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Fluorine Chemistry herausgeg. von J. H. Simons. Bd. 2 Academie Press Inc. New York. 1954. 1. Aufl. X 565 S. geb. $ 13

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~~Hudult-I(Brrist~iii,
Zahieewertc uudPunktioiieu 8ux Physik. (Ilieniie,
Astronomic, Geophgsik urid 'L'echuik. Band 11, 3. Teil
glcirhgcwichte und Ureuzfl~chenersclieinurigen.Hcransgeg. v. ILL.
Schiijer und 3ZZeti Lor. Springer-Verlag, Berlin-Gottingcn-Heidclberg 1956. 6. Aufl. X I , 535 S., 998 Abb., geb. DM 198.--.
Von dem zweiten Band der Ncubearbeitung des Landolt-Bornstein, der dic ,,Eigenschaften der NIatcrie in ihrcn Aggregatzustanden" in sieben Teilen enthalten soll, liegt als erstes nunmelir dcr
3. Teilband vor. Er enthalt in etwas heterogener Zusammenstellung c'ie beiden Sondergebicte der ,,Schmelzgleichgewichte" und
der ,,Charakteristischen Konstantcn fur das Gleichgewicht an
PhasengrenzflLclien". Die Darstcllung der Schmelzgleichgewichtc
ist jeweils unterteilt in binare und tcrnare Systeme und umfa5t:
Metall-Legierungen, eiusohlieBlich Systeme aus Metallen und C ,
0 , S, Se, Te, N, P, As, Si, B ( R . V o g e l ) ; Anorganische Verbindungen und reziproke Salzpaare (A. DietzeZ und H. Scholze); Silicatische Systeme ( W . Eife7,); Organischc und Anorganisch-organische
Systenie (A. Iiofler). M i t etwa 900 Systemdiagrammen fiillt dieser
Teil ctwa
des Bandes. Der zweite Teil ,,Grenzflachenerscheinungen" cnthalt die Oberflachenspannungcn u n d den Parachor reiner
Flussigkeiten (8.Beger); die Oberflachenspannungen von Liisungen und die Grenzflachenspaunungen uicht miscbbarer Fliissigkrit.en ( J . S t a u f f ) ; Randwinkel fest-fliissig (G. G. Grau und J . L.
c. Eichborn); Grenzflachenfilme auf Wasser (U. Weitzel); Adsorption (aus der Gasphase an groBoberflaehigen Adsorbentien und
R U S fliissigcn Losungen an pulverformigeu Ad sorptionsmitteln,
li. Bratzler) und Papier-Chromatograpliie (Rf-Werte, A. Wacker).
Jcder Abschnitt wird durch Erlauterungen eingeleitet, die ausgezcichnete systeniatische Uberblicke der Phanomene und der
grundlegenden GcsetzmaBigkeiten geben; die Einfiihrung in den
Teil Greneflachenerscheiiiungen verfaBte Iil. Schiifer sclbst. Uber8ichl.liche Substamtabellen crleichtern das Auffinden der cinzrlnen
Stoffsysteme in den Wertetabellen, den Diagramm-Teilen und den
umfangreichen Literatur-Zusamrnenstellungen. Lediglich bei den
i m einzelnen schr konipliziertcn silicatischeu Systemen kounte diese
sonst sehr g u t bew2hrt.c Einteilung nicht durchgefuhrt werden.
Die grolje Fiille wertvollen Naterials, das in diesem vom Verlag
vorzuglich ausgestatteten Bande kritisch gesainmelt und iibersichtlich dargestellt wurdc, macht das Buch zu einem LiuBcrst
niitzlichen und unentbchrlichen Hilfsmittel f u r jede Forschungss t a t t r ? dic an den hier bearbeiteten Gebieten interessiert ist.
E. Wiclce
[NB 3381
l'hysikalisch-ctiemi~elies Recliueu in Wisseiischaft und Teehuik,
-.':on Hans Froinkerz. Verlag C h e d e , GmbH., Weinheim/Bergstr.
1956. 1. Aufl., X I I , 316 S., 40 Abb., gob. DM 32.50.
Wie die Unterrichts- und Priifungserfahrungen immer wieder
zeigen, ist es wenigcr das Verstandnis physikaliseh-chemiecher
Gesetze und Denkmethoden, das den Chemiestudenten Sohwierigkeiten bernitet, als die praktische Anwendung dieser Gesntze auf
wissenschaltliche und technischc Probleme. Wie in der Mathematik lassen sioh diese Schwierigkeiten nur durch systeniatische, vom
Einfachen zum Sohwjerigen fortschreitende Recheniibungen uberwinden. Wahrend fur die Anwendung der ohemis.chen Thermotlynamik niehrere Anleitungen zu Rechenubungen existieren,
fehlte es bis vor kurzem an Aufgabensammlungen, die das gesaintc
Gebiet der physikalischen Chemie umfassen. Ncben den von E. A .
Guggenhei?rz nnd J . E. Przie kiirzlich herausgegebeuen ,,Physicochenrical Calculations" h a t das vorliegende Buch von Fronther2
diesem Mangcl abgeholfen.
Die Sehwierigkeit bestcht dilrin, durch geschickte Auswahl des
Stoffes einen Querschnitt durch die Vielfaltigkcit physikalisohchemischer Problemstellungen zu geben, gleichzeitig das Schwerqewicht auf solche Uhungen zu lrgen, die fur die chemische Praxis
besonders wichtig sind, und so den Studierenden zu eigener Mitarbeit bereitiLillig zu machen. Diescn Bedingungen wird das vorliegende Buch wcitgchend gerecht.
In 14 Sbschnitten werdeu ca. 200 Aufgaben zur Thermodynamik, zur Elektrochemie, zur Reaktionskinetik, zur Photochemie,
zur R#adioaktivitat und aus den Grenzflaehenerseheinungen, in1
wesentlichen also die klassisehen Gebiete der physikalischen Chemie behandelt, wahrend Rechnungen aus den modernen Gebieten
der Molekelstruktur, der Spektroskopie oder der Statistik bewu5t
weggelassen sind (dies i m Gegensatz zu dem oben erwahnten Buch
von Gugqenheint und Prue).
Den einzelnen Abschnitten geht jcweils eine knrze Zusammenstellung der grundlegenden Formcln voraus, wobei erfreulioherwcise eine konsequent einheitliche, den heutigen Konventionen
angepaJ3te Formelspraohe benutzt wird. Die Schwierigkeit der
einzelnen Ubungsaufgaben ist abgestuft, besonders gekennzeichnet sind solche Aufgaben, die typische und haufig wiederkelirende
ItcchenverEahrcn enthalten. Jeder Aulgabe folgt die auefiihrliche
Losungsvorschrift, wobei haufig auf diewichtigkeit von Nkherungs-
Angew. Chem.
/ 69. Jahrg.
1957 f N r . 18/19
rwlinungeii, cmlJirischen GesetzmaWigkeiteri und graphiticlirn Wrthodcn z u r Behsndlung schwieriger, nicht e x s k t llisbarer Pro blr~me
liinqrwiesen wird. Tabellen der Forinelzeiolicu u n d tler UneryiisUniiechnungsfaktorcn sowie cin ausfiihrliehes Tnhaltsverzeichnis
erleichtern die Benutzung dcs Buohes.
Wcun der Referent noch einen Wunsch aussprechen darf, SO
ware cs der nach eiuer starkeren Beriicksiehtigung van Fehlerreclinungen, gerade ini Hinblick auf die hiufig zu gro5e Stellenzahl in den numerisohem Angaben.
Eine griindliohe Durcharbeitung dieses Buches wiirde jedern
Cherniestudierenden das Verstandnis physikahch-chemischer
Denkmethoden wesentlich erleichtern und ihm den praktischen
Nutzen pliysikalisch-chemischer Rechnungen nahe bringen.
U. K o r t W ~
[NB 3221
Kulorimetrisehe Analyse, von 23. Lange. Verlag Chemie, G mbH.,
Wcinheim/Bergstr. 1956. 5., neubearbeitete und erweiterte Au fl.,
XXIV, 482 S., 148 Abh., 18 Tab., geb. DM 29.--.
Ein umfasscndes Buch iiber photometrisehe Analysenmethoden
zu schreihen, ist heute eine schwierige Aufgabe geworden, weil in
den letzten Jahren die Zahl der Veroffentlichungen auf diesem
Gcbiet cxponentiell nlit der Zeit angestiegen ist. I n dem vorliegenden Buch ist noch einmal versucht worden, nicht uur eine vollstaudigc Literaturs ammlung, sondern auch praktisch verwendbare
Arbeitsvorschriften zu geben und dariiber hinaus die theoretischen
und geratcteehnischen Grundlagen dieses Arbeitsgebietes darzulcgen. Die ncue Auflage bringt auBer vielen neuen speziellen Arbeitsruethoden - vor allern in Medizin und Biologic und unter besonderer Rcriicksichtigung dcr Flammenphotometric - auch neue Absehnitte iiber die Weiterentwicklung von Geraten untl iiber Zubehor
wie Strahlungsquellen, Empfanger, MeOkiivetten, Farbfilter usw.
Die umfasscnde Anlage dcs Buches bringt es mit sicli, daW nicht
alle Teile allen Anspriichen gereeht werden konnen. Viclleicht ware
es besser, theoretische Erorterungen gelegentlich ganz wegzolassen,
wo sie doch nicht in die Tiefe dringeu konnen (Beispiel: Salzfehler
von Indikatoren). Was die praktische Erauchbarkeil. der einzelnen
Arbeitsvorschriften angeht, so vermiBt der Leser vielfach nihere
Angaben, welcher von den verschiedenen Methoden, die fur den
gleichen zu analysicrendcn Stoff entwickelt wnrden, er den Vorzug
qeben SOIL Das lieqt wohl vor allem darau, d a 5 eine .;olch kritische
Wiedergahe niir dernjsnigeu moglich ware, der alle diese Methoden
selbst auslirobicrt hatte. Dies ist, wie der Vcrf. fielbst betont, hcutc
nicht mehr moglich. Daher kommt. es auch, dall er gelegentlich
iibcrsieht, wenn Vorschriften in der, Form, wie er sie bringt, praktisch iiicht anzuwenden sind (Beispiel: Phosphat ajebestimmung
nach Ruggins uud Talalay).
Auch die neue Auflage ist jedoch, auch als Nachschlagewerk,
durcliaus zu empfehlen.
iM. Iiortiim
[ N B 3351
Die komplexometrisehe Titration, van G. Schwurzenbach. n i e chemischc Analyse, Bd. 45, herausgeg. von G . Jander. Verlag Fcrdinand Enke, Stuttgart 1956. 2. Aufl. XV, 119 S., 41 Abb.,
7 Tab., geb. DM 21.-.
Die 1. Auflage') des vorliegenden Teilbandes der Sammlung
,,Die chemische Analyse" war hereits 6 Monate nach ihrem Erscheinen vergriffcn. Dies ist ein iiherzeugender Bcweis fur das Interesse, das der Monographie aus der Hand des Begriinders der
modernen Kornplexometrie entgegengebracht worden ist. Die
2. Auflagc ist gegeniiber der 1. nicht wcsentlich crwcitert worden.
Jedoch konntcn einige Verbesserungen hinsichtlich dix Einfuhrung
neuer Methoden (z. B. Aluminium-Rucktitration init Zink und
Ditbizon) und neuer Indikatoren (Eriochromazural S u n d Eriochromcyanin R, ,,PBN", ,,Zinkon") beriicksichtigt worden. Das
Literaturregister wurde von bisher 182 u m 131 weitere Zitate ergauzt, die von der sturmisohcn Entwicklung der Mothodc i n den
vergangenen 11/, Jahren zeugen.
F . Seel
[NB 3391
Fluorine Chemistry, herausgeg. von J . H . Sirnons. Bd. 2, Academic
Press Inc., New York. 1954. 1. Aufl., X, 565 S., geb. $13.50.
Wic der 1950 erschicncne erste Band bcsteht auch dieses Werk
aus einw Reihe in sich abgeschlossener Kapitel iiber einzelne Gebiete aus der Chemic der Fluor-Verbindungen. Einige dcr 7 Kapitel
behandeln Themcn, die i m ersten Band noch nicht beriicksichtigt
worden waren; in anderen werden neuere Forscliungsergebnisse
uber bereits behandelte Verbindungsklassen berichtet.
Die im crsten Band hereits ausfiihrlich abgehandelten anorganisohen Fluor-Verbindungen werden durch cin Kapitel uber die
k o m p l e x e n F l u o r i d e von A . G. Sharp8 erglnzt. Ein kurzer
Abschnitt von H . J. Emelkus f a a t die neueren Untersuchungen
iiber die H a l o g e n f l u o r i d e zusammen, wobei ihre Wirkung a18
ionisierenilc Lijsungsmittel besonders beriicksichtigt wirrl.
~..
1)
~
Vgl. diese Ztschr. 67,415 (19551.
62 5
l ) i i L sdilreiulioi 1 i h 1 wiokiuiigsarl~cilc-11
;iuI dt!tii Gebict der o r g a n i s oh e n F l u o r - VP r b i n d u i i g e n koinnirn vor allem in zwei
nmfanqrcinben Iiapit,eln Zuni Ausdruck. Das von P. Tnrrant verl a f i t c Kspitrl behandeIt die Chemie der fluor-!)altigen Kohlenwasserstofle, Halogen-Verbindungen, Alkohole, h t h e r , Aldehyde,
Ketone, Paurrw und Derivate, Amine, heteroeyclischen Verbindungen u n d A&iosauren und bringt in besonderen Absehnitten
auch diejcnigen Fluor-Verbindungen, die als Farbstoffe, Pharrnazcutika, SchLdlingsbekampfungs~ttelund Polymere eine Rolle
spielen. Ein zweites Kapitel von J . H . Simoiis und T. J . Brice beschaftigt sich in ahnlichrr Anordnung niit den h o c h f l u o r i e r t e n ,
Perfluoralkyl-Gruppen enthaltenden Verbindungen, wobei besonders auf die physikalischen Eigenschaften der Perfluoralkane
(Fluorocarbons) und die Fluorierungsverfahren zu ihrer Gewinnung
ringegangen wird. Jedem dieser beiden Kapitel ist eine umfangreiche Tabelle mit den physikalischen Daten der Verbindungen angegliedert. In einem bcsandcren Kapitel von €I. J . Emelius werden
die fluor-haltigen organometallischen und organometalloiden Verbindungen behandelt.
Das grorjte Kapitel des Buches ist der a n a l y t i s c h e n C h e m i e
des Fluors und seiner Verbindungen gewidmet. An Hand von etwa
1400 Literaturhinweisen geben PI&.J . Eluing, Ck. A. Horton und
H . H . Willard eine Ubersicht iiber dieses Gebiet, die als die zur
Zeit vollslandigste angesehen werden kann. Sie wird gewisserrnarjen erganzt durch ein spezielles Kapitel von D. G. Weibkn
iiber die U l t r a r o t s p e k t r e n der Fluor-Verbindungen, das durch
die Abbildung von 155 Spektren hochfluorierter organischer Substanzen besonderen Wert gewinnt.
I l a alle Kapitel rnit zahlreieben Literaturzitaten abgeschlossen
sind, gibt das Buch zusammen mit dem ersten Band einen vorziiglichen uberblick uber den Stand der Forschungsarbeiten anf den
einzelnen Gebieten dcr Fluor-VerbinduIigen. Leidcr wird seine Benutzung ebenso wie die des ersten Bandes erschwert durch die
Verwendung einer von dcm Hcrausgeber gebildeten und wciterhin
verfochtenen N o m e n k l a t u r fur die Fluorkohlenstoff-Verbindungen, die mit der Behauptung, da13 diese Substanzen keine Derivate der Kohlenwasserstoffe und iiberhaupt keine organisehen
Verbindungen seien, begriindet wird. Fiir den mit dieser eigentiiinlicheii Nomenklatur nicht vertraut,en Leser bereitet das Auffinden eiiier gesuchten Verbindung i m Register gewisse Schwierigkeiten. Beisyielsweise findet er die Verbindung CF, nicht unt,er
den1 nahpliegendm Namen Tetrafluormethan, sondern nur unter
der Bezeichnung ,,Methforane". Sowohl von dem Nomenklaturkommit.tee der Anrericnn Chemical Society als auch von der iiberwiegentlen Mrhrzahl d e r Wissenschaftler wird diese Nomenklatur
abgelehnt.
17.Forche
[NB 3331
Reduction with Complex Metal Hydrides, v o n G. Gaylord. Interscience Publishers, New York, 1956. 1. Aufl., XVI, 1046 s.,
geb. $ 15. -.
Uer Autor hat rnit bemcrltenswerter Sorgfalt die Literatur zusammengetragen, die dbcr Reduktionen mit komplexen Metallhgdriden erreichbar ist. Er bezirht sanitliehe Veroffentlichungen
ein, die bis 1952 crschieneu, weiterhin ctwa 8 5 % derjenigen von
1953. Dabei wird nicht nur auf ReEeratenhlatter zuriiokgegriffen,
sondern auch 28 rcprisentative chemische Zeitschriften "have
been examined page by puge iron%1917 t o 1953". Durch dieses Verfahren wurden zahlreiche Anwendungen komplexer hletallbydride
gefunden, die ini Titel der Arbeiten und damit oft auch in den
Referatenblattern nicht crwahnt waren. Der Autor beschrankt
sich offenbar bewu5t auf die Rolle des Referenten. Eine kritische
Wiirdiguug dcr ungeheurcn Fiille an Material ist anoh kaum moglich. Trotz des groDen Umfangs des Buches konnt,en einzelne Arbeitcn nur mit wcnigen Worten, oft nur mit einer Formplgleichung
(Forrneln werden sehr reichlieh gebraucht) erwahnt werden. Zablreiche Tabcllen ergiinzen den Text nnd erleichtern die ffbersicht.
Nach der Darstellung und den Eigenschaften der komplexen
Mctallhydride werden ihrc Reaktionen rnit anorganischon Partnern beschrieben. Ein Kapitcl ist den Organo-metall- und -halbmetall-Verbind'ungen gewidmet, wiihreud die organischen Reaktionspartncr, nacli Stoffgruppen geordnet, mit 12 Kapiteln weitans den Hauptteil des Buches einnehmen. Ein kurzer Absehnitt
hehandelt die komplexen Metallhydride als analytische Reagenlien; ein Anhang die P r o b l e m und Gefahren, die beim Umgang
rnit diescti Substanzen i m teehnischen Marjstab entstehen konnen
(Verfasscr: M . D. Ranus und R . D . Gray).
Das Burh stellt ein wichtiges und sehr nhtzliches Nachschlagewerk dar, dessen Beriutzung vie1 lastige Bibliotheksarbeit erspart.
Ueshalb wird es eine verbreitcte und giinst,ige Aufnahme finden.
K . Ziegler
[NB3251
Auiiiugv t1c.r ~:l~c~~nisc~i-plrn~i~~~~reutisr.hru
I~~di~stric!.
v1)11 IV.
Vershofeu. Eine wirtschaftsbistorische Studie. 1. Band : h u t scher Betriebswirte-Verlag BerlinIStuttgart 1949. 1. Aufi., 151 s.,
geb. D M 13.50. 2. Band: Editio Cantor KG., Aulendorf/Wiirtt.
1952. 1. Anfl., 120 S., geb. DM 13.50.
I m wirtschaftsgesehiehtlich~~i
Schriftt.um nimmt die Chemicwirtschaft im ganzen wie rnit ihren einzelnen Zweigen keinen hesonderen Platz Bin. Die Bemiihungen der Fachhistoriker riehten
sich mehr auf die Geschichte der Chemie als Wissensehaft oder auf
Biographien hervorragender Faehgenossen. Um so nachdriicklicher sol1 auf cine - seit langerer Zeit vorliegende - Arbeit hingewiesen werdcn, die ein zwar eng umschriebenes aber wiohtiges
Kapitel unserer industriellen Entwicklung wirtschaftshistorisch
behandelt. Die Studie ist auf eine Anregung der :,StudiengeseIIschaft fur die Geschichte der deutschen pharmazeutischen Industrie" entstanden und verdienl, Beachtung iiber den Rahmen ciner
Industriesparte hinaus.
Der erste Band bringt in ehronologisehkr Ordnung eine Entstehungsgeschichte der Statten der Heilmittelbereitung, von der
vorindustriellen Zeit bis 1834, dem Jahr, in dem der Deutsche
Zollverein wirksam wurde. Die Rolle I. 12. Troni~nsdorfsals Anreger der industriellen Herstellungsmethoden wird eingehend gcschildert, der EinfluB der Entdeckungen Sertiirners auf die Heilmittelherstellung aufgezeigt und eine Fiille von Tatsachen mitgeteilt, die dem chemiehistorisch Interessierten unbekannte Einzelheiten hietcn.
An H a n d der Geschaftsbiicher der altesten deutschen Fabrikationsstatten von Heilmittcln, durch Wiedergabe von Prcislisten,
Fakturen und anderen Unterlagen entsteht ein crstaunlich vollstandiges Bild der Geschaftstatigkeit der friihen pharmazeutischen
Jndustrie. Von hesonderem Reiz ist die Darstellung wrgen der
Einordnung der Gescliichte cines in den Anfangen relativ bescheitlenen Iudustriezweiges in die allgemeine wirtschaftspolitiscbc
lihtwiekluug DeutschIands vom Agrar- znm Industriestaat.
Der zweite Band behandelt den Zeitabschnitt von 1834 bis 1870.
wobei auch die iibrige chemische Industrie in ihren Zusamrnenhangen rnit der Hcilmittelherstellung starker beriieksiehtigt und
auf eine streng chronologische Behandlung des Materials verzicht e t wird. Auch hier ist wieder eine durch eine Fiille von Unterlagen
gesicherte Schilderung der Entwicklung dargebotcn, die das Material dcs ersten Bandcs erganzt und bis etwa 1870 fortfuhrt. Hervorgehoben sei iler Abschnitt iiber die altesten Gmehaftsbiicher der
Firma Merck und das Kapitel iiber Tronamsdorf als Fahrikant.
Die Abschnitte iiber die Entwicklung von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Griinduug des Deutschen R,eiches lassen die Wirtschaftsgeschichte untcr neuen Blickwinkeln eracheinen.
Ein Hauptaugenrnerk des Verf. richtet sich auf die Preisgestaltung als ein Zentralproblem der Wirtschaftsentwicklung. Vielleicht
laat sich die hnregnng des Verf., den gesehichtlichen Verlauf der
Preiskurve fur Heilmittel in ihrem Verhaltnis zu den Lebenshaltungskosten eingehend zu untersuchen, durch die Vershofensche
Schule verwirkliclien. Freunde der Geschichte unserer Industrie
hatten hier einen dankharen AnlaD zur Unterstiitmng cines solchen Vorhabens.
Die vorliegende Iintersuchung regt aber, besoiiders hinsichtlich
der Fragen der Absatzorganisation und des Exportes auch a n ,
den Wert kaufmannischer nnd unternehmeriacher Initiative in
ihrer Wirkung auf den Markt zu vergleichen mit den modernen
Methoden der Okonometrie und des ,,Marketing". Trotz der unleugbaren Notwendigkeit, moderne Massenmarkte rnit zeitgerecht e n Mitteln zu pflegen, schneiden unsere industriellen Vorfahren
mit ihrer empirischen, auf die Pcrsonlichkeitswirkung gegriindeten Verfahrensweise weder relativ noch absolut ungiinstig ab. Dir
beiden Bande fordern zur weiteren Behandlung des Themas auf
und verdienen weite Beachtung.
S. Balke
[ N B 323)
1%:
Die Wiedergabe von Gebrauchsnarnen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen und dgl. in dieser Zeitschriff berechfigf nicht zu der Annahme
d a p solche Narnen ohne weiteres van jedermann benutzt werden durfen:
Vielmehr handelt es sich hdufig um gesetzlich geschutzte eingetragene W a renzeichen,auch wenn sie nickt eigens mit ,, (W.Z.)"gekennzeichnefsind.
Redaktion: (17a) Heidelberg, Ziegelhauser Landstr. 35; R u f 24975
Fernschreiber 04-61855 Foerst Heldelbg.
@ Verlag Chemie, GmbH. 1957. Printed in Germany,
Alle Rechte vorbehalten, insbesondere die der Ubersetzung. - Kein
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Mikrofilm oder irgendein anderes Verfahren - ohne schriftliche Gel
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or any other means, without written permission from the publishers.
Verantwortlich fur den wissenschaftl. Inhalt: Dlp1.-Chem. F . Boschke, (17a)"Heidelberg; fur den Anzeigenteil: W.Thiel Verlag Chemie, GmbH.
(Geschaftsfiihrer Eduard Kreuzhage), Weinheim/Bergstr., Pappelallee 3 . Fernsprecher 3635 . Fernschreiber 0465516 chemieverl wnh;
Druck: Druckerei Winter, Heidelberg
G2G
Angew. ClLem. / 69. Jahrg. 1957 / Nr. 18/19
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