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GDCh-Fachgruppe Lebensmittelchemie.

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durchaus unserem Cand.-Ing.; zum Unterschied gegcnuber
Dedtschland beenden etwa 75 % der amerikanisohen Studenten
hiermit ihr Chemiestudium, u m Anstellungen in der Industrie zu
iibernehmen. Der B. s. wird als voll ausgebildeter Chemiker angesehen und ist anderen Chemikern rnit hoheren akademischen
Graden gesellschaftlich und sozial gleichgestellt. Nach der Collegezeit beginnt das sog. ,,high graduate study", das rnit dem ,,Master
degree'' (M. S.) abschlie5t. Die Ansbildung hierfur gleicht der
unseres Diplomingenieurs. Nur etwa 5 % der Studenten erwerben
den Grad cines ,,Philosophiae Doctor" (Ph. D.). Bedingt durch
die gro5en Mittel, die von S t a a t und Industrie fur die Forsohung
zur Verfugung gestellt werden, ist fast jede Doktorarbeit durch
Stipendien finanziell vollig gesichert. Auch Art und Unifang
amerikanischer Dissertationen ahueln weitestgchend den unsrigen.
Erwahnenswert ist, daO der zukunftige amerikanische Professor
keine Habilitationsschrift anzufertigen brauqht.
K . G O L D S T E I N , Berlin: Chemische Industrie i m Rahmen der
T V A ( Tennessee-Stromtal- Verwaltung).
Die TVA ist eine Regierungsbehorde fur die Entwicklung des
Tennessee-FluOgebietes. Der neuntagige Besuch dieser Gegend
fuhrte von Kingsport uber Knoxville und Chattanooga nach
Wilson Dam, Alabama.
Unzureichende und oft auch falsche Auwendung von Dungemitteln hatte den boden a n Mineralien verarmen lassen. Die Felder waren der Erosion,,durch die winterlichen Regenfalle und die
damit verbundenen Ubersohwemmungen ausgesetzt. U m das
Gebiet zu entwickeln, wurde 1933 begonnen, ein System von
Dammen zu bauen, das dem Schutz vor Uberschwemmungen,
der Schiffahrt und der Energieversorgung dienen 5011. Die Wasserkraftwerke versorgen die Farmer rnit Strom. Auch benutzt die
Staatliche Versuchsfabrik in Wilson D a m elektrische Energie,
u m i m OfenprozeO e l c m e n t a r e n P h o s p h o r herzustellen. Mit
der daraus gewonnenen Phosphorsaure wird Phosphatgestein Z V
Doppelsuperphosphat aufgeschlossen. Die TVA bautc hierzu die
stillgelegten Ofen einer Nitrat-Fabrik um, die irn ersten Weltkrieg
nach dem Calciumcyanid-Verfahren arbeiten sollte. Seit den ersten Jahren des zweiten Weltkrieges wird auOerdem unter teilweiser Benutzung der alten Anlagen Ammoniumnitrat nach den
ublichen modernen Verfahrcn hergestellt.
Seit 1940 trug die TVA durch verstarkten Bau von neuen Dammen dazu bei, die Aluminium-Hersteller und bes. die AtomenergieAnlage von Oak Ridge mit Strom zu versorgen.
(7. M A N E C K E , Berlin: Komrrkerzielle Forschungsunternehmen
in U S A .
Die Industrie der USA gibt jahrlich f u r die chemische Forschung
800.000.000 $ aus. In ca. 3500 Forschungsinstitutionen sind
150000 Menschen tatig, von denen 100000 ausgebildete Fachkrafte sind. Die einzelnen Firmen bringen 1-4% ihres Jahresumsatzes fur die Forschung auf, D u Pont de Nemours sogar 6 %
bei einem Jahresumsatz von 11i8 Milliardeu $ (Schatzungen ohne
Gewahr des Vortr.).
Als eine Weiterentwicklung des ,,consulting chemist" sind die
,,profitable consulting organizations" entstanden. Es sind kommerzielle Forschuugsunternehmen, die gegen Bezahlung Forschungsauftrage bearbeiten. Es h a t sich erwiesen, da5 es oft auch
fur grol3e Industrieunternehmen rnit eigeneu Forschuugsinstituten
billiger ist, Forschungsauftrage a n solche Organisationen zu vergeben, bes. weun die Probleme aus dem Rahmen eigener Erfahrung und Tatigkeit fallen. Vor allem konnen aber auch die kleineren Firmen hier Forschuugsarbeiten durchfuhren, die f u r sie
zu kostspielig waren. Solch eine kommerzielle Forschungsiustitution wurde a m Beispiel der A. D . Little Inc. in Cambridge, Mass.,
geschildert. Die Firma beschaftigt 400 Augestellte, gr6Wtenteils
Spezialisten: Cbemiker aller Schattierungen, Physiker, Mediziner,
Biologen, Chemieingenieure, Maschinenbauer, Patentanwiilte,
Bibliothekare, Wirtschaftler und Kaufleute. Reichen in besonderen Fallen die eigenen Fachkrafte nicht aus, so zieht man auswartige Mitarbeiter heran. Die Tatigkeit erstreckt sich praktisch
auf jedes Gebiet der augewaudten Wissenschaften sowic auf Bearbeitung von betriebswirtsohaftlichen wie wirtschaftlichen Fragen. 8 % der gesamten Tatigkeit sind eigene Gruudlagenforschuug.
Bei der Bearbeitung eines Forschungsauftrags stellt zuuachst der
project engineer das sog. team zusammen, also die Arbeitsgruppe,
die die betreffende Aufgabe in ihren verschiedeneu Entwickluugsstadien bearbeitet. Er koordiniert die Ergebuisse und steht in
dauernder Verbindung rnit dem Auftraggeber. Alle Ergebnisse
sind Eigentum des Kunden. Bezahlt wird nach aufgewandter
Arbeitszeit, nur in besonderen Fallen wird ein Teil der entstehenden Unkosten mitbezahlt.
1x4
H . G I B I A N , Berlin: Industrielle Forschungs- und Produktionsinethoden i n U S A .
Forschungs- und Produktionsmethoden werden beherrscht vom
hohen Lebensstaudard und Kapitaluberflua. Dies druckt sich
besonders bei der baulirhen Eiurichtung aus, z. B. in der weitestgehenden Benutzung schallgedampfter uud klimatisierter Institutsgebaude, in der Ausstattung rnit modernsten physikalischen
Apparaten, in der umfangreichen Verwendung von Edelstahlen
und i m AusmaO der MeW- und Regeleinrichtungen. Daneben beeindruckte den Vortr. besonders das ,,teamwork" beim Zusammenschlul3 von Fachleuten verschiedenster Richtungen. Ganz
allgemein wird dies inuerhalb der Industriewerke auf breitester
Ebene gefordert: Man starkt das Selbstvertrauen und das BewuOtsein der Gleichberechtigung aller durch groWte Publizitat
und Informationsmittel, wie Film, Werkszeitung, personliche Fuhlungnahme u. a. Dies alles fuhrt zu starker Anteilnahme und da:
rnit zu erhohter Produktivitat, die sich z. B. in sehr hohen Belohnuugssummen fur Verbesseruugsvorschlage ausdruckt. Der
radikale Abbau von Schranken aller Art in Richtung der Zusammenarbeit auf gleicher menschlicher Ebene erschien dem Vortr.
als die wichtigste Grundlage zur Wiedergewinnung der Wettbewerbsmoglichkeit der europaischen Wirtschaft.
Nach Verlesung eiuer GruBadresse der ACS beantragten die
Vortrageuden, die GDCh moge anlaOlich ihrer nachstjahrigen,
gleichzeitig rnit Dechematagung, Achema X und KongrelJ der SOC.
de Chimie Industrielle stattfindenden Hauptversammlung jungere
Chemiker aus Europa und den USA eiuladcu, a n den Frankfurter
Veranstaltungen teilzunehmen und auf einer amohlieBenden
Rundreise Probleme des Lebens, der Wirtschaft und Wissenschaft
Deutschlands kennenzulernen. Dies sollte ein Dank fur die Ermoglichung der Teilnahme a m diesjahrigen Yochinproj und zugleich ein Beitrag zu dessen Fortsetzung i m Sinne der Uberwindung der Greneen zwischen Menschen und Volkern sein. Der
Antrag wurde rnit groWem Beifall aufgenommen.
[VH 3301
6DCh-Fachgruppe Lebensmittelchemie
4. Arbeitstagung der Sudwestdeutschen Arbeitsgemeinschaft
Weinheim/Bergstr.,
am 20. November 1951
G. ROE D E R , GieWeu : Ergebnisse neuer Arbeiten cbber die Reduktase-Probr.
E~ wird empfohlen,
der ~
~
i die Reduktase-Probe
~
~
~
bei der Milchbeurteilung i m Hinblick auf die Qualitatsbezahlung
anzuwenden. Der durch die Reduktase-Probe vermittelte Ausdruck fur die Mikrobeuleistung ermoglicht eine treffendere Beurteilung des Frischezustandcs der Milch als die Keimzahl. Der
Wirkungsmechanismus der Rerluktase-Probe in Form der Methyleublau-Probe und der Resazurin-Probe - beide Farbstoffe
wirkeu als Redoxindikatoren - wird besprochen. Nach Versuchen
des Vortr ist die genauc Einhaltung bestimmter festgelegter Versuchsbediugungen in folgcndeu Punkten wichtig: 1) Temperaturkonstanz (k0,5O); 2) Fernhaltung von Frenidorgauismen; 3) Beschaffenheit des Farbstoffes; 4) Farbstoffkonzeutration (Vorschlag: 1,5 mg Methglenblau T. S. aqf 100 ml Milchreagensgemisch); 5) LichtausschluW; 6) Ausschln5 von storendem Sauerstoff (Luftzirkulation); 7 ) genaue Zeitfeststellung. F u r die Methylenblau-Probe wird zur Abkiirzung dcr Versuchsdauer vorgeschlagen, s t a t t der volligen Entfarbung eine Zwischenfarbung
als Endpunkt zu wahlen. Ferner erscheint es zwecknlaBig, die
Temperatur von bisher 38O C auf 35O C (rt 0,5) herabzusetzeu. F u r
die Rcsazurin-Probe empfiohlt sich die wiederholte Ablesung nach
10 oder 20 min und nacb 60 min oder die Messong der Zeit bis zur
Erreichung des ,,Rosa-Endpunktes"; die sog. 10-Minuteu-Resazurin-Probe ist fur die Zwecke der Qualitatsbezahlung der Milch
nicht geeignet.
Aussprache:
Heimann, Karlsruhe: 1st der Wert der Methode fur den gedachten
Zweck im Hinblick auf die subtilen experimentellen Voraussetzungen und die Abhangigkeit von Fiitterungseinfliissen nicht doch
zweifelhaft ? Vortr.: Diese Schwierigkeiten sind eher zu uberwinden
als z. 8. unterschiedliche Ergebnisse infolqe der durch verschiedene
Entfernungen bedingten wechselnden Anfieferungszeiten der Milch
Roefiler, Krefeld : Die Reduktase-Probe bietet offenbar methodische
Vorteile und 1st hinsichtlich ihres diagnostischen Wertes der bakteriologischen Untersuchung mindestens gleichzusetzen.
X . B E R G N E R , Stuttgart: Die Aufgaben des amtlichen LPbensmittelchemikers.
E s wird vor einer Vernachlassigung sauberer analytischer Befunde und wisseuschaftlich exakter Unterlagen zugunsten einer
zunehmendeu Beschaftigung mit. juristischen Pragen in den amtlichen Sachverstandigen- Gutachten gewarnt. Dadurch werde der
Lebeusmittelchemiker leicht in die Rolle eines parteilichen Anwalts der Anklage gedrangt. Der Lebensmittelchemiker sollte
Artgew. Chem.
I
64. Jahrg. 1952
I
Nr. 4
~
.
h
l
aktiv dazu beitragen, daB der Jurist niehr Interesse a m Gebiet
der Lebensrnittelchemie nimmt und bei der Formulierung neuer
Rechtsvorschriften starker mitarbeitet. Ferner ist eine Anderung
tler finanziellen Voraussetzungen der Untersuchungsanstalten unbedingt erforderlich. Bei ungeniigenden Pauschalsatzen muB das
derzeitige Streben, nach Selbstfinanzierung jede Arbeit lahmen.
Auch eine Wiederinkraftsetzung des § 19 des LebensnTittelgesetzes,
der Geldstrafen nach dem Gesetz den Untersuchungsanstalten als
Beihilfe zuspricht, ist abzulehnen. Eher ist zu wiinschen, daW die
gesetzlichen Voraussetzungen f u r gebiihrenpflichtige Verwarnunpen unter Auferlegung der Uutersuchungskosten wieder geschaffen
werden. Der die Untersuchungskosten bci strafrechtlicher Verurteilung dem Verurteilten auferlegende 5 1 8 des Lebensmittelgesetzes fiihrt zu vermeidbaren Gerichtsverfahren. Die zur Zeit
iibliche Finanzierung der Lebensmittelkontrolle fiihrt dazu, da13
man sich niit ,,billig" nachzuweisenden Deklarationsfehlern begniigt und leicht kontrollierbaren Grenzzahlen nachjagt. Es ist
anzustreben, d a 5 die Routinedinge zugunsten der eigentlichen lebensmittelchemischen Arbeit abgewalzt werden.
Abgabe eines schriftlichen Gutachtens stehen deni Sachverstandigen die Gebiihren nach 5 3 der Gebiihrenordnung, bei der Vernehmung auWerhalb des Wohnsitzes zumindest Tagegelder und
Reisegebiihren zu. Wieweit der 5 17 angewendet werden kann,
bedarf noch der Klarung. I m iibrigen bedarf die Gebuhrenorduung dringend einer Revision.
Aussprache:
Popp, Frankfurt a. M.: Zur Zeit wird hoheren Orts erwogen, die
Satze des 5 3 zu erhohen und das Wort ,,besonders" vor ,,schwierig"
zu streichen. Schmttt, Speyer, schlagt unmittelbare Fuhlungnahme
mit dem Oberrechnungshof und Schaffung einer besonderen Taxvorschrift vor.
uud ,$ 17 der Gebuhrenordnung fiir Zeugen und Sachverstundige vonz
2 1 . 12. 1925.
E . L I N D E M A N N , Mannheim: Darf Kesselfarbe in den Verkehr gebracht werden?
Das Farben von Wurst und das Inverkehrbringen gefarbter
Wurst verstoBen zwar gegen das Fleischbeschaugesetz ( 5 21 ( 3 ) )
in Verbindung rnit der Verordnung iiber unzulassige Zusatze und
Behandlungsverfahren bei Fleisch vom 31. 10. 1940 ( 5 1 (1)
Nr. l e ) bzw. gegen 5 4 (2) des Lebensmittelgesetzes; eiu Verbot
nach § 5 Nr. 3 des Lebensmittelgesetzes, Farben fur Wurst herzustellen und in den Verkehr zu bringen, besteht aber nicht. Es
wird erortert, ob und unter welchen Voraussetzungen trotzdem
gegen das Inverkehrbringen von ,,Kesselfarbe" eingeschritten werden kann. Zu denken ist a n eine selbst,andige Strafverfolgung
nach 5 4 Nr. 3 des Lebensmittelgesetzes unter dem Gesichtspunkt,
daB die Gewerbetreibenden in ihrer Meinungsbildung iiber die
rechtliche Zulassigkeit der Wurstfarbung irregefiihrt werden.
Weiter besteht die Moglichkeit. von Fall zu Fall bei der Strafverfolgung einer verbotenen Wurstfarbung gegen den Abpacker der
,,Kcsselfarbe" als Teilnehmer, insbesondere wegen Anstiftung ini
Sinne des 8 48 des Strafgesetzbuches vorzugehen. I m iibrjgen wird
angeregt, die Herstellung u n d das Inverkehrbringen von Gegenstanden und Stoffen fur nach der Lebensmittelgesetzgebung unzulassige Verwendungszwecke grundsatzlich gesetzlich zu verbieten.
Aussprache:
Buurle, Karlsruhe: iihnliche Schwierigkeiten zeigten sich in der
Praxis bei der Beanstandung eines Milchkonservierungsmittels. Seinerzeit wurde der f 3 des Lebensmittelgesetzes zu Hilfe genommen.
Gudjons Raunheim: I m gleichen Sinne werden Bedenken gegen die
beabsicLtigte Aufhebung des 5 29a der Marmeladen-Verordnung geltend gemacht.
Die Funktionen des beamteten Lebensmittelchemikers sind niit
den1 der Lebensmittelpolizei erstatteten Gutachten zunachst, abgeschloasen. Die sachverstandige Stellungnahme vor Gericht z u
weiteren, mit der abzuurteilenden T a t zusammenhangenden Fachfragen h a t demgegeniiber rnit dem vorangegangenen Untersuchungsgutachten nur noch mittelbar etwas zu tun. Der Anspruch
auf Gebiihren fiir die Sachverstandigentatigkeit vor Gericht ist
daher nioralisch begriindet. Er wird auch durch die bestehenden
Rechtsvorschriften gestiitzt: Bei Vernehmung a m Wohnort und
E . L I N D E M A N N , Mannheim : Eine kleine Erleiehterung bei
der Besiinamung dsr Leeithinphosphorsiiure.
Der NaOaufschluB alkoholischer Lecithin-Extrakte wird besonders in schwierigen Fallen aesentlich verkiirzt, wenn man die Anwendung von Salpetersaure-Schwefelsaure nach Wrede-Kling mit
der Bnwendung von Perhydrol-Schwefelsaure nach Elser bzw.
Ld.
[VR 3391
Tillmans kombiniert.
AussDrache:
Der Vortrag fand lebhafte Zustimmung, bes. hinsichtlich der rnit
der finanzpolitischen Lage der Untersuchungsamter zusammenhaneenden Fraeen. Die Diskussionsredner I Biurle. Karlsruhe :
Dillir, Nurnbere Fachmann, Frankfurt/M.; popp, F'rankfurt./M. i
Ropier, Krefeld ; ' Schrnitt, Speyer; Sfrohecker, Gelsenkirchen ; Vaubel, Singen; Wrede, GieBen) unterstrichen verschiedene Punkte.
Lindemann, Mannheim, betont, daB sich der Lebensmittelchemiker
iiicht in einem gewissen Minderwertigkeitsgefiihl als Juristischer
Autodidakt" von der Anwendung rechtlicher Bestimmungen und
Gesichtspunkte in seinen Gutachten fernhalten darf. Die Wunsche
des Lebensmittelchemikers (finanzielle Behandlung der Untersuchungsanstalten, Honorierung des Einzelnen, Aufrechterhaltung
eines hohen wissenschaftlichen Niveaus) hatten s. E. die groBte Erfiillungsaussicht, wenn bei Neuordnung der Lebensmittelii berwachung unter starkerer Einschaltung des Lebensmittelchemikers in
die Exekutive dieser bewuBt die zupehdrige Rechtsmaterie als von
ihm autoritativ z u beherrschendes Aiheitsinstrument in seinen Tatigkeitskreis aufnimmt. Auch Petri Koblenz, legt Wert auf die Behandlung der Rechtsfragen durch den Lebensmittelchemiker, wahrend Neubauer, Frankfurt a. M., den Gedanken der Reorganisation
der Lebensmitteluberwachung unter starkerer Einschaltung des freiberuflich tatigen Chemikers in den Vordergrund stellt.
A . B A U R L E , Karlsruhe: Der beaintete Lebensniitteleheniiker
Hauptversammlung der Deutschen Keramischen Gesellschaft
Bad Neuenahr 26. -29. September 1951
Unter dem Vorsitz \-on Dr.-Ing. A . Guitleaunie fand die 2. H a u p t versammlung der D K G nach dem Kriege statt, zu der etwa
680 Mitglieder, darunter zahlreiche Auslander erschienen waren.
Die D K G zahlt heute bereits wieder 950 Mitglieder (inzwischen h a t
die Mitgliederzahl 1000 uberschritten), davon 181 aus dem Ausland.
A . K L E I N , Diisseldorf-Benrath: Der Beitrag des Rheinischen
Steinzeuges zur kiinstlerisehen Gestaltung der Keramik.
Das Steinzeug wurde in Europa i m 14. Jahrhundert im Rheinland, wahrscheinlich zuerst in Siegburg, entwickelt.
Die keramischen Formen der Spatgotik setzten die des mittelalterlichen Rheinlauds fort. Bereits i m 15. Jahrhundert begegnet man Gefa5en mit aufgelegtem Schmuck. Dieser wird im 16.
Jahrhundert, nach graphischen Vorlagen gebildet, zum Hauptmerkzeichen der einzelnen Werkstatten, voran Koln rnit prachtvollen Kriigen. Es folgten die beriihmten Arbeiten der Spatrenaissance aus Siegburg, des Friihbarocks au8 Raeren bei Aachen
nnd der farbenfreudigeren Spatzeit aus dem Westerwald.
Allein den Werkstatten des Westerwalds blieb es vorbehalten,
die Uberlieferung bis zur Gegenwart fortzufiihren. KunsthanduTerkern gelang es, einen neuen Westerwalder Stil zu entwickeln.
Gleichzeitig damit haben rheinische Kiinstler dem rheinischen
Steinzeug ein vollig neues Gesicht gegeben.
Angew. Chem.
/
64. Jahrg. 1952
I Nr. 4
E'R. H E G E M A N N , Miinchen: Neue Ergebnisse der puantitaticen spelctrochenlisehen Silicat- Analyse.
Vortr. h a t sich gemeinsam mit H . Zoellner die Aufgabe gestellt,
eine spektrochemische Analysenmethode fur Silicate zu entwickeln, womit Neben- und Spurenelemente sowie Hauptelemente
rnit einer Genauigkeit von etwa & 2 % vom Gehaltswert bestimmt
werden konnen. Erst nach Entwicklung einer neuen Elektrodenart, Pastille mit zugemischtenl ,,Haserstoff" (carrier nach Hasler)
bei Verwendung von Kupferelektroden, konnten bei einer Anzahl
von Elementen Reproduzierbarkeiten u m & 2 % erreicht werden.
Die groBe Bedeutung dieser Methode liegt i n ihrer verhaltnisma0ig einfachen und schnellen Ausfuhrbarkeit. Der Zeitbedarf
einer vollstandigen Glasanalyse betragt 3-4 h.
H . C A U E R , Bochum: Inhalation von Calcium- Wussern gegen
Silicose.
Durch Inhalierung unspezifischer Inhalationsmedien (Medikamenten, weiBem und schwarzem Aluminiumstaub, calciumsalzhaltigem Trockenstaub) konnte bisher keine entcsheidende untl
anhaltende Beessrung der Silicose erzielt werden. Auf der Friedrich-Krupp-Zeche Hannibal, Bochum, wurde eine Calcium- und
Kochsalz gelost enthaltende Sole, der Wieabadener Kochbrunnen,
zur Inhalierung iverwendet. E s wurde die Barthel-Kiister-Diise
benutzt. Es ist eine Kugeldiise, die auf 40000-60000 Volt (0,127
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