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Einheitsverfahren der physikalischen und chemischen Wasseruntersuchung. Herausg. v. d. Arbeitsgruppe fr Wasserchemie. Folge II. Verlag Chemie. Pr. br. RM

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Seue
Eigenschaften nachgewiesen werden, z. B. an der knderung der
Dichte, des Wiirmelcitvermogens, des photoelektrischen, dr s
magnetischen und des chemischen Verhaltens. Die Umwandlungstemperatur liegt bei diinnen Schichten (<lo-' cm) urn so hoher,
je diinner die Schicht ist. Zur Deutung des Verhaltens solcher
Schichten kann man sich das Bild eines hochkomprimierten Gases
machen. Die Uberfiihrung in den metallischen Zustand, der einerseits durch das Vorhandenscin freier Elektronen und andererseits
durch das Vorhandensein einer bestimmten Struktur der Atome
(Gitter) gekennzeichnei 1st. wird durch Zufihrung der Ionisierungsenergie moglich. Die Ionisierungxnergie nircmt uom Wert des
einzelnen Dampfatoms beini Wach:tn drr Schichtdicke stark ab
(Verhalten diinner Schichten). %urn SchluB weist Vortr. kurz auf
die technische Bedeutung dieser Rage, z.B. f i i r die Xaltverschweihng hin, die damit zusarumenhangt, daB die Umwandlungstemperatur in der Oberflache einer Schicht meist hoher liegt als
f i i r das Innere, so daB sich an der Oberflache von Metallen amorphe
Schichten ausbilden konnen.
Kaiser Wilhelm-Institut fiir pbgsikalis&e Chemie
nnd Elektrorhemie, Berlin-Dahlem.
Colloquiumfam 11. Juni 1940.
Das Verhalten ein- und mehrfach molekularer Aufbaufilme im
elektrischen Feld wurde untersucht*v*), Daraus ergab sich grundsatzlich die Moglichkeit zur Herstellung von Kondensatoren mit
hoher Durchschlagsfestigkeit mit geringer Menge Dielektrikum.
Bei e i n f a c h m o l e k u l a r e n S c h i c h t e n erfolgte der Durchschlag
bei sehr niederer Spannung. Hei Kondensatoren mit m e h r f a c h
m o l e k u l a r e n S c h i c h t e n als Dielektrikum wurden folgende Zusammenhange untersucht : 1. Abhlingigkeit der maximalen Durchschlagsfeldstarke von der Schichtdicke: Zwischen 100 und 1000 A
betragt die Durchschlagsfeldstarke i. D. 4-5.106 V/cm, die
Durchschlagsspannung ist also proportional der Schichtdicke. Die
Versuche wurdenmit Mehrfachschichten von Cadmiumarachinat und
Banurnstearat ausgefiihrt. 2. AbhZngigkeit der maximalen Durchschlagsfeldstiirke von der Zusammensetzung der Schicht: Ionengehalt und Basizitat der Losung beeinflussen das gute Aufziehen der
Filme auf die Objekttrager, d. h. die Fehlerfreiheit des Filmes und
damit die Durchschlagsspannung. 3. Bei der Saure mit 18 C-Atomen
wurde auch der EirifluD der Art des Ions untersucht.
wurde das
Ba- und das Cd-Salz in derselben Mol-Konzentration angewandt.
Bin prinzipieller Unterschicd wurde nicht festgestellt. Beim . BaSalz war das Aufziehen der Schichten weniger gut. die Werte der
Durchschlagsspannung streuten daher mehr. 4. Ungesattigte
Sauren und Dicarbonsiiuren sind f i i r diesen Zweck nicht zu verwenden; erstere ziehen schlecht auf, letztere spreiten schlecht. Bei
E3weiQfilmen, die auch verhaltnismaBig schlecht aufziehen, konnte
jedoch eine erhebliche Durchschlagsfestigkeit (1-106 V/cm) gemessen werden. 5. S i e b f i l m e zeigten anniihemd die gleiche Durchschlagsfestigkeit wie dichte Filme. 6. Bei Mehrfachschichten von
Stearinsaure und ihren Salzen wurde die Durchschlagsfestigkeit
auch senkrecht zur L-sausdehnung
der Molekiile, also in der
Richtung der Ionen-Netzcbenen untersucht. Es zeigte sich jedoch
auch in dieser Richtung keine ausgepragte Leitfiihigkeit der Kristalle.
Die Festigkeit der Bindung in den Ionen-Netzebenen (Quadrupolbindungen) ist danach sehr groI3. 7. Aus den Versuchen ist zu
folgern. da5 der Durchschlag von mehrfachmolekularen Schichten
bei hohen Feldstiirken hauptsachlich auf Ionenwanderung und die
dadurch erzeugte Stromwinne zuriickzufiihren ist. Neben Hinweisen auf einen ausgesprochenen Wiirmedurchschlag konnten keine
Anzeichen fiir einen rein elektrischen Durchschlag gefunden werden.
E. Jenckel u. J. Komor: Diffwwn und D a m p f d w k am
Sys#emAwtuphenon-Nowhk (Vorgetragen von J . Komor).
Die Fliichtigkeit eines Weichmachers aus einem Kunstharz
wurde am Beispiel der Liisungen des Weichmachers Acetophenon und
des Kunstharzes Novolak untersucht. Die Versuchssubstanz - alle
Xschungsverhaltnisse zwischen reinem Acetophenon und reinem
Novolak - wird in ein Kistchen gebracht, dessen Deckel ein kleines
Loch von bekanntem Querschnitt hat. I m Hochvakaum verdampft
Acetophenon langsam durch die o f h u n g , im ganzen in so geringer
Menge, daB die Konzentration nicht wesentlich g e h d e r t wird. Der
Gewichtsverlust je Zeiteinheit sollte nach Knzrdaen proportional dem
Dampfdruck sin. das trifft auch fiir die Mischungen von 100%
bis 70% Acetophenon zu, denn die hohe Diffusionsgeschwindigkeit
in der Lijsung gestattet keine merkliche Verarmung der Oberflache
bei der langsamen Verdampfung. Die Fliichtigkeit ist durch die
Hohe des Dampfdruckes bestimmt. Von 60% Acetophenon an
abwarts werden die Verlustc an Acetophaon mit der Zeit geringer
als erwartet. D e w bei diesen ziihen LGsungen mit langsamer Diffusion fiihrt die Verdampfung zu einer Verarmung der Oberflache an
dem fliichtigen Acetophenon. Bei 50% und danmter wird daher
~~
Biicher
die Fliichtigkeit nur durch den Wert des Diffusionskoeffizienten,
nicht durch den Dampfdruck bestimmt. Deswegen ist die verdampfte Menge auch unabhhgig von der GrijDe der Deckeloffnq.
Bei 60% Acetophenon bestimmen Dampfdruck und Diffusiomkoeffizient nebeneinander die Fliichtigkeit.
Aus den Diffusionsgesetzen wird eiae partielle Differentialgleichung zweiter Ordnung hergeleitet, deren L i j s n n g die zeitliche
Abhangigkeit der Konzentration in der Oberflache angibt. SchlieI3lich wird eine Gleichung fiir dcn Materiestrom und durch Integration iiber die Zeit eine Gleichung fiir die abgedampfte Menge als
Funktion von der Zeit erhalten. Fur gro5e Werte des Diffusionskoeffizienten D geht die Gleichung in die von Knzldsen Fiber; die
abgedampfte Menge ist proportional der Zeit. Fiir kleine Werte
von D ist dagegen die Verdampfung proportional der Wurzel aus
der Zeit.
Durch die Formel und ihre Naherungen lassen sich alle Versuchsdaten gut wiedergeben. Die Auswertung der Kurven zwischen
20 und 60% Acetophenon gestattet D zu berechnen. Es erweist
sich D als stark a b h k g i g von der Konzentration an Acetophenon.
Der log D andert sich mit der Konzentration gradlinig. D hat also
nicht den Charakter einer Stoffkonstanten fur das ganze System,
sondern gilt nur fiir e k e bestimmte Konzentration. Die Dampfdrucke lassen sich iiber den Mischungen von l O O d O q / , an Aceto-
NEUb BUCHCR
N o m o g r a m m e zum Mineralbestimmen mit Rontgenstrahlen.
\'on X. Mehrnel. Teil I, 13 Tafeln. Verl. Dtsch. Minerdog. Ges.
e. V , , .Berlin 1939. Buchhindler-Vertrieb durch G. Fischer. Jena.
PI. RM. 5,-.
Der erste Teil der Tafelsammlung e n t h d t die Nomogramme
von 17 haufigerl Mineralien, darunter z. R. Steinsalz, Kalkspat und
wichtige Tonmineralien. I n den einzelnen Nomogrammen sind auf
mm-Papier die Linien der Pulveraufnahmen, jeweils f i i r Cu-,Fe-und
Cr-Strahlung wiedergegeben, und zwar in Abstknden vom Ursprung,
die dem log sin des Glanzwinkels entsprechen. Die Intensitaten sind
durch die Linienhohen dargestellt. Diese Angaben sind nicht sehr
scharf; so werden z. B. bei Steins& fiir das Linienpaar 222 und
400 oder fiir das Paar 420 und 422 gleiche Intensitaten angegeben,
obwohl beachtliche Unterschiede bestehen. Trotz der Verschiedenheiten in den Aufnahmen ist f i i r die Feldspate mit ihrer wechselnden
Zusammensetzung und Symmetrie nur je ein ,,Feldspat"-Nomogramm wiedergegeben. Als Begleittext kann eine Veroffentlichung
des Verf.') dienen, welche die Einfiihrung und die Tabellen mit
Netzebenenabstanden und log sin enthalt. Die Nomogramme sind
gut zu verwenden; wegen der Subjektivitat der Intensitatsschatzungen wird sich nach vorgcnommener Feststellung eine eigene
Vergleichsaufnahme empfehlen.
F. Machalschki. [BB. 111.1
J a h r b u c h d e s Halleschen Verbands fur die Erforschung der
mitteldeutschen BodenschPtze und i h r e r Verwertung.
Herausg. von F. von Wolff. XVII. Bd. 195 S., 13 Abb. Verl.
HaIlescher Verband, Halle 1939. PI. geh. RBI. 9,-, geb. R h f . 12,--.
Nachruf auf den Hallenser Geologen Hans Scupin. - W . Diemmunn: Interglaziale Entwicklungsgeschichte in der Umgebung von
Halle. - 3'. P r m m eyer : Salzauslaugung und Braunkohienbildung
im dstlichen Geiseltal. -~Peithner: Die Bodenschiitze im Sudeten1ar.d und ihre Bedeutung f i i r die Wirtschaft des Dritten Reiches
(Kupfererze am SudfuB des Riesengebirges, Zinnerze im Erzgebirge,
Bleierze bei Mies, Braunkohlen des Briix-Teplitz-Komotauer und
Eger-Falkenau-Karlsbader Beckens, Kaolin, Ton, 'Graphit).'
H . Schneiderhiihn. [ B B . 117.1
Einheitsverfahren d e r physikalischen u n d chemischen Wasseruntersuchung Herausg. v. d. Arbeitsgruppe f i i r Wasserchemie.
Folge 11. Verlag Chemie. Pr. br. Rx4. 7.20.
Nunmehr ist dieses Standardwerk der Wasseruntersuchung
zum AbschluB gebracht worden und bietet jcdein Praktiker, ob
Chemiker oder Chemo-Techniker, Gelegcnheit, ohne groBe methodische Vorarbeiten eine bewiihrte Methode ziu Untersuchung
von Trink- und Brauchwhern oder hauslichen usd gewerblichen
Abwksern anzuwenden. Der Obmann der Arbeitsgruppe sowie der
Sachbearbeiter sind sich bewuat. daB diese Sammlung von ,,Emheitsverfahren" keinen endgdtigen AbschluD darstellen kann. Aber
es muate unbedingt eine Basis zuf Vereinheitlichung der hydrochemischen und hydrophysikalischen Methodik geschaffen werden,
wie sie etwa die Amerikaner in den ,,Standard Methods" schon
langst besitzen. \Vie bereits bei der Besprechung van Folge I der
,,Einheitsverfahren" hervorgehoben wurdr, ist die Blattsanunlung
in Form eines Ringbuches aderordentlich iibersichtlich und praktisch. Eigene methodische Erfahrungen konncn ohne weiteres beigeheftet werden; auch ist die MogIichkeit gegeben, spaterhin bekannt werdende. bessere Methoden in das Werk aufzunehmen und
.
~
P. A . Thieasen, S.-B. PreuD. Aknd. Wisa. (ersclieint, demniichst).
n, a. Erlir. I . Gzllhaupen. Dim. Berlin (emheint deninadst).
I)
AngewandlL Chemie
63.Jahrg.1940. n'r.39/40
') Datemanunlung zunn Minnralhr.tinim?n nut Rootgenstrahleii, Teil I , Fortschr. Mimml.,
ICristallo~r.,Petrogr. I,91 [1939].
459
R u n d s c h a u - N e u e Bucher
insbes. der Hochofenschlacken, durchgefiihrt'). Die dabei gesammelten Erfahrungen werden im Zuge der jetzigen Untersuchungen auf
das Gebiet der Steingutglasuren iibertragen. I n der keramischen
Praxis bestimmte man bisher den Fliissigkeitsgrad der Glasuren
teils mit Hilfe von Segerkegeln und teils mit Hilfe der Auslaufstrecke auf geneigten Rinnenviscosimetern. Diese Verfahren ergeben keinen Anhalt iiber die FlieBzeit bei bestimmten Temperaturen.
Die vom Vortr. entwickelten Apparates) wurden jetzt verwandt
zur Messung der Viscositat unter einwandfreien Bedingungen, d. h.
in Platin. Eine Anzahl Glasuren verschiedener Zusammensetzung.
sowie Natron-, Kali- und Bleisilicate wurden im Vergleich zu Borax
und Borsaure gepruft. Die Messungen haben ergeben, da13 Kalibzw. Natronsilicate selbst bei Temperaturen von 12000 noch erheblich dickfliissiger sind als Borax und Borsaure bei 800°. Ein
alkalisches Natriumsilicat von der molekularen Zusammensetzung
Na,O: SiO, = 1 :2 liegt in der Nahe des Bleisilicates von der molekularen Zusammensetzung PbO: SiO, = 1:2. Die Messungen an
fertigen Glasuren haben ergeben. daO im Laufe der jetzt im Rahmen
der Wirtschaftsgruppe Keramische Industrie durchgefiihrten Versuche zumiudest der Viscositatsverlauf einiger Mischglasuren bereits
in der Nahe gebrauchlicher schwach borsaurehaltiger Bleiglasuren
liegt. Vortr. wies darauf hin, daO noch weitere Untersuchungen, die
vor allen Dingen die Schaffung entsprechender Vergleichswerte mit
Hilfe von Rinnenviscosimetern zum Ziele haben, im Gange sind und
daO iiber den gesamten Fragenkomplex demnachst berichtet werden
soll. E r gab auderdem einen merblick iiber die Erkenntnisse bei
der Untersuchung von Glhern und Schlacken, die z. T. richtungweisend sein konnen bei der Bearbeitung der Frage keramischer
Glasuren und gins zum SchluO seiner Ausfiihrungen auf den Zusammenhang zwischen der Viscositlt und dem inneren Aufbau von
Silicatschmelzlosungen ein.
A u s s p r a c h e : Dr. F u n k wies auf eine Veroffentlichung von
Heinrich Roch jun. im Sprechsaal hino). I m Zusammenhang damit
erfolgte eine rege Aussprache uber die ZweckmaDigkeit der Verwendung von Bariumverbindungen, zugleich unter Beriicksichtiguug
der von Siegere) gegebenen Hinweise. Bei den praktischen Versuchen
haben Glasuren mit eiuem gewissen Gehalt an Bariumverbindungen
bei der Verwendung von schwefelarmen Brennstoffen brauchbare
Ergebnisse gezeigt, und es wird also wichtig sein, diese Zusammenhange in jedem Fall besonders zu kliiren. - Dr. L e h m a n n berichtet
iiber Erfahrungen in der Industrie und weist darauf hin. da13 nach
den bisher gemachten Angaben Massen mit einem hohen Kalkgehalt
MgO-haltige Glasuren meist zu Mattglasuren umschlagen lassen.
') kgITB. E d e U u. W m , Beiheft zur Ztecbr. des VDOh Nr. 21; Buszug diese Ztsehr.
8) Ber. d k h . chem. Ges. 19, 501 [19381.
48, 76 [19%51.
*) Sprechsaal Kern-,
Olas, Email 78, 54 [1940].
RUNDSCHAU
Coppernicus-Preis der Universitiit Konigsberg
- Wie auf Seite 92 dieser Zeitschrift berichtet wurde, ist der
Coppernicus-Preis zum ersten Male Prof. Dr. R i c h a r d K u h n ,
Heidelberg, zugefallen. Wir erfahren jetzt Naheres dazu :
Der Stifter des Preises ist Generalfeldmarschall Ministerprkident &Wing, der eigentliche Trager der Gauleiter und Oberprkident von OstpreuOen. Der Preis wird fiir hervorragende Verdienste auf dem Gebiet der Naturwissenschaften verliehen. Die
Wahl des Tragers steht der naturwissenschaftlichen Fakultat der
Universitat Konigsberg zu.
Alljahrlich findet am Todestage Kants eine Feier statt, die
seit Februar 1939 zu einer Kant-Coppernicus-Woche erweitert wurde.
Die Veranstalterin ist die Universitat Konigsberg. Es werden u. a.
jeweils dgemeinverstandliche wissenschaftliche Vortrage von je
einem Vertreter der fiinf Fakultaten in der Aula gehalten.
(I)
Preisaufgabe der Senckenberg-Stiftung
Als Thema der Preisaufgabe f i i r 1940 wurde gewahlt: ,,Der
Wirkungsmechanismus der klimatischen Reize auf den menschlichen
Organismus." An dern Wettbewerb konnen sich alle volksdeutschen
Naturwissenschaftler und Arzte beteiligen; als letzter Einsendungstermin wurde der 15. Oktober 1941 bestimmt.
Der Preis von 4000,- RM. wurde anllOlich des 175jahrigen
Bestehens der Senckenberg-Stiftung ausgesetzt und wird alle 3 Jahre
fur eine Arbeit verliehen, die sowohl auf dem Gebiet der Naturwissenschaften als auch dem der Medizin neue Erkenntnisse bringt
und dem gemeinsamen Fortschritt beider Wissenszweige dient.
Niihere Auskunft erteilen die Dekanate der naturwissenschaftlichen
und rnedizinischen Fakultat, welche jeweils gemeinsam das Thema
stellen.
(2)
Verleihung des v.-Eicken-Preises 1939
Mit dem won-Eicken-Preis, der seit 1935 jedes Jahr fur ein anderes
Spezialgebiet der Medizin in Hohe yon 2000,- RM. verliehen wird
und 1939 f i i r das Gebiet der Anatomie bestimmt war, wurde u. a.
Dr. med. habil. Emil Tonutti, Breslau, fur seine Arbeit ..DievitaminC-Darstellung im Gewebe und ihte Bedeutung zur funktionellen
Analyse von Histosystemen" ausgezeichnet.
(3)
NEUE BUCHER
Lehrbuch d e r Chemischen Technologie u. Metallurgie. 3. neu
bearb. u. erw. Aufl., herausgeg. v. B. N e u m a n n . Teil I : Brennstoffe, Anorganische Industriezweige. Ted I1: Metallurgie, Organische Industriezweige. J . Springer, Berlin 1939. Preis br.
RM. go,--, geb. RM. 96,60.
B. Neumann hat die neue Auflage seines Lehrbuches unter Mitwirkung von zwijlf ,,hervorragenden" Fachleuten herausgebracht. Man
mu0 durchaus anerkennen, wie der gewaltige Stoff der chemischen
Technologie wiederum einmal gebbdigt ist, uud zwar in 52 Abschnitten, von denen 6 die Brennstoffe und ihre Veredelung und 24
die eigentliche Industrie der Schwerchemikalien betreffen. I n zwei
weiteren Abschnitten sind das Eisen und die Nichteisenmetalle abgehandelt, die restlichen 20 behandeln die Gewinnung der organischchemischen Erzeugnisse nebst Randgebieten, wie Stiirke und Wein.
Es ist zurzeit schwierig. die chemische Technik so darzustellen,
wie sie in Wirklichkeit ist, d a ihr Bild in der Originalliteratur, d. h.
den Patenten und Veroffentlichungen der chemischen Industrie und
ihrer Hilfsindustrie, dem Apparatebau. infolge von Schutzpatenten.
Reklameartikeln und W c h e m sehr verschwommen ist. Es ist den
Vff. aber in anerkennenswerter Weise gelungen. hier die Spreu
vom Weizen zu scheiden und - wahrscheinlich auf Grund eigener
Anschauung - die Industrie so darzustellen, wie sie wirklich ist.
Dabei spielt es m.A. nach keine Rolle, daB einige Verfahren, die
nicht mehr ausgefiihrt werden, so dargestellt werden. als ob man
noch nach h e n arbeitet, und da13 gewisse modernste Neuerungen,
wie z. B. der Basenaustauscher auf Kunstharzbasis, noch nicht erw a n t sind.
In einzelnen Kapiteln ist mir aufgefallen, d a l der Stoff so zur
Darstellung gebracht ist, wie er sich in den derzeitigen industriellen
Veroffentlichungen vorfindet. Die Vff. haben eine Stellungnahme
d a m - abgesehen von der Auswahl - vermieden und zuweilen
auch notwendige wissenschaftliche Erlauterungen nicht gebracht.
wiihrend allgemein bekannte Tatsachen breit dargestellt sind. Ein
Lehrbuch der chemischen Technologie muO schon beim Leser ein
gewisses Niveau voraussetzen, von dern ausgehend SOU es ein Bild
vom derzeitigen Stand der Technik vermitteln und die Griinde auseinandersetzen, warum die Entwicklnng gerade diesen Weg gegangen ist. 2. B. sind Satze wie: ,,Wasser in reinem Zustand ist
geruch-undgeschmacklos, wird beiOa fest (Eis)und siedet bei 760 mm
Druck bei looo, wobei es sich in Dampf verwandelt, der so lange als
gesattigt gilt, als er noch mit der Fliissigkeit in Beriihmng ist".
Platzverschwendung, wenn z. B. nicht gesagt wird. warum das
Sulfidinverfahren mit organischen Basen durchgefiihrt wird oder
warum ein Ersatz des Argon in den Gliihlampen durch Krypton
die Lichtausbeute steigert. Wie ich an anderer Stelle einmal ausgefiihrt habe, hake ich das Nebeneinander von c h e m i s c h e r T e c h nologie und V e r f a h r e n s t e c h n i k fur durchaus begriilenswert.
Die Verfahrenstechnik ist durch ihre Problemstellung gezwungen.
den Stoff der chemischen Technik durchzuarbeiten und unter ganz
bestimmten Gesichtspunkten geordnet darzustellen. Die chemische
Technologie sollte aber ebenso den Stoff verarbeiten und immer herausstellen, warum man gerade so, wie geschildert wird, vorgeht oder
warum man a n verschiedenen Orten verschiedene Verfahren anwendet. Durch klare Herausstellung dieser Gesichtspunkte konnte
meiner Ansicht nach sehr vie1 mehr Interesse fiir den Stoff beim
Leser geweckt werden, wodurch naturlich die Lektiire erheblich
erleichtert wiirde. Zur Erleichterung des Verstandnisses tragt es
auch bei, wenn der Stoff s t i l i s t i s c h einwandfrei dargestellt ist,
wobei Satze wie: ,,Wasserstoff findet Verwendung zur Fiillung von
Luftschiffen, aber auch in der Weise, daB man die Hitze der Wasserstoff-Flamme, z. B. zum Bleiloten, oder die Hitze der WasserstoffSauerstoff-Flamme ausnutzt fur autogenes Schweilen und Schneiden
von Metallen, zur Herstellung synthetischer Edelsteine, zum Schmelzen von Quarz zu Geraten" unter allen Umstanden vermieden
werden sollen. SchlieDlich konnte das S a c h v e r z e i c h n i s . erheblich
verbessert werden, worin man z. B. die Worte Tetrachlorkohlenstoff
und Schwefelkohlenstoff vergeblich sucht, obwohl von diesem eine
Zahlenangabe und von jenem eine Gewinnungsmoglichkeit im Buch
enthalten ist. Die Herstellung von Schwefelkohlenstoff wird allerdings nicht beschrieben.
Durch diese Ausfiihrungen m6chte der Referent den Wert des
Buches in keiner Weise herabsetzen. sondern nur d a m beitragen.
daB das an und fiir sich sehr wertvolle Werk bei einer spateren Auflage gewinnt.
H. Dohe. [BB. 29.1
Handbuch der experimentellen Pharmakologie. Begr. V.
A. H e f f t e r . Erganzungswerk, herausg. v. W. H e u b n e r u.
J . Schiiller. 8. Bd. Mit 29 Abb. J . Springer, Berlin 1939. Pr. geh.
RM. 22,50.
Dieser Band des hier laufend besprochenen Werkes enthilt
2 Abhandlungen:
1. Lokalaniisthetica von W. Laubender (Frankfurt a. M.).
2. Rontgenkontrastmittel von (f. Hecht (Wuppertal).
Lokalanasthetica von Lazlbender: Aus dern chem. Teil dieser
Abhandlung, die eine ausfiihrliche ifbersicht iiber die synthetischen
Lokalanasthetica etwa der letzten 20 Jahre gibt, ist zu ersehen,
Angrwandle Chemrc
5.1 J e h r r 1'340 A'r.1.3/74
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