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Ein elektrisch leitfhiges Polythiophen mit kovalent gebundenen Fullerenresten.

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ZUSCHRIFTEN
5. Die Cyclopropanbindungen, die die C,o- und die Cyclopentadithiophen-Einheiten verbinden, haben ausgepragten xCharakter["I. Dies sollen eine koniugative Wechselwirkung
zwischen der Polythiophenkette
und den Fullerensubstituenten
ermoglichen.
Wir iiberfiihrten 1 in das stabile Diazoderivat 2 durch
,,Diazogruppen-Transfer"[121
(Schema 1) und lieBen 2 rnit einem Aquivalent C,, in Toluol bei Raumtemperatur 12 h reagieren. Das thermodynamisch begiinstigte Addukt 3 hat die Struk-
Ein elektrisch leitfahiges Polythiophen mit
kovalent gebundenen Fullerenresten**
<.,
Tiziana Benincori, Elisabetta Brenna,
Franco Sannicolo*, Licia Trimarco, Gianni Zotti
und Piero Sozzani
I
Zur Zeit werden groI3e Anstrengungen unternommen, funktionalisierte, ,,intelligente" Materialien['] zu planen und zu verwirklichen; die Synthese von Polymeren, die Fullerenreste entweder in der Haupt- oder in der
Seitenketter2,31 enthalten und besondere elektron i ~ c h e [und
~ ] elektro~hemische[~]
Eigenschaften
N
zeigen, ist ein herausforderndes Thema in diesem
111
Forschungsbereich. Wir berichten hier iiber das
Nt
I
erste konjugierte, leitfahige Polymer[61,das aus
einem hochgeordneten Polythiophen-GrundgeBuLi, THF
rust mit Fullerenresten als Substituenten besteht.
Moglicherweise findet zwischen dem p-leitenS
den, konjugierten Polythiophen und dem n-lei1
2
tenden Fulleren ein Ladungsaustausch statt.
3
Heeger, Wudl et al. fanden kiirzlich einen derarSchema 1 . S)mthese des Cyclopentadithiophen-Fulleren-Addukts
3.
tigen Ladungsaustausch, allerdings nur in heterogenen Gemischen von C,, und Poly(3-alkylthi~phenen)[~~.
tur eines geschlossenen, 6,6-iiberbriickten Methanofullerens
Unser Vorhaben bestand darin, eine C,,-Einheit mit einem
(Elementaranalyse, Massenspektrum, 'H- und CP/MAS-l3CThiophenderivat iiber eine stabile und moglichst starre BinNMR- sowie UV-Spektr~m)['~].
Das 'H-NMR-Spektrum von
dung, die einen Elektronentransfer zwischen diesen beiden
3 zeigt nur zwei Dubletts, die den K- und P-ThiophenwasserGruppierungen ermoglicht, zu verkniipfen und das resulstoffatomen zuzuordnen sind. Dies beweist, da13 die Addition
tierende Addukt anodisch zu einem leitfahigen Polymer
des Cyclopentadithiophenrests an eine 6,6-Ringverbindung erzu oxidieren. GrundIage des Syntheseplans bildeten die bekannfolgt war. Das CP/MAS-13C-NMR-Spektrum (CP/MAS =
te['] Reaktivitat von C,, gegeniiber Diazoalkanen sowie die
cross polarization/magic angle spinning) von 3 enthalt ein
Moglichkeit, von 4H-Cyclopenta.[2,1-b:3,4-b']dithiophen 1, das
Signal bei 6 = 45.9, das dem sp3-hybridisierten Kohlenstoffkiirzlich einfach und reproduzierbar zuganglich geworden
atom in Position 4 des Cyclopentadithiophens zuzuordnen ist
3,4-b']dithiophen 2 zu
i ~ t [ ~ ]zu, 4-Diazocyclopenta[2,l-b:
(6 = 31 in 1). Ein Signal bei S =76.1 wird den beiden homotogelangen. Die Cyclopentadithiophen-Struktur geniigt allen
pen, an der Bildung des Cyclopropanrings beteiligten Kohlensynthetischen, strukturellen und elektronischen Anforderunstoffatomen von C 6 , zugewiesen. Die Signale der a- und 8-Kohgen :
lenstoffatome des Cyclopentadithiophensystems bei 6 = 123.3
1. Das Cyclopentadithiophen 1 sollte sich in ein Diazoderivat
und 127.7 erfuhren durch die Substitution keine nennenswerte
iiberfiihren lassen, das mit C,, ahnlich wie Fluoren reagieren
Verschiebung (6 =122.7 und 124.2 in 1). Die Signale bei
diirfte r61.
6 = 139.5 und 147 resultieren aus einer Resonanziiberlagerung
2. Das planare Cyclopentadithiophen kann elektrochemisch
von Thiophen- und Fullerenkohlenstoffatomen (6 = 138.4 und
zu einem Produkt polymerisiert werden, das eine elektrische
147.4 in 1). Eine komplexe Signalgruppe rnit zwei Hauptpeaks
Leitfahigkeit (cr = 40 Scm- ') und eine ausgepragte Konjugabei 6 = 143.1 und 144.6 riihrt vom C,,-Rest her. Das UV-Spektion (i,
des
,,
neutralen Polymers: 545 nm) a u f ~ e i s t [ ~ ] .
trum rnit einer charakteristischen Absorptionsbande bei
3. Die C,,-Symmetrie von 1 und die Homotopie der PositioA = 434 nm ahnelt denen von anderen Fulleren-Cyclopropannen, die an der Polymerisation beteiligt sind, wiirden im Addukt
Derivaten
erhalten bleiben - eine Grundvoraussetzung fur eine regioselekDas elektrochemische Verhalten von 3 wurde zuerst in einer
tive Polymerisation.
5 x 10- M Toluol/Acetonitril-Losung (5/l) untersucht. Das
4. Der Durchmesser von Cs0[51und der Abstand der beiden
a-Kohlenstoffatome[lO1,die an der Polymerisation beteiligt
Cyclovoltammogramm (Abb. 1) zeigt im kathodischen Bereich
drei reversible, fur C,,-Derivate typische Einelektroneniibersind, sind ahnlich grol3. Eine Behinderung der Polymerisation
gange bei - 0.82, - 1.21 und - 1.73 V, wie sie ahnlich fur C,,
durch sterische Faktoren ware somit ausgeschlossen.
beschrieben ~ i n d ~ 'Im
~ ]anodischen
.
Bereich wurde 3 irreversibel
ohne Anzeichen von Polymerisation oxidiert.
[*1 Prof. F. Sannicolo, Dr. T. Benincori, Dr. E. Brenna, Dr. L. Trimarco,
Prof. P. Sozzani
Die elektrochemische Oxidation von 3 wurde in einer
Dipartimento di Chimica Organica e Industriale
2
x
M Chlorbenzol-Losung untersucht. Die anodische
Centro CNR Sintesi e Stereochimica Speciali Sistemi Organici
Kurve des Cyclovoltammogramms zeigte im ersten Durchlauf
Universiti degli Studi di Milano
(0.1 Vs-') ein Spitzenpotential bei 1.05 V, das einer irreversiVia Golgi 19, 1-20133 Mailand (Italien)
Telefax: Jnt. + 21236-4369
blen Zweielektronenoxidation des Cyclopentadithiophenrests
E-mail: staclausia~iciI64.cilea.it
entspricht. Dieser Wert ist 0.55 V positiver als das OxidationsDr. G. Zotti
potential der Ausgangsverbindung 1 [91,was auf die elektronenlstituto di Polarogrdfia ed Elettrochimicd Preparativa del CNR
ziehenden Eigenschaften des Fullerensubstituenten zuriickzuPadua (Italien)
fiihren ist.
c60und seine Derivate V'€den
Oxidationspoten[**I Diese Arbeit wurde vom Consiglio Nazionale delle Richerche (CNR), Progetto
Strategic0 Materiali Innovativi, gefordert.
tiale angegeben[161,die 2.3-2.4 V positiver liegen als die erste
rn
~I
71 8
0 VCH Verlag.rgeseI1schajtmbH. 0-69451
Weinheim,1996
0044-8249/96jl0806-0718$ 15.00+ .25/0
Angew. Chem. 1996, 108, Nr. 6
0.15
I
I
I
I/pA
0.10
-
0.05
-
- 0.20
-2.0
’
I
-1.5
-2.5
-0.5
I
I
-0.8
-1.0
-2.0
-1.5
-0.5
-1.0
u/v
u/v
Abb. 1. Kathodisches Cyclovoltammogramm von 3 in Toluol/Acetonitril ( S j l ) .
Vorschubgeschwindigkeit:0.1 Vs-’.
Abb. 3. Kathodisches Cyclovoltammogramm von Poly-3 in Acetonitril. Vorrchubgeschwindigkeit: 0.1 Vs-’.
Reduktionsstufe. Bei kontinuierlicher Cyclovoltammetrie zeigte
sich nach einiger Zeit das Redoxverhalten des an der Anode
gebildeten Polymers (Abb. 2 , links).
Das anodische und kathodische Cyclovoltammogramm von
Poly-3 wurde in Acetonitril untersucht. Das PolythiophenGrundgerust wird reversibel bei 0.1 und 0.5 V oxidiert (Abb. 2,
rechts), wahrend das entsprechende Poly-1 ein bei 0.0 V zen-
von 3, als auf eine Verdrillung des Polythiophen-Grundgerusts
zuriickzufuhren.
Poly-3 ist das erste konjugierte Polymer, das kovalent gebundene Fullereneinheiten als funktionelle Gruppen enthait. Die
Cyclovoltammetrie hat gezeigt, daD sowohl das PolythiophenGrundgerust als auch die C,,-Substituenten ihre elektrochemischen Eigenschaften unverandert bewahren, allerdings sind aufgrund ihrer Wechselwirkuig neue Eigenschaften zu erwarten. Unter folgenden Gesichtspunkten werden weitere Untersuchungen durchgefiihrt :
1. Charakterisierung der Leitfahigkeit
des p-dotierbaren Polythiophens, das
mit einer Anzahl von n-dotierbaren
Fullerenresten verbunden ist. 2. Untersuchung des lichtinduzierten, intermolekularen Elektronenubergangs
zwischen den C,,-Einheiten und der
konjugierten Polythiophenkette, der
fur C,,-dotierte Polythiophene schon
beschrieben wurde[’. 19]. 3. Copolymerisation von 3 mit einem Thiophenderivat mit loslichkeitsfordern-0.20’
I
den Gruppen, um ein zwar an C,*-0.3
+0.2
+ 0.7
+1.2 -0.3
+0.2
+0.7
Einheiten armeres, dafur aber leichu/v
U/V
ter charakterisierbares Material zu
Abb. 2. Links: Kontinuierliches Cyclovoltammogramm von 3 in Chlorbenzol. Vorschubgeschwindigkeit: 0.1 Vs- ’.
Rechts: Anodiches Cyclovoltammogramm von Poly-3 in Acetonitril. Vorschubgeschwindigkeit: 0.1 Vs-’.
erhalten.
n
I
triertes Redoxsystemtgl zeigt. Der Ladungstransfer entspricht
ungefahr 50 % eines im reduktiven Bereich gemessenen Einelektroneniibergangs. Die Oxidation steht somit in Einklang mit
einem Transfer von ca. 0.25 Elektronen pro Thiophenring, ein
Wert, der fur Polythiophene ublich ist. Die C,,-Substituenten
werden reversibel in drei Stufen bei -0.88, - 1.38 und - 1.85 V
reduziert (Abb. 3).
Der neutrale Polymerfilm, eine violette Schicht, zeigt ein Absorptionsmaximum bei 440 nm und eine Schulter bei 600 nm
(Abb. 4). Diese wird den Niedrigenergie-Ubergangen des
F ~ l l e r e n s ~ ”die
~ , im festen Zustand vibronisch verstarkt werden[’*’, zugeordnet. Die Bande bei 440nm riihrt von der
Polythiophenkette her und ist gegeniiber der entsprechenden
Bande
(lmax
des
545 nm) blauverschoben. Diese Blauverschiebung ist eher aufeinen niedrigen
Polymerisationsgrad, bedingt durch die sehr geringe Loslichkeit
’
Angew. Chem. 1996,108, Nr. 6
0.10
0.06
0.02
-- ---___
700
A/nm
Abb. 4. UV-Spektrum eines neutralen Poly-3-Films auf einer IndiumzinnoxidUV-Spektrum yon c,, auf einer Indiumzinnoxid-Elektrode
Elektrode (-1;
300
400
500
600
(---I.
0 VCH Verlagsgesellschaft mbH. 0-69451 Wemheim, 1996
0044-8249/96/10806-0719Si5.00f 2510
719
ZUSCHRIFTEN
Exper imentelles
2: Zu einer Losung von 1 (0.500 g, 2.8 mmol) in 10 mL THF wurden bei - 10 "C
in n-Hexan getropft. Nach 15 min
unter Stickstoff 2 mL einer 1.6-~-BuLi-Losung
wurde die Reaktionslosung bei - 30 "C zu einer Losung von p-Toluolsulfonylazid
(0.600 g, 3.0 mmol) in 10 mL THF gegeben. Nach Abdampfen des Losungsmittels
bei vermindertem Druck wurde der Riickstand mit Petrolether hehandelt und die
Losung filtriert. Das Filtrat wurde bei vermindertem Druck eingeengt, und die
Diazoverbindung 2 fie1 als roter Feststoff aus (0.497 g, 87%). Schmp. 65-67°C
(Zers.); 'H-NMR (300 MHz, CDCI,): S =7.2 (d, J = 5 Hz, 2H), 7.1 (d. J = 5 Hz,
2H); IR (Nujol): i. = 2099 em-' (NJ;
passende Elementaranalyse.
3: Bei Raumtemperatur wurde 2 (0.051 g, 0.25 mmol) zu einer Losung von C,,
(0.178 g, 0.25 mmol) in 200 mL Toluol gegeben. Nach 12 h wurde das Losungsmittel
be1 vermindertem Druck entfernt. Der feste Riickstand wurde mit Diethylether
gewascben; Ausbeute an 3: 0.112 g (50%). 'H-NMR (300 MHz, CSJCDCI,):
6 =7.60 (d, J = 5 Hz. 2H), 7.13 (d, J = 5 Hz, 2H); CP/MAS-i3C-NMR
(75.5 MHz, RoMionsfrequenz: 4.5 kHz, Kontaktzeit: 1. 5 ms, TMS): Hauptsignale
beiS = 45.9,76.1,123.3, 127.4,139S,143.1,144.6,147.5; FAB-MS(4-NitrobenzylUV/Vis (Cyclohexan):
alkohol): rn/i 720 [ M +- C,H,S,], 176 [C,H,S:];
i.,,, = 209,258, 328,404,434 nm; 3 ist bis 500 "C therrnisch stabil (DSC, Stickstoffatmosphare); passende Elementaranalyse.
Die elektrochemischen Untersuchungen wurden bei 25 'C unter Stickstoff in einer
3-Elektrodenzellemit Platinelektroden als Arbeits- (0.003 cm2)und Gegenelektrode
durchgefuhrt. Als Refereuzelektrode diente das System Silber/O.l M Silberperchlorat in Acetonitril(O.34 V gegen dic gesittigte Kalomelelektrode (SCE)) 0.1 M Tetrabutylammoniumperchlorat wurde als Leitelektrolyt benutzt. Polymere Filme zur
UV/Vis-spektroskopischen Untersuchung wurden auf Indiumzinnoxid-Platten
(0.8 x 2.5 em, Schichtwiderstand: 20 R pro Quadrat) erzeugt.
Eingegangen am 16. Oktober 1995 [Z 84781
Stichworte: Cyclovoltammetrie Fullerene . Leitfahigkeit . Polythiophen . Polymere
[I] E Gamier, Angew. Chem. Adv. Mater. 1989, /Of, 529; Angew. Cherri. Int. Ed.
Engl. Adv. Mater. 1989, 28, 517; Adv. Mater. 1989, 1, 117.
[2] Zur Einteilung von Fullerenpolymeren siehe: A. Hirsch, Ad),. Motw. 1993, 5,
859.
[3] a) T. Suzuki, Q. Li, K. C. Khemani, F. Wudl, 8 .Almarsson, J. A m . Chem. SOC.
1992, 114, 7300; b) S. Shi, K. C . Khemani, Q. ,,Chan" Li, F. Wudl, ibid. 1992,
114,10656; c) D. Loy, R. Assink, ibid. 1992. 114,3977; d) A. M. Rao, P. Zhou,
F. Wang, G. T. Hager, J. M. Holden, Y. Wang, X. X. Lee, P. C. Eklund, D. S.
Cornett, M. A. Duncan, 1. J. Amster, Science 1993, 259, 955; e) N . Tokahasi,
H. Dock, N.Matsuzawa, M. Ata, J Appl. Phys. 1993, 74, 5790.
[4] M. Fedurco, D. A. Costa, A. L. Balch, W. R. Fawcett, A n g w . Chem. 1995,
107, 220; Angex,. Chem. Int. Ed. Engl. 1995, 34, 194.
[5] H. L. Anderson, C. Boudon, F. Dlederich, J. P. Gisselbrecht, M. Gross,
P. Seiler, Angew. Chem 1994,106,1691; Angew. Chem. In/. Ed. Engl. 1994,33,
1628.
[6]F. Wudl, Arc. Chem. Res. 1992. 25, 157.
[7] a) N. S. Sariciftci, L. Smilowitz, A. J. Heeger, F. Wudl, Science 1992,258,1474;
b) L. Smilowitz, N. S. Sariciftci, R. Wu, C. Gettinger, A. J. Heeger, F. Wudl,
Phys. Rev. B 1993, 47, 13835; c) B. Kraabel, C. H. Lee, D. McBranch, D.
Moses, N. S. Sariciftci, A. J. Heeger, Ckenz. Phy.7. Lett. 1993,213,389;d) C. H .
Lee, G. Yu, D. Moses, N. S. Sariciftci, A. J Heeger, Phys. Rev. B 1993, 48,
15425; e) C. H. Lee, A. J. Janssen, N.S. Sariciftci, A. J. Heeger, ihid. 1994, 49,
5781.
[8] F, Diederich, L. Isaacs, P. Douglas, Chem. SOC.Rev. 1994, 243.
[9] T. Benincori, E. Brenna, F. Sannicolo, L. Trimarco, G. Moro, D. Pitea,
Chem. Commun. 1995, 881
T. Pilati, G. Zerbi, G. Zotti, J. Chem. SOC.
[lo] T. Pilati, Acta Cvystallogr. Sect. C 1995, Sf, 690.
1111 R. Hoffmann, R. B. Davidson, J. Am. Chem. Soc. 1971, 93, 5699; T. Tsuji,
T. Shibata, Y Hienuki, S. Nishida, ibid. 1978,100, 3 806; A. de Meijere, Angew.
Chem. 1979, 91, 867; Angeiv. Chem. Inr. Ed. Engl. 1979, 18, 809.
[12] W. von E. Doering. C. H. De Puy, J. An?. Chem. Sor. 1953, 75, 5955.
[33] Wegen der Unloslichkeit konnte kein zufriedenstellendes I3C-NMR-Spektrum
erhalten werden. Ahnliche Beobachtungen machten beispielsweise auch T. Suzuki et al.: T. Suzuki, Q. Li, K. C. Khemani, F. Wudl, 0. Almarsson, Science
1991, 254, 1186.
[I41 A . B. Smith 111, R. M. Strongin, L. Brard, G. T. Furst, W. J. Romanow, K. G.
Owens, R. J. Goldschmidt, R. C. King, 1 A m . Chem. SOC.1995, 117, 5492.
[15] D. Dubois, K. M. Kadish, S. Flanagan, R. E. Haufler, L. P. F. Chibdnte, L. J.
Wilson, J. Am. Chem. SOC.1991, 113, 4364.
[16] T. Suzuki, Y Maruyama, T. Akasdka, W. Ando, K. Kobayashi, S. Nagase,
J. Am. Chem. Soc. 1994, 116, 1359.
[I71 J. P. Hare, H. W Kroto, R. Taylor, Chen?.Plzys. Lett. 1991, 177, 394.
[IS] A. Skumanich, Chem. Phys. Lrtr. 1991, 182, 486.
1191 S. Morita, A A. Zachidov, T. Kawai, H. Araki, K. Yoshino, Jpn. J. Appl. Phy.7.
1992, 31. L890.
720
[(Na +(thf), ),(Rubren4 -)I:
Kristallisation und Strukturbestimmung
eines Kontaktionen-Quintupels
des ersten 7c-Kohlenwasserstoff-Tetraanions**
Hans Bock *, Katayoun Gharagozloo-Hubmann,
Christian Nather, Norbert Nagel und Zdenek Havlas
Professor Herbert K Roesky zum 60. Geburtstag gewidmet
Die Elektronenaufnahme in 7c-KohlenwasserstoffeC,H, setzt
weniger Energie frei als fur eine Elektronenabgabe aufzubringen
ist, und die Molekulanionen [C,HyIn- befinden sich auf einer
Molekiilzustandsenergieskala im Gegensatz zu den Molekiilkationen [C,H,]"+ unterhalb des ungeladenen Molekul-Grundzustandes"]. Einelektronen-Reduktionen erzeugen Radikalanionen-Salze, die solvensgetrennt [M:,,,] [C,H,]'- oder in einer
Losungsmittelhulle als Kontaktionenpaare [M+(C,.Hy)'-],,,,,
vorliegen konnen; die Strukturanderungen beim Ubergang
vom Neutralmolekiil zum Radikalanion sind nur gering". 'I.
Zweifach-Reduktionen zu solvensgetrennten oder solvensumhiillten Kontaktionen-Tripeln, [M~,,,],[C,H,]' - oder
[M: (C,H,)'
13], bewirken demgegenuber meist drastische
Strukturanderungen[']: So wird in Ethylen-Derivaten
R,C=CR, bei Reduktion des Neutralmolekiils zum Dianion
die Doppel- zur Einfachbindung verlangert, um welche die ehemals coplanaren Molekiilhalften nunmehr gegeneinander verdrillt sind"]; Allene R,C=C=CR, werden an ihrem zentralen
C-Zentrum geknickt und protoniert"], Benzol-Sechsringe zur
,,Wanne" d e f ~ r m i e r t [ ~In
] . cyclovoltammetrischen Untersuchungen konnten zwar bis zu vier aufeinanderfolgende reversible Einelektronen-Oxidationen beobachtet werden"], dagegen
gelingt bei Benzol selbst die Einfach-Reduktion nur unter extrem aprotischen Bedingungen und am Rande des MeBbereiches15].Umfangreiche Chemical-Abstracts-Service(CAS)- und
Cambridge-Structural-Database(CSD)-Recherchen lieferten keine Hinweise auf bekannte Strukturen von 71-KohlenwasserstoffTrianionen und -TetraanionenL6].
Unser Erstaunen war daher groB, als sich das Produkt der
als
Reduktion von Rubren an einem Natri~mmetallspiegel[~~
ein Kontaktionen-Quintupel des ersten 7c-KohlenwasserstoffTetraanions erwies (Abb. 1). In Tetrakis [bis(tetrahydrofuran)natrium]-5,6,11,12-tetraphenyltetracen
(triklin, P i , 2 = 1) befinden sich die vier, jeweils doppelt THF-solvatisierten Na+-10nen in zwei unterschiedlichen Positionen: ober- und unterhalb
des zentralen Tetracengerustes einerseits sowie in den seitlichen
Bis(pheny1)-Zangen andererseits. Erstere Na+-1onen sind achtfach koordiniert; und die kurzesten Kontakte Na' . . Cd- von
260 und 263 pm Lange bestehen zu den beiden phenylsubstituierten Kohlenstoffzentren, gefolgt von zwei 272 pm langen zu
den Kohlenstoffzentren des Tetracengerustes und den uber
290 pm betragenden zu den ipso-C-Zentren der jeweils gegeniiberliegenden Phenylringe. Die Kontakte Na* . . . O,,, sind mit
[*I
[**I
3 VCH Verlugsgeselbchaft mbH, 0-69451 Weinheim 1996
Prof. Dr. H. Bock, Dipl.-Chem. K . Garagozloo-Hubmann. Dr. C. Nather,
Dipl.-Chem. N. Nagel
Chemische Institute der Universitit
Marie-Curie-StraEe 11, D-60439 Frankfurt am Main
Dr. Z. Havlas
Institut fur Organische Chemie und Biochemie der Tschechischen Akademie
der Wissenschaften
Flemingovo Nam 2, CS-36610 Prag (Tschechische Republik)
Wechselwirkungen in Kristallen, 100. Mitteilung. Diese Arbeit wurde von der
Adolf-Messer-Stiftung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Land
Hessen und dem Fonds der Chemischen Industrie gefordert. - 99. Mitteilung:
H. Bock, C. Nather, N. Nagel, Angew. Chem. und Angew. Chem. In/. Ed. Engl.,
eingereicht.
0044-8249196110806-o720$ 1 5 00+ 2510
AngeM Chem 1996, 108, Nr 6
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