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Dimethyldioxasiliran.

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ZUSCHRIFTEN
UV-Bestrahlung ( 2 > 254 nm) wieder 4 als einziges Photoprodukt liefert ['. '].
Autoren, die eine ,,Zuschrift" veroffentlichen
wollen, sollten vor der Abfassung ihres Manuskripts unbedingt die ,,Hinweise fiir Autoren" lesen, die jeweils irn Januarheft eines Jahrgangs
nach dern Inhaltsverzeichnis gedruckt sind; auf
Anforderung konnen sie auch von der Redaktion
erhalten werden.
H
c/
Die Reaktion von Carbenen 1 rnit molekularem Sauerstoff liefert Carbonyl-0-oxide 2, Dioxirane 3 oder Carbonylverbindungen und atomaren Sauerstoff. Diese Spezies sind
potente Sauerstofftransferreagentien; insbesondere die Dioxirane haben sich in der praparativen Organischen Chemie
als niitzlich erwiesen[']. Der jeweilig gebildete Anteil an 2,3
und Sauerstoffatomen hangt stark von der Beschaffenheit
der Carbene sowie von den Reaktionsbedingungen ab['].
1
-
c=o
2
3
Wahrend der Mechanismus der Carbenoxidation gut untersucht ist, weiI3 man iiber die Oxidation von Silandiylen
nur wenig. So berichteten vor kurzem Ando et al.l3l iiber die
Entstehung eines Silanon-0-oxids bei der Oxidation von Dimesitylsilandiyl in einer Sauerstoffmatrix bei 10 K. Diese
Verbindung wurde anhand einer IR-Bande bei 1084 cm- '
mit einer I80-Isotopenverschiebungvon 40 cm- ' identifiziert. Wir haben die Reaktion von Dimethylsilandiyl 4 rnit
0, untersucht. Anders als bei der von Ando et al. beschriebenen Reaktion bildet sich bei tiefer Temperatur nicht ein Silanon-0-oxid, sondern ein Dioxasiliran als primares thermisches Addukt.
Das Silandiyl 4 wurde in Argonmatrices entweder durch
Photolyse von Diazidodimethylsilan 51'. 61 bei kurzer Wellenlinge (2. > 254 nm, 10 K)I4] oder durch Flashvakuumpyrolyse (FVP) von 1,2-Dimethoxytetramethyldisilan
erzeugt. Unabhingig voneinander haben G . Maier et a1.l'' und
1 Michl et al.[51das Gleichgewicht zwischen Dimethylsilandiyl 4 und 2-Silapropen 6 untersucht: Bestrahlt man 4 rnit
sichtbarem Licht
= 450 nm), so erhilt man 6, dessen
[*I
["I
.
H,C
CH3
1
1
H,CO-Si-Si-OCH3
H
I
I
H3C CH3
7
Bei Bestrahlung von 5 in Argonmatrices mit 0.1 -0.5 %
Sauerstoffgehalt (A > 254 nm, 10 K) 1aBt sich IR-spektroskopischl*] die Entstehung von 4 (mit Spuren von 6) und
einem Photooxidationsprodukt A verfolgen. Fiihrt man die
Bestrahlung bei Sauerstoffkonzentrationen > 2 O h durch, so
wird 4 vollstandig zu A oxidiert.
Die thermische Reaktion zwischen unumgesetzten 4 und
O2 in mit 0.1 -0.5 % O2 dotierten Ar-Matrices wird durch
Tempern bei 35-42 K induziert. Nach einigen Stunden bei
dieser Temperatur hat 4 grbfitenteils zu dem neuen Oxidationsprodukt B reagiert. Die formal spinverbotene Reaktion
von Singulett-4 mit 30,ist erwartungsgemaI3 vie1 langsamer
als die analoge Reaktion von Triplett-Carbenen[']. Unter
diesen Reaktionsbedingungen wird A nicht gebildet, und 6
reagiert nicht rnit 0,.
Interessanterweise bildet sich das thermische Addukt B
auch bei der Reaktion von 4 mit O2 in der Gasphase bei
hohen Temperaturen: FVP des Disilans 7 (700°C,
mbar) und anschlieI3endes Abfangen in Ar bei 10 K
liefern ein Gemisch aus 4 und 61'1. Wenn in der Reaktionszone geringe Mengen Sauerstoff zugesetzt werden, wird 4 fast
vollstandig als ein Gemisch von A und B abgefangen. Wiederum zeigt sich, daI3 6 vie1 weniger reaktiv gegeniiber O2
ist und auch in der Gasphase nicht abgefangen wird. B erweist sich gegeniiber Bestrahlung rnit sichtbarem Licht
(I. = 436 nm) als photolabil. Innerhalb von wenigen Minuten entsteht quantitativ A, das sogar gegeniiber UV-Bestrahlung (i
> 220 nm) stabil ist.
Die IR-Spektren von A und B zeigen starke Banden im
Bereich zwischen 1000 und 1100 cm- I, die charakteristisch
fur Si -0-Streckschwingungen sind (Abb. 1, Tabelle 1).
Von Andreas Patyk, Wolfram Sander *, Jurgen Gauss
und Dieler Cremer*
c:
A
\I -
"3
5
Dimethyldioxasiliran **
4
hv
H3C\Si.N3
Dr. W. Sander. DipLChem. A . Patyk
Organisch-Chemisches lnstitut der Universitdt
Im Neuenheimer Feld 270. D-6900 Heidelberg
Prof. Dr. D . Cremer. DipLChem. J. Gauss
Lehrstuhl fur Theoretische Chemie der Universitat
Greinstrak 4. D-5000 Koln 41
Diese Arbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. dem
Fonds der Chemischen Industrie und der Stiftung Volkswagenwerk gefdrdert. Wir danken Prof. Dr. R. C k i f e r f i r die Unterstitzung dieser Arbeit
und Prof. Dr. G. M o w fiir die Mitteilung von unveroffentlichten Ergebnissen.
+
1300
Q
1200
-
1100
1000
C 1 cm-' 1
900
800
Abb. 1. IR-Differenzspektrum der Photochemie von B in einer rnit 0.2% " 0 ,
dotierten Ar-Matrix bei 10 K . Unten: Zugeordnete Banden von B. die bei
Bestrahlung verschwinden (2. = 436 nm). Oben: Zugeordnete Banden von A.
die bei Bestrahlung erscheinen.
700
Tabelle I . IR-spektroskopische Daten von B. matrixisoliert in Ar bei 10 K.
(B [cm- '1; Isotopenverschiebung).
['60,]-B
['hO1'O]-B [a]
A
1431.4 (w)
1260.3 (m)
1021.1 (s)
1012.9 (w)
1005.7 (w)
820.1 (m)
1430.9 (w)
1260.3 (m)
1009.6 (s)
1005.2 (m)
993.2 (w)
814.8 (m)
-0.5 1430.4 (w)
-1.0
0.0 1258.8 (m)
- 1.5
-11.5
997.0 (s) - 24.1
-7.7
988.8 (w) -24.1
-12.5
981.1 (w) - 24.6
9.7
-5.3
810.4 (m)
809.5 (m) - 10.6
800.8 (w)
-8.7
530.8 (w) -23.6
809.5 (m)
554.4 (w)
[''O,]-B
Zuordnung [b]
A
[a] Wegen des Auftretens dreier Isotopomere konnten nicht alle Banden zugeordnet werden. [b] Niherungsweise Zuordnung aufder Basis der beobachteten
Isotopieverschiebungen und durch Vergleich mit ab-inltio-Rechnungen. [c] Dle
Zuordnung der schwdchen Banden bei 1012.9 und 1005.7 ist nicht eindeutig.
[d] Pendelschwingung.
Wiederholt man die Experimente unter Verwendung von
"0, , so treten starke Isotopenverschiebungen dieser Banden zu niedrigeren Wellenzahlen auf, was zeigt, dal3 beide
Verbindungen Sauerstoff enthalten. Fur A und B mussen
folgende Strukturen in Betracht gezogen werden: Dimethylsilanon 8, Dimethylsilanon-0-oxid 9, Dimethyldioxasiliran
10, Methoxymethylsilanon 11 und Dimethoxysilandiyl 12.
Von diesen lassen sich die Verbindungen 8['01 und 12["l
durch Vergleich ihrer (publizierten) IR-Matrixspektren mit
den von uns erhaltenen ausschliel3en.
H3C\
Sir0
H3c/
8
H3C\
Si:(o2)
H3C/
9
H3C\
H3C\
H3C0
H3C
Sir0
O H~CO
H3C0
0
,sill
10
/
11
Si:
12
U m dariiber hinaus Produkte auszuschliefien, die durch
Addition von mehr als einem 0,-Molekiil an das Silandiyl4
entstehen konnten, wurden Experimente mit Gemischen aus
1 6 0 2 und " 0 , durchgefiihrt. Verwendet man ein I/l-Gemisch, so ergeben sich als Spektren exakte Uberlagerungen
der Spektren der reinen 1 6 0 2 - und "0,-Isotopomere. Daher
konnen A und B nur ein oder zwei Sauerstoffatome aus
einem 0,-Molekul enthalten.
Zur Bestimmung der Symmetrien von A und B wurde ein
Gemisch von l 6 0 , , 160180
und " 0 , im Verhaltnis 1:2:1
eingesetzt: Hatten A und B jeweils nur ein 0-Atom enthalten, so hatte kein '60180-Isotopomer auftreten diirfen. Hingegen sollte eine Verbindung mit zwei aquivalenten 0Atomen ein ,,gemischtes" '60180-Isotopomer ergeben,
wahrend zwei 0-Atome mit unterschiedlicher Umgebung zu
'0-Isotopomeren fuhren sollten. Verbindung B erzwei 601
gibt sich als ,,gemischtes" '60180-Isotopomer im Verhaltnis
2: 1 : 1 zu den ,,reinen" I6O2- und '80,-Isotopomeren. Die
Banden, die dem 60180-Isotopomer zugeordnet wurden,
liegen genau zwischen denen der 1 6 0 2 - und "0,-Isotopomere (Tabelle 1). Dies beweist die Aquivalenz der beiden 0Atome, und somit hat B Struktur
Im Gegensatz d a m
ergeben sich fur A zwei '60180-Isotopomere; A enthalt also
zwei nichtaquivalente 0-Atome. Die beiden neuen Isotopomere lassen sich am besten im Bereich zwischen 1090 und
1050 em- identifizieren. Andere Banden sind durch die beiden zusatzlichen Isotopomere verbreitert. Die naheliegende
Struktur fur A, die sowohl rnit den IR-Daten als auch der
beobachteten Reaktionstragheit gegenuber Be~trahlung['~]
vereinbar ist, ist Methoxymethylsilanon 11.
Aufgrund der "0-Isotopenverschiebungen konnten mehrere Banden von 10 zugeordnet werden (Tabelle 1). Diese
Angew. Chwi. 101 (1989) N r . 7
Zuordnungen wurden durch ab-initio-Rechnungen" 41 bestatigt, nach denen die symmetrische Si - O-Streckschwingung (laut Rechnung bei 1006 em- ') in Ubereinstimmung
mit dem Experiment - die starkste Bande im Spektrum von
10 ist und nach denen bei Einbau von einem oder zwei " 0 Atomen eine Isotopenverschiebung von 21 bzw. 33 cm
auftritt. Im berechneten IR-Spektrum gibt es nur zwei weitere Schwingungsmoden mit vergleichbar starker Isotopenverschiebung: die asymmetrische Si - 0-Streckschwingung, die
zwar schwach ist, jedoch die ausgepragtesten Isotopenverschiebungen aufweisen sollte, und die 0 - O-Streckschwingung, die zu einer etwas intensiveren Bande fuhren sollte als
die asymmetrische Si - 0-Streckschwingung. Den ab-initioRechnungen zufolge entspricht die beobachtete schwache
Bande bei 1005.7 cm-' der asymmetrischen Si-O-Streckschwingung. Alle weiteren Zuordnungen in Tabelle 1 wurden
auf der Basis der berechneten Normalmoden getroffen.
Die starke Bande des Silanons 11 bei 1090.1 em-' ist in
''0,-11 um -30.9 cm-' verschoben und wird einer Si-0Streckschwingung zugewiesen" 'I. Die gemischten 60180Isotopomere absorbieren bei 1087 und 1062 cm- ', also ahnlich wie die ,,reinen" Isotopomere. Dies ist darauf
zuriickzufiihren, dal3 das zweite 0-Atom kaum an der
Si - 0-Streckschwingung beteiligt ist. Weitere Banden von
11 mit ausgepragter '80-Isotopenverschiebung sind bei
1249.7 (-29.9) und 1238.1 cm-' (-29.4cm-') zu finden[' s]. Diese Absorptionen liegen bei hoheren Wellenzahlen als die der Streckschwingungen der Si -0-Bindung; sie
wurden der Streckschwingung der Si = 0-Bindung zugeordnet. Die Bandenaufspaltung kann durch Matrixeffekte oder
durch Bildung unterschiedlicher Rotamere in der Matrix erklart werden. Im Silanon 8 liegen die entsprechenden Banden bei 1210['01 und in Dichlorsilanon bei 1240 cm-'
(- 37 cm-' 180-Isotopenverschiebung)['61.
-
'
-.
0 h>436nm
4
10
H3C'
11
Die thermische Reaktion von Silandiyl4 mit 0, fuhrt bei
tiefen Temperaturen ausschliel3lich zum Dioxasiliran 10, dagegen bilden Carbene nur Carbonyl-0-oxide. Das unterschiedliche Verhalten von Silandiyl und Carben wird durch
ab-initio-Rechnungen verstandlich: die berechnete Rotationsbarriere von Silanon-0-oxid betragt nur 6.5 kcal
mol-' [ I 7 ] , die von Carbonyloxid aber 22.8 kcal mol-'
Sollte also Silanon-0-oxid bei der thermischen Reaktion von
4 gebildet werden, so wird es sofort in einem exothermen
Prozelj unter Freisetzung von 63.8 kcal mol- ' zu 10 isomerisieren["].
Eingegangen am 6. Februar 1989 [Z 31591
CAS-Registry-Nummern:
4, 6376-86-9; 5, 4774-13-6;
I, 10124-62-6; 10, 120854.1 1-7; 11, 120854-12-8.
[I] a) R. W. Murray, R. Jeyaraman, M. K. Pillay, .l
Org. Chem. 52(1987) 746;
b) D. Cremer, M. Schindler, Chem. Phys. Lett. 133 (1987) 293; c) L.
Cassidei, M. Fiorentino, R. Mello, 0. Sciacovelli, R. Curcl. J. Org. Chem.
52 (1987) 699; d) W. Adam, Y-Y. Chan, D. Cremer, J. Gauss, D. Scheutzow, M. Schindler, ibid. 52 (1987) 2800; e) R. W. Murray, M. K. Pillay, R.
Jeyaraman, ibrd. 53 (1988) 3007; f) A. L. Banmstark, P. C. Vasquez, ibid.
53 (1988) 3437.
[2] a) W. Sander, Angew. Chem. 98 (1986) 255; Angew. Chem. h t . Ed. En&. 25
(1986) 254; b) Spectrochim. Acta A43 (1987) 637; c) J. Org. Chem. 53
(1988) 121 ; d) ibid. 53 (1988) 2091; e) ;bid. 54 (1989) 333.
[3] T. Akasaka. S. Nagase, A. Yabe, W. Ando, J. Am. Chem. SOC.f 10 (1988)
6270.
'i" VCH ~ ~ r / u , ~ . ~ g e s e ~ mhH,
~ s c h u1)-6940
fi
Weinheim, 1989
01144-8249i89iO707-0921 B 02.5O:O
921
[4] Bestrahlungen wurden rnit Quecksilberhochdrucklampen in Kombination
mit Kantenfiltern (50% Transmission bei der angegebenen Wellenlinge)
oder Interferenzfiltern (Bandenmaximum bei der angegebenen Wellenlinge) durchgefiihrt.
[5] G. Raabe, H. Vancik, R. West, J. Michl, J. A m . Chem. Suc. 108 (1986) 671.
[6] Kiirzlich wurde die Photochemie von Silandiylvorstufen diskutiert: P. P.
Gaspar, D. Holten, S. Konieczny, Y Corey, Acc. Chem. Res. 20 (1987) 329.
(71 G. Maier, G. Mihm, H. P. Reisenauer, D . Littmann, Chem. Ber. 117(1984)
2369.
(81 Die Spektreii wurden auf einem Bruker-1FS66-FT-IR-Spektrometer
aufgenommen. Die Auflosung betrug in der Regel 1 em-'; experimentelle
Einzelbeiten siehe [2 b, c ] .
191 Die relativen Anteile von 4 und 6 hingen von der Pyrolysetemperatur a b
[71.
[lo] A. K. Maltsev, V. N . Khabashesku,O. N. Nefedov, N. D. Zelinskiin E. R.
Corey, J. Y Corey, P. P. Gaspar (Hrsg.): Silicon Chemistry Ellis Horwood, Chichester 1988, Kap. 21.
[ I l l G. Maier, H. P. Reisenauer, K. Schottler, U. Wessolek-Kraus, im Druck.
1121 Nach der gleichen Methode wurde die Struktur eines Dioxirans bestimmt:
I. R. Dunkin, C. J. Shields, J. Chem. Soc. Chem. Cummun. 1966, 154.
[I 31 Carbonyl-0-oxide sind extrem empfindlich gegeniiber Bestrahlung rnit
2. = 600 nm [2], wlhrend A sogar gegeniiber UV-Bestrahlung stabil ist.
[I41 HF/6-31G(d)- und MP2/6-31G(d)-Rechnungen wurden fur Dioxasiliran
und das Dimethylderivat 10 durchgefuhrt. Das IR-Spektrum von 10 wurde
aufgrund von rechnerischen Einschrankungen tiur aufdem HF/6-31G(d)Niveau berechnet.
[IS] 11: 1R (Ar, 10 K): 1469.0 (w). 1406.3 (vw). 1258.3 (m), 1249.7 (w). 1238.1
[m. v(Si=O)], 1189.4 (m), 1111.8 (m). 1090.1 [s, v(Si-O)l, 1079.0 (w),
770.9 (w). 769.0 (w). 759.8 (w). 710.2 (w) cm-'. [ ' * 0 2 ~ - 1 1IR
: (Ar, 10 K):
1469.5 (w), 1255.0 (m), 1219.8 (m), 1208.7 [s, v(Si=O)l, 1177.8 (w), 1079.0
(w). 1059.2 [s, v(Si-O)], 1050.5 (s), 764.2 (w). 756.9 (w), 710.2 (w). 708.7
(w)cm-'.
[I61 H. Schnockel, Z. Anurg. Allg. Chem. 460 (1980) 37.
1171 Die MP2/6-31 G(d)-Energien fur Silanon-0-oxid, fur dessen Ubergangszustand zu Dioxasiliran und fur Dioxasiliran betragen -440.07176,
-440.06145 und -440.17340 hartree.
[I81 D. Cremer, T. Schmidt, J. Gauss, T. P. Radhakrishnan, Angew. Chem. 100
(1988) 431; Angen, Chern. I n t . Ed. Engl. 27 (1988) 427.
den Bedingungen: [la] = 4.0 x 10-' M, [AgCIO,] = 4.4 x
M,
[Amid] = 2.0 x lo-' M und [CH,OH] = 1.3 x
lo-, M. Die Reaktion verlauft langsam (ungefahre Halbwertszeit: 30 h), und sie ist stochiometrisch, da der gebildete
Bisb-nitroanilin)-Komplex 2 inaktiv ist [61. Unter ahnlichen
la
1C : R = H
Bedingungen reagiert Ethylacetat unter Umesterung nach
Reaktion (b). Diese Reaktion verlauft wesentlich schneller
als Reaktion (a) und ist katalytisch, da die Produkte den
Porphyrin-Katalysator nicht desaktivieren. Die Ausbeute
nach 100 h betragt bezogen auf 1a 2500 YOunter folgenden
Bedingungen :
2p-CH,CONHC,H,N02
CH,CO,CH,CH,
Die Spaltung von Amidbindungen durch
bifunktionelle Aktivierung mit Porphyrinsystemen
mit zwei verschiedenen Metallzentren""
Von Yasuhiro Aoyama*, Tadahiro Motomura
und Hisanohu Ogoshi *
Mehrzentren-Wechselwirkungen spielen eine groI3e Rolle
bei biomimetischen Katalysatoren und Rezeptoren[']. So
konnte kiirzlich gezeigt werden, daI3 das Metalloporphyrin
1a, das zwei OH-Gruppen enthalt, eine bifunktionelle Aktivierung von Ketonen ['I und eine Zweipunkt-Fixierung von
Aminoshuren [31 ermoglicht. Ziel der hier beschriebenen
Arbeit war es, Porphyrinsysteme rnit zwei verschiedenen
Metallzentren als neuen Typ bifunktioneller Katalysatoren
und Rezeptoren zu e n t ~ i c k e l n [ ~So
] . aktiviert ein Rh-AgSystem, das durch Umsetzung von AgClO, rnit 1 a erhalten
wurde, aufgrund der intramolekularen Kooperation der beiden Metall-Ionen Amide und Ester fur Alkoholysen unter
milden und neutralen Bedingungen"].
In Gegenwart von AgCIO, erleichtert der CIRh"'-Komplex von trans-5,15-Bis(2-hydroxy-l-naphthyl)octaethylporphyrin 1a 12] die Methanolyse von p-Nitroacetanilid in
Benzol bei 50°C gemaB Reaktion (a) unter folgen[*IProf. Dr. Y Aoyama, T. Motomura
Department of Chemistry, Nagaoka University of Technology
Kamitomioka, Nagaoka. Niigata 940-21 (Japan)
Prof. Dr. H. Ogoshi
Department of Synthetic Chemistry, Kyoto University
Sakyo-Ku, Kyoto 606 (Japan)
I**] Katalytische Reaktionen von Metalloporphyrinen, 5. Mitteilung. Diese
Arbeit wurde vom japanischen Ministerium fur Bildung, Wissenschaft und
Kultur gefordert. ~-4. Mitteilung: Y. Aoyama, K. Midorikawa, H. Toi, H .
Ogoshl, Chrm. Lerr. 1987, 1651.
922
\('
: R=OH
I b : R-OCH3
VCH Verlagsgesellschujr mbH, D-6940 Wnnhelm. 1989
+ l a + 2CH,OH
+ CH,OH
-
AgClOd
-
1%
AgClOa
CH,CO,CH,
2 + 2CH,CO,CH,
+ CH,CH,OH
(a)
(b)
[la] = 2.0 x lo-' M, [AgCIO,] = 4.4 x lo-' M und [Ester] =
[CH,OH] = 2.5 x
M in Benzol bei 50°C. In Abwesenheit von AgCIO, sind die Reaktionen (a) und (b) unmeljbar
langsam. Diese Reaktionen werden auch durch das
Dimethoxynaphthyl-Derivat 1 b r 7 ] beschleunigt, allerdings
weniger effektiv als durch 1a. Im Gegensatz dazu findet mit
dem Dinaphthyl-Derivat 1 c oder mit der freien Base des
Porphyrins 1 a unter ansonsten gleichen Bedingungen keine
Reaktion statt. Dies weist darauf hin, daB das zentrale Rh"'Ion und eine OR-Gruppe (R = H oder CH,) im gleichen
Molekul neben AgC10, fur die untersuchten Reaktionen
unentbehrlich sind.
Die Umsetzung von 1 a, 1 b oder 1c mit AgCIO, im UberschuI3 ergab unter Ausfallung von AgCl wie im Fall des
Octaethylporphyrin-Komplexes[sldurch Anionenaustausch
das Perchlorat-Salz des kationischen Rh"'-Porphyrins. In
den 'H-NMR-Spektren der Komplexe in C,D, zeigen aufgrund der Umsetzung mit AgCIO, die OCH,-Protonen von
1b und die Naphthalin-Ringprotonen von 1a und 1 b, nicht
aber die von 1c charakteristische Tieffeldverschiebungen,
wahrend die Protonen der Ethylgruppen und meso-Positionen unbeeinfluljt bleiben, z. B. 6(OCH,) = 3.39 und 3.24
(zwei s, je 3H) fur 1b und 3.44 (s, 6H) fur 1b-AgC10,.
IR-Spektroskopie von CHC1,-Losungen von 1 a ergab eine
signifikante Verschiebung von vOH zu niedrigeren Wellenzahlen bei Umsetzung rnit AgCIO, (vOH = 3520 cm-' fur 1 a
und 3440 cm-' fur 1 a-AgC10,). Aus diesen Beobachtungen
lafit sich schliefien, daI3 iiberschiissige Age-Ionen rnit ORGruppen (R = H, CH,) von 1a und 1 b koordinieren.
Das so entstandene Rh-Ag-Porphyrin bildet mit Amiden
(im UberschuB) 1:l-Addukte (3), wie an scharfen, durch
den Potphyrin-Ringstromeffekt hochfeldverschobenen 'HNMR-Signalen erkennbar ist 191: fur das N-MethylacetamidAddukt (3, X = Y = CH,): 6 = - 2.70 (s, 3 H ; NHCH,)
0044-82491X910707-0~22
X 02 SO10
Angcu Chem 101 (1989) Ni 7
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