close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Emulsion Polymerization von F. A. Bovey I. M. Kolthoff A. I. Medalia und E. J. Meehan. Interscience Publishers Inc. New York. 1955. 1. Aufl. XII 445 S. geb. $ 12

код для вставкиСкачать
Heahent;tleln zur ef~e~~iischeir
Elenienl ~uatna~lyse,
VOII h
'. k rzi/;trlicc.
Verlag Chemie, Weinlieini/Bergstr. 196ti. 232 S., J)M la.--.
Zwei fur den analytisch arbeitenden Chemiker immer wiederkehrende Aufgaben sind: A. Die Berechnung der prozentualen
~leinentarzusammensetzung einer chemisehen Verbindung; B.
Ilas Aufstellen einer Bruttoformel aus gefundenen Prozentwerten.
Das Bcdurfnis, die hierbei erforderliche Rechenarbeit durch eine
rein meehanische Nachschlagearbeit. zu ersetzen, fuhrte sehon 1912
zur Veroffentlichung der Richtersehen ,,Procent-Tabellen", die
allerdings das Problem nnr teilweise losten. Das nurimehr von
R. Iirzikalla verfaWte Tabellcnwerk erlaubt erstnials die Losung
der beiden Aufgaben ohne Rechenarbeit..
Bemerkenswert groG ist der Kreis der erfaDten Verbindungsklassen. Dies wird sofort deutlich, wenn man die berueksichtigten
Elemente aufzahlt, die bis zu dem jeweils augegebenen Index vertreten sind: C,,, Ha,, OW Nlo, S,, PI,, l(CH,O),ol, F,,, Cl,,, Br,,
J,, Si,, B,, As,, (Na,K),, (Li, Mg, Fe, Co, Ni, Cu, Ag),, (Ca, Al, Ti,
V, Cr, Mn, Zn, Sn, Sb, Ba, Au, Hg, Pb, Bi, U ) E , (Zr, Mo, W),.
( I m Vorwort des Buches ist, wohl infolge eines Druckfehlers, s t a t t
Ss nur S, und s t a t t Plo nur
angegeben).
Bei der Handhabung der Tabellen ist die Sclilusselzahl stets das
Molgewicht der fraglichen Substanz: Fur die Berechnung der Elementarzusanimensetzung (Aufgahe A ) schlagt man bei dem hekannten Molgewicht nach, welche Prozentzahl z. B. einem Gehalt
von 4 C entspricht. Die Ermittlung der Bruttoformel (dufgabe B )
ist nicht ganz so einfach moglich, geschieht jedoch relativ rasch.
Man sucht fur jedes Element an Hand der Analysenzahl die in
Frage kommenden Molgewiehte auf und stellt fest, welches davon
bei allen analysierten Bestandteilen wiederkehrt. Dieses ist das
gesuchte - oder steht dazu in einem ganzzahligen einfachen Verhaltnis - und erlaubt die Aufstellung der Bruttoformel. Der Bereich der Tabelle geht bis zum Yolgewicht 1000, was fur die allermeisten Fallc der Praxis ausreichen durfte. Die Gewiehte sind in
ganzzahligen Schritten angegeben, jedoch ist, die Interpolation auf
Zwischenwerte mittels einer beigelegten Interpolationstabeile einfach.
Dem Werk angeschlossen ist cine von Dr. F . Iiuffner (Wienj
bearbeitete ,,Tabelk des spezifischen Verbrauchs", welche der Ablesung von Aquivalentgewichten nach beliebigen titrirnetrischen
Bestimmungen funktioneller Gruppen, wie z. B. Carboxyl, Acetyl,
Carbonyl, Methoxyl, dient. Sie ist besonders bei der Losung der
Aufgabe B nutzlich.
Die Anordnung der Tabellen ist klar und ubersichtlich, die Benntzung leicht zu erlernen und durfte frei von Fehlermogliehkeiten
sein. Das Werk erlaubt so die Ausschaltung dcr beim bisher notigen Rechnen immer wieder moglichen Irrtumer. E s hilft mit,
manchen Arger zu vermeiden und auGerdem spart es Zeit, falls
man sich etwas Ubung in der Benutzung erworben hat. Der Textteil ist deutsch, englisch und franzosisch gehalten. Erwihnenswert
ist die robuste und sichtlich fur den Gebrauch i m Laboratorium
eingerichtete Ausfuhrung des Buches. Auch i m Hinblick darauf
kann der Preis yon DM 12.- als bemerkenswert niedrig bezeichnet
werdek. Man kann feststellen, daG das Erscheinen dieses Buches
einem Bedurfnis entspricht und dali dadurch die Hilfsliteratur
fur den Analytiker wertvoll erweitert wird.
I<. Ziegler [XB 1751
The Systematic Identification of Organic Compounds, von R. L .
Shriner, R. C. F m o n und D . Y . Curtin. Verlag J. Wiley & Sons,
New York. 1956. 4. Aufl. I X , 426 S., 24 Abb., 43 Tab., geh.
$ 6.-.
Gegcnuber der 3. Auflage tritt der rein schematisehe Identifizierungs- nnd Trennungsgang zuriick. Die Autoren leiten d a m
an, aus experimentellen Befunden die inneren Zusammenhange
zu erkennen, so daW die Identifizierung einer organischen Vcrbindung auf einer partiellen Konstitutionsermittlung basiert und der
ganze Vorgang als Vorbereitung auf Forschungsarbeit dienen kann.
Die klassischen Kapitel sind vielfach in Richtung auf Verstandnis,
Kombination und Intuition umgearbeitet, meist erweitert worden.
Dazu komnien aus praktischen Grunden in dieser Auflage auch
spektrale, vor allcm Infrarot-Untersuehungen, und zwar in recht
instruktiver Darstellung, die allerdings didaktisch weniger wertvoll, aueh nieht fur jeden Organiker zuganglich und erst rccht
nicht von jedem interpretierbar sind.
Leider blieben die Tabellen, von welchen die praktische, ,,systematische" Verwendung des Werkes weitgehend abhangt, seit
1948 fast unverlndert. Von technisch, ja grofltechnisch zuganglichen Verbindungen vermiWt man I. €3. Butin- und die Butandiole, tert.-Dodecylmercaptan, Hexamethylendiamirl: Melamiu
und Tetrahydrofuran. Dem inneren, wissenschaftliehen Wert des
ausgezeiehneten Buches t u t dies aber keinen Abbrueh.
F . Ru[/ner
[NB 1621
Angew. Cheni.
I
68. Jahrg. 1956
1 Nr.
17/18
I'olitrugniphia Tat-hniqnes, voii I,. X e i k s . 111
shers Jnc., NPWYork. 1955. 1. Aufl. XIII, 317 S., 44Abb., geb.
8 6.-.
Das Buch behandelt die Grundlagen der polarographischen
Methode, sowohl die theoretischen als auch die experimentellen.
I n der richtigen Erkenntnis, daW ein erfolgreiches Arbeiten nur
bei Beherrschung der Methode rnoglich ist, wird die Theorie der
polarographischen Kurve ausfuhrlich gebracht, wodurch die
,,Teohnik" der Beeinflussung der Kurve (Stufenverschiebung,
Maximadampfung usw.) eine Grundlage erhilt. Bei der Besprcohung der apparativen Ausriistung wird Gewicht auf die moglichen
Storungen, deren Erkennen und Beseitigen gelegt. - Es werden
in jedem Kapitcl einige Versuche angegeben, die zur Demonstration der behandelten Probleme geeignet sind. - Speziellc Analysenvorsehriften werden nicht gebracht, jedoch enthalt eine Tabclle
von 45 Seiten die Halbstufenpotentiale anorganisehcr Stoffe
(meist Kationen) in verschiedenen Grundlosungen nebst Literaturzitaten.
Das von einem erfahrenen Fachmanu geschriebene Buch kann
besteus empfohlen werden.
M . 0. Stackelberg [NB 1591
Hydrogen Ions, von H . I . R . &itton. Vcrlag Chapman & Hall,
London. 1955. 4. Aufl. Band I, X I X , 476 S., 93 Ahb., geb. 70 sh.
Bei dieseni Buche handelt es sich u m das britische Standardwerk uber die Bestimmung des pH-Wertes, welches erstrnals 1929
und nunniebr (zweibandig)in vierter Auflage erschienen ist. Wahrend der zweite Band vorwiegend die Bedeutung der p,-Koutrolle
fur chemisch-technische Prozesse an zahlreichen Beispielen crlautert, fiihrt der erste Band in die Theorie und Netbodik der potentiometrischen und kolorimetrisclien p,-Messung eiu, wobei die
Behandlung des erstgenanuten Verfahrens weitaus den gruWten
Raum beansprucht. Nach einem einfuhrenden theoretischen Kapitel, werden in den folgenden sechs zunachst die verschiedencn
Typen von Indikatorelektroden (Wasserstoff-, Sauerstoff-, Chinhydron-, Oxyd- und Glaselektroden) und Vergleichselektroden
(Kalomel-, Silberchloridelektrode) ausfuhrlich besprochen. In1
8. und 9. Kapitel wird die Potentialmessung behandelt, das 10. bis
13. Kapitel ist der ,,pH-Titration" gewidmet. (Zwei Sondcrkapitel
beschaftigen sich mit dcr Titration von Iso- und Heteropolysiiuren
und mehrwertigen Sauren). Das 14. Kapitel leitet niit der Einfuhrung des Aktivitatsbegriffes zur Standardisierung von Pufferlosungen auf die thermodynamische pIT-Slrala uber. Verhlltnisniahig spat komnit nun eine kurze Erlauterung der Bronstedschen
Saure-Base-Definitionen. SchlieWlich behandeln nach eincm weiteren Kapitel mii, Vorschriften z w Herstellung von Pulferliisungcrr
die ietztcn vier Kapit.ei die kolorimetrische pII-Best.immung.
Leider konnte sich der Rezcnsent. beim Studium des Buches dcs
Eindruckcs nicht erwehren, dal; ein dcrartiges Werk nach 25 dahren vollstandig neu gestaltet werden muGte. Vieles, was veraltct
oder wcniger wichtig ist, kiinnte weggelassen werden. Dafur SOHten interessante Kapitel des zweiten Bandes (wie z . B. die potentiometrische Titration in nichtwalhigen Lnsungen) in den ersten
Band ubernonimen werden. Durch einc fruhzeitige Einfiihrung
der Bronsfedschen Definitionen - welche vom p,-Begriff zwingend gefordert werden - wurde die Theorie d r r Saure-BaseTitrationen bedeutend an Klarheit gewinnen. Erfreulich iut, da13
zahlreiche Literaturhinweise den Weg Zuni Spmialsturliurn erleichtern und eine eindrucksvolle Vorstellung von den1 Umfang
der bisher auf dem Gehiete der yH-Messung geleisteten wissenschaftlichen Arbeit vermitteln.
F . Scel
INB 1711
Emnlsion Polymerization, von P. A . B o t e y , I . M . l i o l f h o f f , A. 1.
MedaEia und E . J . Meehan. Interscience Publishers Inc., New
York. 1955. 1. Aufl. XII, 445 S., geb. $ 12.50.
Obgleieh die 13mulsionspolymerisalion zur Herstellung von
Kunststoffen und synthetischem Kautschuk seit m r h r als 30 J a h ren techniseh angewandt wird, wurden erst in den lctzten J a h r e n
wesentliehe Fortsehritte zu ihrer theorctischen Deutung erziclt.
Die Verff. sind Mitglieder einer Studiengruppe, die irn Aiiftxagc
der US-Regierung wertvolle Beitrage, besonders iiber die Emulsionspolymerisation von synthetiscbem Kautschuk, geliefert h a t .
Das Werk ist in 1 1 Kapitel aufgeteilt. I m 1. Kapitel wird auf
die historische Bedeutung eingegangen und die Emulsionspolyrrlerisation mit anderen Methoden zur Herstellung hochmoleknarer Verbindungen verglichen. D i e Radikal-Kettenpolymerisation wird i m 2. und 3. Kapitel ausfuhrlich behandelt, wdhrencl
die Kettenubertragung (Reglung) im rldchsten Kapitel besprocheu
wird. Kapitel 5 und 6 behandeln hauptsichlich die kolloid-chemischen und kinetischen Grundlagen. Die Inhibicrung, Verzogernng
sowie die Mischpolymerisation zahlreieher Monomerer werden in
den Kapiteln 7 und 8 betrachtet. Methoderl der technischcn und
labormahigen Herstellung sowie Studien a m Latex w i p aurh Bpi-
597
trage uber die Eigenschaften der Polymerisate cnthalt das Kapitel 9. Besonders eingehend wird die Emnlsionspolymerisation
des GR-S nach Standard-Methoden sowie mit aktivierten Ansatzen (Redox-Polymerisation) in den Kapiteln 10 und 11 behandelt, wozu die Verfasser wertvolle eigene Beitrage gegeben
haben.
Das Werk ist rnit zahlreichen Literaturzitaten ausgestattet und
gibt auf einer breiten Grundlage i m wesentlichen die Ergebnisse
yon Arbeiten in den USA wieder. Deutsche Arbeiten und die anderer europaiseher Nationen werden nur gestreift und unvollstandig wiedergegeben. Den Lesern, die cine Einfuhrung in das groBe
Gebiet der Emnlsionspolymerisation wunsehen, sei es zur Herstellung von synthetisehem Kautsohuk oder anderen hochmolekularen Verbindungen, kann diese klare und umfassende Darstellung
empfohlen w e d e n .
Paul Sehneider-Leverkusen
[NB 1501
Dictionary of Organic Compounds, herausgegeben von 1. Heilbron
und H . M . Bunbury. Verlag Eyre and Spottiswoode, Publishers
Ltd., London. 1953. Vier Bande rnit etwa 800 S. j e Band,
geb. 6 7.- j e Band.
Dieses Naehschlagewerk, welches zuerst 1937 erschienen ist,
will Konstitution sowie physikalisehe und chemisehe Eigenschaften der wichtigsten Kohlenstoff-Verbindungen einschlieBlioh ihrer
Derivate zusammen rnit den wesenhlichen Literaturquellen iibersichtlich darstellen. UmfaBte die 1. Auflage drei Bande, so h a t
man nunmehr den Umfang auf vier Bande erweitern mussen, n m
insbes. dem Aufschwung der Bioehemie rnit seinen zahlreichen
wichtigen Verbindungen folgen zu konnen. Mehr als 2500 neue
Verbindungen mul3ten in die vorliegende Auflage aufgenommen
werden. Die Angaben der alteren Auflage wurden erweitert.
Die Stichworte, also die einzelnen Verbindungen, sind streng alphabetisch geordnet. Ein Inhaltsverzeichnis ist damit gespart.
Andererseits besteht natiirlich die Sehwierigkeit, daB fur viele
Verbindungen mehrere Bezeichnungsweisen moglich sind, dazii
noch Trivialnamen oder Handelsnamen kommen. Man h a t sieh
daher entschlossen von der Auffiihrung von Handelsbezeichnungen
sehr weitgehend abzusehen nnd nnr wenige Ausnahmen, die allgemein ublich sind, zuzulassen. I m ubrigen wird bei den verschietienen Bezeichnungsmogliohkeiten auf die Haupteintragung verwiesen.
Nomenklaturfragen spielen selbstverstandlich bei der Herausgabe
cines solchen Werkes eiie bedeutende Rolle. Die Herausgeber betrachten das Beilstein-System fur ihre Zwecke als zu kompliziert
und haben es daher vorgezogen, die Nomeiiklatur aus Originalpublikationen zu iibernehmen, bzw. sich auf die allgemein einleuchtenden und iiberall verwendeten Bezeichnungsweisen zuruckzuziehen.
Jcdes Stichwort gibt zunachst einmal grundsatzlich die Strukturformel, soweit diese bekannt ist. 1st die Strukturformel noch
iiicht gesichert, so wird eine vorgeschlagene Konstitution angegeben. Es folgen Summenformel und Molekulargewichte. I n wenigen Zeilen werden dann physikalisehe Eigenschaften, wie
Schmelzpunkt, Siedepunkt, Aussehen, Loslichkeit und dergl. angegeben; Darstellungsweise und chemisehe Charakterisierung
schliellen sich an. Eine Auswahl von Literaturzitaten endet jedes
Stichwort. Dabei h a t man besonders darauf gesehen, gunstige
Uarstellungsmethoden zu zitieren. SchlieBlich h a t man versucht,
Literaturangaben aufzunehmen, die es dem Leser ermoglichen sollen, ausfiihrliohere Literatur zu erschlieBen. I n den Fallen, in
tlenen Strukturfragen wesentlich sind, war man iiberdies bemiiht,
die jeweils neuesten Quellen anzufuhren. Lediglich bei einigen
allgemein bekannten Verbindungen, die der Leser gegebenenfalls
in jedem beliebigen Lehrbuch nachschlagen kann, h a t man ganzlich von Literaturangaben abgesehen.
Man fragt, wozu dieses Nachschlagewerk brauehbar sein soll.
GewiW, inanche Stiehworte sind reoht ausfuhrlich und bringen auch
viel Literatur. So beispielsweise umfaBt das Stichwort Chinin
cineinhalb Seiten, Cortieosteron eine halbe Seite, Cortison etwa
den gleichen Umfang usf. Zumeist handelt es sich aber doch nur
urn etwa 10 bis 1 5 Druckzeilen, sieht man von den raumfressenden
Strukturformeln ab. Dennoch werden aueh diese knappen Informationen oft ausreichen. Allerdings wird es sieh vielfach nicht
umgehen lassen, anschlieBend die Origiualliteratur nachzusehlagpn. Hier scheint einer der Hauptvorteile des Werkes zu liegen:
Rs gestattet ohne groBe Literaturarbeit, wesentliche Literaturstellen zu finden, und so viel Zeit und Muhe zu sparen, die man
aufwenden miiBte, wollte man auf anderen Wegen die Literatur
erschlieBen. Es erweist sieh dabei als wertvoll, daB man versucht
hat, Literaturstellen noch bis zum Jahre 1953 zu berucksichtigen.
Druok und auch Formelsatz sind ausgezeiehnet.
Boschke
598
[NB 1721
CnneCrisation par les Substances Chimiques et Structure MolGculaire, von A. u. B. Pullman. Verlag Masson et Cie., Paris.
1955. 1. Aufl. 306 S., 50 Abb., geh. 2800 fr.
Die interessanten Beziehungen, die die Autoren, theoretische
Physiker und Mathematiker, aufbauend auf den Arbeiten von
Schmidt u n d Boyland, zwisehen der elektronisehen Struktur cyclischer Kohlenwasserstoffe und ihrer cancerogenen Wirkung fanden,
werden ansfiihrlich physikaliseh begrundet. Die mathematische
Grundlage bringt eine fruhere Veroffentliehung der Verf. (,,Les
theories bleetroniques de l a chimie organique", Masson & Cie.,
1952). Nach den Beobachtungen der Verf. ist fur die canoerogene
Wirkung der Kohlenwasserstoffe ausschlaggebend die ,,mesophenanthrene" K-Region der Molekel, a n der die Fixation mit
dem Zellsubstrat znstande kommt, vorausgesetzt, d a 5 der hemmende EinfluB der ,,mesoanthracenen" L-Region durch ,,auxoeanoerogene" Methyl- Gruppen (wie in Methylcholanthren) oder
durch andere Ringe (wie in Dibenzpyren) blookiert ist. Naeh der
Fixation an der K-Region soll die Epoxyd- und Diol-Bildung in
der benaehbarten M-Region bei der Umwandlung der Zelle in eine
Krebszelle eine besondere Bedeutung haben. Wie die Verf. zeigen,
fehlt dagegen jede Beziehung irgendwelcher physikalisoh-chemiseher Eigenschaften der Kohlenwasserstoffe oder ihrer Stoffwechselprodukte zu ihrer cancerogenen Wirkung. Hinsichtlieh
der ,,oancerogenen Wirkung" mussen sioh die Autoren allerdings
ganz auf die Versuche anderer Forseher (Zusammenstellung von
Hartwell) verlassen, wobei das Problem der quantitativen Ausdeutung solcher Versnehe und die Tatsache der unterschiedliehen
Reaktionen der Tierarten nur nebenbei erwilhnt werden. Die Verf.
sind sioh bewuBt, daB ihre Theorie vorlaufig nur auf die Kohlenwasserstoffe anwendbar ist, die praktiseh viel wichtigeren aromatisehen Amine werden daher in dem Buch nur auf 2 Seiten erwahnt, wahrend bei den Azofarbstoffen und Stilbenen die --N = N bzw. -C = C-Bindung in Parallele zur N-Region der polycyclischen Kohlenwasserstoffe gesetzt wird. Die Verf. sehen hier einen
experimentellen Beweis ihrer Theorie in den Arbeiten von Miller,
der gezeigt hat, d a 5 die Voraussetzung der cancerogenen Wirkung
von Azofarbstoffen ihre Bindung rnit einem spezifischen Protein
des empfangliehen Tieres ist. Rein erkenntnismaBig sind diese
Beziehungen zwischen Elektronenstruktur der Molekel und ihrer
spezifischen biologisehen Wirkung zweifellos von groBer Bedeutung, nur diirfen sie nicht falseh ausgelegt werden: Es ist durchaus
problematisch, ob die an Mausen bzw. Ratten beobachteten Veranderungen nach der Applikation solcher Stoffe irgendetwas rnit
dem menschlichen Krebs zu t u n habenl I m mensohlichen Gewebe
wirken Kohlenwasserstoffe und Azofarbstoffe, wenn uberhaupt,
nur a d e r s t schwach cancerogen, SO daB sie keine praktische Bedeutung haben. Der einzige praktisch wiehtige ,,chemisehe
Krebs" des Menschen, der Blaseukrebs durch aromatische Amine,
wird aber durch die Elektronentheorie, jedenfalls vorlaufig, nicht
erfa5t.
H . Oettel
[NB 133j
Mitteilungen aus den Forsehungslaboratorien der Agfa LeverkusenMiinchen, Band I. Springer Verlag, Berlin- Gottingen-Heidelberg. 1955. 1. Aufl. VIII, 338 S., 221 Abb., geb. DM 48.-.
Die vor 25 Jahren, durch den damaligen Leiter des wissenschaftlichen Zentrallaboratoriums der Agfa Wolfen, Herrn Prof.
Dr. J. Eggert, ins Leben gerufenen ,,Veroffentliehungen des wissenschaftlichen Zentrallaboratoriums der photographisehen Abteilung
Agfa" mullten nach Ausbruch des Krieges mit der Herausgabe des
VI. Bandes unterbrochen werden. Naeh Kriegsende setzte die
Filmfabrik Wolfen die Reihe mit den Banden VII, V I I I wieder
fort.
Erfreulicherweise eroffnet nun auch die Agfa Leverkusen mit
dem Band I eine analoge Reihe unter der Bezeiehnung ,,Mitteilungen aus dem Forschungslaboratorium der Agfa Leverkusen-Munehen". Das Buch ist Herrn Generaldirektor Prof. Dr. Dr. e. h.
Ulrich Haberland, ,,Dem tatkraftigen Forderer des Agfa-Aufbaues
in Leverknsen", gewidmet.
Die Zusammenstellung des Stoffes entsprieht in den Grundzugen ebenfalls jener der Wolfener Bande, indem zuerst theoretische
Betrachtungen iiber den photographischen ElementarprozeB angestellt werden (H. Frieser und E . Tilein), gefolgt von der Praxis
naheliegenden Forschungsarbeit. Diese 24 Arbeiten geben einen
Querschnitt aus verschiedenen, die photographisehe Praxis interessierenden und daran angrenzenden Gebieten.
Drei Arbeiten sind photographischen Emulsionen gewidmet,
wobei durch Diinnschnitte a n Karnern und rnit Hilfe des Elektronenmikroskopes sowie in einer eingehenden Abhandlung uber
Konzentrationsverhaltnisse bei der Herstellung photographischer
Emulsionen neue Erkenntnisse gewonnen worden sind ( J . Johann,
E . Klein). - Ebenfalls drei Arbeiten untersuohen die Abhangigkeit
der photographischen Eigensohaften organischer Farbstoffe von
ihrer Konstitution, hauptsachlich bei einer neuen Gruppe von
Angew. Chem. 1 68. Jahrg. 1956'
N r . 17/18
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
373 Кб
Теги
1955, bove, medalia, xii, meehan, inc, aufl, new, und, kolthoff, york, interscience, geb, 445, emulsions, von, polymerization, publisher
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа