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GDCh-Fachgruppe Krperfarben und Anstrichstoffe.

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StraDenbahnwagenR gewalzten Praparaten indiziert werden: d,,, =
4,20 A, do,, = 3,77 A. nei Annahme von Wasserstoff-Briicken zwischen
den Polynrethan-Ketten in dcr Walzphpi!e und einem Kettensbstand von
4.77 A berechnet sich der Winkel zwischrn den Achsen b und c eu 64O.
Es wird auf eine unabhangig davon durch W . Borcherl, Heidelberg, durehgefiihrte absolute Strukturbrstinimung hingewiesen, welehe i m wcsentlichen die steteochemische Ableitung bestatigtel). Oberhalb 160, Lndern
sich die paratropen Ketzebcnenabstande geringfiigig auf 3,6Y und 4,lO
und die Jlizellbreite nimin! stark zu. (Abnahme der Linienbreitr). Die
reineu ~eridianinterferenze,iibleiben dagegen breit. Ilie Cangperiodeninterferenzen auf dern Mrridian nehmen durch Erhitzen an der Luft von
75 bis auf 120 A zu (170"). Erhitzen der Borsten in Wassrr fiihrt bei 145,
zu einem Wert von 132 A. Auch Quellung in 5proz. Phenol fiihrt zu Aufweitung des Langperiodengittrrs. Durch gleichzeitige Hontgenographie
eines trockenen, gequollenen und eincs nach der Quellung wieder ausZewaschenen Priparates konnte auf Reversibilitat gepriift werden. Rorsten, welche in Wasser bei 145O erhitzt worden waren, zeigten eine etwa
20proz. nahezu reversible Aufweitung der Langperiode in. Phenol. Zwischen der Aufweitung der Langperiode durch t.rockenes 1Srhitzen in Wasser sowie Quellung in Phenol und der gleichzeitig gemessenen Kontraktion wurden Parallelen gefunden. Offensichtlich setzt die Aufwcitung
erst im Ilerrich der Kontraktionsbedingungen in starkerem Gmfangc ein.
Dahcr eignet sich die Langpcriodenmessung prinzipiell als M a t e r i a l priif u n g a m e t h o d c f u r Thermofixierung, Hochtemperaturiiirbung usw.
von Fasern der Polyamid-, Polyester- und Polyurethan-Gruppe. Nebrn
der von He/.? und IfiePig diskutierten Miiglichkeit einrs Zusamrncnhangs
der Langperiodenreflexe mit der Kristallitliinge sollte an die Spharolithe
gedacht wrrden (Langperioden als Periode der ,,Zwiebclschalcn" des
Spharolithcn). Auffallend ist, daC die Langperioden st.ets dann irreversibel zunehrnen, wenn sich auch die Mixellen verbreitern. Der reversible
Eflekt, wie er bei einigen Priparaten auftritt, deutet auf die zwischenmizellare Herkunft der Langperiode.
E . I ' I E P B R , Wuppertal: Uber Perlon.
Perlon ist dreimal reiBfester als normales Viscose-Reyon. Die XaBfestigkeit betrlgt 85%, die Dehnung 20-300/,. Perlon sollte mit der
geringstiiioglichen Spannung ve,rarbeitet werden (max. 0,l g/den), wobei
eine relative Luftfeuehtigkeit von 6514, von Bedeutung ist. Es benotiat
bei Sormaltemperatur nur
der Trockrnzeit yon Wollstoffen. Antistatische Praparationen verhindern die Aufladuiig von Perlon beim
Scharen, Spulen usw. Zum Schlichten werden synthetische lIilfsniitLe1
wie Rohagit, Vinarol, Perlonschlichte 3070 empfohlen: Die Scheuerfestigkeit von Prrlon iibertrifft die der Wolle um das 20fache. Alkalien greifen
Perlon nicht an, wohl aber Siuren, wenn sic beini Eintrocknen konzentriert werden. Ijeiin Bleichen mit Peroxyd, Perborat, Clilor t r i t t Fasersch8digung ein, wkhrend die Chloritbleiche sehr schonend vrrlhuft. A h
maxirnale Hiigeltemperatur fur Perlon gilt 140,. Die deutschen Perlonerxeugnisse diirften den Nylonprodukten Amerikas bzw. der iibrigen
europlisrhen Lander wenigstens gleichwertig sein.
Aussprache:
.
'
0.Ziegler Hochst : Das Metallbadverfahren eignet sich bei Temperaturen von 1 5 b o wegen des Entweichens von Dampfhlasen nicht. Es entstehen Abschmierungen vom Metall auf die Ware. R . Casty, Basel: Die
I'arbstoff-Fixierung befm Continue-Farbeverfahren d e r Uxbridge Coinp. geschieht i n waRriger Flotte unter Druck bei 120-140°. Das Thermosolverfahren dagegen sieht trockene Hitzebehandlung der auf einem Foulard mit
1)ispersionsfarhstoffen impragnierten Ware vor.
w,E A T D ER ,
und Nylon.
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h ~~das f Fiirbevz
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~: perion
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Es werden die wesentliehen Daten der fur die Versuche verwendeten
verschiedencri Schallerzeuger, und zwar Horschall 50 Hz, IIiirschall 3 kIIz,
ljltraschall 22 kHz, Ultraschall 175 k H z angefiihrt, anschlielJend die
Versuchsanordnung besehrieben. Beim Farben mit Kiipenfarbstoffen
stellte sich durch einc Ileschallung das Gleichgewicht Farbstoff aui der
Faser-Farbstoff i m Farbrhad in wesentlich kiirzerer Zeit als bei einer
Kormalfarbung ein. Dies zrigt sich deutlich a n Fasern, die wie Seide
und Perlon den betr. Indanthrenfarbstoff norrrialerweise nur lanrsam
oder unvollstandig aufnehmen. Zwischen der verbrauchten elektrisclien
Energie, ausgedriic,kt in abgestrahlten aknstisehen W a t t , und der gegeniiher einer Yormalfarbung erhlihten Parbstoffaufnahme (bei konstanter
Farbcdauer) besteht ein bestimmtes Verhaltnis. Y i t steigcnder l a x i m a l leistung in W a t t gelingt es, aueh dichtgeschlagene Gewebe in wenigen Minuten vollstandig rriit Kiipenfarbstoff durehzufarben. Die das Fasergefiige auflockernde Wirkung der Schallwellen konnte besonders deutlich
tiei Leinenstuckware beobachtet werden. Auf Grund der Versuche wird
angenommen, daB tin kritischer Frequenzbereich besteht, der zu sohweren
Fawrschadigungen fulirt, wie Xikroaufnahmen zeigen. Die Frage nach
der aktuellen praktischcn Bedeutunp der Heschalhng fur die FLrberei
wird often gelassen.
Aussprac he:
H . M e r k Stuttgart: Schadigung von Faser tritt hauptsachlich im Kavitationsberdich bei 10 kHz ein, z. B. wurde ein Auflosen von Bastfasern
in Fibrillen (Cottonisieren) beobachtet. Oarne aus nativen und regencrierten C~llulosefasern wurden stark aufgelockert. Volk. MP1.-Bastfaserforschung: Bei Rostversuchen unter Beschallung bei 33 und 1 6 0 wurde
eine Abkiitzung.der Rostdauer auf etwa die Halfte erreicht, wenn jede
Stunde n u r 5 min beschallt wurde. Auch die Qualitat der Faser ist verbessert.
H . R E U M U T H , Witten. Wissenschnftliche Kinemntographie in
der textilen I'riifung und Forschung.
P. E T T E A , Augsburg: Hetrochtungen iiber das Y i d e r e n von E'nrbsloffen iin Druckprore/.?.
I3ei den Pigmentfarbstoffeii h i n g t die Fixierung von der Iiaftfestigkeit und der Slenge des zum Aufkleben verwendeten Bindemittels ab.
Fur die Farbstoffe, die durch Auffiirben auf die Faser fixiert werdon, ist
das Fasergut, die l)ruckfarbenzusammenset&ung und voz allein die
Fuhrung des Dampfprozesses auaschlaggebend. Durch Verwendung von
gesattigtem Dampf errricht man beim Dampfen eine genugende Kondensation an den gedroekten Gewebrstrllen, so daB cine Fiirbung in konzentriertem Bade erfolgen kann. Viele Schwierigkeiten, die beim Schnelldiiiipfer bekannt sind, treten beim Elektrofixierer nicht auf.
Aussprache:
Kormann Krefeld : Die Qesamtreaktionen, welche in einem Indanthrendampfe; vor Eich gehen, sind nicht eniigend bekannt. Neben den
chemischen Reaktionen sind die physikalschen Vorgange zu beachten.
V o r f r . : Die Fixierung 1st exotherin. Der Dampf aus dem Dampter kann
z u r Herstellung von Warmwasser verwendet werden, wenn die Korrosionsfrage gelost wird.
3'. G A S S E R und H . Z l , . . I i R I B G E L , Wien: Heliofest - ein neues
Lichlechtheits-Schnellpriifyeriit (Vorgetr. von H. Zukriegel).
Zwischen der UV-Absorption von Farbstoffen nnd ihrer Lichtechtheit wurde einc Ijeziehung gefunden, bei welcher die Wellenlange von
3230 11 eine ausschlaggebende Rolle spielt2). Es wurde ein neues Gerat
entwickelt, mit wrlchem die Lichtechtheit eines Farbstoffs ermittelt werden kann, wobei eine Verkiirzung der Relichtungszeit i m Sonnenlicht
auf etwa 1/25 erreicht wurde. Das Sonnenlicht wird durch Lirisensysteme
aus Spezialglas gebiindelt. Das Geriit ist auf einem solid gebauten HeliDstat-Triebwerk niontiert, urn es jeweils exakt dern Gang der Sonne nachzustellen. Versuche haben ergeben, daB keioe Abweiohungen r o n den
13chtheitsmessungPn bei normalrr Sonneiibelichtung anftreten.
A u s s p r a c he:
P . Rube, Leverkusen: Fur kleine Muster ist der Heliotcst wertvoll.
Wir benotigen jedoch ein Gerht f u r riesige Serien. Was kostet der Apparat?
V o r f r . : Es ist vorgesehen, den Apparat fur groBere Serien zu modifizieren.
Der Heliotest koetet 50M) Schilling, d. h . etwa 900 DM.
[VB 2841
GDCh-Fachgruppe Korperfarben und Anstrichstoffe
Berlin, 18. April 1951
Der 1. Vorsitzrnde der Fachgruppe, Dr. E . A. Becker, Koln, eroffnete
.
.
groI3ten IIorsaal des Chemiegebiudes der
die Tagung i m vollbrsrtzten
T U . llerlin.
G. Z E l D L E R , Berlin: Dr. Hcms Wolff zuin Cedizchtnis.
Vortr. gedachte der wisscnschaftlichen hrbeiten und des Lebens von
11. W o l / f . Als einer der gro!3en Lackforscher der letzten Jahrzehnte reichen die Wirkungen seiner Arbeiten bis in die heutige Xeit. Seine Bedeutunz liegt u. a. darin, daB er die Bedeutung der deformationsmechanisclien Milessung von Anstrichfilmen als Priiftest im Zuge der Objektivierung vnn Prufverlahren erkannt hat.
E . B U C H I l O L T Z , Koln: Zur Kolloidik der Lncke.
Vortr. fordrrt pin einheitliches MeCgerat und ein absolutes MalJ fur die
Viscositit. Es wird vorgeschlagen, das litimpfsche Hotationsviscosimeter
z i i Grunde zu Irgen. Ferner wurden die Bezichun:: zwischen Viscositat
und Dispersit'it somie der EinfluD der Viscositat, der TeilchengroUe und
do8
~ Uichteunterschiedes zwischon Pigment und nindemittel a U f die Absetxgeschwindigkeit naher erllutert.
Die skandinavisclien Lander haben heute einc Itohstoffproduktion,
dic iiber den eigenen Hedarf hinausgeht. Ller Holzreicbtum des Landes
ist mitbestimmend fur die S r t der anstrichtechnischen Rohprodukte,
unter denen besonders Tallol und Xitrocelluiose hervorzuheben sind.
Auch Seetierole finden ausgcdehnte Verwendung. Etwa
der Produktion wird fur Anstriche benutzt, die durch die speziellon klimatischen und
baulichen Verhaltnisse bedingt Rind, wie z. B. der Holzhausban. Elin
skandinavischcs 1,ackforscliungsinstitut und eine modqrne, rationell eingerichtete, danivchc Lackfabrik wurdcn in Lichtbildern gezeigt.
K A R L M E l B R und K . M E H B S , Berlin: o b e r die Inhibierung
der Leinoltrocknung3j.
Leinol in dunner Schicht aufgestrichen, trocknet durch SauerstoffAufnahme aus der Luft je nach Witterung in 8-10 Tagen. Diese Trockenzeit kann durch Inhibitoren, wie Arninc und Phenole, weiter hinausgezligert werden. Dir sekundaren arninatischen Aminr ubertreffen die primaren und tertiaren in ihrer Wrksamkeit, Amino- und Phenol-Funktion
addieren sich. Eine Rlockierung der phenolisrhen Hydroxyl-Gruppe
durch Veratherung bzw. Verrsterung schwacht weitgehend die Inhibitorwirkung ah. Bus dem Verlauf drr Sauerstoff-Kurven mu0 geschlossen
werden, daB der Inhititor in einer sekundaren Reaktion wirksam wird.
Das Leinol, das ein Triglycerid ungesattigter C-18-Sauren darstellt, bildet
aunachst Olperoxyde aus, die dann ihrcraeits auf den Inhibitor wirken
und diesen oxydatir zerstoren. Xach seiner Zerstorung erfolgen normale
Sauerstoff-hufnahme und Trocknunp des Oles.
- .
2)
3)
I)
Vpl. dieseztschr. 63, 31 [1951].
290
A. Lnszak u. H . Zukriegel, Melliand Textilber
im Druck.
Aus dem Laboratorium fur Anstrichforschunz der TU. Berlin, Leitung
Prof. D'Ans.
Angew. Chea. 63. Jahrg. 1951 1 N r . 12
D. v . M I K U S G H , Hamburg: Katalytisch konjugiertes LeinOl.
Das Holziil, cin Triglycerid dcr E:lLostearinsaurs, dir. einc konjugierte'
Octadecatricnsaure ist, h a t gegeniiber dern Leinul, in dcm ungesattigtc
Fct,tsauren rnit isoliertcr Doppclbindungsanordnung der C,,-Itcihe, wic
Linol- und Linolensaure, vorwiegend vorkornmcn, manche anstrichtechnischen Vorteile. Diese Vorteilc sind auf die konjugierte Doppelbindungsanordnung der C,,-Sauren zuriickzufiihren. >Ian ist bestrebt, das isoliertc, ungesattigte Doppelbindungssystern des Leinols in konjugierte Anordnung iiberzufiihren, u m so Leinijl mit anfitrichtechnisch besscren
ICigenschaften zu crhalten. Einc Losung diescr Aufgabe stellt das katalytisch isomerisierte Leinol ( I L O ) dar. Es enthalt 50:; der Doppelbindunqen in konjugierter Form und zeigt schnellere Trocknungsfihigkeit
und schnellere Polymerisation bei dcr StandRlkochung als das Leinol.
Gleichzeitig wird hohere Wasser- und Alkalibestandigkeit erreicht. Dieses
01 kann u. a. verwendpt werden fur wetter- und wasserbestindige Lacke,
Standolemaillen, Druakfarbcn, Firnisse und in tier Wachstuch- und Linoleumindustrie fur entspr. Produkte.
J.
R A R L M E I E R , Berlin : ober die Quellung von Anstrichfilmen').
Die Anstrichfilme aus t.rockncnden olen, die durch Sauerstoff-hufnahme aus der I.uft unter Gewichtszunahme entstehen, quellen in Reriihrung mit Wasser stark. Dieses Quellungsvermogcn kann durch
Stoffe, die in der waUrigen Phase oder in der Olphase gelost sind, stark
beeinfluDt werden. Es lie0 sich zeigen, da5 ein 1proz. Paraffinzusatz zum
01 den Quellungsgrad betrachtlich herabsetzen kann.
Seitens der wa5rigen Phase ist eine Herabsetzung dcr Qucllunc: des
Filmcs schon durch cine 0,l proz. Kochsalzlosung zii erzielen; mit steigender Elektrolytkonzentration geht dic Quellung einem Grenzwert zu.
Gleiche Beobachtungen wurden an Mowilith 30, eineiii Polyvinylacctat,
gemacht. Es konnte gezeigt werden, dal; der Quellungsgrad in Rcziehung
zur jeweiligcn Dampfspannung der Salzlosung steht und daD geringe i n derungen in der Dampfspannung bei maximalcr Quellung cincn grollcn
ltiiekgang des Quellungsgrades reruruaohen.
Die Quellung ist reversibel. h i Quellungsvcrsuchen in alkalischcm
Xedium geht die begrenzte Quellung in unbegrenzte iiber, d. 11. es lost
sich der Film i m Quellungsmitt.el auf.
K A R L M E I E R und H . L A D E B U R G , Berlin: Iintnphorese von
Pigmenfen i n Ansfrickmifteln').
Es wurde das Verhalten von Pigmentteilchcn in anstriehtechnisohen
Bindemitteln, wie Olen nnd Harzliisungen, im Hochspannungsfeld bei
Feldstiirken bis zu 50 kV em untersucht. F!s konnte beobachtet werden:
Geradlinige Bewegung in Richtung auf eine Elektrode und Abscheidung
(Lithopone-Leinol).
Wirbelnde Bewegung in Richtung auf eine Elektrode rnit geringer Abscheidun oder lConzentrationserhohung (Schwerspat-Leinol).
Kettenbifiung von beiden Elektroden aus bei Pigmenten mit metalllhnlichem Verhalten (Aluminium Kupfer Graphit u. a.).
Pendeln der Pigmentteilchen zwiichen deh Elektroden (Titandioxyd in
Paraffinol).
Zusatz von organischen Losungsmitteln zu diesen Systemen verursacht keine wesentliehe Verinderung in der Abscheidungsriehtung oder
Abschcidungsart. Wasserzusatz hingegen sehwlchte oder verstarkte die
Wanderungsgeschwindigkeit und bei Bariumsulfat konntc sogar cine
Umkebr der Wanderungsriehtung erreicht werden. Pigmenttcilehen rnit
entgegengesetztem Ladungssinn seheiden sieh getrennt a n den Elektroden
ab. - Das Verhalten der Pigmentteilehen wurde in einem Film gezeigt.
EI. G 0 T T I N G , Lauterberg i. €1.: Befriebliche FeinheifskontroUe
durch Sedimenfafion.
K . Meier
[VB 2833
FachnormenausschuDFarbe im DeutschenNormenausschuR
Berlln-Dahlem am 20. April 1951
Die TaTung wurde zusammen mit der 8. Paehtaqung der GI)ChFachgruppe ,,Korperfarben und Anstrichstoffe" (18. April 1951, Berlin)
abgehalten.
G. T If O M A S , Krefeld: Hersfellung bedingt gleicher Fiirbungen rind
ihre Verwendung zur Beurteilung k!instlichen Tageslichtes.
Hedingt gleiche Farbungen sehen bei mittlerem Tageslicht glrich aus,
bei einer anderen Licht.quel!e, bei der die Intensitatsverteilung dpr sichtbaren Wellenlingen gegeniiber dem mittleren Tageslicht geandcrt iet,
weiehen pie aber voneinander ab. X i t solchcn k'arbpaaren wurden verschiedene Lichtquellen, z. B. elektrisches Gliililicht, Mischlicht aus Gliihlicht und Queeksilberlicht und tageslichtahnliche 1,euchtrohren gcpriift.
Es zeigte sich, daI3 bei ersterem die jeweiligcn Farbpaare stark, beim
Yischlicht wenigcr stark, voneiiiander abweichen, wahrend bci den Leuchtriihren die Farbpaare sich zwar untereinander k a u m andcrn, trotzdem
auch im letzteren Fall der Farbton der Parbpaare gegeniiber dem mittleren Tageslicht merklich in einer best.immten Richtung abweicht. Letzteres iet also ein Zeichen dafur, dall selbst die tageslichtiihnlichen Lcuchtrohren noch vom Tageslieht mcrklich verschieden sind.
Durch die o p t i s c h e n A u f h e l l u n g s m i t t c l wurde fur Farbereien
die Frage wichtig: lnwieweit haben auch dic nichtsiehtbaren ulbravioletten Wellcn des 'l'ageslichtes EinfluD auf den Farhton? Ein solchcr
EinfluO ist festzustellen, bes. deutlich, wenn gewimc untcr Leuchtrohren
bedingt weiI3 ausschende Farbpaarc, untcr mittlerem Tsgeslicht gepriift
werden: sic unterscheiden sich dort. Sehwieriger ist es, bestinimte im
Tageslicht ziemlich bedingt gleich aussehendr Farbpaare zu finden,
welche untcr Leuchtrohren als deutlich 'verschieden beurteilt wcrden,
doch lieI3en sich Beispiele aeigen, bei welchen cine deutliehe Umkehrung
dcr Farbdifferenzen hervortrat.
l ) Aus dem Laboratoriurn f. Anstrichforschung d. TU. Berlin, Leitung
Prof. DAns.
A n p . Chem. 63.Jahrg. 1951 Nr. 12
A . G O $ B , Stuttgart: Bericht tiber den Stand det bisherigen Arbeilel?
zur Besfin?,ntungder Lichtechtheit von Drwckfnrben.
Von einem Fsrbmittel kann man Aussagen iiber die Lichtechtheit
nur in Verbindung mit einem genau definierten, reproduzierbaren Fertigprodukt machen. Der NAGRA h a t a. Zt. Bedingungen fiir die Anfertigung eines Flachendrucks auf bestimmtem Chromopapier festgelegt. Dieser Druck sollte gleichzeitig rnit dem von der NAGRA herausgegebenen
5-stufigen Photometer beliehtct werden. 1;s sol1 durch gleichzeitige Helichtung von Probedruck und Photometer festgestellt werden, welche
h d e r u n g des Priiflings der finderung im Photometer entspricht. Die
Skala des NAGRA-Photometers ist sprunghaft und gestattet deshalb
keine siohere Einstufung. Dopmann h a t vorgesehlagen, Vergleichszahlen
durch Rernivsionsmessungen vor und naeh der Belichtung cines Fltiehendrucks durch Ausplanimentrierung der durch die beiden Kurven begrenzten Flachendifferenz zu gewinnen. D a das Verfahren dio Augenempfindlichkeit nicbt berueksiehtigt, liefert es falsche Werte.
An Stelle des 5-stufigen Nagraphotometers sollte das 8-stufige Wollphotometer verwendct werden. Die Anwendung der Wollskala ist denkbar einfach und liefert g u t reproduzierbare Werte. Die Wollskala wurde
von Neugebauet iiberpriift und als guter, glciehmiL5iger MaBstab erkannt.
Es erscheint richtig, daneben den Lichtsnmmenmesscr zu verwenden.
E r giht u . a. die Moglichkeiten, eine Wollskala zu eichen (Dispute Uber
den Punkt der ,,deutliehen Veranderung" werden damit ausgesehaltet)
und ermoglicht eine evtl. Erweitcrung der Wollskala iiber die Stufe 8
hinaus. Wichtig ist, daU bei Belichtungen mit der Wollskala die Feuchtigkcit konstant gehalten wird. Kaeh Ilnug ist besonders auf Textilien die
primare, photochemische Wirkung ganz weeentlich geringer als die sekundare, die dureh Bildnng von Wasserstoffperoxyd reduzierend und oxydierend wirkt. Die untcrste Stufe der Wollskala war. hei normaler relativer Luftfeuchtigkeit von 40-5076 naoh 3,500 Lux-Stunden stark verblichen. Dieselbe Stufe bei 0% Feuchtigkeit i m Vakuum in Gegenwart
vom Phosphorpentoxyd nach 600.000 Lux-Stunden noch unverblichen.
An kiinstlichcn n e l i c h t u n g s q u e l l e n liefert das Fadcometer schon
recht beacht.liche Resultate, wenn auch spektrale Verteilung nnd Intcnsitat noch nicht vcll geniigen. I n Deutschland ist eine Belichtunpeinrichtuug in Mainkur, die genauere Schnellwerte liefert. Es fehlt aher
noch immer eine univcrselle, nicht zu teure kiinstliche Beliehtungseinrichtung, die bei praktischen Anspriichen die Relichtungszeiten erheblieh
abkiirzen kann.
If. WE; I S E , Ikrlin-Dahlem: o b e r die Ergebnisse von vergleichenden
Fnrbmessuiigen.
Es wird iiber vergleichende Farbmessungen a n versehiedenfarbigen
Stoffproben berichtct. Die Yessungen wurilen spektralphotometriseh, i n
zwei DreifarbenmeUgeriiten und naeh dem Ostwald-Verfahren durehgefiihrt.
Es ergab sich, daI3 die rnit den heutigen MeDverfahren und -ger%ten
crreichbare Genauigkeit noqh deutlich hinter der Schwellenemp~indliehkeit des Auges euriickbleibt. Eine Verbesserung dieser Verhtiltnisse
kann bei subjektiven Geriiten nur dadurch erreicht merden, d a 8 mit moglichst groUem Gesichtsfeld nnd moglichst gutem spektralen Angleieh
zwischen Probe und Nachmisehung gearbeitet wird. Das fiihrt zur Entwieklung neuartiger Gcrtite, die inzwischen begonnen wurde. [VB 2821
Agrarm'eteordogische Tagung
Stuttgart-Hohenheim 14. bis 16. April 1951
N. W 8; G E R , Geisenheim: Zum Thema Ftosfschuiz.
Vortr. herichtet in einer DiskussionsbernerkunS iiber die W i r k u n g
a u f P f 1an z e n i n g e B c h 1o s s en e n
I b a u m e n . Die Kebelmasse der Zellstoffabrik Waldhof, unbekannter
Zusammensetzung, verursachte beim Salat nach 1 bis 4 h Einwirkung
bei einer Ronzentration von 0,48 g/m3 verbrannter Masse geringe, bei
2.4 g/m3 starke Schiidigungen in Form fleckiger Zerstorung des Chlorophylls
entsprechend dern Uild der SO,-Sehaden. Die Pflanzen erholten sieh
vollstandig. Amcrikanerrcben, auch befcuchtetc, wurdcn nicht geschldizt. Bei der Verbrennung von etwa 10 g des Priiparates wurden etwa
80 mg SO, erzeugt. In Anbetracht der grol3en Empfindlichkeit maneher
ICulturpflanz.cn gegen SO, ist bei Anwendun: des Xittelb rnit Verbrennungen (sog. Rauchschiden) zu rechnen. Der rnit der Frostpatrone ,,Furnex"
rrzeugte zink-haltige Rauch ergab bci einer Konzentration von 0,s g/m3
(Ieichter Nebel) beim Salat maDige bis stark6 Verbrennungen, nach
cineni nochmaligen Abbrennen derselben Menge starke Verbrennungen.
I m letzteren Fall waren die Schiidigungen zu 90% total. Ammoniumehlorid der RASP hatte bei einer Konzentration von 1,2 g/m3 verbrannter
Yasse bei der Halfte der Salatpflanzen stiirkere, bei den iibrigen sehwere
Schaden zur Folge, die im Laufe von 18 Tagen zuriiekgingen; ein Viortel
tier Pflanzen zcigte aber ein zuriickgebliebcnes Wachstum. Beim Verdampfen von Al.aminiumchlorid dcr BASF verursachte eine Konzentraticn von 0,37 g/ma (dichter Nebel) bci angefeuchteten Blattern nach 1 h
kcine, nach 4 h mal3ige diffuse Sohiiden, von denen die Pflanzen sich erholten. Amerikarierreben zeigten keine Wirkung. Bei einer Konzentration von 0,12 g/m3 (mifliger Nebel) wurden keinerlei Schldigungen festges tellb.
Auf Grund dieser, in geschlossenen Raumen durehgefiihrten Versuehe, best.ehen bei den Uberpriiften Mitteln vom Standpunkt der Bekommlichkeit fur dic Pflanzen nur gegen das Aluminiumchlorid keine
Hedenken.
[VB 2811
e i n i g e r 1, u f t t r ii b u n g s m i t t e 1
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