close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

GDCh-Fachgruppen ДKrperfarben und AnstrichstoffeФ und ДKunststoffe und KautschukФ.

код для вставкиСкачать
und ausathern darf a ) kein unter der Quarslampe fluoreszierender
Bestandteil in den Ather iibergehen (Ausnahmen: Erythrosin,
Thiazinbraun, Chrysoin), b ) durch n/10 HCl der Ather-Losung
kein diazotierbarer, in alkalischem Medium mit p-Naphthol kuppelnder Bestandteil entzogen werden. Vortr. fand rnit I. Treis,
dalj die zugelassenen Lebensmittelfarbstoffe durch fraktionierte
Ausschiittelung mit 2n- und 0,211-Schwefelslure aus amylalkoholischer Lbsung nach Gruppen aufgetrennt werden kbnnen. Einzelne Farbstoffe kbnnen alsdann durch die Absorptionsspektren
in neutraler und saurer Losung identifiziert werden. Die chromatographische Identifizierung nach Thnlere) und Sonimer wird
durch die fraktionierte Ausschiittelung vereinfacht.
B . R O S S L E R , Krefeld: Erfahrungen ?nit den Methoden zur
Besfimmung des Alters von Eiern.
1952 und 1953 waren mehrfach Eier i m Handel, die zu Unrecht
als ,,frisch" oder gar ,,vollfrisch" bezeichnet worden waren. In
einem Strafverfahren wurde die Frage nach dem Alter der Eier
gestellt. Die iiblichen Bestirnmungsmethoden, wie Messung der
Luftkammer und der Wichte, erwiesen sich ale zu ungenau.
Brauchbare Ergebnisse wurden durch die Bestimmung der G e f r i e r p u n k t s d i f f e r e n z zwischen Eiklar und Eigelb erhalten.
W . S T O L D T , Kiel: 1st die z. Zt. giiltige Butter-Verordnung
reformbediirftig ?
E . D R E W S , Detmold: Papierchromatographische
suchuiagen an RGckereihilfsstoffen, Blot und Backwarens).
Unter-
B . R O S S L E R , Krefeld: Wekhe Anforderungen sind an den
Reinheitsgrad von Speiseessig zu stellen?
Eine Reihe von chem. Untersuchungsamtern h a t in den vergangenen Jahren stark verunreinigten Speiseessig beanstandet.
Es ergab sich, daO reine Essigslure mit technischer Essigssure vermischt worden war. Die Reinheitsbestimmungen fur Speiseessig
bzw. Essigsaure reichen nicht mehr aus und miissen in einer neuen
Essig-Verordnung schirfer gefaBt werden. Guten Dienst bei der
Essigpriifung leistet der Permangsnat-Test. Wird er nicht erfiillt, so ist genauestens zu analysieren').
E. G O L D S T E I N , Bielefeld: Fiillt Mate unter die Tee-Verordnung ?
~~
Ebenda 64, 314 [1952]. 65. 562 119531.
Vgl. das Referat in dkm Bericht uber die Getreide-ChemikerTagung, diese Ztschr. 66, 480 119541.
') Vgl. diese Ztschr. 65, 166 [1953].
*)
W. W I R T H I Kbln: Fremdfettunfersuchungen i n Schokoladen.
Es ist der Anreiz gegeben, Schokolade mit geharteten Fetten
voni Fp 34--38O, die nur 1/4-1/6 der Kakaobutter kosten, zu verfilschen. Geringe Zusatze kbnnen rnit den iiblichen Fett-Kennzahlen (Verscifungszahl, Jodzahl, Refraktion) nicht erkannt werden. Schokoladefett enthalt heute meist etwas NuO- oder Mandelol aus den erlaubten Zusatzen von bis zu 5 % Niissen oder
Mandeln. Der sichere Nachweis auch von geringen Hartfettzusatzen ist durch Bestimmung des Iso-olsaure-Gehaltes nach Grossfeu moglieh.
F . M A T T , Gelsenkirchen: Uber eine chromatographiscke Bcstimmung der I-Ascorbinsaure.
I n Fortsetzung qualitativer Versuches) wurde ein quantitatives
Bestimmungsverfahren fur 1-Ascorbinsiiure bei Gegenwart folgender stbrender Stoffe ausgearbcitet: Redukton, Reduktinsaure, Glutathion, Cystein. Fell-Ion, SnII-Ion, SO%-, S,O;-.
Die nach dem absteigenden Verfahren hergestellten Papierchromatogramme mit Butanol-Wasser ( 4 : 6, d a m 2 % Oxalsaure und
Spuren KCN) werden nach Bstiindiger Laufzeit 1 min bei 105 OC
getrocknet und dann zerschnitten. Die Bahn mit der Vergleichslosung wird mit Molybdan-Reagens bespriiht, nach dem Trocknen
bei 105 OC entsteht a m Sitz der Ascorbinsaure ein blauer Fleck
von Molybdanblau. Auf der Bahn rnit der untersuehten Lbsung
wird darauf der entspr. Fleck ausgeschnitten und mit schwach
oxalsaurem Wasser eluiert, wobei zur Verhinderung von Ascorbinsaure-Verlusten ein krilftiger C0,-Strom eingeleitet wird. Dann
wird die Ascorbinsaure (erforderliche Mindestmenge 2-3 y ) mit
n/lOOO 2,6-Dichlor-phenol-indophenol
titriert. Ein auf dem Reduktionsvermbgen des Papiers beruhender Blindwert ist vom
Titrationsergebnis abzuziehen. Dehydroascorbins&ure kann mitbestimmt werden, wenn sie vor der Chromatographie mit H,S
nach v. Fellenberg reduziert wird.
Rf-Werte auf Papier 2043b M. Schleicher & Schiill:
Ascorbinsaure ....... .0,23-0,26
I soascorbinsau re ..... .0.26
.0,26
Redukton . . . . . . . . ...... .
0,50
Reduktinsaure ....... 0,59
Cystein ............. 0.083
Cvstein
0,083
Glutathion . . . . . . . . . . 0'
Gjutathion
0
........... 0
Sna+ ........... 0,137
0.137
SO a - . . . . . . . . . . . 0'
0
S,6,1......... 0,07
FeP+
versch. Pflanzenfarbstoffe
unter 0,23
Zucker verlangsamt die Wanderungsgeschwindigkeit der Ascorbinsiiure erst a b Konzentrationen von 60 %.
Molybdan-Reagonz: a ) 150 g Ammonmolybdat in 1 1 1 % Ammoniak. b ) HCI-Natriumcitrat-Puffer nach Sdrensen pH 3,8,
c) konz. Schwefelsiure. Mischungsverhaltnis: 3 ml MolybdatLosung, 2 ml Puffer, 3 Tropfen konz. Sehwefelslure.
-St. [VB 5711
5,
Vgl. ebenda 65, 356 [1953].
GDCh-Fachgruppen ,,Korperfarben und Anstrichstoffe" und ,,Kunststoffe
und Kautschuk"
Voni 21. bis 23. April 1954 hielten die beiden Fachgruppen der
GDCh ihre Tagungen in Bad Diirkheirn, bzw. Ludwigshafen/Rh.
ab. Der Vormittag des 22. April war gemeinsamen Vortrtigen gewidmet (Vortrag von Dr. B. Cgrinz, Dr.-Ing. R. Mienes u. Prof.
Dr. K. Hnnaann). An diesen Vortragen nahmen etwa 600 Zuhijrer
teil.
el. April 1964
Kijrperfarben und Anstriehstoffe
J . D'A N S , Berlin: ober nnsfrichtechnische b'orschung insbes.
die der Filmquellung.
Beobachtungen fiihren dazu anzunehmen, dal3 Filme aus hochmolekularen Kunststoffen eine Struktur aufweisen, die zu einem
lokalen Quellen fiihrt. Es treten an diesen Stellen kleinste Kuppen
auf, die sich allmahlich vergroaern, ohne daO ihre Zahl merklieh
zunimmt. Diem Kuppen werden besonders gut sichtbar, wenn
man den Film aus demQuellmitte1 herausnimmt und dieses a n der
Luft verdampfen la& dann fiillen sich die Kuppen mit Luft.
Diem Kuppenbildung h a t schlieBlich das Lodosen der Filme von
der Unterlage zur Folge. Die Art der Unterlage ist fur diese Erscheinungen nicht ma0geblicb. Sie sind abhangig vom Quellmittel
und von einer Beimischung von Weichmachern zum Bindemittel.
F a m e von Linoxyn, die beim Quellen in Wasser mehr oder weniger plastisch werden, zeigen diese Erscheinung nicht. Das Quellverhalten von Linoxyn-Filmen ist reproduzierbar, wenn der Film
unter ganz bestimmten klimatischen und Belichtungs-Verhaltnissen getrocknet wurde. Im Quellverhalten zeigen sich die feinam
Angew. Chem. 1 66. Jahrg. 1954
1 N r . 16
sten chemischen und physikalischen Unterschiede dcr LinoxynFilme, die von ihren Bildungsbedingungen herriihren. I m Wechselklima gelagerte Filme erweisen sich als quellfester als die in
konstantem Klima gelagerten. Ultraviolettes Licht macht die
Filme sprode. Auf Eisenunterlage in feuchtem Klima troeknen
die Filme sehr schnell, werden aber auch sehr stark abgebaut. Dabei geht Eisen in den Film in Lijsung. Rostschiitzende Grundanstriche sind daher notwendig.
R . S . D A N 2' U M A , Sassenheim (Holland): Die henimende
Wirkung verschiedener Anstrichsysfenie auf das Eindringen von
Feuchtigkeit i n hBlzerne Probekdrper.
I n Holland wurde nach dem Krieg mehr Blasenbildung und Abbliittern an Hauseranstrichsystemen beobachtet als vorher. Diese
Fehler sind dem hohen Wassergehalt des vie1 benutzten Fiihrenholzes zuzuschreiben.
Holzerne Priifkorper (15x 15x 2 e m ) wurden Atmosphrren verschiedenen Feuchtigkeitsgehaltes ausgesetzt; durch WPgung
wurde die Gewichtszunahme von Zeit zu Zeit bestimmt.
Unangestrichene Priifkorper, in Wasser untergetaucht, waren
nach 5 l/p Woohen zu 90 % rnit Wasser gesattigt; es waren dann
etwa 80 0
4 des Eigeqgewichtes an Wasser aufgenommen worden.
Probekorper, angestriehen mit ,,klassischen" oder ,,synthetischen" Materialicn, z e i g t h Unterschiede der aufgenommenen
Wassormengen, welche nicht i m Einklang waren rnit Durchlassigkeitswerten, wie sie an Filmen bestimmt worden waren: Einmal
angestrichene Prufkbrper nahmen in derselben Zeitspanne 6+70%
485
der von unangestrichenen Probekorpern aufgeaogenen Wassermengen auf, wenn diese wahrend einiger Tage einer Atmosphare
von 94-98 % rel. Feuchtigkeit ausgesetzt waren. Der ,,Gewinn"
betrug bei zwei,,synthetischen" Anstrichschichten 40-45 %, bei drei
Anstriohen 15-20 % i m Vergleich zu blankem Holz: ein 4-Schichten ,,klassischcs" System ergab etwa 24 %.
Das Austrocknen feuchten Holzes verlauft bei unangestriehenem
Holz verhiiltnism8Big viel schneller, als wenn es angestrichen ist.
Bei lingerer Expositionsdauer im Freien (wahrend eines J a h res) ergab sich merkwiirdigerweise, daB rnit ausgezeichneten, prdktischen Systemen angestrichene Priiflinge einen hoheren, ,,mittlcren" Wassergehalt zeigten als unangestrichene: z. B. bei einem
3-Schichten synthetischem Anstrichsystem betrug d e r Hochstgehalt
70 %, bei einmaliger BleiweiBgrundierung 54 %, bei einnialiger
synthetischer Grundierung 38 %, bei unangestrichenem Holz 28:;.
Artgleiche Prilflinge, aufgehangt unter einem Abdach, ergaben
viel niedrigere, viel weniger schwankende Gewichtszunahmen.
Aus den Ergebnissen folgt, daG bei langerer Expositionsdauer
gleich der der Praxis die Durchlissigkeit eines Anstrichmaterials
keinen direkten MaBstab bildet fur die aufgeiiommene Wassermenge.
R. J . R. S I N C E R , Kopenhagen: Uitlersucbungen iiber die Quellung von Ol/ilnien i n Wasser i n Abhangigkeit uon der Zusanimenselzung des befreffenden a l e s .
Es bestanden Klagen ubcr iiiangelnde Haltbarkeit voii Ollarben
auf der Grundlagc von Leinolen &us skandinavischen, bes. danischen Saaten. Als ein fur dic Wetterbestandigkeit wesentlicher
Faktor wurde die Wasseraufnahme der getrockneten Filme untersucht. Die Untersuchungen beschrinkten sich auf nirht-pigmentierte Filme. Als Ausgangspunkt dienten Untersucliungen
von Rinse und Mitarbeitern. Kcnnzahlen und chemische Zueanimensetzung der Ole wurden bestimmt, letztere nach AOCS Tentative Standard Cd 7-48 durcb Alkali-Ison~t.iiriationund Messung
der UV-Extinktion.
Leiniile aus danischen Saaten wcisen durchweg um 6-10 Einheiten hohere Jodzahlen (Ilanus) und einen 5-6 "/I ltoheren Gehalt
an Linolensaure auf als o l e aus La-Plata-Saaten. Dieser hohere
Linolensaure-Gehalt diirfte fur die beobachtete starkere Vergilbungstendenz der danischen Ole verantwortlich sein. Kalt- und
warmgepreDte, cxtrahierte Rohole sowie entsohleimte und alkaliraffinierte Leinole aus dinischen Saaten ergeben Filme, die etwa
doppelt so schnell quellen als solche aus La-Plata-Saatcn. Die
Unterschiede zwischen beiden Gruppen werden jedoch im Laufe
von 3-4 Monaten Lagerung geringer und schlie5lich unmerklich.
Filme aus ,,Konjuenolen" quellen langsamer und nehmen i m ganzen weniger Wasser auf als solche aus ,,Isolendlen". Dies gilt nicht,
wenn in den Konjuenpolyensauren polare, hydrophile Gruppeii
vorhanden sind, wie die Keto-Gruppe i m Oiticicaal und die
Hydroxyl-Gruppe bei gewissen Qualitaten von dehydratisiertem
Ricinusol. Die untersuchten isomerisierten Leinole lagen hinsichtlich der Quellungseigenschaften ihrer Filme zwischen den Isolenund den natiirlichen Konjuenolen. Standolkochung setzt die
Quellungstendenz sehr stark herab; schon ganz niedrigvihcose
Standble quellen nur halb so schnell wie die Ausgangsprodukte,
und mittelsohwere bis schwere Standblfilme nehmen nur ganz
wenig Wasser auf. Dies gilt sowohl f u r Isolen- als s u c h fur Konjuenole, soweit untersucht. Mischungen von monomeren und
StandOlen aus Isolen- und Konjucnolen zeigen interessante Abweichungen von der Additivitat, deren weitere Verfolgung moglicherweise e h e n Beitrag zu dem alten Problem der besten Kochmethoden, z B. fur HolzOl-LeinBllacke ergebcn kann. Isolenole
mit hohem Gehalt an Linolsaure, aber mit wenig Linolensaure ergeben Filme mit geringerer Quellung ills solche mit vorwiegendem
Gehalt an Linolensaure.
a m 22. April 1964
Gemeinsame Vortrage
B. CY R I A X , Ludwigshafen: Die Lackindustrie und die Eirtwicklung der Kunstsfoffe.
K . M I E N ES, Bad Godesberg: Punslstoff-Verarbeilu~tgsrerfahren und Oberflachengesfalfung.
Die Ubersicht zeigte, daO Kunststoffe in manche Domiinen der
Laokindustrie eingebrochcn sind, doch werden zugleich neue
Aspekte erkennbar, die - Werkstoffe und Arbeitstechnik angehend - bevorzugt in den Bereich der Lackindustrie entfallen.
K . H A M A N S , Stuttgart: Die Enf~icliZungsfe,adenzen der
Lackindustrie.
Einleitend wurde die geschichtliche Entwicklung der Lackindustrie kurz geschildert. D a das Lackieren eine besondere Form
der Oberflkchcnbeschichtung ist, h a t sich die Lackindustrie kunf-
tig rnit einer Reihe yon Verarbeitungsmethoden hochmolekularer
Stoffe auseinanderzusetzen, die ebenfalls der Oberfliichenbeschichtung dienen. Als Beispiele wurden u. a. daa Flammspritzen, die
Schmelztauchmassen, die Plastisole, die wiirmesensibilisierten
Kunststoffdispersionen, das Cocoonverfahren und die Sinterverfahren behandelt.
Korperfarben und Anstrichstoffe
H. W. T A L E S , Delft: Uber die rnechanischen Eiyenschaffeir
von Anstrich/iZnien.
Die Schutzwirkung eines Anstrichfilmes wird in hohcm MaDe
von den mechanischen Eigenschaften des Filmes bedingt, d. h.
von den niechanischen Eigenschaften beim Entstehen derselben,
aber nicht weniger von den Anderungen dieser Eigenschaften wahrend der Lebensdauer des Filmes unter verschiedenen Bedingungcn. Filme verschiedener typischer Anstricharten wurden
unter normierten Bedingungen aufbewahrt und nach bestimmten
Zciten Zugproben unterworfen, wobei Zugfestigkeit, Strammheit
und Bruchdehnung bestimmt wurden. (Bleimennige- und Eisenoxyd-Leinolfarben, StandOl- und Alkydharzfarben rnit weillen
Pigmenten und Klarlacke auf Standol- und Alkydharzbasia.) Die
typischen Eflekte der Zugabcn von Pigmenten bzw. Harzen trcten
in Zugkurven deutlich zutage.
(3. P U C H S L O C H E R , Stuttgart: Cber die Messuiig der
Wartiieleitfuhigkeit uon Anstrichen.
Fur die Untersuchung der Warmeleitfahigkeit von Lackcn an
Pilmdicken von 1&100 p, wie sie in der Praxis vorkommen, sind
die iibliehen stationaren Verfahren nicht unmittelbar brauchbar,
da die bciderseitige Temperaturmessung an den diinnen Filmen
Schwierigkeiten bereitet. Es wird deshalb eine MeBanordnung
vorgeschlagen, bei der einem rnit dem zu untersuchenden Lackfilm
bedeckten Blech (Dicke 2 mni, Material gleichgiiltig) in einigcn
ern Abstand ein blankes Blech desselben Materials gegeniibergestellt wird. Dic Bleche werden von auDen auf zwei untersohiedliche Temperaturen T, und T, beheizt (Wasser aus Thermostaten).
Zwisehen den Blechen wird eine etwa 100 cm* grobe Kammer
durch einen mehrere cni starken Korkring warmedicht nach aullen
abgepenzt. I n den Inneriraum der Kammer ragt ein Thermometer
und ein Blattriihrer, der init etwa 1000 Umdr./min lauft. Die
Karnmer ist entweder wassergefiillt oder leer. Die a m lnnenthcrmometer abgelesene Temperatur ist eine Funktion der W Lrniel e i t z a h l h und der Filmdicke des benutzten Lackes.
MeDergebnisse (1in cal*cm-l.sec-l. OC-l) :
Alkydharz mittl. Olgehalts . . .
....
. . . 1. 2,8.10-'
dto. mit Ti0,-Anatas 1 : 1 pig. .........
. . . i. - 7,5.10-'
dto. mit Ti0,-Rutil I : I pig.
. . . . . . . . . . . . . . I . = 6,0.10-'
dto. mit Fe-Oxydrot 1 : l pig. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . = 4,5.10-4
dto. rnit Alubronze 1 : l pig. .....................
i = 8,5.10-'
dt6. rnit Fe-Oxydrot 1 :3 pig. ................... A = 13,0.10-'
Acetylcellulose .................................
4,4.10-'
dto. mlt Fc-Oxydrot 1:0,5 pig. . . . . . . . . . . . . . . . . . . i.= 5,4.10-'
dto. mit Fe-Oxydrot 1 : 1 pig. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . i, = 10,2.10-'
Chlorkautschuklack .............................
is= 2,7.10-'
Phenolharzlack .................................
A = 3,3.10-'
rnodifizierter dllack (Phenolharz i- Leinoi-Standol) . . A = 3,0.10-'
Leinol-Standol .................................
1. = 2,5.10-4
Es wird darauf hingewiesen, d a 5 die Warmeleitfahigkeit von
Lacken eine Rolle spielt bei reinen Leitungsvorgangen, ferner beini
Warmeiibergang von einem lackierten festen Korper an Flussigkeiten und an bewegte Luft.
>.
3
J. J . Z O N S V E L D , Amsterdam: Mil Attiinen durchhartende
Anslriche auf Basis Athoxvlinhnrze.
Es wurde gezeigt, wie Epoxydharze modifiziert und gehLrtet
werden kbnnen und welche Typen von der Shell-Gruppe fur laekteohnische Zwecke hergestellt werden. Hcrvorgehoben wurde das
,,Epikote"-lOOl-Harz als Bindemittel fur kalthartende Anstriche,
das mit cinem gesondert gelieferten Polyamin als Harter kurz vor
dem Gebrauch gemischt werdeii,,muD (Addukte von einer Molekel
1001-Harz und zwei Molekeln Athylendiamin oder Diiithylentriamin). Vorteilhaft sind schnelle Verarbeitung, guter Verlauf,
geringe Neigung zum Blauanlaufen nach dem Anstreichen bei
feuchter und kalter Witterung. n u r e h Erhitzen des gelosten
,,Epikote"-lOOl-Harzes mit geeigneten Vcrnetzungsmitteln werden hohcrmolekulare und - durch ihre Epoxy-Gruppen - gleicbzeitig reaktivc Bindemittel erzielt. Diese so:. ,,Prakondensate"
sind in der normalen Weise woiter zu verarbeiten durch BIischen
niit Hartern - entweder niedrigmolekularem Polyamin oder Add u k t - und Hartung der Laekschichten bei Raumtemperatur.
Falls erwunscht, kann die Hartezeit durch Temperaturerhohung
verkurzt werden. Die Priikondens&tion ~ o l ldie Wasserfestigkeit
zusiitzlich verbessern.
Arbgeto. Chein. 1 66. Jularg. 1954
N r . 16
Ii. M E C K B A C H , Leverkusen: Uber die Ldskchkcit von
Cellubseacelobut yrat.
Ceiluloseacetobutyrat zeigt Besonderheiten i m L6sungsverlialten. Solche Besonderheiten treten erst hei einem bestimmten
Mindestgehalt von Buttersaure im Cellulosaacetobutyrat auf und
zwar von oa. 25 % Buttersaure an aufwarts. Bemerkenswert ist,
daO niedere Alkohole, die bei Zirnmertemperatur Celluloseacetobutyrat nicht losen, bei erhohten Temperaturen zu echten LBsungsmitteln werden, wobei sich ,,geslttigte" Lasungen von Hochmolekularen fur zugeharige Temperaturen horstellen lassen. Merkwiirdig ist weiter, daD auch Methanol diese LBsungswirkung gegeniiber Acetobutyrat entfaltet und dall rnit steigendem ButyrylGehalt auoh die LBsungswirkung des Methanol8 aneteigt. Allein
duroh die rnit der Temperatur abnehmende Assoziation und damit
steigende Losungswirkung des Methanole gegeniiber Hochmolekularen ist dieses Verhalten nicht zu erklaren. Auch i m Verhalten
gegeniiber nioht polaren Verschnittmitteln zeigen die betrachteten
Celluloseaoetobutyrate Abweichungen vom normalen Verhalten
insofern, 81s solohe Verschnittmittel kein Ansteigen der Viscositiit
etwa 10 proz. Lasungen bewirkeu, soudern eine starke Abnahme
der Viscositiit. Beim Verschnitt rnit aliphatischen Kohlenwasserstoffen sinkt die Viscositat wesentlich starker ab als beim Verschnitt rnit aromatischen Kohlenwasserstoffen. Dieses Verhalten
wird normalerweise bei polar gebauten hochmolekularen Korpern
sonst nicht beobachtet.
Kunstatoffe und Kautschuk
E R W I N M U L L E R , Leverkusen: #ber die neuere E'nlwicklung auf dent Vulkollan-Gebiet.
Es wird zunitchst ein Uberblick iiber die wesentliehen Methoden
gegeben, rnit Hilfe deren man, von linearen Polyestern ausgehend,
durch Umsetzung rnit einem ubersohu0 an Diisocyanaten und
Zugabe von Vernetzungsmitteln hochwertige, kautsehukelastische
Produkte erhalten kannl). Durch Verwendung anderer Diisocyanate und anderer Vernetzungsmittel werden n e u a r t i g e
T y p e n aufgebaut. Es werden neue Wege angedeutet, die e8 gestatten, Vulkollan ebenso wie Kautschuk iiber lagerfahige, konfektionierbare Zwisohenstufen zu verarbeiten. (Nllheres demnQchst in.dieser Ztschr.).
S. S K R A U P , Wiirzburg: Zunc'Chemisnius der Vulkanisalionsbeschleunigung.
Eine Anzahl der in der Kautschuktechuik gebriiuohlichen Vulkanisationsbeschleuniger beschleunigt die Schwefel-Aufnahme bei
einheitlichen, ungeskttigten Kohlenwasseretoffen. Auf die durohachnittliche Zusammsnsetzun_e der Polysulfide in den geschwefelten Olen haben die Beschleuniger keinen EiufluO. Der PolysulfidAbbau, verbunden rnit dem Einbau ungesattigter Kohlenwasserstoffe, wird durch die Beschleuniger nicht katalysiert. Die Wirksamkeit einer zusammengehorigen Beschleunigergruppe von Mercaptan, Disulfid und Zinkmercaptid ist zwar vom einzelnen
Schwefelungssubstrat abhangig, nimmt aber fur jedes in der genannten Reihenfolge zu. Das beschleunigende Agens ist das D i s u l f i d . Unter Mercaptan-Bildung dehydriert es das zu schwefelnde Material, wodurch Radikale entstehen. Diese reagieren
rnit dem elementaren Schwefel sehneller a h der ungesiittigte Kohlenwasserstoff. Schwefel, der durch Abspaltung aus lei'cht zersetcliohem Disulfid enteteht, zeigt keine besondere Reaktionsfahigkeit. Mercaptane und Zinkmercaptide werden dureh Schwefel i n Disulfide umgewandelt und verursachen dadurch ebenfalls
eine Vulkanisationsbeschleunigung. Die Anlagerung von Mercaptan an Olefin unter Bildung eines gemischten Thiotitherr ist
ohne Bedeutung fur die Beschleunigung als solche.
Zu diesen Methoden tritt nach Erkenntnissen, welche im Laufe
dcr letzten Jahrzehute gewonnen wurden, als neue Methode die
Veranderung der Gestalt der Yolckeln linearer hochm o l e k u l a r er V e r bi n d u n g e n . Falls lineare Molekeln elektrolytisch dissoziierbare Gruppen tragen, kann dureh h d e r u n g des
Ionisationszustandes eine starke h d e r u n g des Endenabetandes
bewirkt werden.
Ins Makroskopirche lassen sich solche Dilatationen und Kontraktionen dadurch iibertragen, daO die die elektrolytisch dissoziierbaren Gruppen tragenden Polyelektrolyt-Molekeln rnit ihresgleichen oder mit andern hoohpolymeren Substansen zu einem
raumlichen Netzwerk vereinigt werden. Netzwerke, deren Netzbogen teilweise aus P o l y v i n y l a l k o h o l , teilweise aus P o l y a c r y l s a u r e bestehen, haben sich nach Versuchen, welche zu.@ammenrnit B. Hargitay ausgefiihrt wurden, besonders bewllhrt.
Das Gowicht, welches eiu mit Hilfe von Alkali gestreckter Faden
bei Zugabe von Saure von der Unterlage emporheben kann, ist
etwa gleich dem 15000- bis 70000fachen des Gewichtes an kontraktiler Subetanz, welche je cm LLnge des verwendeten Fadenn
vorhanden ist; eine ganz iihnliohe Zahl ist fur die maximal vom
menschlichen und tierischen Muskel betiitigte Kraft beobachtet
worden.
Fur die Herbeifiihrung der Kontraktion oder Dilatation geniigt
eine Anderung des Ladungezustandes, wie sie durch etwa 3 g
KOH pro kg des gequollenen, 20 % Trockensubstanz enthaltenden
Fadens bewirkt wird. EE erscheint bemerkenswert, daD im natiirlichen Muskel, weloher ebenfalls etwa 2 0 % Trockensubstanz enthalt, etwa 6 g Kalium-Ionen pro kg des wasserhaltigen Systems
enthalten sind.
Eine neue Analogie zwischen dem natiirlichen Muskel und dem
aus Polyvinylalkohol und Polyacrylstiure bestehenden Faden ist
in Versuchen, zusammen mit H. Majer, i m kryoskopischen Verhalten festgestellt worden.
I n Analogie dazu, daO beim natiirlichen Muskel eine Gefrierpunktsdepression von etwa 2 OC (durch J . Pichotka) beobac,htet
wurde, konnte an den Polyvinylalkohol-Polyacrylstiure-Gelen eine
Gefrierpunktsdepression von ebenfalls 1 bis 2 OC festgestellt werden. Genauer gesagt wurde diese Gefrierpunktsdepression a n Gelen beobachtet, welche durch Eintauchen in das reine Losungsmittel v o l l i g mit dem reinen Wasser ins Gleichgewioht gesetzt
worden waren und welche demgemall g e n a u denselben Wasserdampfdruck wie reines Wasser besa0en. Die Tatsache, dall diese
Gelo gegeniiber reinem Wasser eine Gefrierpunktsdepression von
z. B. 2 OC aufweisen, ist duroh das Vorhandensein eines rgumlichen
Netzwerks im Gel bedingt, indem das Netzwerk die Ausbildung
. makroskopischer Kristalle verhindert. Die anomale Gefrierpunktsdepression der aus feinen Netzwerken gebildeten kiinstlichen Gele
einerseits, des Muskels anderseits ist durch eine quantitativ vergleichbare Mikrostruktur, d. h. den Vorliegen von raumlichen
Netzstrukturen rnit vergleiohbarer Maschenweite im Muskel einerseits, in den Polyvinylalkohol-Polyacrylsiiure-Gelen anderseits
zu deuten.
K . [VB 5611
E . .I E N C K E L , Aachen: Weichmacherwirkungg).
[VB 5741
GDCh-Ortsverband Mainz
om 18.Mai 1964
W E R N E R II U H N , Basel : Verwandlung von chemischer in
mechanische Energie3).
Die technischen Methoden zur Verwandlung von chemisoher in
meohanische Energie beruhen a ) auf der Anwendung der Zustandsgleichung far Gase und b ) auf den Nernsfschen Beziehungen f u r
daa Elektrochemische Potential galvanischer Ketten. Eine weitere grundstitzlich mogliche, in der Natur und Technik kaum verwendete Methode wiirde in der Beniitzung der Phiinomene der
GrenzflPchenspannung bestehen.
I)
*)
J)
Vgl. diese Ztschr. 59 257 119471 02 57 [I9501 64 523 [19521.
Vul. a, E . Jenckel u.' R. Heusch.' Kdlloid-Ztsch;. 13b. 89 119531
s6wie d l e s e b c h r . G5 329 [1953.
Vgi. auch diese Ztsch;. 63,283 119511.
Asgew. Chem. / 66. Jahrg. 1954 Nv. 16
Physikalische Gesellschaften Hessen-Mittelr hein
und Wurttemberg-Baden-Pfalz
Stuttgart, 80. April bls 2. l d 1964
Die beiden Physikalischen Gesellschaften Hessen-Mittelrhtin
und Wurttemberg-Baden-Pfalz veranstalteten dieses Ma1 vorn
30. April bis 2. Mai 1954 eine gemeinsame Tagung i n Stuttgart.
Soweit bei den Vortriigen Probleme beriihrt wurden, die von chernischem oder physikalisch-chemischem Interesse sind, wird auszugsweise im folgenden hieruber berichtet.
W . K L U G E und A R N O S C H ULZ,Stuttgart: Vber eine reversible Erntudungserscheinung der Sekunddremission an Glimmkathoden mit halblsitenden Schichtenkomponenten (vorgetr. von A .
Schulz).
An gasgefullten Photozellen mit CsO-AgCs-Kathoden wurden
reversible Ermddungen bei Glimmentladungen beobachtet. Der
Glimmstrom sinkt rnit wachsender Zeit. Wird in einer MeDreihe
nach dem Brennen einer Glimmentladung der Glimrnstrom durch
kurzzeitiges Wiedereinschalten gemessen, so kann das langsame
Erreichen der haheren AnfangsstromstHrke beobachtet werden.
Diese Erscheinungen wurden mit dem Aufprall positiver Ionen
auf die Kathode gedeutet. Es bleiben eine Zeit lang einige Zentren
auf der Kathode geladen. Der Halbleitercliarakter der untersuchten Kathoden verhindert e k e sofort,ige Entladung diesrr
Zentren.
487
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
450 Кб
Теги
дkunststoffe, дkrperfarben, anstrichstoffe, fachgruppe, gdch, und, kautschuk
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа