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Fachgebiet VI.

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X. I n t e m o t i o t r u l e r K o n y r e P
Das neuzeitliche Rauexi hat besonders das Bestreben zur
Entwicklung von S o n d e r z e m e n t e n fiir verschiedene
Zwecke gefordert. Auf dem Gebiet des Leichtbetons ist die
Herstellung von Gasbeton und Schaumbeton durch Zusatz
chemischer Mittel zu nennen0. Bei der Verwendung von
K o h l e e als Zuschlagstoff fiir 1,eichtbeton sind vielfach
schaden aufgetreten, deren Ursache ntiher erliiutert wird.
Besonders wichtig ist bei der Entwicklung und Verwendung
neuer Baustoffe die Beachtung ihrer etwaigen Wechselwirkungen mit benachba,rten Baustoffen, die gegebenenfalls gegen
die unmittelbare Beriihrung geschiitzt werden miissen (z. B.
Metall gegen steinholzartige Massen).
Die nachtrigliche chemische TJntersuchung am fertigen
Bau ist oft mit Schwierigkeiten vexbunden; z. B. ist es in
vielen F8llen nicht moglich, nachtriiglich das Slischungsverhsltnis erhiirteten Betons zu ermitteln und iiber die
Beschaffenheit des verwendeten Zements Aufschld3 zu
erhalten*). Auf d e m Gebiet des Schutzes von Bauwerken
aus Naturstein gegen Verwitterung durch den EinfluD
S. Wolf u. Weleeh, ,,IAchtbaustoffe mit Schaumstruktur",
ebenda 48, 642 [1935].
6, 8
. a. QoneU, Xormung chemischer Priifungen auf den1 Gebiet der anorgan. Ranstoffe, ebenda 60, 633 [1937].
4)
l i i r C h e i n i e i n Rom
von Rauchgase enthaltender Luft steht die Entwicklung
no& ini A.xifang6).
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Pachgebfet VI.
Chemie, Gesundheit, Hygiene und Schtinheit.
Vorsitzender: Prof. E. Pourneau, Paris.
S. Belfanti u. M. P r a n c i o l i , Mailand: ,,NeueBeobachlungen aber die Lecfthasen der Schlangengifte."
Vortr. behandelt den Enzymgehalt der Schlangetigiftr,
insbes. die in allen Schlangendfteu vorhandene Lecithase A,
in Beziehung zur Giftigkeit. Die enzyxnatische Wirkung der
Leuthase A der Schlangengifte wird durch das entsprecheiide
Antiserum gehemmt, ea beateht also SpezifitAt des Serums
in bezug auf die Lecithase. Die Hauptmenge der Lecithasen
der Schlangengifte dialysiert durch Cellophanmembranen.
Behandlung mit Antiserum verhindert die entsprechende
Lecithase an der Dialyse. Zusatz des Antiserums z u m Dialysat,
das die aktive Lecithase enthat, nimmt dieser die Enzymeigenschaften. Wird die wurige Losung eines Schlangengiftes
einer lange dauernden Dialyse unterworfen, so bleibt die Giftwirkuiig fast unverandert. Wiihrend jedoch beim dialysierten
Gift ziemlich kleine Zuatze von .htiserum geniigen, wn das
Tier zu schiitzen, sind beim-nicht dialysierten Gift noch lOfach
p o k e Mengen unzureichend. Die AktivitAt der Lecithasen
spielt also bei der Vergiftung eine erhebliche Rolle. Da es
bisher nicht moglich gewesen ist, die Lecithasewirkung aufzuheben oder zu verwdern, ohne auch die Giftwirkung aufzuheben oder zu veriindern, wird durch Messung und Kontrolle
der Lecithasewirkung indirekt auch die Giftwirkung erfaat.
P. Micheel, Miinstex i. W.: ,,t!ber Schhngetrgitte."
In friiheren Arbeiten wurde gezeigt, daD in den die Atmung
Wmenden Neurotoxinen von Cobragiften elne schwefelhaltige
Atomgruppierung maagebend an der Wirksamkeit beteiligt
ist. Durch Oxydation mit Luftsauerstoff bei Gegenwart voxi
Schwermetallkatalysator kann die Giftwirhng weitgehend
vedchtet werden, ebenso durch Behandlung mit Bisulfit.
Andererseits wird in dem noch nicht vollig reinen N e u r o W i
eine Begleitkomponente durch Reduktion init Cystein inaktiviert, wHhrend das Neurotoxin selbst best-dig
gegeii
Cystein oder elektrolytische Reduktion ist. Weiteren Einblick
in die Bindungsart des Schwefels eroffnet die Spaltung mit
Bisulfit. Sie wurde an einem gereinigten Neurotoxin durchgefiihrt, das jedoch no& nicht frd von Begleitstoffeu ist.
W o n friiher wurde festgestellt, da13 bei der Behandlung mit
Bisulfit eine Drehwertsanderung eintritt, die etwa parallel
der Abnahme der Giftigkeit lguft. Gleichzeitig tritt Bildung
von Thiolgruppen und bei geeigneten Ronzentrationen Abscitddung eines in Wasser nahezu unloslichen Niederschlages
a d (mehr als 500/, des Ausgangsmaterials). Der colorimetrische
Vergleich von Abnahme der Giftigkeit und Auftreten von
SH-Gruppen zdgte, daD b d pn 5,2 die Giftwirkung sttirker
Angswondtc O h s d r
51.Jabrg.lOJ8. iVr.44
im Verhtiltnis zur SH-Bildung abnimmt als b d p~ 6,G. Bei
6,6 SII-Bildung ohne
geeigneten Konzentrationen kaiin bei
nmenswerte Schwiichung der Giftwirkung eintreten. Der
SO,H-Rest in deni iii Wasser ~inlosliclien Atiteil ist wahrScheinlich als S-SO,H-Gruppe gebunden. Bri der Hydrolyse
mit Saure oder Alkali tritt iieben H,SO, ehie etwa entsprechende Menge SH auf, jdoch iucht H,SO, oder H,S.
Das in Wasser leiclit loslichc Material der Bisulfitspaltung ist
iliedriger niolekular als das Ausgangsxieurotoxin 1). Es laat sich
unter besthunten Uedingungeii vom uberschiissigen Bisulfit
mittels Ultrafiltration durch sehr clichte Membranen abtrennen.
Der S0,H-Rest in diesem Anteil wird bei der sauren Verseifimg als H,SO, abgespalten. H,SO, oder H,S entstehen
dabei nicht, ebensowenig bildeii sich SH-Gruppen. Es ist
aiizunehmen, dal3 der SOJI-Kest der in Wasser leicht lijslichen
Komponente der Bisulfitspaltung nicht an ein Schwefelatom
gebunden ist. Aus den Bcfundeii lassen sich SchluDfolgetungen
auf die Binduiigsart des Schwefels im Neurotoxin ziehen.
F.F. N o r d , Berlin : ,,Zii:tti Chuirtlwmun der alkoholbr-hen
Oh'r~ng.~'~)
uber die tatsachliehen einleitenden Phasen der alkoholischm G a m g durch lebende Zellen ist bis heute keine ein-
heitliche Meinung erzielt worden. Ah meist herangezogene
Zellsysteme zum Studium der Phasenfolge der Ciinmg dienten
bisher Hefen und terinobacterium mobile Lindner, die aber
hauptsachlich mittels kolloidaler Ausziige ihrer Enzymsysteme
f i i r die Versuche verwendet worden sind. Es wurde nunin& u. a. die alkoholische G-ng
vcrschiedener lebender
Fusarien, dereii Stoffwechsel wesentlich gedehnter ist, untersucht und u. a. festgestellt, daO diese Erreger sowohl
Hexosen als auch Pentosen bzw. Biosen in einem der Hefc
ahnlichq stiichiometrischen Verhiiltnis vergaen und diese
auch phasphorylieren konnexi. Der letztere Vorgang ist bei
den F u s a r i e n nicht obligatorisch, da er ausbleiben kann.
o h n e da13 die Cfi.nuigsgeschwindigkeit dadurch beeinfluat
wird. Eine Beziehung zwischeti zeitlichem Verlauf der Gilrung
und dem der Phasphorylierung besteht nicht.
11.F i n k , Institut f. Ghugsgewerbe; Berlin : ,,Zur bdologischen Eiiceij3syitthese."
Die f i i r die biologisdie Eiweihynthese (Putterhefegewinnulig) grmidlegende Frage nach der praktisch liochstmoglichen Hefe- bzw . ICiweiWausbeute aus einer gegebeneii
Kohlenhydratmeiige, wexiti der ProzeW durch intensive Sauer.....
-.
l)
Ein niedrigmolekulares Spaltprodukt wurde kristallin
erhalten (Anm. b. d. Korrektur).
*) Vg1. u.a. Rolini, D a m m n n u. Notd. Biochem. Z. 288,414[1936]. .
*) Vgl. diese Ztschr, 51. 475 [1938].
769
X. frrfernaliotialer
Kongrcb
far C h e m i e
i n Rom
stoffzufuhr von der alkohoUschen G-ng
vollst&ndiga d Hefevermehrung (Torula) umgestellt wird, ist in bilanzierten
Standardversuchen dahingehend beantworkt worden, daD man
aus 1OOg Glucose und N&hrsalzen bis zu 210g Torulahefe
(250,; Trockensubstanz mit 59,4% Eiweill) und nur Spuren
\.on Alkohol (0,02 g) erhdt. Die praktische Energieausbeute
dieser Urnwandlung von Kohlenhydraten in eiweiareiche
Hefe ist mit etwa 65% d t t e l t worden.
Neuerdings konnten auf verschiedenen unabhangigen
Wegen definitive Aussagen iiber den Grenzwert gemacht
werden, den die Zelhbstanzausbeute und Energieausbeute
erreichen kann (theoretisch mogliche Hochstausbeute). Es
ergibt sich hieraus. daD in unseren praktischen Ziichtungsversuchen dieser Grenzwert bis zu 90yk erreicht worden ist.
Dabei haben sich neue Vorstellungen uber den Mechanismus
der Zellsubstan7synthcse ergeben.
Als praktische Anwendung der biologiwhen EiweiUsynthese werdefi behandelt im besonderen die Herstellung von
hochwertiger Futterhefe aus verschiedenen Holzzuckerarten
und Sulfitablaugen nach dem gemeinsam mit Lechner entwickelten Verfahren, bei dem die technische Dauerziichtung
mit sonst nur anorganischen Nghr.salzzusiitzen gelungen ist').
Fiir die envogene Urnstellung der Kartoffelbrennereien von
Alkohol- auf EiweiUproduktion spielt das am Institut fiir
Gahlngsgewcrbe entwickelte Biweia-Schlenipe-Verfahren eine
groBe Rolle. bei dem die biologische EiweiUsyitlicse sich in
hochprozentiger Rartoffelmaixhe abspielt.
Uurch Vcrwendung von einfachen Kohlenstof fverbindungeti
(Acetaldehyd, :\lkoliol, E&gs&ure usw.) statt Zucker und
sonst iiur anorganischen Diingesalzen konnte erstmalig ein
technisch gangbarer Weg zur EiweiBgewinnuiig aus Kohle und
Luftstickstoff verwirklicht werden, d a also im Gegensatz zu
den bisherigen Verfahren von der Scholle unahhsngig ist.
P . K n o o p , '1'iil)inKen: , , ~ ~ b die
e r Bedsttfwtag
trcinrr
citicr
d 4 ~Sftclr-
ph!piologincheta .1tttitrowc?icrcr~~ttth~~ac~
ima
TbrMrper."
1)er physiologische hbbau dvr .4iiiinusAuren 1)iBstelit in
der 1. Pha.. in einer oxydativai Desatninierung. die iibcr die
IminosAure 1-Ketonstiure und NH, liefert. Wir konnten 1910
zeigen, da13 diese Keaktion reversibel ist und daD der 'l'ierkorper (TK.) aus a-Ketons%ureniiber die InhosAureri : C - : NH
die entsprechendcn Aminosguren aufbauen kann. Die Bedeutung dieses Nachweises ist in dcr Litcratur inehrfach
als gering bezeirhnet wordeu. Aber es kommt nicht darauf
an, ob der TK. tatsfichlich in g r o k m Umfang htninoSauren
aufbaut, oder ob er das nicht notig hat, .wndern darauf. daD
hier eine reversible Reaktion vorliegt, von der er zu den rerschiedensten Zwecken Cebraurh macht. Zunrlchst konnte
1925 gezeigt werden, daI3 die physiologische Keaktion auch
im Laboratorium die bequemste Methode zur Synthese von
.4min@uren darstellt: a-KetonsAuren NH, -I- H,
Katalysator liefern bis 70% reinster AminosAurai in wenigen
Minuten ohne Druck und W-e.
Diesem Nachweis bildete
auch die Industrie eine Anzahl Patente zur Darstellung von
timinen nach, eine Reaktion, die nicht irn Laboratorium,
sondern im TK. aufgefunden wurde, also der Biochemie zu
verdanken ist.
Die physiologkhe Bedeutung aber llDt sich durch folgende Tatsachen belegen :
1. n a im TK. als a-Ketonsiiuren BrenztraubensAure und
Oxalessigs8ure vorkommen, so vennag er Alanin und Asparaginsure selbst herzustellen. Nachdem wir zeigen konnten, daD
die im TK. vorkommende Citronensiture iiber Ketoglutarsaure abgebaut wird, kann er auch Glutaminaure aufbauen.
So wie diese A m i n a u r e haben sich auch andere als enthehrlich erwiesen. Unentbehrlich zum Wachstum sind z. B.
Tryptophan und Histidin. Rose hat gezeigt, daD auch diese
heiden durch die entsprechenden a-Ketonsauren ersetzt
wwden konnen. Wir miissen SChlleBen: Alle .4min&uren,
die in der Kahrung als entbehrlich erwiesen sind, sind im
Korper nicht wirklich als solche entbehrlich (denn in den
7~lleiweiUenkommen sie auch ohne Zufuhr in gleicher Menge
vor). Sie sind nur in der Nahrung entbehrlich, und das deshalb, weil der TK. sie aufbauen kann. Das erscheint sicher.
+
') Vgl. diese
770
Ztschr. 49, 775 [19361. 60, 949 [1937].
+
Problem ist nur noch, wie ihre Vorstufen, z. B. die entsprechenden a-Ketoduren, sich bilden. Entbehrlichkeit
bedeutet also hier, daB der Organismus die Pahigteit hat,
diese Substanzen selbst herzustellen.
2. Der TK. kann die unnatiirlichen Formen asymmetrischer Amin&uren in die natiirlichen umbauen durch lntermediiire Bildung der inaktiven IminosBuren. die nachher
wieder zu A m i n a u r e n hydriert werden (du Vigneaud).
3. Die Bildung der pharmakodynamisch wirksamen
Amine (z. B. Histamin) erfolgt nicht durch direkte Decarboxylierung. sondern nach neuester Auffassung durch Decarborylierung der I m i n d u r e n , die d a m wieder hydriert werden.
4. Nach Braunsfein konnen Urnamhierungen stattfinden,
indem z. B. Brenztraubendure mit Aminoglutarsiiure in
Alanin iibergeht und aus der .4min0&ure die a-Ketonsiiure wird.
D i e 4 Punkte zeigen schon, daB die Eiihigkeit des TK..
die C-N-Doppelbindung zu hydrieren, eine vielseitige und
gro& Bedeutung haben mu&
Neuerdings ist das in der interessautesten Wdse durch
die moderne Permentchemie nachgewiesen. Wir haben 1925
schon abgeleitet, da13 den A m i n a u r e n mit dieser Reversibilitat
ihrer ersten Abbaureaktion die Eigenschaften einer Art
Pernient zukommeii, nachdeni man die Vorstellung von der
IJuver2nderlichkeit von Permenten fallen lassen muUte.
Jetzt ist in der Tat iiacligewieseii, daB hi den1 gelben Ferment
und der Co-Dehydrase I1 iii ihrem wesentlichen Bestandteil.
tlctn Lactoflavin und dnii Nicotinaureanlid, die wirksame
Gruppe die CN-Doppelbindung im Rhig darstellt. Der ganze
Mechanismus dieser Permentreaktion besteht also in der
Addition von Wasserstoff an d i e s Atompuppierung, die ihii
sofort an andere Acceptoren weitergibt.
SchlieBlich erfordert der Xachweis dieser Keaktionsfiihigkeit intermediilrer Stoffwechselprodukte mit Ammoniak
clesseii .4usschaltung und schafft so ein Versmdnis fur die
Notwendigkeit tler Harnstoffsyrithese.
Wir glaubeii, daU (lurch die hier zusarmneiigestellten
Tatsachen die von uns aufgcfundene Fiihigkeit des Organismus.
C-N-Uoppelbinduiigen %u hydrieren, als eine der wirhtigstrn
umkehrbaren Reaktioiien iiii Tierkorper nachgewieseii ist.
I?. I>abre, Paris: ,,IMP Atitcetrdttrig der Elektrodfalpe
i n der phrrtnazedscheti urtd biologhchen Chemie."
Die :\btrennung der aktiven Prinzipittn ails organischen,
pflatlzlicheti oder tierischen Materialien kann in vielen Fallen
durch Anwendung der Elektrodialyse sehr erleichtert werden.
So wurden z. H. bei Vntersurhungen iiber die Biologie und
Toxikologie der Fluoride die Schwierigkeiten der quantitativen
Abtrennung auf diesem Wege behoben. Die Isolierung der
Anodenfltissigkeit nach der Methode von Willard und Winlcr
und die Bestimmung nach der Technik von De Boer. nach
Abtrennung des bei der Elektrolyse gebildeten Chlors. d a u b e n
schnelle und genaue Bestimmungen. Als Beispiel der Extraktion von Alkaloiden ist diejenige des Strychnins besonders
interessant. Mit Hilfe der Elektrodialyse ist dessen Abtrennung
quantitativ, und es findet keine Bildung hydrogederter
Derivate statt. Wegen sekundarer Reaktionen bei der
Elektrolyse kann die Methode nicht allgemein &; aber in
sehr vielen Palen wird sie dem Biochemiker wertvolle Dienste
leisten konnen.
E. M a s c h m a n u , Frankfurt a. M.: , $ b e Proieaeen der
Gasbrandermgez." .
ifber die Proteasen anaerober Wkroorganismen war bisher
so gut wie nichts bekannt. Aus den Ergebunserer
Untersuchunged) iiber die Tr&ger des proteolytischen Wirkungsvermogens der Kulturfiltrate der ,,Gasbranderreger"
laat sich folgendes ableiten: 1. AUe Gasbranderreger bilden
eine Protease, die in vitro nur Gelatine zu spalten vermag.
Das ps-Optimum des uber lOOOfach angereicherten E n z w
liegt bei p~ = 7. Die Protease gehort weder zu den ,,Tryph e n " noch zu den ,,Papainasen"; sie lie@ im vollaktive~
Zustand vor, wird vermutkh vom B d u s ausgeschieden
(Exoenzym) und ist der Haupttrager des proteolytischen
6) E. Moechmann, C'ber Bakterienproteasen, 11.-V.
mitt.,
Biochem. 2. 295, I, 351, 395. 400 [1937/1938]; VII. Mitt.. Naturwiss. 26, 139 119381, und unver6ffeotlichte Versuche; vgl. a. diese
Ztschr. 61, 403 [19381.
A'. I n l c t n n t i o t i u l e r Kongrep l i i r C h e r n i c i n Rom
bzw. nekrotischen Wirkungsvennogens der Kulturfiltrate hzw.
der Bazillen im Gewebe. 2. Die Gasbranderreger (wic auch
andere Anaerobier) bilden ferner eine Protease, die iiur im
Redoxzustand wirksam ist und durch i h ~
Clupeinspaltungsvermiigen (in Gegenwart von SH) von der unter 1. beschrieh e n Protease unterschieden werden kann. Das Enzym ist
trotz eines . deutlichen SH-Gehaltes der Kulturfiltrate ohne
Cysteinzusatz in der Kegel unwirksam. Sein Wirkungsoptimum liegt eben alls bei PH = 7. Die Clupeinspaltung wird
durch Jodessigsfiure gehemmt. Das Enzyrq besitzt demnach
.hdichkeit mit den .,Papainasen". Es ist sehr wahrscheinlich,
daB es die intracelldhre Proteinase der anaeroben Baktenen
ist (Endoenzym). Bd bestimmten ReMgungsmaBnahmen
wird die Protease zerlegt, vielleicht in Apo- und Coenzym,
oder es wird dabd eine Substanz vom Enzym abgetrennt,
ohne die eine h f t i h r u n g des Enzyms in den Redoxzustand
durch SH (mindestens in vitro) nicht miiglich ist. Das
,,Coenzym" oder die ,,Komplettierungssubtanz" entstammt
dem aus tierischem Material (Muskulatur, Pepton usw.) bereiteten Nithxmedium. 3. Daneben kommen in den Kulturen
noch Aminopoly- und Dipeptidase vor (Endoenzyme).
4. WAhrend in den Kulturen des Welch-Fraenkelschen Gasbazillus, des Para- und Rauschbrandbazillus nur die unt- 1.
bis 3. aufgefiihrten Proteasen nachzuweisen sind, enthalten
Histolyticuskulturen noch eine weitere Protease, die Ovalbumin, Casein, Fibrin und Pepton zu @ten vermag. niese
Protease wird - im Gegensatz zur Protease unter 1. -Pferde- und Hammelserum gehemmt. 5 . Piir das gelathespaltende Enzym konnte das Vorkommen eher spezifischen
Antiprotease im Immunserum sehr wahrscheinlich gemacht
werden.
Gegenwart von .%scorhins&urerascher. Bei diesen Reaktionen
spielt das Verhriltnis der Konzentrationen der bekeili&en
Stoffe eine wesentliche Kolle, da bei bestimmten AscorbinsB*ekonzentrationen auch eine Stabilisierung der Farbstoffe gegiiber der Lichtwirkung bwbachtet wird. Uer Mechanismus
dieser Keaktionen wird erortert uiid darauf hingewiesen, da13
sich die Ascorbidure h i diesen Autoxydationen ithnnlich den
Allylthioharnstoffen und dem Fwroion rerhdt.
I>. S. Cook. J . K. 1,oofhourow u. S. M . M. S t i t n s o n ,
Cincinnati : ,,Chetnierhe Utttereuchungetc d r r /o+tp/lonzunga~ 8 M e r n d e t cFoktmen aun uItranfolettgrnck~dfgtr?n
Zelleti
.';
Priihere Veroffentlichungen aus dem J,aboratoriuiii cles
Vortr. hatten die Bildung von fortpflanzungsfiirdemden Stoffen
durch- Zellen und Gewebe gezeigt, die durch ultraviolette
Strahlung geschrdigt wordcn waren 6 ) . Spektroskopische
Untersuchungeu von rohen Extrakten, die die intercelluken
Wundhonnone enthalten. weisen darauf E n , da13 die aktiven
Slaterialien den Nucleinshren oder ihren Derivaten verwandt
sind.
T h . W a g n e r - J a u r e g g , Frankfurt: ,,C!ber die C d e t substanx der T ~ b e r k e l b a z f l l e n " ~ ) .
. Gemeinsam mit M. U m e z u untersuchte Vortr. den Ruck-
stand, der nach erschopfender Extraktion frischer menschlicher Tuberkelbazillen mit Lipoidl&ungsmitteln, verd. NatronIauge, verd. Salzsaure und dest. W a r hinterbleibt. Durch
diese Vorbehandlung werden liisliche Fette, Phosphatide,
Wachse, Nucleinsauren, Eiweil3stoffe und losliche Polysaccharide entfernt. Der verbleibende .,Restkorper" kann als Stiitzbzw. Geriistsubstanz der Bakterienleiber angesehen werden.
Meser unlosliche Teil der Tuberkelbazillen SOU nach Lindncr
A. S t o l l u.' E. W i e d e m a n n , Basel: ,,Ube+ Chlo+o- und Oelrichs an Meerschweinchen eine gewisse Tmmunitatspbstin."
wirkung durch Verzijgerung des Verlaufs einer tuberkulosen
Die Beobachtungen von Lubimenko wurden bestatigt und Infektion hervormfen.
Zur chemischen Untersuchung des ,,Restkorpers" wurde
erweitert. Die Herstellung bestandigex wiikiger Lijsungen des
Blattfarhstoffes gelang bei zahlreichen Pflanzen. Das w m - dieser einerselts mit verd. Shure, andrerseits mit verd. Lauge
ltialiche Blattgriin kann durch UmfaLlen, Zentrifugieren bei in der W-e
behandelt. Dabei werden in beiden Fallen
hoher Tourenzahl und Dialyse gereinigt werden, ohne da13 es 12-13% einer wachsaftigen Substanz abgespalten, die demdie charakteristischen Merkmale des Parbstoffes i
m Chloro- nach aLs g e b u n d e n e s Wachs zu bezeichnen ist. Bei der
plastin verlitrrt. Auch gereinigte Priiparate zeigen ehen hohen alkalischen Hydrolyse e r h a t man a u k d e r n ein nichtreduzkEiweiagehdt und weisen die 4 Blattfarbstoffe h natiirlichen r e n d s Polysaccharid, das bei Einwirkung verdiinnter Saure ein
Verhrlltnis auf : Chlorophyll a und b (3 :1); Xanthophyll wd Gemisch von Zuckern liefert, aus dem d - A r a b i n o s e in Form
Carotin (2 : 1). Eine Trennung der gelben von den griinen kristallisierter Derivate isoliert werden konnte. Mannose lieB
Pigmenten war ohne Zerstorung des Chloroplastins, die schon sich nicht eindeutig nachweisen. Neben dem Polysaccharid
durch Elektrolyte, organische Liisungsmittel u. a. leicht erfolgt. wird bei der Alkalibehandlung des Restkorpers auch e h e saure
bisher nicht moglich. Alle 4 Pigmente scheinen zusammen Praktion crhalten, die zum groaten Teil aus Mannonshure
mit farblwen Stoffen von 1,ipoidcharakter im Chloroplastin besteht. Weiter e n t h a t das Hydrolysat A m i n d u r e n ; T p r o s i n
wurde darin als Pikrolonat identifiziert.
eng vergesellsrhaftet zu sein.
Es ergibt sich, dal3 der ,,Restkorper" der menschlicheil
St. J . P r z y 1ec k i , Warschau : ,,Peptzde, Protefde und a r e Tuberkelbazillen wahrscheinlich ein Li poid- K ohlen h y d r a t A / p f t t V t yegendber o n d m bfologbchen Komponentm."
P r o t e i n - K o m p l e x ist. Auch Anderson. Reeves und Stodolu
Die apolaren Gruppen der Proleine bilden Appositionen nehmen in einer neueren Arbeit an, dal3 das gebundene Lipoid
mit anderen apolaren Gruppen. Die polaren, nicht ionisier- in der Bakterienzelle entweder mit Kohlenhydrat oder ElweII3
verkniipft ist. Das Vorkommen von gehundenem Wachs in
C-S-CH,.
baren Gruppen, wie OH, SH, CONH,, +S-,
CONH, reagieren in verschiedener Weise, indem sie Simplexe Baktenen ist bemerkenswert im Hinblick auf Befunde roil
mit &en Haupt- (C-OH, CONH. C-S-H)
oder Neben- He/3 und Wergin. wonach Wachse eine allgemeine Bedeutung
bilden. Die fur den Aufbau junger 7Awitnde besitzen sollen*).
valenzen (C-SH. COH, CONH, C-S--S--C)
Gruppen CONH,, S - S . S-CH, sind i. allg. sehr wenig aktiv.
Die Gruppen COH, C-SH
und CONH geben mehr oder
A. S t o c k , Berlin-Dahlem: , , W e triikrwnal@ische Beweniger besthdige Verbindungen und sind an der Bildung ntfmmung de8 Quecksflbers und ihre Atfrceodcbng nt(/
von Simplexen mit Polyosen, Proteinen und gewissen Lipoiden hngfenfsche und medbfnferhe F m g m . "
beteiligt. Die polaren, ionisierbaren Gruppen bilden heteroZur BestImmung kleinster Hg-Mengen yon 0.01 bis 1000 y
polare Kovalenz- und Koordinationsverbindungen.
ist ein Verfahren ausgearbeitet worden. Das Queckdber wird
als Kiigelchen isoliert und mikrometrisch ausgemessen. OrK. W e b e r , Zagreb: ,,Uberphotochem&che Autoxydatfon ganische Substanzen werden zunachst iait Chlor oder KC10,mit AncorbinsBure o b Soue+8foffitbe+t7(9ge+."
HC1 aufgeschlossen. Das Verfahren ermoglichte die folgeiideii
1-Ascorbinsiiurc (Vitamin C), die bekanntlich e h starkes U ntersuchungen .
Quecksilber gehort zu den ,,allgegenw&tigen Elementen"
Reduktionsmittel ist, wirkt auf a g e photoaktive Stoffe, die
einer Reduktion nicht zugitnglich sind, bei Gegenwart von und findet sich in allen anorganischen und organischen Stoffen,
Licht und 0, (1,uft) oxydierend, ubernimmt also die Roue i. allg. in der Croiknorhung 10-8 bis 1 0 - 7 , infolgedessen auch
n
eines Sauerstoffubertragers. So wird die photochemische in den meisten chemischen Priiparaten und in u ~ ~ s e r eNahAutoxydation des Chlorophylls in methylalkohollscher Liisung,
*) Vnl. Swnli. h l b o u r o w u M e t . Studies Inst. Divi Thomae
die zu einem gelben Oxydationsprodukt des griinen Pflanzen- 1. 163 [1$37].'
farbstoffes fiihrt,durch Zusatz von Ascorbhsilure beschleunlgt;
') Vnl. hierzu Kmut. Die Spaltbarkeit von Tuberkelfett dittch
auch das photochemische Ausbleichen von Pinachrom und 1,ipasen. aiese Ztschr. 61; 174 09381
S. ebenda 49, 843 [1936].
Pinacyanol - gleichfalls eine Autoxydation - erfolgt bei
Aa#rumdle Chrmir
blJd?#.l#JE. Er.44
77=
rungsmitteln. Verschiedene mit der weitverbreiteten ,Jeichten"
chronischen Hg-Vergiftung zusammenhBngende Fragen wurden
geklut. Quecksilber ist ein ausgesprochenes Atemgift. Die
Schiidlichkeitsgrenze fur den Hg-Gehalt der Luft lie& vie1
iliedriger, als friiher angenommen wurde. Bislier uiihekannte
Quellen fur Verdampfen voii Quecksilber wurden in den
Haarfilzhutens) und in gemissen, mit Amalganien arbeitenden
Druckverfahren gefunden. Der normale und pathologische
Iig-Gehalt der menschlichen Ausscheidungen und des Blutes
wurde festgestellt und gepriift, wieweit die Hg-halysc zur
Diagnose der Hg-Vergiftung dienen kann. Tierversuche zeigten,
wie sich eingeetmetes und per 0s zugefiihrtes Quecksilber iiii
Organismus verteilt und wie es wieder verschwindet. Bemerkenswert ist die Speichemig in der Niere. Klinische Heobachtmigeii
und weitere Tierversuche machten es wahrscheinlidi, da13 das
riiigeatniete Quecksilber zunichst nur in den obereii Atmuiigswegen und den henachbarten Gehirnteilen wirkt und dort die
c~stc.11 Ihclieinungen der Vergiftuiig, nervijs-peychischc
Stijruiigeii und Affektioneii der Schleirihiiute, hervorruft .
Aurli d i v bekannten schlidigenden Wirkungen der AnialganiZahiifullungrii treteti augenscheinlich niu dann ein, wcnn pine
liinreichende Meiige Hg-Drrmpf in die Nase gelangt.
K. B u r s c h k i e s , Frankfurt a. M. : ,,FLacourtCaceeniile
u d ihre Derivate."
Zur Rehandlung der Lepra werden init gutem Erfolg
Ester der Fettsiiuren des Chaulmoograijls angewandt. Die
I'rkenntnis Schbbls, wonach neben dem fagliedrigen Kohlenstoffring die in ihin enthaltene noppelbindung fur die therapeutische Wirksamkeit der Chaulmoografettsiiuren nlal3gebend
ist, gab Veranlassung, an Stelle g a t t i g t e r Chaulmoograsiiureester solche ungesiittigter Natur herzustelleii, uiii so die
therapeutische Wirksamkeit der Chaulmoograiil-Rchandlung
zii steigern.
,411s ChaulmoograsEiurechlorid und Crotylalkohol entstancl
der Chaulmoograsiiure-crotylester, wlihrend der Oleinester
sowie der Cinnamylester aus den entsprechenden Alkoholen
gewonnen wurde. Von hoher molekularen ungesiittigten Fatern
wurde der Geraniol-, Citronellol- und Linaloolester hergestellt,
Verbindungen, die sich im Tierversuch gegeniiber den bekannten gessttigten Chaulmoogradureestern durch bessere
Vertriiglichkeit auszeichnen.
Daneben wurde gefunden, dai3 man eine bedeutend bessere
Wirkung mit %tern des Chaulmoogrylalkohols oder des
Hydiiocarpylalkohols mit aliphatischen, aromatischen otler
liydroaromatischen Carbonsiluren oder mit Gemischeii von
fistern derselben oder beider Alkohole erzielen kaim. Nebeii
dem Crotondure-chaulmoogrylester bzw. Hydnocarpylester
wurden die Ester der Tiglinsaure, I'almitinsaure, Stearinsiiure,
Olehsiiure, ZimtsSure, Bromzimtsaure, Methoxyzimtsiiure,
CumenylacryMure, Leinolsiiue, Cyclohexan- und Cyclopentancarbonsiiure sowie Cyclohexylessigsiiure hergestellt, uber die
im einzelnen berichtet werden soll.
I,. Mascarelli, Turin: ,,Nettere Untereuchttn'geri r 4 n d
techninehe
Ikrivate."
Anmendungen
den
Diphenyls
und
seiner
Die Diphenylformel mit zwei coaxial angeordneten Benzolringen wird heute allgemein angenommen; uber die Komplanaritat der Ringe herrscht jedoch noch Unsicherheit.
Interessante kgebnisse wurden durch die Untersuchung des
Dipolmomentes. der Absorptionsspektren, des Raman-Effektes,
tler Verbrennungsw-e
und Kesonanzenergie, sowie mit
Hilfe von Rontgenstrahlen erhalten. M e optische Stereoisomerie der Diphenyle hat sich zu g r o h Bedeutung entwickelt. Die Verwendung des Diphenyls und seiner Derivate
besitzt grol3es technisches Interesse, seitdem &ese Stoffe seit
einigen Jahren in den Vereinigten Staaten in gronem MaWstabe
hergestellt werden. In Italien werden jetzt ebenfalls von der
SOC. Elettrochimica del Caffaro in Brescia Diphenyl und seine
Chlorderivate hergestellt, und durch eine groh Anzahl von
I'atenten ist ihr Preis sehr stark gesunken. Das Diphenyl
und besonders einige seiner eutektischen Gemische besitzen
Bedeutung f i i r die Wiirmeiibertxagung in Wiirmekraftmaschinen
und als Ausgangsprodukt fiir verschiedene organische Syn9)
772
Vgl. diese Ztschr. 61, 33 [1938]
thesen, z. 13. einige Derivate als Vulkanisations-, Oxydationsoder Weichmachungsmittel, insektizide oder fungizide Stoffe.
Es findet ferner steigende Anwendung in der Pharmazie, wo
einige Derivate in der Therapie des Kalaazar, andere wegen
ihrer Antistreptokokkenwirkung oder wegen ihrer starkeii
nnacst1it:tischcn Wirkung (Phenylprorain) benutzt werden.
M. O c s t e r l i n , Heinburg:
, , Z u r ('Itemotherupb
Qer
Vor kurzem konnte gezeigt werden'"), d d die malaricidr
Wirkung von Parbstoffen vom Typus des Methylenblau vom
Redoxpotential dieser Korper abhangig ist und dalj die
3Ialaricidie solcher Verbindungen in Zusanmenhang steht mit
tler Fiihigkeit, als Atmungskatalysatoren auftreten zu konnen.
L)ie Verfolgung clieser Beobachtungen veranlal3te die Synthesc
h e r An;rahl Verbindungen, von denen die Redoxpotentiale
+R-N=X--K
und die malariude Wirkung
K-NIL-NH-K
besthniiit wurden. Die Ergebnissc lieferten einen weiteren
Bcweis fur die Riclltigkeit der oben geschilderteii Annahme.
Gleichzeitig wird eine Methode angegeben, welche entscheiden
la&, ob die Wirkung des Plasmochins und der genannten
Stoffe eine direkte, d. h. auf die Parasitrn selbst gerichtetr
ist d e r nicht.
W. K i k u t h , Elberfeld-Wuppertal:
tler Chmnothmapie der Mnlaria"
,,Neue Erketintnieee
'I).
H. A. H a u p t , Rautzen: ,,Rohrechutx durclb Trlnkwassere~itaduercingmit italhgebranntam Dolornit" In).
Die Ziitsiiuenuigsanlagen verfolgen heutzutage ilicht nur
den Zweck, die aggressive Kohlensliure zu beseitigen, sondern
sie sollen das Waxer auch zur Bilduiig einer Schutzschicht
aus Eisenocker und Calciunicarbonat befahigen. Xur dann
unterbleibt sicher jeder weitere Angriff des eisernen S t r d e n rohmetzes. wodurch das kostspielige Auswechseln zerstorter
oder zugesetzter Rohre vermieden wird. Es werden die verschiedenen bisher ublichen Entsiiuerungsverfahren und die
Kolle des Luftsauerstoffs bei der Eisenauflijsung sowie bei der
Schutzschichtbildung kritisch besprochen.
Neuerdings benutzt man fiir die Entsguemg in Deutschland ein korniges Filtermaterial, die sog. ,,Magnomasse",
einen unter Einhaltung bestimmter Temperaturen gebrannten
natiirlichen Dolomit. Sie besteht in ihren wirksamen Anteilen
aus MgO, MgCO, und CaCO,. Ein besonderer Vorteil dieses
Verfahrens liegt in der gleichzeitigen Abscheldung und Zuriickhaltung voii etma im Rohwasser gelostem Eisen oder Bfangan
auf dem Filter. Bei der Entsauerung werden fm je 10 mg/l
Kohlensaure 10,6 mg Magnomasse gelost, wodurch die HBrte
des Reinwassers um 0,850 d H fur je 10 mg/l CO, ansteigt.
Bei kohlenslurereichen W b r n mit geringer Carbonathit&!
erhoht sich der pn-Wert bis auf etwa 8,5, wtihrend harte
WBsser im pH-Wert fast unveriinndert bleiben. Nach der Behandlung des Wassers hort der weitere Rohrangriff genau so a d ,
wie bei der Ents%uerung des Wassers mittels Kalkhydrat, aber
das Magnoverfahren arbeitet vollautomatkch. Allmahlich
kommt es zur Schutzschichtbildung, die sogq bei W h e r n
elntritt, die nach der Behandlung weniger als 13 mg/l CaCO,
enthalten; in der Schutzschicht wurde Magnesiumcarbonat
nachgewiesen.
H. K o c h e l m e y e r , Frankfurt (Main): ,,f%er Sterfnalkaloide."
Eine grok Anzahl von Solanumarten enthdt eine
Reihe von Alkaloiden, die in ihren chemischen und physiologischen Eigenschaften einander sehr W c h sind, sich aber
von allen bis jetzt bekannten Alkaloiden der Solanaceen in
typischer Weise unterscheiden. Als ersten Korper dieser
Reihe isolierte Desfosses aus Solanum nignUn ein Alkaloid,
das er entsprechend seiner Herkunft Solanin naunte. Spatere
Vorschungen ergaben die Anwesenheit von Solanin auch in
anderen Solanumarten und legten gleichzeitig die bedeutsame
lo) Arch. Schiffs- u. Tropen-Hyg..Pathot. Therap. exot. Krankh.
41, 720 ri937i.
11) Vgl. &ese Ztschr. 61, 483 [1938].
12) Vgl. SchiUing, ,,Die neuesten Erfahrungee iiber die Trinkwasserbehandlung durch Magnofilter", Chem. Fabrik 10, 504 [1937].
Angewandtr Ohsmie
61.Jahrp.1#,36. N r . 4
'fatsache fest, daB diese Alkaloide clurch Erhitzen rnit Mineralskuren in einen Zuckeranteil und in ein &lykon gespalten
werden konnten. Es handelt sich bei dieser Korperklasse also
um Glykoalkaloide, wobei das Aglykon das eigentliche Alkaloid darstellt. Da schon eine Reihe von derartigen -4lkaloiden
hekannt ist, die sich in ihren Aglyka untetscheiden, wird es
als zweckmBBig etachtet, die urspriingliche Bezeichnungsweise
einzuhalten.
Die Konstitutionsaufkl~irungdieser Alkaloide ergab nun
die uberraschende Tatsache, dalj sie als gemeinsames Gtundskelett cyclopentanoperhydrophenanthren enthalten. Der posi- .
tive Ausfall der iiblichen Sterinfarbreaktionen deutet auch
schon darauf hin. Fiir die ganze Gruppe dieser Alkaloide gelten
also folgende Kennzeichen: Es sind Steroide, die in den bis
jetzt bekannten Vertretern als Glykoside vorliegen; sie zeigen
die iiblichen Sterinfarbreaktionen und enthalten den Stickstoff
meist ringformig gebunden an Stelle der iiblichen Seitenkette.
Us Stoffe mit Saponincharakter geben sie mit Cholesteriii
Additionsvetbindungen und sind gegen chemische Eingrif fe
ziemlich resistent.
Fiir das bestbekannte Glied dieser Reihe, das Solatubin,
ist der Aufbau des N-freien 'I'eiles auch in seinen sterischen
Veinheiten fast restlos geklilrt, was fur die Biogenese dieses
Korpers von einiger Bedeutung ist. Die beiden noch moglichen Forrneln des N-Komplexes werden auf Grund der hier
erhaltenen Abbauergebnisse diskutiert. I% folgte eine abschlieljende Betrachtung iiber die Bedeutung dieser Alkaloide
in physiologischer, biologischet und chemischer Hinsicht.
W. p a u 1, Erlangeii : ,,dam die Konstitution arnneilieh
uorwetideter P t c r i d e i v a t e I n gellsteni Zust.~nd.'~
Unter den arzneilich verwendeten Purinderivaten nehmen
Theobromin und Coffein eine hervorragende Stellung ein.
Ihrer Anwendung steht jedoch ihre schwere Laslichkeit in
Wasser entgegen, so da13 sie mit geeigneten Lasungspartnern
kombiniert werden miissen. Derartige in Wasser losliche
Arzneimittel sind Diuretin, Agwin, Theolactin und viele
andere. Die alte Streitfrage, ob die pharmazeutisch wichtigen
Purinderivate in gelostem Zustande als Molekiilverbindungen
hoherer Ordnung oder nur als einfache Mischungen zweier
Komponenten vorhanden sind, 18ljt sich durch die bisher
verwendete Versuchsmethodik nicht entscheiden. Die mittels
Dialyse erhaltenen Brgebnisse liefern den Beweis, daD diese
Arzneimittel in gelostem Zustande keine Komplexverbindungen
bilden, sondern d a B hijchstens eine gegenseitige Beeinflussung
der beiden Komponenten im Sinne der Feldvalenztheorie
stattfindet. Die Uslichkeitsbegiinstigungder Purinkomponente
durch Lijsungspartner l8at sich durch Hydratationsvorgange
erklilren. Letztere lassen auch eine Erklilrung zu, wanun
solche vermeintliche Assoziationsprodukte bisher weder irn
Organismus noch in vitro isoliert werden konnten. Die Arbeits-
ergebnisse eroffnen den Ausblick, daD eine bestimmte Gruppe
biogener Stoffe vie1 mehr, als man bisher glaubte, fiir die
Entfaltung bzw. Hemmung pharmakologischer Wirkungen
verantwortlich zu niachen ist, und insbes. Hydratationsvorgange in der Lage sind, Wirkungssteigermigenund Wirkungsvertiiinderungen von Arzneimitteln zu erkliiren.
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-
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Fachgebiet VII.
Die i!hemie in der Dokunaentation, Propaganda und Kunst.
Vorsitzender: Prof. A. Seyewetz, Lyon.
A. Seyewetz, Lyon: ,,#be7 die Gednnqng photographheher Fednkcrmnegative au8 groble6migen Epnulstonen odm Bildern" l).
Die vom Vortr. angegebene Technik besteht darin, gewisse
Entwickler zu benutzen, die ein feines Korn liefern, aber wegen
des zu schwachen ,,Gamma"-Wertes praktisch unbrauchbar
sind, und diesen Fehler durch Verswkung nach Beizung mit
dem ChromoversWker, der aus 3 basischen Farbstoffen
besteht. zu verbessern. Dieser Verstkixker ist der einzige, der
eine erhebliche Vers*kung eines Feinkornnegativs ohne Veriinderung der Kornung erlaubt. Vortr. e r w h t ferner sein
friiheres Verfahten, ein Chinonbild zu erzeugen, indem das
latente Bild mit einem Pyrogallol- oder Brenzcatechinentwickler
entwickelt wird, der eine sehr kleine Menge Alkalisulfit enthiilt,
und d a m das Silber in einem Abschwiicher zu losen. Das
sehr schwache, braune Chinonbild wird dann bis zum urspriinglichen ,,Gamma" mit dem Chromoverstiirker verst2rkt; eine
Vgl. a. Seyewetz, Bull. SOC. franq. Photog. Cinematogr. 84,
45, 132 [1937]; Photo-Rev. 49, 326 [1937].
1)
Angerandte C b e z i e
61.Jahrg.1938. Nr.44
vorherige Beizung ist jedoch hier nicht notwendig, da das
Chinon selbst eine ausgezeichnete Beize fiir basische Farbstoffe
ist. SchlieBlich wird eine neue Technik beschrieben, bei der
stark gekornte, entwickelte Negative benutzt werden und die
Kornung durch 2 aufeinanderfolgende Behandlungen herabgesetzt wkd. Zunachst wird das Silbet durch Kaliumferricyanid
unter Zusatz von Ammoniumrhodanid in Rhodanid verwandelt;
d a m wird diese Verbindung mit &em Feinkornentwickler
wieder entwickelt, dessen Einwirkung man l a g e r ausdehnen
kann, ohne-wie bei der Entwicklung des latenten Bildes eine
Kornvergroberung befiirchten zu miissen. Dieses Verfahren
scheint allgemein und auf die Silberbilder aus sehr verschiedenen
Emulsionsarten anwendbar zu sein, selbst auf solche, die aus
der Entwicklung von Emulsionen rnit sehr feinem Korn
stammen.
C. Levi u. M. Marini, Mailand: ,,Beitrag m r Untersuchung nutfonaler Cellulosequellen fiir Papterstoff."
Vortr. berichtet iiber die chemische Vorpriifung von
Ampelodesma, Papyrus und Asphodelus, iiber Laboratoriumskochversuche nach dem Natronverfahren, sowie iiber die Bigen-
773
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