bewiihrter Spmialmittel
bzw. diiitetiacher und Niihrpriiparate entraten zu
konnen, nur weil dim auch offentlich angeprieeen
werden, so mogen sie dim immerhin tun.
Vermutlich w i d jedoch die Klinke der Gesetzgebung zu weiteren Eimchriinkungen der Bewegungsfreiheit der chemisch-pharmazeutischenIndustrie nicht so leicht in Bewegung geaetzt.werden
[A. 186.1
konnen.
Die Anwendung
organischer Priiparate als Liisungsmittel und voriibergehend wirksame
Hilfsstoffe in der Textilchemie.
Von
Dr. F I ~ A N
ERIIAS,
Z
Wieri.
(Eingeg. U./7 1912)
Wahrend die eine Gruppe der in der Tinktorial- und Textilchemie angewendeten Chemikalien
zur Erzielung des gewiinschten Effektes d a u e r n d
mit der Faaer in Verbindung bleibt - d a m gehoren
einerseits die Farbstoffe, Beizen und sonstigen an
der Farb- hzw. Farbenlackbildiing direkt beteiligten
Suhstanzen, andererseits die Appreturmittel -, bedarf die Durchfiihrung der verschiedenen mechanischen und chemischen Manipulationen einer groBen
Zahl von nur v o r ii b e r g e h e n d rnit der Faaer
in Beriihrung kommender Hilfsstoffe, welche, soweit
sie organischer Natur sind, hier einer iibersichtliclien
Gruppierung und sofern eA seltener angewendete
oder weniger bekannte Priiparate sind, auch einer
kunen Besprechung untenogen werden sollen. Da
die Verdickungsmittel in den verschiedenen Werken
iiber Druckerei, Appretur-, Sclilichterei ausfiihrlich
behandelt sind, kann von deren Einbereitung hier
abgesehen werden; daa Gleiche gilt von den P e t t k o r p e r n , denen ich in letzter Zei! eine ausfiihrliche Monograpliie gewidmet habe*).
K o I i l e n n a u s e r s t o f f e und dercn
S u b R t i t 11 t i o n s p r o d u k t e.
Die Verwendung der leicht fluchtigen Kohlenwasserstoffe der aliphatischen Reihe - speziell des
Benzins - als Fleckputz-, Entfettunga- und Reinigungsmittel ist so allgemein bekannt. daB dieeelbe einer niilieren Erorterung wohl nicht bedarf.
Aber nicht nur als Reinigungsmittel, sondern auch
als Fiirbebad hat man daa Benzin verwendet (sog.
Trockenfarberei, vgl. D. R. P. 227 648 von H 6 m b e r g & J o r n s , welche den Zuaatz von Alkoholen,
Estern und aaure Gruppen enthaltenden Korpern,
Oxy-, Nitro, Sulfosiiuren oder Carbonaiiuren empfehlen, und von C a s s e 1 1 a D. R. P. 269 193.) In der
Seidendruckerei verwendet man Benzinbiider zum
Entfernen der Hanreserven.
Sowohl in der Reinigung und Tmckediirberei.
wie auch in der Seidendruckerei hat man mit gutem
Erfolg daa brennbare Benzin durch Kohlenstoff
chloride ereetzt. ( D B p i e r re.)
1) Die Anwendung von Fettetoffen und daraus
hergeetellten Produkten in der TextilinduAtrie von
Dr. F. E r b a n . (Knapp, Halle 1911.)
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
564 Кб
Теги
ihre, folgeerscheinungen, дarzneimittellistenф, die, und
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа