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Enzymatische Glttung dnner organischer Schichten.

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ZUSCHRIFTEN
Asymmetrie und Anordnung fur die resultierende schraubenformige Kristallstruktur ursachlich zu sein und folglich zur Bildung der Konglomerate aus stabilen freien Radikalcn zu fiihren.
Bei 25 "C zeigen Losungcn von 5 oder 6 in THF im ESR-Spektrum jeweils ein intensives 1 : 1: I-Triplett (Tabelle I), und die
Spektren der pulverformigen Substanzen sind austauschverschmalert ( 5 : AH = 12 G, y = 2.007; 6: AH z 16 G, g = 2.007).
Der Radikal-Reinheitsgrad von 5 und 6 wurde durch Messungen der magnetischen Suszeptibilitat mit einer Faraday-Waage
zu annahernd 100% bestimmt (250 K 2 T 2 55 K); die Temperaturabhangigkeit der statischen magnetischen Suszeptibilitaten
von 5 und 6 folgt dem Curie-Wein-Gesetz; die Curie-Konstante
betragt ca. 0.38 0.01 K emumol-' (theoretischer Wert:
0.377).
Mit der hier beschriebenen Methode sind also erstmals Konglomerate stabiler Nitroxyl-Radikale rnit einer besonderen, zu
spontaner Enantiomerentrennung fuhrenden Kristallstruktur
synthetisiert worden. Der Anwendungsbereich, die Grenzen
und der Reaktionsmechanismus dieses Syntheseverfahrens sowie die genauen magnetischen Eigenschaften der neuen Nitroxyl-Radikale werden zur Zeit untersucht.
Eingegangen am 19. Oktober,
veranderte Fassung am 1. Dezember 1993 [Z 64321
[i] G. 1. Likhtenstein, Pure Appl Chem. 1990, 62, 281; D. Marsh, ibid. 1990, 62,
265: C. Degrand. B. Limoges, R. L. Blankespoon, J Urg. Chem. 1993, 58,
2573.
[2] H. G. Aurich in Nitrones, Nirronater arrdNitroxide.7(Hrsg. : S. Patai, Z. Rappoport), Wiley, New York. 1989, S . 313, 371.
.
Org. Chem. 1990,26,179;A. Rassat, Pure Appl. Chem.
[3] H. Iwamura, A h v Phys.
1990, 62, 223; R. Chiarelli, M. A. Novak, A. Rassat, J. L. Tholence, Nature
1993,363,147; M. Tamura, Y. Nakazawa, D. Shiomi, K. Nozawa, Y Hosokoshi, M. Ishikawa, M. Takahashi, M. Kinoshita, Chem. Phys. Lett. 1991, 186,
401.
[4] M. Yamaguchi, T. Miya~awa,T.Takata. T. Endo, Pure Appl. Chem. 1990.62,
217.
[5] E. G. Rozantsev, V. D. Sholle, Synfhesis 1971, 190, 401; H. G. Aurich, W.
Weiss, Top. Curr. Chem. 1975, 59, 6 5 ; siehe auch Lit. [2]
(61 R. Tamura, K. Ydmawaki, N. Azuma: J. Org. Chem. 1991,56,5743; R. Tamura, M. Kohno, S. Utsunomiya, K. Yamawaki, N. Aauma, A. Matsumoto, Y.
Ishii, &id. 1993. 58, 3953.
[7] Y Brunel, H. Lemaire, A. Rassat, Bull. SOC.Chim. Fr. 1964, 1895.
[8] J. S. Roberts, C. Thomson, J Chem. Suc. Perkin Trans. 2 1972, 2129.
[9] J. L. Namy, P. Girard, H. B. Kagan, Nuuv. J. Chem. 1981,5, 479.
[lo] Das ESR-Spektrum von 3 im Reaktionsgemisch (y = 2.0059, aY = 14.4 G) lieB
sich sogar in Gegenwart von Luftsauerstoff bei 25 "C beobachten, ohne daR
seine Intensitat innerhalh einer Stunde merklich abnahm.
[ll] Die Verwendung von pulverisiertem 4 und von THF/Et,O sind erforderlich,
um eine unerwunschte. da nicht zur Reaktion fuhrende Einelektronenubertragung von 3 auf 4 zu vermeiden.
[I21 Ein Gemisch (Konglomerat) enanliomerer Einkristdlle von 5 oder 6 entstand
hei sehr langsamem Verdunsten von mil 5 bzw. 6 gesittigtem Et,O bei 25 "C.
Kristallstrukturdaten von 5 : C,,H,,N,O,. trigonal, P3, oder P3,. a = 17.274
,
=
(6). c = 6.166 (2) A, V =1593 A3. Z = 3, ebcr= 1.308 g ~ r n - ~~(Mo,.)
0.94 em-': 910 beobachtete Reflexe ( I > 3.00 o(1). T = 298 K j wurden zur
Losung und Verfeinerung der Struktur herangezogen. R = 0.045, R, = 0.041 ;
R = ( Z I I F . / - l ~ l l / Z l F l ) RY=[ZW(IFl
,
- IF,Ilj2/Zn~F~]''2.-WeitereEinzelheiten zur Kristallstrukturuntersuchungkonnen beim Direktor des Cambridge Crystahgraphic Data Centre, 12 Union Road, GB-Cambridge
CB2 1EZ; unter Angabe des vollstindigen Literaturzitats angcfordert werden.
[I31 N. Azuma, T. Ozawa, K. Yamawaki, R. Tamura, Bull. Chem. SOC.Jpn. 1992,
65, 2860.
[I41 Fur die MO-Berechnungen wurde ein 3-21G-Basissatz (J. S . Binkley, J. A.
Pople, W. J. Hehre, J Am. Chem. Suc. 1980, 102, 939) und das Programm
Gaussian 90 verwendet.
[I51 S. Kende. J. S. Mendoza, Teirahedrun Lett. 1991, 14, 16Y9.
Enzymatische Glattung dunner organischer
Schichten **
James K. Whitesell*, Hye Kyung Chang
und Christopher S. Whitesell
Kiirzlich beschrieben wir die Herstellung von diinnen Schichten aus nahezu vertikal und unidirektional ausgerichteten helicalen Peptiden auf der Oberflache von Gold und Indium-zinn-oxidGlas[ll. Diese Peptidschichten wurden durch Polymerisation
des NCarboxyanhydrids von Aminosauren prapariert. Obwohl
sie im wesentlichen aus helicalen Strukturen bestehen, schienen
sie nicht monodispers zu sein. Wir berichten hier uber eine enzymatische Bearbeitung dieser synthetischen, gerichteten Peptidschichten, die zu einer selektiven Kiirzung der langeren Peptidketten fiihrt. Hierbei entsteht eine Schicht rnit einheitlicherer
Oberflache, ohne daS die Schicht im Inneren zerstort oder der
hohe Grad an Helizitat der Peptide negativ beeinflunt wird. Aus
zwei Grunden sind diese Ergebnisse von Bedeutung: Erstens
konnten wir zeigen, dal3 Enzyme genutzt werden kijnnen, um die
makroskopischen Eigenschaften grol3crer Stoffmengen zu beeinflussen, in diesem Fall mit dem Resultat einer Glattung der
unebenen Oberflache eines Polymers. Zweitens konnten wir zeigcn, dal3 grol3ere Mengen eines natiirlichen Enzymsubstrats gegeniiber enzymatischem Abbau resistent werden, wenn sie in
einer dichtgepackten Anordnung vorliegen.
H
-lil
HS SH
Ill
Si
Abb. 1. Schematische Darstellung einer Schicht aus helicalem Polyalanin auf einer
Goldflache. Als ..Saat" wurde die Trimercapto-Verbindung 1 venvendet (als Zylinder dargestellt). Die Goldschicht ist auf einer Siliciumoberflache rnit dazwischenliegcnder Chromschicht aufgebracht.
Mit Hilfe geeigneter ,,Saaten" unterschiedlicher GroSe als
Starter konnten wir Oberflachenareale festlegen, auf denen sich
helicale Sekundarstrukturen aus Polyphenylalanin, Polyethylglycin und Polyleucin auf Gold (als dunne Lage auf chrombeschichtetem Silicium) und Polyalanin sowohl auf Indium-zinnoxid-Glas als auch auf Gold bilden konnen (Abb.
Diese
Polypeptidschichten konnten sich als optische Schalter fur Lichtwellenleiter nutzen lassen, da Materialien rnit unidirektionaler
[*I Prof. J. K. Whitesell, Dr. H. K. Chang, C. S. Whitesell
Department of Chemistry, The University of Texas at Austin
Austin, TX 78712 (USA)
Telefax: Int. + 5121471-7791
[**I Diese Arbeit wurde von der National Science Foundation (Small Grant for
Exploratory Research DMR-9014026) und der Robert A. Welch Foundation
(Grant F-626) gefordert.
Angebi,. Chem. 1994, 106, Nr. 8
8 VCH VedagsgesellsrhaftmbH, 0-69451
Weinheim, 1Y94
0044-8249/94j0808-09221$10.00 .25M
921
ZUSCHRIFTEN
Ausrichtung der Polarisierbarkeitsvektoren nichtlineare optische Eigenschaften a ~ f w e i s e n [ ~ -Unsere
~].
Methode zur Herstellung vergleichsweise dicker Schichten hoch geordneter und
gerichteter Materialien erganzt andere Techniken, welche auf
stufenweisem Schichtaufbau beruhen, und hat den Vorteil, daB
die Schichten in einer einfachen Umsetzung hergestellt werden;
sie hat den Nachteil, daB es unmoglich ist, Schichten aus Molekulen gleicher Kettenlange zu erzeugen. Obwohl die so erzeugten Schichten fast ausschlieDlich aus helicalen Peptiden bestehen, welche nahezu senkrecht zur Oberflache orientiert sind, ist
die LBnge der Peptidketten unterschiedlich (und somit die Oberflache rauh). Daher waren Versuche, die Schichtdicke ellipsometrisch['I m messen, nicht erfolgreich, da die MeBdaten iiber
die gesamte Oberflache sehr verschieden und nicht interpretierbar waren. Dennoch konnten wir die durchschnittliche Schichtdicke schatzen, indem wir ihre Infrarotabsorption rnit derjenigen
einer Schicht aus 24 Alaninmolekiilen, welche durch die sequentielle Verkniipfung von Trialanin-Einheiten rnit einer Merrifieldartigen Technik erzeugt worden war, verglichen. Jede Aminosiiure trlgt ungefahr 1.5 8, zu der Lange einer Helix bei. Somit
entsprechen nach unserem System und unserer MeRmethode
(W, Reflexions-IR-Spektroskopie rnit vertikal polarisiertem
Licht unter streifendem Einfall) jeweils 0.1 Absorptionseinheiten (fur die Amid-I-Bande) ungefahr 300 8, Schichtdicke. Es
gelang uns, mit unserer Praparationsmethode optisch klare,
fiber 3000 8, dicke Schichten zu erzeugen.
Fur den praktischen Einsatz dieser Schichten als Lichtwellenleiter sollte die Oberflache so einheitlich wie moglich sein, um
Intensitatsverluste zu vermeiden. Daher haben wir nach Methoden zur selektiven Kurzung der langeren Ketten gesucht. Da die
Schicht offenbar im wesentlichen aus dichtgepackten, helicalen
Polypeptiden besteht, nahmen wir an, daR nur die langeren, aus
der Oberflache der Peptidschicht herausragenden Ketten hydrolytischer Spaltung zuganglich sind. Jedoch fiihrte der Versuch
der Hydrolyse mit waBriger Natronlauge zu einem schnellen Angriff an der Silicium-Chrom-Grenzschicht und der Zerstorung
der daruberliegenden Goldschicht.
Wir wendeten uns dann Enzymen zu, um eine Hydrolyse untcr Bedingungen zu erzielen, welche die selektive Spaltung der
der Losung ausgesetzten Peptidbindungen erlaubt. Die Behandlung einer Schicht von Polyalanin auf Gold rnit Alanin-Aminopeptidaser8]fiihrt tatsachlich zum schnellen Abbau eines kleinen
Teils der Peptidschicht. Eine Auftragung der Absorption gegen
die Zeit (Abb. 2) zeigt, daB der anfanglich schnelle Materialabbau stark nachlaDt und, wenn ungefahr 12 YOdes Materials entfernt sind, zum Stillstand kommt. (Frisches Enzym wurde in
Intervallen von zehn Stunden zugegeben, um sicher zu stellen,
dalj das Nachlassen der Abbaurate nicht auf einem Aktividtsverlust des Enzyms aufgrund von Denaturierung oder ProduktInhibierung zuriickzufuhren ist['J.)
0'25
0.22
0.21
1
Ahh. 3 . Schematische Darstellung
des selektiven Angriffs dcr Alaninund Leucin-Aminopeptidase an
den aus der Peptidschicht herausragenden Polypeptidketten.
In Ubereinstimmung mit diesen Befunden konnten die Schichten nach der Enzymbehandlung ellipsometrisch untersucht werden. Wir nehmen an, daB die aus der Schicht herausragenden
Teile der langeren Ketten ein ungeordnetes Konglomerat auf der
Oberflache bilden und da13 diese Deckschicht helicaler Peptide
bedeutsam zur Drehung des fur die ellipsometrische Messung
benutzten Laserstrahles beitrsgt. Nach enzymatischer Behandlung wurde ein Wert von 300 pro 0.1 Absorptionseinheitcn fiir
den Polyalaninfilm erhalten, in ungefahrer Ubereinstimmung
rnit der oben gemachten Schatzung, welche auf dem in diskreten
Schritten dargestellten 24mer des Polyalanins beruhte" 'I. Weiterhin ergab die Messung des Kontaktwinkels mit Wasser[lZ1vor
der Behandlung, in Ubereinstimmung mit einer sehr variablen
Oberflachenstruktur, Werte zwischen 23 und 61"; nach der enzymatischen Behandlung betrug der Kontaktwinkel 55- 56"
iiber die gesamte Oberflache.
Leucin-Aminopeptidase ist die einzige Aminopeptidase, deren
Struktur im Kristall aufgeklart w ~ r d e t ' ~ Die
] . Entfernung zwischen dem aktiven Zentrum dieses Enzyms und seiner Oberflache
betragt ca. zehn Aniinosaurereste (in einer aufgeweiteten p-Konformation). In dFr a-helicalen Konformation tragen zehn Aminosaurereste 15 A zur Lange des Peptids bei. Wir zogern jedoch
vorzuschlagen, daB die Variabilitat der Lange unserer oberflichengebundenen Peptidschicht auf dieses MaB reduziert wurde,
da die Reaktionsweise von Leucin-Aminopeptidase noch nicht
im Detail bekannt istr14].Es ist auf jeden Fall interessant, dalJ
derselbe prozentuale Anted der oberflachengebundenen Peptide
sowohl aus der Polyalanin- als auch aus der Polyleucinschicht
entfernt wird.
i
0
10
20
30
t lhl
40
50
60
4
Abb. 2. Auftragung der Absorbanz A (Amid-I-Bande) gegen d1e Zeit t ftir eine
300 8,dicke Schicht von Polyalanin auf Gold wahrend der Behandlung mit AlaninAminopeptidase in Wasser bei einein pH von 6.8 und 37 "C.
922
Durch Modifizierung der Vorschrift zur Herstellung von Polyalaninschichten konnten wir auch aus Phenylalanin und Leucin diinne Peptidschichten erzeugen[']. Die Behandlung der Polyleucinschicht mit Leucin-Aminopeptidasetlol
fiihrte ebenfalls
zu einer schnellen Abnahme dcr Absorption im IR-Bereich, wobei nach 1 h keine weitere Anderung mehr zu beobachten war.
Ungefahr 11 % der gesamten Schichtdicke wurde durch das Enzym entfernt.
Diese Ergebnisse passen zu der Annahme eines selektiven Abbaus der langerkettigen Reste, einer Reaktion, die beendet ist,
sobald das aminoterminale Ende des Peptids vom aktiven Zentrum des Enzyms nicht mehr erreicht werden kann. In Abbildung 3 ist diese Hypothese schematisch vorgestellt.
Experimentelles
Polyalanin- und Polyleucinschichten wurden wie heschneben 11) erzeugt. Eine Losung von 7iis(hydruxymethyl)methylamin (3 mM) und CoCI,, MnCI, sowie MgCI,
(je 5 rnM) wurde in HCI-saurer Losung (pH 6.8) hergestellt. Nach Zugabe yon
Alanin-Aminopeptidase (5 mg) wurde die Lasung 20 min auf 37 ' C gehalten. Der
6 VCH Verlug~gedscliaftmbH. 0-694551 Weinhelm, 1994
0044-8249:94:080;V-(922 $ 1 0 00
+ 25:0
A n g e ~ Chem 1994, 106, Nr 8
ZUSCHRIFTEN
mit Polyalanin kschichtete Triger wurde dann in diese Losung eingetaucht und
periodisch herausgenommen; er wurde mit Wasser und Ethanol gespiilt und IRspektroskopisch (mit polarisicrtem Licht unter streifendem Einfaall) analysiert. Zusatiliches Enzym wurde in Intervallen von 10 h rugegeben. Die kommerzielle Losung von Leucin-Aminopeptidase wurde bei 37 'C in der von der Firma Sigma
erhaltenen Form eingesetzt. Nach jeder Messung wurde eine frisch angesetzte Losung verwendet.
Eingegdngen am 13. Oktober 3993 [Z 64161
[I] J. K. Whitcsell. H. K. Chang, Science 1993, 261, 73.
[2] Der mittlere Abstand zwischen Si-OH-Gruppen auf einer Glasoberfldche betrdgt ungefidhr 10 ,&, und dieser Abstand wird auch von helicalem Polyalanin
benotigt. Da jedoch diese Gruppen nicht gleichformig verteilt 3ind. sind die
Schichten auf Indium-zinn-oxid-Glas nicht so gut geordnet wie die auf Gold.
[3] D. F. Eaton, Science 1991, 253, 281.
[4] Non-Linear Optical Properties of Organic Molecules and ('rystak. Voi. I, 2
(Hrsg.: D. S. Chemla, J. Zyss), Academic Press. New York. 1987.
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[8] W. L. Starnes, F. J. Behal, Eiochenzistry 1974, 13,3221. Das Enzym wurde aus der
Darmschleimhaut von Rindern (bovine intestinal mucosa) gewonnen (Sigma).
[Y] Die Menge an eingesetztem Enzym war vie1 groRer als zum Entfernen der
kompletten Peptidschicht notwendig gewesen ware.
[lo] M. M. Bradford, Anal. Riochem. 1974,13,3221. Das Enzym wurde aus Schweineleher grwonnen (Tm 111-CP. Sigma).
[I 11 Dieser Vergleich ist nicht ideal, da die von uns sequentiell aufgebauten Schichten nicht denselben hohen Grad an Helizitdt aufweisen wie die iiber Polymerisation erhaltenen. Wir erklaren dicscn Unterschicd rnit einer geringen Racemisierung wihrend der inehrstufigen Darstellung; eine einzige enantiomere
Aminosaure verhindert die Bildung einer helicalen Sekundarstruktur im Bereich mehrerer Arninoauren zu beiden Seiten des Fehlers.
[12] A. W. Adamson, Physical Chemistry of Surfaces, 5 . Aufl., Wiley Interscience,
New York, 1990, S. 332-368; R. H. Dettre, R. E. Johnson, Jr., J.' Phys. Chem.
1965,69,1507.
[I 31 S. K. Burley, P. R. David, A. Taylor. W N. Lipscomb, Proc. Natl. Acud. Sci.
U S A 1990, 87, 6878. Diese Kristallstrukturanalyse wurde an ciner aus dem
Rinderauge stammenden Peptidase durchgefiihrt. Die in unseren Experimenten verwendele Peptidase wurde aus Schweineniere isoliert. Die beiden Enzyme
sind sehr Bhnlich oder sogar gleich; siehe hierru: F. Jurnak, A. Rich. L. van
Loon-Klaassen, H. Bluemendal, A. Taylor, F. H. Carpenter. J. Mol. B i d . 1977,
112, 149 sowie Lit. [14].
[14] W. N. Lipscomb, H. Kim, Biochemistry 1993,32, 8465; W N. Lipscomb, personliche Mitleilung.
Eine kurze Totalsynthese yon ( & )-Mamanutha**
chinon uber eine exo-Diels-Alder-Reaktion
Taeyoung Yoon, Samuel J. Danishefsky * und
Susan de Gala
Sesquiterpenchinone und -hydrochinone aus Schwammen marinen Ursprungs sind eine interessante Klasse von Verbindungent']. Einige sind cytotoxisch['], zeigen ein antimikrobielles
[*I Prof. S.J. Danishefsky[+l,T. Yoon
Department of Chemistry, Yale University
New Haven, CT 06511 (USA)
S. de Gala
Yale Chemical Instrumentation Center
New Haven, CT 06511 (USA)
[**I Diese Arbeit wurde vom Public Health Service (Grant CA28824) gefordert.
Die NMR-Spektren wurden rnit Unterstutzung der Northeast regional National Science Foundation (NSF)/NMR Facility an der Yale University crhalten,
die von der NSF. Chemistry Division, (Grant CHE 7916210) gefordert wurde.
['I Neue Adresse: Memorial Sloan-Kettering Cancer Center
1275 York Avenue, New York, NY 1W21 (USA)
Telefax: Int. + 212/772-8691
und
Department of Chemistry, Havemeyer Hall
Columbia University
New York, NY 10027 (USA)
Angevl. Chem. 1 9 4 , 106, Nr. 8
0 VCH
Verhaiten[2b*
31 oder inhibieren die Reverse Transkripta~e[~I.
Zu
dieser Klasse von Verbindungen gehort auch Mamanuthachinon 1['], das aus Fusciospongiu sp., einem Schwamm von der
Fidschiinsel Mamanutha isoliert wurde. Mamanuthachinon ist
gegenuber menschlichen Dickdarm-Tumorzellen (HCT-116)
mlDig cytotoxisch. Das strukturell verwandte Avarol2 und dessen Chinonanalogon wurden als vielversprechende Anti-AIDSWirkstoffe diskutiert[4"],wenngleich ihr klinischer Nutzen noch
nicht enviesen
2 Avarol
1 Mamanuthachinon
Bei der Planung einer Totalsynthese yon 1 drlngt sich eine
offensichtliche, wenn auch spekulative Moglichkeit auf (Schema 1). Prinzipiell kann das Gerust 5 aus dem Dien 3 und dem
Dienophil 4 konstruiert werden. Mit einer passend gewahlten
Aroylfunktion konnte 1 dann schnell aus dem Addukt 5 ableitbar sein. Fur die Diels-Alder-Reaktion ist jedoch ein exo-Ubergdngszustand erforderlich, um die fur 1 notwendige Konfiguration zu erreichen.
3
4
5
Schema 1. exo-Diels-Alder-Route fur die Synthese von 1.
Die bekannte Bevorzugung der endo-Topologie bei Diels-Alder-Reaktionenl'] ist bei reIativ ungehinderten cyclischen Dienophilen (Maleinsaureanhydrid, p-Benzochinon etc.) und homoanularen DienenL8I besonders ausgepragt. Bei den meisten
anderen intermolekularen Diels-Alder-Reaktionen wird die endoOrientierung bevorzugt, oder die Cycloaddition verlauft stereochemisch uneinheitlich. Die anziehenden Krafte der sekundaren
Orbitalwechselwirkung, auf die die Selektivitat im allgemeinen
zuruckgefuhrt wirdr9', sind jedoch sehr schwach und konnen
leicht durch kleine Strukturanderungen iiberspielt werden["I.
Tatsachiich reagiert CycIopentadien rnit acyclischen Dienophilen, die einen Alkylsubstituenten an dem Kohlenstoffatom haben, das die aktivierende Gruppe tragt (z. B. Methacrolein), fast
ausschliefllich in einer exo-Addition"']. Der Ursprung dieser
anomalen Tendenz ist nicht klar; sie ist hauptsachlich auf Reaktionen rnit Cyclopentadien als Dien-Komponente beschrankt.
Es ist durchaus denkbar, dal3 sich die Methylengruppe des Cyclopentadiens und der a-Substituent des Dienophils im Ubergangszustand, der zurn endo-Addukt fuhrt, abstoRen["]. Beispielsweise ergibt die Cycloaddition von Methacrolein rnit
Cyclopentadien nur das exo-Addukt["el, wahrend - bei Einsatz
des gleichen Katalysatorsystems - mit acyclischen Dienen wie
1-Methoxybutadien nahezu ausschliel3lichdes endo-Produkt gebildet wird[13].
Wir berucksichtigten auch, daD man mit dem unsubstituierten 1 -Vinyleyelohexenin Diels-Alder-Reaktionen ausschliefilich
Verlagsgesellschufi mbH. 0-69451 Weinheim, 1994
0044-8249/9410808-0923 $10.00+ ,2510
923
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