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Einfhrung in die Chemie auf einfachster Grundlage. Von P. Tust u. M. Schimmels. I. Teil Grundlagen und Werkstoffe und ihre Verbindungen. 354 S. 58 Abb. R. Herros's Verlag Grfenhainichen 1943. Pr. geb. RM

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L e h r b u c h der anorganischen Chemie. Von A. P. H o l l e n i a n ,
22. 11. 23. vollig neubearb. Aufl. von 15. W i b e r g . 647 S., 154 Figuren. W. d e Gruyter & Co., Berlin 1943. Pr. geb. RM. 13,80.
Das dtbewahrte Lehrbuch von A . 3'. Holleman, das schon
ller Generation des Referenten als erster Wegweiser ins Reich tler
Chemie diente und in seineni organischeii Teil bereits im Jahre
1930 als Holletnan-Richter neu herauskani, ist nun auch in seinem
:rtiorganischeu 'l'eil, von E . Wiberg vollig neu bearbeitet, in 22. 11.
23. Auflage erschienen. Das neugestaltete Buch h a t mit deni
d t e n ,,Holleman" nur noch gemeinsam, daW es ebenso wie dieses
in didaktisch sehr geschickter Weise den Chemiestudiereiiden in
die anorganische uiid allgemeine Chemie einfiihrt. Freilich ist es
durchads kein leichtes Buch, denn ganz mit Recht sagt der Adtor
im Vorwort, daW die vielfaltigen Probleme der Gegenwart hochste
Anforderungen an die Ausbildmg des Nachwuchses stellen lind
es rerhiixignisvoll ware, das Lehrbuchniveau herabzusetzen. Besondere Anerkeniiung \-erdient es aber, daB es Wiberg vorziiglicli
gegliickt ist, aucli die schwierigen Dinge theoretischen Inhalts in
anregender, verstandlicher Form darzustellen. Seinen besonderen
Charakter erhalt tlas Buch gerade diirch die immer wiederkehreiide Betonung physikalisch-cheniisclier Probleme. Die hierher
geharenden Grundlagen wie die Lehre voni cliemisclien Gleichgewirht, Oxydatiou i111d Reduktioii, die Elektronentheorie der
Valenz, Raman-Effekt, Magnetochemie, aktiver Xustand der festen
Materie, Atombau uiid Periodetisystem der Blemente finden sich
in geschlossener Darstellung in einzelneri Kapiteln, auf die an
,geeigneten Stellen bei der ' Besprecliung der Eleniente und ihrer
Verbindilngen inimer wieder hingewiesen' wird, so cia9 der 1,eser
;ilk diese Fragen nicht als ninzelerscheindng, sondern als iibergeordnetes Problem erkennt. Dieses Prinzip gilt ganz besonders
fiir alle KonstitutioiisfraXeii anorganischer Verbindungen, die
Ilurchweg vom Standpunkt der modernen Elektronentheorie der
Valeuz behandelt werden. Ohne die fur den Anfanger aus diclaktisclien Griinden zunachst iiicht zu entbehrende ValenzstrichCormel gaiiz zu verdammen und auszuschalten, ein Bxtreni, in
tlas manclie iieuen Lehrbiicher der anorganischen Chemie leider
verfalleii sind, wird an einleuchtenden Beispielen deren Nangel
aufgezeigt uiid die Uberlegenheit der Elektronenformel diskutiert
und bewiesen. Xu diesem Zweck,ist bereits friihzeitig ein Sonderkapitel iiber die chemische Bindung (Ionenbindung, Atombindung,
Metallbindung, koordiiiative Bindung) eingefiigt, das mit groller
Sorgfalt und ganz besonderem Gescliick geschrieben worden ist.
Hine sehr gliickliche Losung hat :iiicli die Behandlung des Periodischen Systems, das E. Wiberg sprachlich richtiger 31s ,,Periodensystem der Elemente" bezeichnet, erfahren. Es ist sehr zu begriillen, wenn das System in einem Anfangerlehrbuch moglichst
friih erscheint und zur Gruiicllage einer vergleichenden Ubersicht
der Elementengrappen beniitzt wird, wobei die Fiille des Gesamtsystems freilich den Anfanger zunachst verwirren mag. Wiberg
umgeht diese dnerwiinschte Begleiterscheinung, indem er erstmalig
ein gekiirztes Periodensystem, das nur die Elemente der Hauptgruppen enthalt, anwendet urid dieses erst spater zum Gesamtsystem erganzt.
Was das Stoffliclie angeht, so ist das Material einem Anfangerlehrbuch eiitsprechend reichhaltig genug. Alle wesentliclien experiinentellen I'orschungsergebnisse
der neueren Zeit sind beriicksichtigt, wichtige neue teclinische Verfahren sind, wenn auch oft
nur mit wenigen aber sehr konzisen SBtzen aufgefiihrt. Besondere
Erwiilinung verdienen noch das sehr reichhaltige uiid einpragsame
Bildmaterial von iiber 150 iieu gezeichneten Abbildungen und die
iibersiclitliche drucktechnische Anordndng des Textes, SchlieWlich
mu0 auch der Verlag gebiihrend gelobt werden, der das neue Werk
in vorziiglicher Ausstattung und trotz des um melir als 100 Seiteu
vermehrten Umfaiigs zuni bisherigen niedrigeri Preise herausgebracht hat.
So ist also die anoi-gauische Cliemie um ein ueues adsgezeichnetes 1,ehrbuch bereichert wortleii, ein Buch, das sic11 eines
besonderen Cliarakters erireut, als Einfulirung in die moderne
Chemie hervorragend geeignet ist uud dem daher weitgehende
Verbreitung gewiinscht werden muW.
R.Sehwurz. [BB. 76.1
Theoretische G r u n d l a g e n der o r g a n i s c h e n Chemie. Voii
W. H i i c k e l . 1. Bd. 4. Aufl. 658 S., 26 Abb. Akad. Ver1.-Ges.
Hecker u . Erler, Leipzig 1943. Pr. geh. RIM. 20,--, geb. RM. 21,SO.
Die ,,Theoretischen Grundlagen der organischen Chemie"
von W .Hiickel haben sich in den jetzt 15 Jahren ihres Bestehens ein
so liohes Mall voii Ansehen unter den Fachgenossen erworben, daW
es iiberfliissig ist, die Vorziige des Werkes a m AnlaW des Brscheinens einer jeden Neuanflage immer wieder ausfiihrlich liervorzuheben .
Der 1. Band, umfassend ,,das System der organischen Chemie"
und ,,die Grenzen der in der organisch-chemischen Systematik
gebrauchlichen Ausdrucksmittel" ist zum letzten Male vor wenig
~ n e h rals 2 Jahren besprochen worden'), m d der Referent kann
sich mit seinem Urteil Clem clamals Gesagten in jeder Weise ansrhIieJ3en.
W . Hiickel hat im iibrigeii mit gewohnter Sorgfalt die seil
der Zeit erzielten Portschritte beriicksichtigt. Das AusniaW der & derungen gegeniiber der 3. Auflage ist allerdings iiicht sehr betrachtlich. Hoffentlich gelingt es trotz der Zeitverhaltnisse, aucli
den 2. Band des Werkes - der nach Hiiekels Aiigaben in1 Manuskript fertig vorliegt -- ohne grol3e Verzcgerung in 4. Auflage
Iierauszubrineen. rlnniit man seineu ,,Hiickel" recht bald in tler
rieltesten Fnssuiig wieder vollstaiidig zusanimen hat.
K . Ziegler. [BR. 77.1
v
Einfiihrung in d i e C h e m i e auf einfachster G r u n d l a g e . Vtm
.'1 T i t s t u. M. S c h i m n i r l s . I. Tril: Grundlagen und Wrrkstoffe itnd ihre Verbindungen. 354 S. 58 Abb. R . Herrose's
Verlag, Grafenhainichrn 1943. Pr. geb. RX. 9,60.
Das vorliegende Buch ist aus der Praxis heraus entstandrn
beim Unterricht zur Ausbildung von Chemiejitngwerkern. Es
srtzt nur die Allgenieinbildung voraus, die tlurch den Besttcli ( I t 1
Volksscliule vermittelt wird. In der Einleitmg (Weg mid W r s r u
der Cliemir) wird ilir Chernie im dcntschen Aufbauplan a n d als
Teil tler Naturwissenschaften geschildert. Dabei wird a i i f deli
grolJrn Wert des selbst dmchgefiihrteri Versuchs in rindringlichrlWeise hingewiesrn. 111 Clem 1. IIauptteil (Erlebte Stoffurnwanti-.
lungen) werden Luft, Wasser uiid einige :iiidcre Stoffe ,,uritri-~sucht" und die Grundlagen untl Grundbegriffe dcr Chrniie t'rarbeitet. Besprochen werden danri die Metalle Natrium uutl
Kalium. Der 2. Hauptteil ist den wichtigen Nichtmetalleii
Schwefel, Stickstoff, Chlor, Silicium gewidmet, der 3. Haupttril
den wichtigen Metallen Eisen, Kupfer, Blei, Zink, Zinn, Aluminium und Magnesium, wobei jedesmal die physikalisclirn um1
die chemischen Eigenschaften, die Gewinnung und das Vorkommeit
tles betreffenden Metalls sowie seine Anwendung und Bedeutung
als Werkstoff erortert werden. Auch die Verbindungen jedes Metalls werden in einem zusanimenfassenden Querschnitt besprochen.
Das nachste groBe Kapitel ,,Vom Wissen zu angewandter Cheniit"
ist als Riickschau und Ausschau gedacht. Ein Abschnitt ist t1t.r
Stocliiometrie vorbehalten, ein weiterer der Anwendung uiisei-t's
Wiseens im Unfallschutz, ein dritter behandelt Wehrchemie untl
Zuftschutz als angewandte Chemie. Das SchluWkapitel lehrt das
Pachrechnen. In sehr zweckmalliger Weise wird durch Voriibungen auf das Fachrechnen hingeleitet, das in einer groBen
Zahl von geschickt ausgewahlten Aufgaben behandelt ist. So sol1
tler Schiiler in vielen Fallen Gleichungen auf ihre Richtigkeit
prufen. Losungen der Aufgaben werden nicht gebracht. Warnzeichen am Rande weisen auf Berufsgefahren (Giftigkeit der
Chemikalien usw.) oder auf Beziehungen zur Wehrchemie tx1t.r
zum Luftschutz hin.
Das Buch ist mit besonderem padagogischen Geschick i m l
sehr anregend klar und verstandlich geschrieben. Es wird sic11
rasch viele Freunde erwerben. Nicht nur der angehende Chetuirjungwerker, sondern auch der Chemiker, der chemischen Anfangcrunterricht zu erteilen hat, kann aus dieser ,,vora~ssetzungslost.ii
Binfiihrung in die Chemie" vieles lernen.
Dem Erscheinen weiterer Teilbaitide wird man mit Interessr
rtitgegrnsehen.
R. Frmenius. [BB. 70.1
Das A b s o r p t i o n s s p e k t r u m der c h e m i s c h e n B i n d u n g . VOII
H. M o h l e r . 170 S., 95 Bbb. G. Fisclier, Jena 1943. Pr. kart,.
RM. 12,--.
Wenn mail von Handbuchartikelti absieht, so fehlt in tlem
cleutschen Schrifttum ein Buch, in dem die charakteristischeu
Absorptionskurven der haufigsten Stoffe auswahlend zusammeugestellt sind und das alle tliejenigen Merkmale der Absorptionskurven anfiihrt, welche zur Deutung der Kurven cinen Beitrag
liefern.
Diese Liicke wurde von dcm Verfasser, der selbst an der
Klarung vieler der behandelten Fragen experimentdl gearbeitet
hat, in sehr vollkommener Weise ausgefiillt. Das Buch britigt
iiicht allein cine wohlgeordnete Zusammenstellung des umfangreichen Kurvenmaterials, sondern behandelt auch die Zusammenhange der Kurventypen mit den verschiedenen Arten der chemischen Bindungen sowie die GesetzmaiBigkeiten empirischer Natm.
Sehr klar und iibersichtlich sind die fur die Lichtabsorption kenuzeichnenden Koeffizienten und ihre gesetzmaaigen Verkniipfungen
dargestellt. Bei der Definition des Absorptionsspektrums sollte
c-vtl. auf die Beziehung zur selektiven Reflexion und selektiveu
Streuung hingewiesen werden. Die Kenntnis des Abschnittes iiber
den EinfluP von Schichtdickc und Konzentration ist fiir deu
praktisch mit dem Spektroskop Arbeitenden sehr wichtig, um
Parbeffekte nicht falsch zu deuten. Die Absorptionskurve selbst
bleibt natiirlich von eincr Anderung der Schichtdicke und Konzentration unberiihrt, wenigstens im Giiltigkeitsbereich des Beerschen Gesetzes. Das Studium des Temperatureinflusses auf die
Absorptionsspektren steht leider immer noch sehr an dem Anfang
seiner Entwicklung. Der bei den Diphenylpolyenen beobachtetr
Tempcratureffekt scheint bei den organischen Molekiilen &Ihaufigere zu sein, wahrend bei den anorganischen Stoffen in tlrr
Regel ein umgekehrter 'l'emperatureffekt beobachtet wird.
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