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GDCh-Ortsverband Mnster.

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Thiosemicarbazid-Rrst, a m C, ethyl-phenylligdraxin traqeri. Rei der
Ilnisetzung rnit h'itrit wiirde wieder das oben beschriebene Osonhpdraxon
isoliert. D a 111 das bei der Osazon-Bildunc aus Fruktose und Mcthylphenylhydrazin (Fruktose-methylphenylhydrazon .+- Methylphenxlhydrazin = Fruktoson-mcthylphenylhydrazon
Methylanilin
?: Il,! hipher nicht. isolierte Zwischenprodukt darstellt, hat Verf. versueht., diesrs
+
H 4 - 0
I
C--0
'7
H-C-OH
H - C = N-N (CH,)C,H,
I
C-N-S(CH,)C,H,
+
C,II,(CH,)N-NH-C
I
- -
I
HM-H
HO-GH
.
H0-C-H
I
11--6--0H
H e 1 1
H-G-OH
I
H-C-OH
H L
H,-G-OH
I
I+C-OH
I1
H-C-OH
bisher liypothetischn Zwischenprodukt direkt aus Xurkern irntpr den Redinglingen d e r Osazon-nildung zu geninnen. Fs ist gelungen, aufi Fruktoee nnd p-TolJ-1-d-isoSlukossmiii bei Einwirliung von 2 Mol Methylphenyl-hydraxin in esuigsaurer Losung untrr bestimmten Rraktionshedingungen in mehr als 50proz. Ausheute das Fruktoson-methylpbenylhydrazon kristallisiert zu isolieren. Man kann das zweite Mol Methylphenylhydrazin durch Chinon bzw. durch Wasserstoffsuperoxyd ersetzen.
flberraschenderweise erhalt man bci ~ ~ b e r t r a g u ndieser
g
Reaktionsbedinqungen auf Glukoae ebrnfalls dae Fruktoson-methyl-phenylhydrazou.
Man mull erwlgen, ob nicht stets die Osazon-Rildung aus Glukose bpi
Verwendung von Methyl-phenylhydrazin uber dieses Fruktose-nerivat
verliuft.
Ein an8fiih:lirher Bericht wird a n anderkr Stelle gegcbpn werden.
I
-0
I
1
I (?
I
. Eingeg. am 3. J u l i 1951
[ A 3711
Versammlungsberichte
Chemisches Kolloquiurn, TH. Stuttgart
POCI, (gemeinsam rnit H. Schulz): HPO,Cl,
PCI, (gemeinsam mit 11. Schulz): P(OH),, II,P205, P,O (wenig)
SiCl, (gemeinsam mit W. Wnrncke')) :SiCI,OII, Si,OCl,, Si,OCl,OH,
SI,O,CI, u. a.
SiF, (gemeinsam rnit H. Grosse-Ruyken,)): Si,OF,, Si,O,F,,
.
(SiOF,)x
BCl, (gemeinsam mit H. KeZleP)): B,O,, B,O,CI,
AlCl, * O(C,H,), (gem. rnit H. Rohlfs): AICI,OII OR,, [AI(OH,),J
Cl,OH, AlOCI.
G.
[VR 2991
am 22. Jnni 1951
H . S C H A F E R , Stutt.gart: Meuere 1'TntersuchungPn zur Chemie d w
E'lentenlo Niob und I'nntal.
Die Analyse von Nb,O,-Ta,O,-Proben
geschieht indirekt,. Man ermittelt das Gewicht der i m Vakuum sublimierten Pentachloride und das
dcr daraiig gewonnencn Oxyde. Die Begleitelemente T i und Sn werden
hierbei, und auch beim praparativen Arbeiten, weitgehcnd iiber die
leichtfluchtigen Tetrachloride abgetrennt. Ausgangspriiparate rnit z. P..
50% TiO, liefern naeh einmaliger Trennung Endprodukte m i t < 0,03%
TiO,.
Reines NbCl, schmilzt bei 204,7". reines TaCl, bei 216,5". NbCI, und
TaCI, sind im fliissigen und i m festen Zustand vollig mischbar. Diese
Mischungen verhalten siah ideal.
NbCl, wird in braunen Nadeln erhalten, wcnn NbC1, rnit Nb, Fe, A1
oder H, reduziert wird. Auch beim Umsatz von NtiO, mit AlC1, oder
NbCI, entsteht NbCI, neben AlOCl, bzw. NbOCl,. Stets ist zu beachten,
dall NbCI, leicht in NbCI,
NbCl&agaszerflllt. Dieser Zerfallsdruck
wurde rnit einer Taupunktsmethode gcmessen.
TaC1, wird in groBen braunschwarzen Kristallen bei der Einwirkung
von TaCI,-Dampf auf A1 bei 400° gewonnen.
Niob und Tantal lassen sich dadurch t,rennen, dall man die Pentachloride partiell reduaiert. Ein ArbeitsTang liefert Nb- oder Ta-Prlparat.e
mit, 2 99% Reinheit. Ein weiterer Weg zur Niob-Tantal-Trennung bes t e h t i n der fraktionierten Auslaugung der Er'dsiureniederschlige mit
salzsaurer Oxalsiurelosung. Die hierbei als Bodenkorper vorliegende
Erdsaure stellt cine Niob-TantaleBnre-Mischpha8edar.
Auch die Pentoryde Nb,O, und Ta,O, bilden Mischkristalle. Bei
der Reduktion eolcher Pentoxyd-Miscbungen rnit feuchtpm Wasserstoff
besteht der hsterogene Bodenkdrper aus einer ( S b , Ta),O,- und einer
(Nb, Ta)O,-Nischphase.
Ausfuhrlich werden die Ergebnisse in der Z. anorg. u. allgem. Chemie
ver6ffentlicht.
H. S.
[VB 3011
+
GDCh-Ortsverband Miinster
gemeinsam rnit dem Chem. Eolloqninm
am 18. Juni 1951
0. G L E M S E R , Aschen : Nruers Unlersuehungen iiber MetaZZhydrozyde und Ozydhydrate.
Die Verbindungen der Rysteme Yetalloxyd/Wasser werden n e u
u n t e r t e i l t : I. Hydroxyde, enthalten nach der Strukturanalyse die
OH-Grnppe. 11. Hydroxydbydrate, z. B. LiOH * H,O IAhiumhydroxydmonohydrat. 111. Oxydaquate, bestehen a m Oxyd
Waeser.. Z. R.
'l'i0,
xH,O, vtandioxydaquat. IV. Oxydhydrate, echte Hydrate von
Metalloxyden; allgem. Rezeichnung von Verbindungen der Bruttoformel
Me,O * zH,O, wenn iiber die Wasserbindung nichts ausgesngt, werden
poll. S e i m System TiO,/II,O wird durch dielektrische 'Messungen und
Aufnahme ipoharer Ahbaukurven iiberpinstimmend fcstgestellt, daO
TiO,
Ii,O vorliegt, die Praparate demnach als Oxydaqnate bczeichnet
werden miisacn. Ebenso verhdten sich PrXparat.e der Systeme l'hO,/H,O
und MnO,/H,O. Die braunen Niederscblige, die aus Eisen(II1)-salzIAsiingen mit Animoniak odpr Alkalilauge gefillt werden; sind nach
Elektronenheugungsaufnnhmcn und dielektrischen Xcwungen als Oxydaquate zu betrachten. -Die Formulierung Fe{C)H), iFt nicht richtig.
Zahlreiche Unt,ersuchungen iiber Hydroxyde mit. Einfach- und Doppelschichtengittern (nach Feitkneeht) wcrden angefiihrt. Daa blaue
Kobalt(l1)-hydroxyd tritt i m Doppelwhichfengitter nach dem P b J,-Typ
auf. Seine Konst.itntionsforme1 ist
+
+
+
GDCh-Ortrverband Bonn
am 7. Juni 1951
A. von A N T R 0 P O F F , Uelzen : Die Gasadsorption uon kleinsten
bis zu hbchsten Drucken.
J . ' G O U B E A U , Gottingen: Die llydrolyse von Halogeniden.
Die Grundreaktion der partiellen Iiydrolyse einer Gruppe von Halogeniden laBt sich aufteilen in cine primare Anlagerung der Wassermolekel an das positiv geladenr! Zentralatom des Halogenids unter
gleichzcitiger Lockerung der Bindungen der Halogen- wie der Wasserstoffatome. Die Schwachung dieser Bindungen, die sehr betrachtlich
wird, wenn unter Bildung eines Durchdringungskomplexes ein freies
Elektronenpaar des Wassers in das Elektronensystem des Zentralatoms
mit einbezogen wird, kann zum Platzwechsel eines Protons vom Sauerstoff zum Halogen fiihren, damit z u einer weiteren Schwachung dcr Rindung des Halogens an das Zentralatom und schlielllieh zur Loslosung von
Halogenwasserstoff. An diese Substitutionsreaktion der Hydrolyse, die
zu Hydroxyl-Gruppen fiihrt, konnen sich unter zwischenmolekularer HCI
bzw. II,O-Abspaltung Kondensqtionsreaktionen anschliellon unter Bildung h6hermolekularer Verbindungen. Die Neigung einzelner Elemente
zu derartigen Kondensationsreaktionen l i u f t parallel rnit der Tendenz
zur Bildung von Polysiurcn. A18 weitere Folgereaktionen konncn Disniutationen der primiren Hydrolyseprodukte eintreten in Hydroxyd bzw.
Oxyd eincrseits und Halogenid andererseits, besonders dann, wenn das
Zentralatom koordinativ ungesattigt ist.
Die an POCl,, PCl,, SiCl,, SiF,, BCl, und AlCl,. O(C,H,), durchgefiihrten Versuche wurden zur p r i p a r a t i v e n D a r s t e l l u n g d e r e r s t e n H y d r o l y s e p r o d u k t e unternommen. Sic wurden rnit Eis, rnit
kristallwasserhaltigen Salzen, rnit Hydroxyden und wenn notwendig 8 0 gar rnit Oxyden durchgefuhrt. I m letsteren Fall kann von Hydrolyse
nur noch in einem weiten Sinn dee Wortes gesprochen werden. I m einzelnen konnten folgende Verbindungen erhalten werden:
3 56
4 Co(OH),
c)
<=,
Co(OH),
die IIauptRchichten enteprechen Co(OH),
die uugeordnet eingclagerten Zwischenechichten
Co(OH),. Hingegen kristallisicrt rosafarbenes Kohalt(I1)-bydroxyd ini Einfachschichtengitt.er des gleiehen
Typs. Aus dem blaucn Hydroxyd wird durch Luftoxydation griines
Kobalt,(II, 111)-hydroxyd
...:.:>
Kit Doppelschichtengitts nach deni CdCI,-Typ in topcchemischer Reaktion gewonnen. Ihm entspricht in der Struktur schwarzblaues Kickel
(11, 111)-hydroxyd 4 Ni(OH), ......, NiOOII. Weitcre Nickelhpdro-
c;
xyde rnit Doppelschichtengitter sind 4 NiOOH
3 NiOOH
<:.'
:\
..
NiOOII und
c>
NiOOH, ersteres leitet sich r c m PbJ,-Typ, letzteres vom
../
CdCI,-Typ .ab. Wahrend man brim Rises Doppelschichtengitter noeh
nicht rnit Sicherheit qefiinden hat, lassen sich beim Mangen die bekannten Yangan(I1)-xanganitc als 4 M n O , < ~ > M n ( O H ) ,mit Doppclschicbtengitter nach dem PbJ,-Typ formulieren--(Feitknecht).
Niederc Hydroxyde des Molybd3ns !ind Wolframs erhalt man dureb
Einwirkung von naszierendem Wasserstoff auf Oxyde hzw. IIydroxydc
des gen. Metalles. Aus MOO, entstehen so nacheinander die y c n o t y p i s c h e n V e r h i n 2 n n g e n : Blaues Mo,O,,(OH),,
blaues Mo,O,(OH),,
bordeauxrotes Xo,O,(OH), u n d olivgriines MoO(OH),. Durch therrrische Zersetzung geht.IoO(OH), unter H,-Abspalt.ung in Mo,O,(OH),
iiber. AUHMOO, 2 H,O sind noch blaues, krist. MOO,,,, xH,O und
blaues, krist. Mo,O,,(OH),, zu gewinnen. Aurh rmorphe Praparate, z . B.
MosO,, xH,O, MoO,.,, * xN,O u n d H[Mn,O,] werden als Hydroxyde be~
Waseer konsl.itutiv gebunden enthalten.
traohtet, d a A I 3as
.
-
J . Qoubeau u. R . Warncke, Z . anorg. Chern. 2 5 9 , 109 [1940].
J. Qoubeau u. H . Grosse-Ruyken, ebenda 2 6 4 , 230 [1951].
Vgl. J. Qoubeau u. H . Keller, ebenda 2 6 6 , 7 3 [1951].
') Vgl.
,) Vgl.
3,
Angew.
Chem. I 63. Jahrg. 1951 I Nr. 15
Die Pinwirlcung von naszierendcm W~sserstoffauf WO, fuhrt zu den
Wasqeratoff-Analoga der Natrium-wolframbronzen ( NaxWOy). Es wurden
isoliert: V i o l ~ t t e sIIo.6W08 (krist. h b i s c h i m ReO,-Typ), hlaues 11,,33WO, (tetragonal) und tlaues Ho.,WOs (rhombisch). Aus H,W 0, bildet
sich niit nasz. Wasserstoff WO,,,,. xH,O. Il,,.6W03 und WO,.,,. xII,O
werden von Wasser und Kalilauge unter H ,-Entwicklung zersetzt. Rei
der therm. Zersetzung von H,B.6W03in CO,-Atmospharc entstehen Kohlenwasserstoffe. Auch aus TiO, und Nb,O, bilden sich rnit nasz. WasserStoff ,,l'itanblau" iind ,,Niobblau". Die Untersuchiingrn hierhber sind
noch nieht abgescblossen.
[VB 3001
Verein der Zellstoff- und Papier-ChemikeP
und -1ngenieure
I n Detmold fand vom 5 . 4 . J u n i 1951 die diesjahrige Iiauptversammlung statt. Sie wurde von etwa 500 Teiln'ehmern aus dem Bundcsgebiet
und 1 2 weiteren LBndern besucht. Uber einige der gehaltenen VortrLgc
wird hier referiertl). Die Arbciten werden in der Vereinszeitschrift ,,Das
Papier" erscheinen.
H . S T A U D I N G E R , Freiburg i. Br.: Uber den micellaren oder
naakromokkularen Bau der Cellulose.
Friihere Arbeiten haben gezeigt, dall die kolloidalen Eigenschaften
von Cellulose-L6sungen nicht auf Cellulose-Micellen zuriickzufiihren sind.
Auch im festen Zustand kann nicht von einem micellaren Bau der Cellulose gesprochen werden. Dies zeigt der Verlauf der Acetylierung bci Inklusionscellulosen. E r erfolgt gleichmiillig durch die ganze E'aser und ermoglicht bei partiell acetylierten Fasern keine Extraktion von Triacetylcellulose, wie es der Fall sein mullte, wenn die Acetylierung an der
Oberflsche von Micellen einsetzen wiirde. Dieser Fall lallt sich nur bei
troekenen nativen Pasern unter spexiellcn Bedingungen verwirklichen.
Aussprache:
-: Eine molekulare Aufteilung findet n u r bei sehr verdiinnten Losungen
statt. Hat man in konzentrierteren rnit dem Vorliegen von Kristalliten
zu rechnen? Vortr.:'Ja. Dies ergibt sich schon daraus, daR man bei Losungen
hoherer Konzentration zu verschledenen Viscositaten kommt, j e nachdem,
ob die betreffende Konzentration durch Einengen einer verdunnten Losung
oder durch unmittelbare Herstellung gewonnen wurde. L. Nicolas, Paris:
Diese Kristallite verschwinden nach einiger Zeit.
G . J A Y M E , Darmstadt: Uber einen neuen wasserldslichen Cellulosekomplez. (Verlesen durch L. Rotlaamel).
Analog den L6sungen von Kupfer-Komplexen rnit Ammoniak und
Aminen, die Cellulose zu losen vermogen, wurde eine Kobalt(I1)-KomplexVerbindung hergestellt, die die gleichen Eigenschaften hat. Man geht
dazu von frisch gefHlltem reaktionsfahigem Kobalthydroxyd BUS. Nur
das blaue, laminar disperse Co(OH), ist brauchbar, nicht aber die rosafarbene Modifikation. Durch Ausschlufi von Luftsauerstoff mull das
Entstehen des Komplexes rnit dreiwertigem Kobalt, der keine Losekraft
besitzt, verhindert werden. Die tiefweinrote Losung von 6 3 % Co und
26% Athylendiamin vermag bis zu 8 % Cellulose zu losen.
F . K R A F T , Marathon, Canada: Die Zellsloffbleiche i n Amerika.
In USA und Kanada werden z. Zt. etwa 55% der gesamten Sulfitzellstoffproduktion und 26 % der Sulfatzellstoffproduktion gebleicht hergestellt. Die Bleiche geht bei Sulfitzellstoffen in 3-4, bei Sulfatzellstoffen in 5-6 Stufen vor eich. FrUher z. T. iibliche weitergehende Unterteilungen in bis zu 10 Stufen h a t man wieder verlassen. I n der ersten
Stufe findet stets cine Chlorierung vermittels Cl,-Gas oder waOriger C1,Losung statt. I n der zweiten Stufe werden chloriertcs Lignin und Hemicellulosen niit Natronlauge extrahiert. Daran schliellt sich als drittc
Stufe eine Oxydation rnit Hypochlorit an. Rei weiterer Ausdehnung der
. Bleiche werden Stufe 2 und 3 oder nur 3 wiederholt.. Auch in der letzten
Stufe wird im Gemmsatz zu friiher in hoher Stoffdichte eearbeitet. Die
gesamte Hleiche geht in der Regel vollkontinuierlich von scatten. GrilBere
Gleiehmalligkeit des bei der automatisch gesteuerten Kochung anfallenden Ausgangsproduktes, bessere und schnellere KontrollmoglichkeitBn
und Anpassungsfahigkeit durch entsprechende Stufen-Unterteilung,
waren die Voraussetzungen fur diese Entwicklung. Natriumhypochlorit
h a t vor Calciumhypochlorit nur dbn VOrteil einfacherer IIerstellung der
Hleichlaugen. Natriumchlorit ist noch teuer und wird erst selten angewandt. E8 kann ah 50proz. Losung in Tankwagen bezogen werden. I n
5 Werken stehen Anlagen, in denen Chlordioxyd BUS Chlorat a n Ort und
Stelle hergestellt wird. Weitere sind in Rau. Sehr wichtig sind die Peroxyde f u r die IIolzschliffbleiche gcworden. Sie bewirken cine selektive
Oxvdation der Cellulosebee~eitstoffe. ohne dall diese aus dem Produkt
e n k r n t werden. Dic Ausbeute betragt dahcr 100%. Die Stabilitat beim
Trocknen und Lagern, nicht aber gegen Licht, ist gegeniiber dem ungebleiehten IIolzschliff verbesscrt, aullerdem natiirlich die Farbe, was fur
die IIcrstellung von Druckpapieren besonders wichtig ist, fur die der
IIolzsehliff auch sonst besonders giinstige Eigenschaften hat.
P . W . L A N G E , Stockholm: Uber die Verteilung der Kohlenhydrate
i n den Zellsfoff-Fasern.
IJm die Verteilung der Restandteile in der diinnen Zellwand festzustellen, eignet sich a m besten eine optische Methode. Dabei werden
Paserquerschnitte mit Licht verschiedener Wellenlange durchstrahlt und
durch Vergleich rnit einem abgezweigten Lichtstrabl die Absorption in
den versehiedenen Schichten der Paser gemcssen, woraus die Konzentration des absorbierenden Materials bestimmt werden kann. Die Ver.l)
Weitere Vortragsreferate demnachst in Chem.-1ng.-Technik 23 [1951].
Angew. C h m . 63. Jahrg. 1951 / N r . 15
teilung des Lignins lallt sich so sehr leicht feststellen, d a es selektiv im
UV absorbiert. Kohlenhydrate zeigen keine selektive Absorption. Das
Lignin wird deshalb zunachst entfcrnt, dann lichtabsorbierende Subs t a m e n eingefiihrt, die mit den Kohlenhydraten reagieren. F u r die Holzpolyosen kann dies Kristallviolett sein, das rnit den Rauren Gruppen
reagiert. Doch kann der Anteil der Holzpolyosen auch durch Entfernen
dersclben rnit Alkali aus den Gesamtkohlenhydrat~nbestimmt werden.
Diese werden mit p-Azo-benzoylchlorid in Pyridin umgesetzt, wobei alle
011-Gruppen quantitativ reagieren. Durch die Quellung in Pyridin wcrden Lichtverluste durch Streuung vermicden. Bei Raumwolle wurde cine
gleichmaIligc Verteilung der Kohlenhydrate iiber den ganzen Faserquerschnitt festgestellt, ebenso bei IIolocellulosen. Doch ist bei letzteren die
Konzentration dcr Cellulose a m groDten in der Nahe des Lumens und a m
geringsten in den AuBenbezirken der Fascr. I h r c h die genau entgegengesetzte Verteilung der IIolzpolyosen kommt die gleichmiillige Konzentration der Gesamtkohlenhydrate in der Faserwand zustande. Harte
Sulfitzellstoffe zeigen eine iihnliche Verteilung, rnit nur geringer Abnahme
der Konzentration gegen die Peripherie zu. Wesentlich starker ist diese
Abnahme bei weichen, zur I(unstseidehcrstellung bestimmten Sulfitzellstoffen. Bei Sulfatzellstoffen bcstehen zwischen normalen und Vorhydrolyse-Kocliungcn ahnliche Unterschiede.
E . P E S T I N G , Miinchen: Eigenschaften und Herstellung von Chlordioxyd.
Eine gr6llere Verwendung von Chlordioxyd war trotz seiner Rleichwirkungcn wegen seiner Explosivitat und physiologischen Aggressivitat
bis jetzt nicht m6glich. Das Natriumchlorit dagegen lBBt sich gefahrlos
handhaben. Das daraus irn Bleichbad hergestellte Chlordioxyd ist aber
siebenmal so teuer wie das urspriinglich zur Gewinnung des Katriumchlorits verwendete. Es h a t sich deshalb nur fur Spezialzwecke eingefiihrt (Mehlbleiche, Wasserreinigung), nicht aber fiir die Zellstoffbleiche.
Fiir diese eraffnet sich jetzt eine Moglichkeit zur Verwendung von Chlordioxyd durch Herstellung direkt an der Stelle des Verbrauchs. Eine
direkte Oxydation des Chlors ist nicht mbglich, vielmehr muU stets das
Chlorat reduziert werden. Dazu sind heute drei Verfahren im Gebraueh.
Zwei schwedisehe ( H o l s t und Persson-Angel) und ein deutsehes (Kesting).
Die ersten beiden arbeiten rnit SO, als Heduktionsmittel diskontinuierlich bzw. kontinuierlinh, das lctzte benutzt Salzs&ure und arbeitet kontinuierlich. Bei den ersteren mull das gebildete Natriumsulfat ausgeschieden werden, bei dem letzten kann das gebildete Natriumchlorid
wieder der Elektrolgse zugefiihrt werden. Die verwendete Natriumchlorat-Losung wird direkt BUS der Elektrolyse entnommen. I m Gegenstrom gefdhrte Luft nimmt das gebildete Gasgemisch von Chlordioxyd
und Chlor rnit sich, aus dem ersteres mit Wasser ausgewaschen werden
kann. Die Kosten hangen vom Strompreis ab. F u r 1 kg Chlordioxyd
werden 14 kWh verbraucht.
H . C O R T E , Mannheim: Die physikalische Bedeutung des Mahlgrads und seine Beziehung ZUT Papierfestigkeit.
Die beim MahlprozeB cintretende Vergroflerung der spezifischen Oberflache und des spezifischen Volumens der Zelletoff-Fasern (beide BUS
hydrodynamischen Datcn abgeleitet) wurden genauer untersucht und
festgestellt, dafl erstere rnit dem Mahlgrad-Anstieg, letztere mit der Festigkeits(ReiO1ange)-En twicklung symbat verlauft. I m wesentlichen ist
demnach der Mahlgrad ein MaU fur die Fibdllierung (spez. Oberfliiche)
des Stoffes, wiihrend die Festigkeit von der Quellung (spez. Volumen)
der Pasern abhlngt. Fiir Mahlgrad- und Festigkeitakurven wurden Formeln aufgestellt, die a n einem grollen Versuchsmaterial zahlreioher Sulfit.zellstoffe in den v6rschiedensten Mahl-Einrichtungen venfiziert werden konnten. N i t ihrer Hilfe ist eine Vorausberechnung der Kurven m6glich, wenn die Eigenschaften des AUsgangsZellstOffS bekannt sind und
eine Mahlstufe vorliegt.
Aussprache:
J . m m h , Winsen: Der Mahlgrad kann fiir sehr verschiedenartige
~beriicksichtigt
t , o , f f n e , " e werden.
d n e , g ' ~ Vortr.:
~ ~ ~ ~ n uDazu
~ :, ~e s: f6sind
~~! ~? ~~ $~ ~~ ,," ~ s " $~A
yiL cF","s'&!;
weitere Messungen notwendlg
d a aus einer Gleichung jeweils n u r eine Unbekannte ausgerechnet werden)
d k e a : , " ~ ~ t ~ ~ ~ ~ h h ~ 0 ~ ~ ~ ~ ~ i ~ ~ ~ e ~ ~ e ~ : c d h u e r g " ,
silberungsmethode von Clark gibt andere Werte. Nach der DurchfluO-
methode erhalt man aber diejenige LuDere Faserflache, mit der sich die
Fasern bei der Blattbildung berlrhren kcinnen. G . Strecker Darmstadt:
Die gezeigten Beziehungen sind klar und einfach, den Abfall der Mahlgradkurven bei hoheren Mahlgraden geben sie aber nicht wieder. Vortr.: Dazu
mussen weitere Faktoren beriicksichtigt werden, die gezeigten Kuwen
zeigen den Verlauf n u r
Erreichen des Maximums.
H. LvB 2981
FATIPEC -Tagung Paris
Vom 3.-6. J u n i 1951 fand in Paris unter Reteiligung von 420 Teilnehmern aua Deutschland, Belqien, Brasilien, Danemark, England,
Frankreich, Italien, Niederlande, Norwegen, C)sterreirh, Pchweden,
Schweiz, Spanien, USA dic , , S t u d i e n t a g u n g u b e r f e u e r h e m m e n d e
u n d f c u e r f e s t e A n s t r i c h s t o f f e u n d L a c k e " statt, veranstaltet von
der PATIPEC (PBdBration d'Association8 de Techniciens des Industries
des Peintures, Vernis, Emaux e t Encres d'lmprimcrie de 1'Europe Continentale), in Zusammenarbeit mit der franzosischen Gesel~schaft der
Lack- und Farbentechniker und der franzBsiechen Gesellschaft fur Industrielle Chcmie. F u r dir deutsche Lack- uod Farbenchemic war die
besondere Bedeutung dieser Tagung darin z u sehen, daO es die crste ihrer
Art nach dcm Kriege war. a n der die deutsche Lack- und Farbenchemic
als gleiohberechtigtes Yitglied ofIiziell teilnahm. Die deutsche Delegation, unter Flihrung des Vorsitzenden dcr Faehgruppe ,,Korperfarben
357
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