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Elektrochemisches Praktikum. Von Erich Mller. 5. vernd. Aufl. 276 S. 90 Abb. 5 Skizzen 31 Schlatungsskizzen. Th. Steinkopff Dresden u. Leipzig 1940. Fr. geb. RM

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N e u e Bucher
wissenschaftliche Gesamtschau noch weiter als bisher Verbreitung
findet. An sich recht schwierige Gebiete wie die Quantenmechanik
und die Umwandlungen in der Atomwelt sind f i i r jeden verstandlich
geschrieben. Dem zwingenden Bild der erkenntnistheoretischen
Auffassung kann man sich einfach nicht entziehen. Auch der Geisteswissenschaitler wird erkennen, da13 er an den neuen Vorstellungsformen, die aus der Physik als Erfahrungswissenschaft stammen,
H.H i l m h . [BB. 133.1
nicht vorbeigehen kann.
gebiet. Der Biologe und der Mediziner aerden fur die ausfiihrliche
Behandlung der W e n weniger bekannten Hilfseinrichtungen sogar
dankbar sein. Insbesondere die Fragen der praktischen Ausfiihrnng,
der Aufnahmetechnik, der MeDtechnik und der Objektprapariertechnik bieten dariiber hinaus auch dem Fachmann eine willkommene Bereicherung seiner Kenntnisse.
Bei h e r neuen Auflage ware eine verstiindlichere Darstellung
der FeUer des Instruments und eine weitgehendere Beriicksichtigung
der veroffentlichten Ergebnisse anderer Entwicklungsstellen
Knoll. [BB. 145.1
wiinschenswert.
Elnfiihrung in die Optik. Von R. W. Pohl. (,,Einfiihruug in
die Physik" Bd. 3). Mit 564 Abb., 1 Tafel, V I I I u. 320 S.
J. Springer, Berlin 1940. Pr. geb. RM. 18,60.
In lebhafter Spannung haben Physik-Lehrende und -Lernende
dem seit Jshren angekiindigten SchluUband der Pohlschen Einfiihrung in die Physik entgegengesehen. Die hohen Erwartungen
werden noch iibertroffen; wie in seiner ,,Elektrizitatslehre" und
seiner ,,Mechanik und Akustik", die iibrigens in einer vorbereiteten
Neuauflage durch die ,,Wirme" erganzt werden soil, schenkt
Vf. in seiner ,,Optik" etwas nach Abgrenzung und Behandlung
vollig Neuartiges. Eine unscheinbare Bemerkung: Unter 564 Abbildungen sind nur 18 entlehntel Gerade diese Abbildungen bieten
in ihrer Hervorhebung alles Wesentlichen bei engstem AnschluB
an experimentelle Verwirklichungsmoglichkeit einen besonderen
GenuB.
A d .ZOO Seiten behandelt Vf. die Wellenoptla, wobei
die geometrische Optik organisch eingebaut ist. 100 weitere
Seiten bringen Quantenphysik und geben ohne Belastung durch
unwesentliche Einzelheiten einen einpragsamen Uberblick iiber
den heutigen Erf ahrungsschatz; kennzeichnend fiir diesen Abschnitt
ist, daB das Buch ,,dem Entdecker der universellen Naturkonstanten
h = 6.62.10-s' W/saz' gewidmet ist.
Ein kurzer, aber sehr lesenswerter SchluOabschnitt (15 Seiten)
iiber Strahlungs- und Lichtrnessung, Farben und Glanz betont in
erfreulicher Deutlichkeit die Grenze zwischen Physik und Physiologie bzw. Psychologie und konnte manchem heutigen Verfechter
der Gbehschen Farbenlehre klarmachen, d& seine Angriffe gegen
die Physik mindestens gegenstandslos sind. Der Ersatz des m i O verstandlichen Wortes ,,weiTJes Licht" durch ,,Gliihlicht" fiir die
Temperaturstrahlung fester und fliissiger Korper erscheint gliicklich.
Unter den vielen neuen Versuchen, die Pohl schildert, verbliiffen wieder wie in seinen and&en Biichern einige durch ihre
Anschaulichkeit und Einfachheit. Zahlenangaben sorgen an jeder
Stelle dafiir, daB der AnschluW an die Wirklichkeit gewahrt bleibt.
Ich bin davon iiberzeugt, da13 die PohZsche ,,Optik" den
Physikunterricht nicht weniger nachhaltig beeinflussen wird, als
dies der ,,Elektrizitatslehre" beschieden war. Gzldden. [BB. 1381.
Loganthmische Rechentafeln, Laboratoriumstaschenb uch f iir
Chemiker, Pharmazeuten, Mediziner und Physiker. Von F. W.
K i i s t e r . neu bearb. von A. T h i e l , 46-50. verb. und verm.
Aufl. W. de Gruyter & Co., Berlin 1940. Pr. geb. RM. 7.80.
Der Kiister-ThieZ erscheint jetzt in etwas veranderter HuOerer
Form als Band einer Reihe ,,Arbeitsmethoden der modernen Naturwissenschaften". Uber die Bedeutung des Buches fiir die Laboratoriumspraxis Worte zu verlieren, ist iiberfliissig. Ebensowenig
braucht besonders betont zu werden, daD A . Thid bei der Bearbeitung
dies- neuen Auflage alle erforderliche Sorgfalt aufgewandt hat,
um allen Wiinschen, soweit wie iiberhaupt moglich, gerecht zu waden.
Und dieser Wiinsche waren offensichtlich viele; denn das Buch
unterscheidet sich in vielem von der letzten Auflage. Dies &ii&
sich weniger in der Zahl der Tabellen aus, von denen nur wenige
ganz neu hinzugekommen sind; zu nennen ist hier vor allem cine
Zusammenstellung der (n*-1)/ (n2+2)-Werte, die allseits begruPt
werden wird. Man erkennt die liebevolle Sorgfalt des Verfassers vor
allem in der Ausgestaltung und Erweiterung der einzelnen Tabellen,
die Z. T. vollkommen umgearbeitet und den durch die Entwicklung
verinderten Bediirfnissen angepaPt sind. Man findet jetzt in dem
Buch z. B. auch Formeln zur Losung kubischer Gleichung, Anweisungen zur Berechnung von Glasgleichgewichten, zur Herstellung
von-&ungen bestimmter p ~ + - W e r t eund vieles andere, was man
gut gebrauchen kann. Mit groaerem Nachdruck setzt sich Thiel
fur die Vexwendung eindeutiger Begriffe und ejnheitlicher Bezeichnungen ein. Besondere Liebe widmct er den Begriffen Dichte
und spezifisches Gewicht ; zur Vermeidung von Unklarheiten schrigt
er den Begriff ,,Tauchgewicht" vor. Fiir pH w i d PH+ vorgeschlagen;
die Bezeichnung p~ wird fiir die Redoxstufe empfohlen. Man
kann T h e l in seiner Absicht, den Sinn fiir klare Begriffe m d Bezeichnungen, wie sie Z. B. der AEF ausgearbeitet hat, zu wecken,
nur unterstiitzen; denn bekanntlich neigt der C h e w e r in dieser
Beziehung leicht LU einer unangebrachten GroOziigigkeit. Mies
in allem mu0 man Autor und Verlag fur diese wertvolle neue .\uflage
aufrichtig dankbar sein.
Klemm. [BB. 136.1
Art heransgearbeitet. Man kann nur wiinschen, daB diese natur-
Elektronen-ifbermikroskopie. Physik-Technik-Ergebnisse. Von
M. v. A r d e n n e . 393 Seiten, 404 Abb. Gr. So. J . Springer,
Berlin 1940, Pr. geh. RM. 54,-, geb. RM. 57,60.
Der durch eine gro13e Zahl von Arbeiten auf dem Gebiet des
Fernsehens und der Elektronenmikroskopie bekannte Verfasser
gibt in diesem Buch &en Uberblick iiber seine umfangreichen
praktischen Erfahrungen. Das erste Viertel des Buches enthalt
Elemente und elektronenphysikalische Grundlagen der normalen
und der Sonden-Elektronenmikroskope (Linsen, Elektronenquellen,
Leuchtschirme. photographische Schichten, Wirkungsweise, Grenzen
des Auflosungsvermogens einschlieBlich Fehler. Verhalten der
Objekte bei ElektronenbeschieBung) ; ein zweites umfassende
Angaben fur ihre Ausfiihrung (Abschirmung von storendeu Magnetfeldern und Rontgenstrahlen, Auflosungsvermogen von Leuchtschirmen und photographischen Schichten, Dimensionierung von
Kathode, L i s e n , Kondensor, Blenden, Objekthalter, Schleusen
und Kamera) ; ein drittes beschreibt ausfiihrlich alle zugehorigen
Hilfseinrichtungen (Pumpanlage, Vakuumtechnik, Hochspannungsanlage, Bohrvorrichtungen f i i r Blenden und Objektprapariertechnik),
Das letzte Viertel gibt nach einer kurzen Einfiihrung in die Methodik
einen umfangreichen Uberblick iiber die schonen Ergebnisse, die
der Verfasser und seine Mitarbeiter auf physikalischen, chemischen,
technischen, biologischen und medizinischen Anwendungsgebieten
der Elektronenmikroskopie bisher gewonnen haben.
Das Buch umfaUt also, wie ja auch aus dem Titel hervorgeht,
nicht oder nur auszugsweise die eigentlichen optischen Grundlagen
des Elektronenmikroskops, und es behandelt andererseits eine g o n e
Zahl von Dingen, die mit dern Elektronenmikroskop nur indirekt
zusammenhangen und die dern Physiker und Chemiker meist gelaufig oder in anderen Werken umfassend dargestellt sind, z. B.
Pnmpanlagen, Vakuummessungen. vakuumdichte Verbindungen,
Hochspannungsanlagen, magnetischer Stiirschutz, Herstellung von
Kathoden, Vakuumschleusen usw. Diese Tatsache, auf die der
Verfaaser zum Teil selbst hinweist, vermag aber die Bedeutung des
Buches fiir den praktisch mit dem Mikroskop Arbeitenden, besonders fiir den Nichtphysiker, nicht zu schmalern; denn fiir ihn
bedeutet das mit groOem FleiD zusammengetragene und iibersichtlich
geordnete Erfahrungsmaterial eine entscheidende Erleichterung
bei dex Einarbeit in dieses interessante, aber nicht leichte Arbeits-
514
Ultrakurzwellen, Physik, Technlk und Anwendungsgebiete.
Von I. H a u s s e r . Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie
der Wissenschaftsn. Mathernat.-Naturwissenschaftl. Xlasse, Jahrg.
1339, 4. Abhandl., 42 Seiten. Kommissionsverl. d. Weisescheu
Univ.-Buchhdlg., Heidelberg 1939. Pr. RM. 1.70.
Die Broschiire enthalt eine allgemeine Ubersicht iiber das
Gebiet der Ultrakurzwellen, also das Grundsiitzliche iiber dereu
Erzeugung sowie Grundsatzliches und viele Einzelbeiten iiber deren
Wirkungen und Anwendungen. Die Darstellung ist fur jeden physikalisch gebildeten Chemiker verstkdlich, und sie kommt deru
Iiteressenkreis des Chemikers insofern entgegen, als das Elektrotechnische nur etwa ein Drittel des Umfanges der Broschiire ausfiillt. wahrend die auf physikalisch-chemischem und vor allem auf
medizinischem Gebiet liegenden Wirkungen und Anwendungen
den Hauptinhalt bilden. Die Beriihrung der Ultraknrzwellentechnik mit der Chemie ist allerdings zurzeit gering, aber sehr groB
ist deren Bedeutung fiir die Therapie. Jeder urn seine naturwissenschaftliche Allgemeinbildung bemiihte Chemiker wird diese Schrift
der Verfasserin mit groOem Genull lesen.
Gaiinther. [BB. 125.1
Elektrochemisches Praktikum. Von Erich Miiller. 5. verand.
Aufl. 276 S., 90 Abb., 5 Skizzen, 31 Schaltungsskizzen.'Th. Steinkopff, Dresden u. Leipzig 1940. Fr. geb. RM. lo,-.
Die vorliegende 5. Auflage des bekannten ,,Elektrochemischen
Praktikurns" ist trotz des kaum veranderten Inhalts an iibungsaufgaben dahin erweitert worden, daO die theoretischen Erlauterungen zu den einzelnen Aufgaben so vwollsi5ndigt wurden, daI3
das Buch als selbstandiges Lehrbuch der Elektrochemie Verwendung
finden kann. Die grundlegenden Gesetze der Elektrochemie werden
an Hand verschiedener Aufgaben iiber Ohmsches und Fwadaysches
Gesetz, Polarisierbarkeit, Leitftihigkeit, elektromotorische Krafte,
elektrometrische und konduktometrische MaBanalyse abgeleitet
und so dem Verstandnis leicht zuganglich gemacht. Die weiteren
Abschnitte des Buches behandeh Aufgaben aus dem Gebiet der
Metallabscheidung aus Salzlosungen, der Herstellung wichtiger
anorganischer und organischer Praparate, der SchmelzfluDelektrolyse
und elektrothermischer Prozesse und stellen somit eine vielseitige
Anwendung der abgeleiteten Grundgesetze dar. Wiinschenswert
erscheint dem Referenten die Einfiihrung der Grundanschauungen
der modernen Elektrolyttheorie, insbesondere des - in dem ganzen
Buch viillig vermiedenen - Aktivitatsbegriffes, der zum VerA n g p u a n d l e Chemfe
5 J. J u ti ry. 1 9 40. .\ r. 4 3 / 4 4
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