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Einfhrung in die anorganische Chemie von Prof. Dr. Karl Scharrer Verlag A. Lutzeyer Bad Oeynhausen z. Zt. MindenW. 1949 96 S. 1 Abb. DM 3

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Uber antibiotische Wirkungen a n Blutegeln, Blutegelbakterien und
derm keimfreiem Filtrat berichtet P. Weiler. Setzt man Versuchstieren
(weide Miiuse, Meerschwrinchen, Kaninchen), die mit Spirochiitrn, Tctanusbazillen, Staphylokokken, Streptokokken oder Milzbrand infiziert
sind, Blutegel (Hkrudo medicinalis) an, so wird die Virulenz der pathogenen
Keime im Blutegel verringert oder geht nach einigen Tagen v6llig verloren. Auch Behandlung rnit Eigenblut, dergestalt, da5 das aufgesaugte
Blut nach einiger Zeit wieder dem Blutegel entnommen und injiriert wird,
hatten Erfolg (Rotlauf bei Schweinen). Reinkulturaufschwemmungen
der Blutegelbakterien, die mit dem Blutegel in Symbiose leben - kurz
Subtiligin H genannt
zeigten gegen St. aureus noch in Verdiinnung
von 1:80000000 (bezogen auf Trockensubstanz und Oxford-Einheiten).
Hemmwirkung (Experientia 5 , 446 [1949]). -Bo.
(718)
-
Verglitnngen rnit ehlorierten aliphatischen Eohkmwaaserstoffen spielen bei der zunehmenden erlaubten und unerlaubten Anwendung dieser
StoffP als Lirsemittel, Lirschm?ttel, in der Kiilteindustrie und als Ersatzstoffe bereits eine bedeutende Rolle in drr Gewerbehygiene. Es kommen
besonders in Betracht: Methylchlorid, Methylbromid, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff und symm. Dichlorathylen. Allen diesen Kohlenwasserstoffen ist eine Schhdigung der Leber- und Nierenepithelien eigen
zu der noch spezifische nervose Symptome hinzukommen. Bei CHCl, ist
eine eigentiimliche Myocardschidigung schon seit langem bekannt. Die
Vergiftung mit CCl, basiert auf dem hepato-renalen Syndrom und zeigt
als Symptome Kopf- und Leibschmerzen, Blutdruckanstieg. Oligo- und
Albuminurie rnit Rest-N'Erhohung. Sie endet rnit Dyspnoe und Kreislanfkollaps. Die Giftwirkung wird auf eine direkte toxische Wirkung der
CC1,-Molekel euriickgefiihrt, nicht auf eine vorangegangene Zersetzung
zu COCl,. Chlor- und Brommethyl zcigt nach einer charakteristischen
Latenzzeit spezifische Wirkungen an gewissen Kleinhirnpartien und damit besonders nervcise Symptome: Schwindel, Schlaflosigkeit, ungeordnete Bewegungen, klonische Kriimpfe, schlie9lich Koma. Brommethyl
ist die gefiihrlichere Verbindung. Noch gefiihrlicher ist Dibhlorathylen,
mit dem in letzter Zeit tirdlicbe Betriebsunfiille gemeldet wurden und
dessen Hauptwirkung in einer Epithelsohadigung und Narkose mit
voraufgehenden Excitationszustiinden besteht. Die gewerblichen akuten
und chronischen Vergiftungen mit diesen Substanzen gehoren zu den
meldepflichtigen Bernfskrankheiten. (Dtsch. med. Wschr. 74, 586/88
r19491). -J.
(663)
Piperidin wurde als'blutdrucksteigernde Substanz &us dem Urln von
Niehtrauchern und Kiihen von U. S. w. EuZer isoliert und quantitativ
bestimmt. Piperidin wird aus konz. Urin durch Fliissigkeitsextraktion
rnit Ather bei p~ 10-11, Zugabe von saurem Wasser und anschlieljendr
Wasserdampfdestillation ( p 10-11)
~
erhalten. Zur Identifizierung kann
das Pikrat oder das rote Kondensationsprodukt mit Natrium-fhaphthochinon-ksulfonat - letzteres ist auch zur quantitativen Bestimmung
geeignet - benutzt werden. Die tagliche Ausscheidung beim Menschen
betriigt 3-20 mg. (Kongr. Bioohem. Cambridge 1949). -To%
(715)
Preisausschreiben. Preis von DM 5000.- fiir die Entwicklung cines
D a s s e l b e k i i m p f u n g s m i t t e l s . I) Dieses Mittel mu9 geeignet sein fur
a ) die Einzelbehandlung der Beulen wie fur das summarische Waschverfahren oder b) das Spriihverfahren oder Streuverfahren oder e) die
innere Verabfolgung. - 11) An das Mittel werden weiter folgende Bedingungen gekniipft: a) einmalige Anwendung mu9 gentigen, b) es darf
nicht umsthdlich und nicht peinlich genau dosierbar, aber doch wirkungsvoll sein, c) es mud - auch in stiirkster Konzentration anwendbar - ungiftig sein, und seine Anwendung darf keine ernstlichen Gefahren fur Mensch und Tier im Gefolge haben (Futter- und Einstreubenetzungen, Ablecken usw.), d) die Haut darf sicht beschiidigt werden,
e) seine toxisohen Grcnzen miissen fur den Warmbliiterorganismus UIIgefiihrlich sein, f ) es darf
sofern es sich um ein Priiparat mit hohem
Dampfdruck handelt - in den vielfach schlecht geliifteten Stiillen keine
gesundheitlichen Gefahren fiir Mensch und Tier hervorrufen, g) es darf
nicht teuer sein. - M e l d e s c h l u Q 30. Jnni 1950.
Einsendungen an die Interessengemeinschaft fiir Lederforschung und
Heuteschadenbekiimpfung
ArbeitsausschuG fur Hiuteschiidenbekiimpfung, Essen-Ruhr, Sedanstr. 53.
(749)
-
-
Llteratur
Zeitschriften
Jubiliium der ,,Umscheu"
Die Halbmonatszeitschrift iiber die Fortschritte in Wissenschaft und
Technik ,,Die Umschau", iiber deren Wiedererscheinen hier bereits berichtet wurdel), erscheint 1950 .mit ihrem 50. Jahrgang und boginnt
diesen mit einem cbenso reichhaltigen als vorziiglich - u. a. rnit Farbtafeln
ausgestatteten Jubiliiumsheft, aus dem folgende Arbeiten genannt seien: Felix: ,,Die Biochemie in den Vereinigten Staaten", K. R.
Bauer ,,Die Chemotherapie im Kampf gegen den Krebs, EscaZes ,,Entwicklungstendenzen im Kunststoffwesen", Franz: ,,Biologische SchMlingsbekiimpfung", Wagner: ,,Fluoreszenemikroskopie". F. [NB 2241
-
Buchbesprechungen
Einitlbrnng in die hohere Mothematlk und h e Anwendongen, von E.
Aemus. Ein Hilfsbuch fiir Chemiker, Physiker und andere Naturwissenschaftler. Aus der Reihe: Arbeitsmethoden der modernen
Naturwissenschaften. Walter de Gruyter & Co., Berlin 1947. 400 S.,
178 Abb., DM 20.-.
Je weiter die Dhvsikalischen Methoden in das Arbeitsaebiet der Chemie iibergreifen, umso mehr mu9 der Chemiker sich mit der Mathematik
-befrennden. Dem Organiker ist dies erfahrungsgemrilj meist eine Aufgabe, die als ein ewar notwendiges aber unerfreuliches nbel angesehen
wird. Daher erscheinen z. Zt. zahlreiche Werke, welche dem Organiker,
der hier in erster Linie angesprochen wird, die Materie schmackhaft
maehen sollen.
Das vorliegende Buch von Asmus kann als ein wohlgelungener Versuch der Losung dieser Aufgabe angesprochen werden und sollte an erster
Stelle fiir diesen Zweck empfohlen werden, insbes. d a m , wenn auch
etwas griMere Anspriiche an dae Gebotene gestellt werden. Fur den Organiker diirfte das Buch alles dss an Mathematik enthalten, was er spiter
in der Praxis jemals benbtigen diirfte, um Aufgaben zu bewhltigen, die
man ihm billigerweise zumuten kann.
Die Anlage dea Buches zeugt von einem guten Teil praktischer Erfahrung im Hochschulunterricht. So beginnt die Einfiihrung des Begriffs der Funktion auf den ersten Seifen mit der Darstellung in Tabellen,
Kurven und einfachen analytischen Formeln, die in den einfachsten
Fiillen wieder zeichnerisch reproduziert werden. Dies entsprieht durchaus
dem Bediirfnis des Lernenden, weil sich immer wieder zeigt, da9 der Chemiker von der Sohule her keine genligende Fertigkeit. mitbringt, rnit einer
graphischen DarRtellung etwas positives aneufangen. In der daran ankniipfenden Differentialrechnung wird darum auch an Hand der Kurven
das Wesentliche auseinandergesetzt. Die zur Illustration gebrauchten
Beispiele sind im Buche meist
wenn auch nioht immer - so einfach
gchalten, da9 nicht zu viel Kenntnis aus anderen Gebieten, insbes. der
physikalischen Chemie, benotigt wird, denn der Leser sol1 ja die zu diesen
Disziplinen erforderliche Mathematik erst lernen, bevor er diese anderen
Gebiete ernsthaft betreibt.
AuPer der Differential- und Integralrechaung mit einer und mehreren
Variablen enthiilt das Buch einfiihrende Teile in das praktische Rechnen
mit dem logarithmischen Rechenschieber, in die Nomographie, in das
-
l)
Diese Ztschr.
61, 272 [1949].
Angew. Chem. / 62. Jahrg. 1950 / Nr. 4
Arbeiten rnit mechanischen Integratoren und in die graphische Integration. Ein kureer Absohnitt iiber die Methode der kleinsten Quadrate ist
angefiigt. Da das Buch fur den Chemiker bereits recht viel bringt, so
kann es auch dem Physiker und Physikochemiker mit Nutzen empfohlen
werden, wenn ihm die flberbriickung der Kluft zwischen der herkirmmlieheh Schulmathematik und der Mathematik des Hochschulmathematikers Schwierigkeiten verursacht.
KZ. Schiifer.
[NB 2021
Einfllbrung in die anorganische Chemie, von Prof. Dr. Karl, Scharrer, Verlag A. Lutzeyer, Bad Oeynhausen, z. Zt. Mindenp., 1949,96 S., 1 Abb.,
DM 3.60.
Den Studierenden der Landwirtschaft ist durch die Herausgabc dieses
Studienbogens zweifellos ein groljer Dienst erwiesen worden. In kiirzester
Fsssung und in einem doch nach jeder Richtung hin ausreichenden Umfang werden die Grundlagen in leicht verstbdlicher Form vermittelt. Das
Btiohlein wird aber nicht nur bei den Studierenden der Landwirtsohaft,
sondern auoh bei Natnrwissenschaftlern, Medizinern und Ingenieuren
groDen Anklang finden, denn auch fiir sie erweist sich sein Inhalt als ausreichend. Hervorzuheben ist der billige Preis bei gutem Papier und Druck.
Kappen.
[NB 1511
Lehrbuch der Chemie nnd M3neraloefie, erster Tcil, von W . FZ&h. Verlag
Quelle db Meyer, G. m. b. H., Heidelberg, Lehrmittel-Verlag G. m. b. H.,
Offenburg (Baden). 143 S., 121 Abb., DM 3.40.
Dieses ftir den Chemieunterricht der Unterstufe an hoheren Schulen
bestimmte Lehrbuch verfolgt die Absicht, der Mineralogie im Rahmen des
Chemieunterrichts den Platz einzuriiumen, der ihr gebiihrt. Es wird von
den entsprechenden Fachvertretern der Hoohschule als ein Mange1 empfunden, da9 die angehenden Studenten der Naturwissensohaften oft keine
oder nur eine mangelhsfte Vorstellung vom Krystallbegriff und der genetischen Zusammenhiinge, die zur Gesteins- und Mineralbildung in der Erdrinde fiihrten, besitzen. Die Ergebnisse der modernen Forsohung haben
gezeigt, d d fur alle Eigenschaften der Krystalle die Krystallstruktur
allein entscheidend ist. Da aber der iiberwiegende Teil der Materie uns
in Form von Krystallen entgegentritt, sollte man gerade auf diesem Gebiet eine bessere Vorbildung der Schiiler an hirheren Schulen erwarten.
Es kann deshalb meiner Meinung nach nur b e g r a t werden, wenn durch
die Abwandlung des Lehrplans im Sinne des vorliegenden Biichleins Abhilfe geschaffen wird. Eine weitgehende Verwendung im Schulunterricht
mirchte ich deshalb wiirmstens empfehlen.
N. JagoazinsrCi. [NB 1721
Anleituog e m physiologiseh-ehemischen PraWium von K . Lohmann. Verlag Chemie G.m.b.H., WeinheimjBergstraPe, 1. Aufl. 1948, 203 S.,
13 Abb., halbln. 7.- DM.
Dies Heine Buch bietet mehr, als sein Titel verriit und leitet nicht nur
zur praktisohen Ausfiihrung sller wichtigen physiologisch-ohemischenReaktionen an. Wer es durchstudiert oder im Praktikum neben der in dem betreffenden Institut iiblichen Anleitung beniitzt, arbeitet sich an Hand der praktisohen Aufgaben in anschaulicher Weiee in die ganze physiologische Chemie ein.
Der Stoff irrt in 22 Kapitel aufgeteilt. In den acht ersten wird der Praktikant mit den Eigenschaften der wiohtigeten Naturstoffe vertraut gemacht:
I01
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