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GDCh-Ortsverband MarburgL.

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T H. H A A S E , FreiberglSa.: Die Vorgange beina Troekenpressen.
Vortr. berichtete uber das Verhalten fast trockener Massen unter dem EinfluB des Prelldruckes. Wahrend die Verdichtung des
Massepulvers bei zunehmendem PreDdruck bekannt ist und einem
Exponentialgesetz gehorcht, ist es interessant, den Druckausgleich
in der PreBform zu untersuchen. Eine ideale Masse sollte sich wie
eine Fliissigkeit verhalten und nach allen Richtungen eine gleiche
hydraulische Druokverteilung zeigen. Die gcfundenen Abweichungen wurden mit einer Apparatur untersucht, die es gestattet, auOer
dem Druck des Oberstempels auch den Druck auf den Boden der
PreDforni zu messen. Der auf den Boden der PreBforni wirkende
Druck in Prozenten des Oberstempeldruckes wird als Druckdurchgang bezeiclinet.
Der Druckdurchgang hangt auBer von der mineralischen Zusammensetzung der Masse und ihrem Flussigkeitsgehalt von dem
Verhaltnis Hohe zu Breite der Prellform ab. Die Hohe des PreDdruckes h a t nur geringen EinfluB auf den Druckdurchgang. Um
die Verhaltnisse zu vereinfachen, wurden nur MeDergebnisse an
zylindrischen Prefilingen mitgeteilt, deren Hohe gleich dem Durchmesser ist. Talkum, das sich besonders g u t zum Trockenpressen
eignet., h a t einen hohen Druckdurchgang, wahrcnd Tone und
Kaoline wesentIich sperriger sind.
Technische Bedeutung kommt den Gleitmitteln zu. Der Druckdurchgang hangt von der aulleren Reibung der Masse an der aulleren Formenwand ab. Wasser und fliissige Paraffin-Kohlenwasserstoffe verringern die Reibung geringfugig ; in vie1 starkerem Malle
aber wirken flussige ungesattigte Fettsauren, wie Olein. Die Wirhung des Oleins ist sehr grol3. Es erscheint aus Sparsamkeitsgriinden nicht erforderlich, wie vielfach iiblich, die Masse zu fetten. Es
genugt, die Oberfiache der PreBform etwa nach jeder achten
Pressung durch Zerstauben zu uberziehen.
A. D I E T Z E I , , Wiirzburg: ober [lie Messung der Plastizitiit.
Vortr. vertritt die Auffassung, daD die Eigenschaft der Bildsamkeit von Stoffen im System Ton-Wasser gleichermallen als Plastizitat im physikalischen Sinn anzusprechen ist wie bei vielen
anderen Stoffen, z. B. Metallen. Altere Versuche, den Unterschied
zweier Wassergehalte bei tonmineral-haltigen Rohstoffen oder
tonmineral-haltigen Massen als MaB f i i r die Plastizitat zu verwenden, treffen nach Meinung des Vortr. nicht, das Wesen dieser
Eigenschaft, konnen aber wohl praktisch brauchbare Hinweise ergeben.
Vortr. weist darauf hin, d a 5 nicht in erster Linie die zur Verformung eines plastischen Korpers notwendige Kraft, die bei vielen der bekannten Verfahren gemessen wird, interessiert. Er hebt
a h Charakteristikum fur die Plastizitat heraus, wie stark ein Korper unter bestimmten Voraussetzungen maximal und bleibend
verformt werden kann, ohne daD er seinen Zusammenhalt verliert,
also z. B. rissig wird.
Darauf hat sohon Th. Hanse 1952 hingewiesen. Vom Vortr. und
seinen Mitarbeitern wurde jetzt ein einfaches und universe11
brauchbares MeBverfahren aufgebaut. Er teilte Ergebnisse von
solchen Ton- und Kaolinniassen mit, die nach den bisherigen Verfahren abnorme .,Plastizitatswerte" ergeben haben. Auch bei diesen blessuugen wird aher der Wassergehalt berucksichtigt. (Nach
Mcinung des Referenten sollte man fur das Wesen tonmineralhaltiger Massen und Rohstoffe, die die Eigenschaft der ,,Plastizitat" nur dann zeigen, wenn ein System Fest-Flussig, also z. B.
Ton-Wasser, vorliegt, besser den Begriff der ,,Bildsamkeit", wie
ihn auch Huase sehon vorgeschlagen hat, gebrauchen.)
H. 11.1 E Y E R , Frankfurt/Main: Das Flainnispritzen T o n keraniischen Gberziigen.
Durch die Weit.erentwicklung des Metallspritzverfahrens wurde
es moglieh, auch hochsohnielzende keramische Verbindungen auf
Metalle aufzubringen. Diese Uberziige habeu die Aufgabe, das
Tragermaterial gegen Korrosion, Erosion und Oxydation zu
schiitzen sowie als Warmeschraiike zur Herabsetzung der Wandbemperatur des Mctalls zu wirken. Besonders geeignet erweist sich
Aluminiumoxyd wegeu seines hohen Schmelzpunktes, seiner HLrte,
s h e r chemischen Resistenz und anderer giinstiger Eigenschaften.
h l i t dicsem Material als Modpllsubstanz wurden die grundlegenden
Vorginge beim Flammspritzen von Kerarnik-Pulvern untersucht.
Es wurde cine neuartige Spritzpistole verwendet.
Um einen miiglichst verschleififesten, g u t haftenden und dichten Uberzug zu erhalten, mussen die Pulverteilchen wahrend des
Flammendurchganges vollstandig durchgeschmolzen sein. Temperatur, Lange der Flamme sowie Grolle der Teilchen und deren
Fluggeschwindigkeit mussen deshalb in einem bestimmten Verhaltnis zueinander stehen. Die aufgebrachte Spritzschicht besteht
nicht aus dem als Ausgangsmaterial verwendeten Korund, sondern
aus einer dem y-Al,O,-ihnlichen Modifikation des Oxyds. Oberhalb 1000 "G wandelt sich die Spritzschicht in die stabile Form,
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den Korund, um. D a diese Umwandlung mit einer Volumeuabnahme verbonden ist, die eine Ri5- oder Porenneubildung des
uberzugs begunstigt, wurde versucht, die Abschreck-Form des
Aluminiumoxyds durch Fremdoxpdzusiitze zu stahilisieren. Die
Spritzschicht ha.ftet auf dem Metall einmal dnrch meohanische
Vcrzahnung mit der aufgwanhten Oberflache, zum anderen durch
rhemische Verbindunesbildung uber Oxyd-Zwischenschichten.
Bei optimalen Spritzbedingungen erreicht die Haftfestigkeit die
Werte von Email auf GuDeisen. Obwohl der uberzug einen weitgehenden Ychuts gegen Oxydation des Grundmetalls bietct, l@t
sich Sauerstoff-Zutritt auf Grund der Porositat der Schicht nicht
vollig unterbinden. Erreicht die sich bildende Zunderschicht auf
dem Metall eine gewisse Starke, so platzt diese und mit ihr der
Aluminiumoxyd-uberzug ab. Versuche, die Spritzschicht gegen 0,
zu dichteu, wurden begonnen.
Nicht nur auf Metalle, sondern auch auf keramische Erzeugnisse
und Braphit lassen sich keramische Uberzuge aufspritzen.
[VB 2621
GDCh-Ortsverband Marburg/L.
aiu 13. November 1959
0.
(;
L E M S E R , Gottingen: Fluorierccq coil Sticksfof-, insbes.
ron Schicefel-Slicksfof-verbindungen.
Bei der Fluorierung von Stickstoff-Verbindungen geht Fluor
stets an den elektropositiven Partner des Stickstoffs, wenn die
Elektronegativitatsdifferenz zwischcn beiden gral3er als 0,5 ist.
Beigeringer Polaritat der Bindung, z. B. bei Kohlenstoff-Stickstoffbzw. Schwefel-Stickstoff-Verbindungen treten auch Verbindungen mit N-F-Bindnng auf. Bei der Fluorierung von AgCN oder
Aus der
PbN-CN findet man daher z. B. NF, bzw. F,C-NF,.
Reihe der schon erwahnten') Schwefel-Stickstoff-Fluoride wurden
N,S,F,, N,S,F,, S N F und NSF, chemisch naher untersucht, das
IR-Spektrum sowie die kernmagnetische Resonanz und die Elektronenbeugung gemessen. Die aus chemischen Reaktionen gezogenen Schlusse, nach deneu in N46,F4 und N,S,F, die F-Atome
a m Schwefel sitzen, wurden kernniagnetisch bestatigt. Die Formel
des sehr unbestandigen S N F konnte nur durch Elektronenbeugung
geklart werden. Bei dieser Verbindung handelt es sich um ein gewinkeltes Molekiil rnit 4 S N F von 120", Abstand S-N = 1,54
bis 1,64 8,, Abstand N-F = 1,37 bis 1,47 8, (genauere Abstande
werden bestimmt). Unter den chemischen Reaktionen ist die U m setzung niit Chlor hervorzuheben, da nebeu anderen Produkten
eine gasformige, sehr instabile Verbindung entsteht, bei der es
sich (IR-Spektrum, Molekulargewicht) sehr wahrscheinlich um
gasformiges SNCl handelt. Nach den chemischen Reaktionen wie
Messungen des IR-Spektrums und der kerumagnetischen Resonanz sind ini Molekul des sehr stabilen NSF, alle Fluor-Atome a m
+
/F
Schwefel gebunden. Die Formel ist daher NES-F
und nicht wie
F'
f r u h e r angegcben F - N = d F . Das Molekul ist tetraedrisch gebaut.
F'
Die Dreifachbi'ndung N=S wird aus den dem IR-Spektrum entnominenen Kraftkonstanten sehr wahrscheiulich gemacht.
[VB 2731
am 20. Proveruber 1959
H . T . 1V I T T , Marburg/[,.: Unterszdzungen iiber die Primiirreaklionen der Pholosynthese').
Bei Anregung der Photosynthese rnit Blitzlicht beobachtet man
kurzzeitige
bis lo-, see) und sehr kleine Absorptionsanderungen ( ' / l o 7 ; ) . Bisher wurden vier Typen von Absorptionsanderungen gemessen. deder Typ entspricht einer Teilreaktion bei
den Primarvorgangen der Photosynthese. Aus der Untersuchung
des zeitlichen Verlaufs dieser Absorptionsanderungen in Abhangigkeit von verschiedenen physikalischen und chemischen Parametern
ergeben sich folgende Resultate.
Die Reaktion Typ 0 bedeutet den photophysikalischen Itbergang des Chlorophyll a in seinen Triplettzustand. - Der Typ 1 bedeutet rine photochemische Reaktion a m Chlorophyll a , wobei das
dabei gebildete Derivat gekennzeichnet ist durch eine Absorptionsbande bei 520 mp. Die Reaktion Typ 1 verlauft auch noch
bei -160 "C; die Reaktion ist strukturqebunden und koninit
nur bei einer bestimmten Anordnung der Chlorophyll-Molekule
zustande. - Der Typ 2 steht in unmittelbareni Zusanimenhang rnit
der an die Chlorophyll-Reaktion sich anschliellenden ,, WasserspalEs konnen eine Reihe von Einzelheiten iiber die Eigentun:".
schaften d e r an drr ,,Wasserupaltung'. betciligtcn Stofte angegeben
werden. - Die Resktiou T y p 3 bcsclireiht den zeitlirhen Vrrlauf
der am Ende der Primarvorginye stattfindenden Redoxreaktion
( Hill-Reaktion).
[VB 2761
..___
1)
2)
Diese Ztschr. 69, 273 [1957].
Z. phyeik. Chern. N.F. 20, 193, 253, 285 [1959]; 27, 1 [I9591
sowie ebenda u. 2. Elektrochern., irn Druck.
Angew. Chem. 172. Jahrg. 1960
/ Nr. 2
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