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Fluoreszenz organischer Verbindungen von Theodor Frster. Verlag Vandenhoeck u. Ruprecht Gttingen 1951 1. Aufl. 312 S. 81 Abb. geh D M 29.50 gebd. D M 32

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Naturfreund rnit der Liebe zur besohreibenden, betraohtenden
Naturwissenschaft, der Sammler von Muscheln, Schneoken und
selteneu Pflanzen, der bei Werksbesiohtiguugeu den Kreis seiner
Besprechungspartner verlassen konnte, um die gesuohte Spezies
eines KBfers zu fangen. Bosch, der Zahlenmensch und exakte
Reohner, der Begriinder physikalisohen Men- und Regelwesens,
der iiber die Faustformeln damaliger Ingenieurteohnik spottet,
bei denen man einen Querschnitt naoh komplizierter Formel ausrechnet und ihn dann 5malso dick macht, damit er h a t ; der durch
seinen Zahlensinn der groRe Forderer grundsiitzlioher Forschung
in der Industrie geworden ist. So fiigt sioh aus dem Detail der Erzihlung das Bild. Wir lernen Bosch kennen als den herben, wortkargen Sohwaben, inuerlich z u t i ~ f s tbesoheiden, ganz unkonventionell seine eigeuen Wege gehend. Nach dem ersten Weltkrieg ist
Bosch Mitglied der deutschen Delegation in Vomailles, die iiber
dae Schioksal der ,,Riistungsbetriebe" zu verhandeln hatte. Das
den Deutsohen zugewiesene Hotel war von Staoheldraht umgeben,
und es gelang Bosch nicht, auf dem normalen diplomatischen Weg
mit dem franzbsisohen chemisoheu Industriellen Frossazd zusammenzukommeu. Daraufhin kletterte er eines Naohts iiber den
Zaun und die Mauer des Vcrsailler Parks, traf Frossard uud leitete
deutsoh-franzbsische WirtschaftsgcsprCohe ein, die sich fur die
Zukunft ale iiuI3erst fruchtbar erwiesen.
Aus der Summe des Details sohiilen sich die beiden Lebensleistungen Carl Boschs heraua: 1909 sieht er in Karlsruhe den Laboratoriumeversuoh vou Fritz Raber zur Erzeugung von Ammoniak
und erhilt von Heinrich won Brunck den Auftrag zur teohnischen
Durohfiihrung d i m s Verfahrens. Mit einer Arbeitsleistung, die
wir une nioht vorstellen konnen, erreioht Bosch, daD bereits im
September 1913 das neuerstellte Werk Oppau rnit einer Leistung
von 36000 jato Ammoniumsulfat in Betrieb ist. Dazu wurde eine
vbllig neue Teohnik entwiokelt, es wurde der Katalysator gefunden, der das Verfahren erst wirtsohaftlich machte, aber es muBte
auoh ein groDer Personalstab aufgebaut und zahllose Einzelsohwierigkeiten iiberwunden werden, beginnend mit unvorhersehbaren Korrosionen bie zu der Tatsaohe, daL3 aioh die Fundamente fur die sohweren Maschinen auf dem sandigen Baugrund
Oppaus ale unzureichend erwiesen.
Und Boschs zweite Tat: Bei der Fusion der deutsohen Teerfarbenfabriken hat er der IG-Farbenindustrie eine Verfassung gegeben, die von den Organisationsformen iihnlioher Unternehmungen
des In- und Auslandes wesentlich abwioh. Es handelte sich um
oin sehr heterogenes und verzweigtes Gebilde, das naoh der Fusion
zunlohst iiber nioht weniger als 83 Vorstandsmitglieder verfiigte.
Bosch hat eine klare Gliederung und Trennung in Verantwortungsbereioho durohgefiihrt und 88 dabei verstaudeu, den einzelnen Sparten, Faohauesohiissen und Werksgemeinsohaften ein Maximum von Selbstandigkeit zu belassen. Er hat in einer selton
erreichten Weise technisohe und wirtschaftliche Zusammenarbeit
iiber alle Instanzen des Unternehmens begriindet. Es ist ein Zeiohen fur seine sohbpferiache Lebendigkeit, den er bei der Einriohtung neuer Organisationen den Plan auf Grund der ihm zur
Verfiigung stehenden Persbnliohkeiten entwarf und nioht umgekehrt. Der Geist dieaer Verfassung und der damit verkniipften
Personalpolitik hat in allen Sohiohten des GroBunternehmens geistige Krafte mobiliaiert, und die heutigen IG-Nachfolgewerke
zohren nooh von dieser Tradition. Die Biographie ergiinzt sich in
der Darstellung dieser Zusammenhan:~ mit dor Schrift von Ter
Meer iiber die IG-Farbenindustrie.
Bei der Lektiire des Buches nimmt der Lescr teil an einem wesentlioheu Absohnitt technischer und wirtBohaftlicher Entwicklung Deutschlands, und er empfangt starke und umfassende Eindriicke von einer besonderen Persbnlichkeit, von der det Autor
des Buohes in Bescheidenhcit sagt: ,,Esbleibt immer nooh ein
Rest, und das Geheimnis laDt sich nicht enthiillen".
Sachsse
[NB 8011
Fluoreszenz orgnnlscher Verblndungen, von Theodor Fbrster. Verlag
ster hat es unternommen, nioht nur die experimentellen Methoden
in leioht faBlioher und ersohbpfender Weise zu behandeln, wobei
er speziell das Prinzipielle der Methoden herauestellt. Beaonders
wertvoll sind vie1 mehr fur den Chemiker die Kapitel, in denen
sioh Fbrster mit den ZusammenhBngen zwiaohen ohemischer Konstitution, der Liohtabsorption und der Fluoreszenz der organisohen
Verbindungen vom theoretischen Standpunkt &us befa0t. Diese
Kapitel kbnnen als eiue klare und kurze Einfiihrung in die sohwierige Materie bezeiohnet werden. Hieran sohlieOt sioh die Behandlung der eigentliohen Fluoreszenzeigensohaften an, wobei die Abklingdauer, Fluorezenzausbeute, Polarisation der Fluoreszenz
und Fluoreszenzlosohung ausfiihrlioh abgehandelt werdeu. Auoh
die Phosphoreszenz organisoher Verbindungen wird in eiuem
SohluIlkapitel nooh behandelt.
Man mu0 anerkennen, daD es dem Verfasser gelungen ist, dieses
Gebiet in einer geschlossenen und sehr vollstindigen Form auoh
dem Chemiker nahe zu bringen. Z. B. werden bei der Bespreohung
des inneren Mechanismus der Fluoreszenzloschung Fragen des
ohemisohen Umsatzes in der Folge von Lichtabsorptionsvorgangen
besproohen, die mit den Lichtochtheitseigenschaften zusammenhlngen. Bowoh1 der Wissenschaftler wie such der technische Chemiker wird aus dem Buoh reiche Anregung sohBpfen. Der Ubergang auf eingehendere Darstellungen einzelner Kapitel und auf
die Originalliteratur ist duroh gut ausgewhhlte Literaturangaben
und ein sehr iibersichtliches Verzeichnis der gesamten verwendeten
Literatur am Schlusse des Buohes sehr erleichtert.
G. Scheibe
[NB 7951
Vom Cellnloid bls zum Polyaddukt, von K . Mienes. Verlag Carl
Hanser, Miinchen 1 9 5 3 , l . Aufl. 82 S., 45 Abb., gebd. DM 8.50.
Unter diesem Titel bringt Mienes eineu ,,Streifzug duroh das
Wunderland der Kunststoffe", wie es in einem Geleitwort von Dr.
Rdhm, dem Vorsitzenden des Gesamtverbandes der kunststoffverarbeitenden Industrie heil3t. Einen Streifzug stellt das Biiohlein
tatsiiohlioh dar. Wer eine systematisohe Behandlung der Kunststoffe zu fiuden hofft, wird enttausoht. Dafiir findet aber der
Faohmann eine Darstellung der allerneuesten Entwioklungen und
Anwendungsmbgliohkeiton der Kunststoffe. Zahlreiche gute Bilder und Zoichnungen erliiutern das Mitgeteilte vortrefflioh. Auoh
sind vide Literatur-Hinweise gebraoht, die es dem Benutzer gestatten, in den Originalarbeiten weitergehende Angaben zu suchen.
Die Ausstattung des Biiohleins, Druck und Umsohlag sind sehr
geflillig und ansproohend. Fur den Kunststoff-Fachmann, der
sioh iiber den neuesten Stand auoh auf Naohbargebieton unterriohten will, kann das Bihhlein Vehr ompfohlen werden.
H . Berger
[NB 7871
Anuario de la Industria Quimica Espanole Herausgeber : Sindioato Vertioal de Industrias Quimioas. 2. Aufl., Madrid 1953.
737
s.
Das Werk gibt zunichat eine Ubersioht iiber Organisation und
Gliederung der spaniaohen ohemisohen Induetrie. Es folgt eine
Zusammenfassung einsohlitgiger Verordnungen und Gesetze fur
die wesentliohsten ohemisohen Industriezweige und insbesondere
die Arbeitsgesetzgebung (Tarife). Weitere 48 Seiten sind der wirtschaftliohen Entwicklung der ohemisohen Industrie des Landes
in den Jahren 1946 bis 1951 gewidmet. Die Hauptteilc des Werkes sind eino alphabetisohe Ubersioht iiber ohemischo Firmen rnit
Ansohriften und stiohwortartiger Angabe des Produktionsprogramms und eine Zusammenstellung, geordnet naoh den Erzeugnissen, wobei auoh der Apparatebau beriioksichtigt wird. Die
deutschen Benutzer werden es begrunen, daO bei den Produkten
jeweils auoh die deutschen Bezeiobuungen augegeben worden sind.
Es schlieIlt sioh an eine ubersicht iiber chemisohe Import- und
Exportfirmen. Der deutsohe Leser wird fur das kurze deutschspanische Vokabularium im Anhang des Werkes dankbar sein.
-Eo. [NB 8031
Vandenhoeok u. Rupreoht, Gbttingen, 1951, 1. Aufl. 312 S.,
81 Abb., geh. DM 29.50, gebd. DM 32.50.
Dio Fluoreszenz organischer Verbindungen wird seit langem sowohl fur analytisohe als auoh fur priiparative Zweoke ausgeniitzt.
Man denke nur an die Erkennung von Stoffen in kleinsten Mengen
aus ihrer Fluoreszeuzfarbe odor an die heute in groBen Mengen
verwendeten Fluoreezenzfarben und an die Blankophore. Ebenso
list sioh die Wissenschaft bei der Aufklhrung der Konstitution
organisoher Verbindungen neben der Absorptionsspektren auch
der Fluoreszenzspektren in ausgedehntem MaBe bedient.
Es gibt eine grblJere Anzahl von Buoherscheinungen, die sioh
mit dem Gebiet der Fluoreszenz beschiiftiien. Von diesen untersoheidet sioh das vorliegende Buoh von Fbrster entsoheidend. Fbr___ __
Verantwortllch fGrden wissenschaftl. Inhalt: Di I.-Chem. F. Boschkc (17a) Heldelberg; f u r den Anzeigenteil: W.Thiel, Verlag Chemie, GmbH.
(OeschHf tsfG h rer Eduard !&uzhugr),
Weln h elk /Bergs tr. ; Druck : Druckerrl Winter, Heid elberg.
~~
164
Angew. Chern. 1 66. Jahrg. 1964 1 Nr. 5
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