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GDCh-Ortsverband Wuppertal-Elberfeld.

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Xetelaa+) und Mitarbeitern unterauchten TlSe isotyp. Im System n / S e
wurden entsprechend den Untersuchungen Ketelaars ebenfalls nur die
Verbindungen Tl& und TlSe beobachtet. Im System Tl/Te wurden
nur die Verbindungen T1,Te und TlTe beobachtet.
Auf arund der Spinell-ahulichen Struktur dee In,Sa war zu erwarten,
daO auch Doppelsulfide des I n a s , mit 2-wertigen Metallsulfiden Spinellstruktur haben. Es ist dies auch der Fall bei folgenden Verbindungen:
MgIn,S,, CaIn,S,, CdIn,S,, HgIn,S,, MnInlS, FeIn,S,, CoInaS, und
NiIn,S,. Von diesen Verbindungen haben CaIn,S,, CdInaS,, und
HgIn,S4 die sog. ,,Normalstruktur", YgIn,S,, FeIn,S,, CoInaS, und
NiIn,S, dagegen die sog. ,,Austauschstruktur". MnIn,S4 nimmt eine
Zwischenstellung ein, indem sich das Mangan auf beide Metallagen verteilt. Es wurden die Griinde fur das Auftreten der beiden Strukturen
bei diesen Verbindungen diskutiert. Danach hat dasjenige Katfon den
entscheidendeq EinfluB auf die Ausbildung der jeweiligen Struktur, das
die grbOere Neigung zur tetraedrischen Koordination gegenaber dem
Schwefel hat. CdIn,S, bildet eine Ausnahme, d4 es infolge der Versohiedenheit der beiden Kationen mit dem Indium zusammen nicht die
gleichen Lagen besetzen kann und deshalb die Normalstruktur bevorzugt.
Die Verbindungen CuInS, und CuTlS, krystallisieren im Chalkopyrittyp.
a.
[VB 1551
270. Sttzung am 17. Dezember 1949
A . EUCKEN und a. HERTZBERG, Gbttingen: Aussalasffekte und
Ionenhydratalion*) (vorgetr. von A . Eucken).
Einen wichtigen, namentlich in friiherer Zeit stark beachteten Zugang zur quantitativen Ermittlung der Ionenhydration bilden Messungen
des sog. ,,Aussaleeffektes", d. h. der Herabsetzung der Wasserlbslichkeit
von Gasen und schwerl6slichen Fliissigkeiten bei Zugabe von Elektrolyten. Diese Herabsetzung kommt im Prinzip dadurch zustande, daB die
an die Ionen hydratisch gebundenen Wassermolekeln ftir die Lbslichkeit
der genannten Stoffe ausscheiden. Die exakte Durchfiihrung der Berechnung der sog. Hydratationszahlen der Ionen (a. h. der Zahl der je Ion
gebundenen H,O-Molekeln) erfordert die Beriicbichtigung zweier z. T.
einander entgegenwirkender Einfliisse: 1) Der durch die Anwesenheit
der Ionen bedingten Versahiebung der Assoziationgleichgewichte innerhalb des Wassers. 2) Der Tatsache, daO auch die gelosten Gase u. dgl.
in reinem Wasser Hydrate bilden, die aber bei Anwesenheit gelbster Ionen
abgebaut werden, da, deren Hydratation kriiftiger ist, als die der Gase.
Zur ErgLnzung der Ergebnisse friiherer Untersuchungen wurde der
Aussalzeffekt neu gemessen bei den Gasen: Ar, Kr, Xe, O,, CH,, C,H,,
unter der Verwendung der Elektrolyte NaCl, KC1, LiCl, MgCl,.
Die bereahneten Iouenhydratationszahlen liegen in der Gegend von
10 und stimmen recbt befriedigeud mit den aus anderen statisohen Eigenschaften (dem soheinbaren Molvolumen und der soheinbaren Molwarme
gel6ster Ionen) ermittelten iiberein, wahrend die aus kinetisehen Phiuomeuen (Ionenbeweglichkeit, Viscositit usw.) sich ergebenden Werte
in der Regel merklich kleiner sind.
N . GRUBHOFER. Gbttingen: ober eine new Gegenstromverteilungsapparatu?).
Die vom Vortr. demonstrierte Glas-Apparatur Bhnelt der von L. C.
Craig in ,,Fortschritte der chem. -Forschung" beschriebene Apparatur,
gestattet jedoch die diskontinuierliahe, fraktionierte Gegenstromverteilung im prilparativen Maastab. Die Schiittelrohre sind auf ein schaukelartiges Gestell montiert, ihr Inhalt is€ durch einen Schliff3topfen
leicht zughnglich. Ein automatischer Heber sorgt fUr den selbsttltigen
NachfluO gleicher Mengen leichter Phase wlhrend der Verteilungsoperation. Ein 40-stuflger Apparat faOt bis zu 150 cms FlUssigkeit j e Stufe,
eine auf dem gleichen Gestell rnontierbare2O-stuflge Apparatur hat maximal 1200 cms Inhalt j e Stufe. Die bekannten Verfahren zur Fortfiihrung des Verteilungsvorganges iiber die eigentliche Stufenzahl der
Apparatur hinaus lassen sich leicht siungemaO anwenden. So konnten
z. B. 60 g eines sonst schwer zu reinigenden technischen Oxyanthrachinons
mit der groBen Apparatur iiber 50 Stufen verteilt werden und dabei
8 g einer Spitzenfraktion von bisher unbekannter Reinheit erhalten werden. Der Preis der Apparaturen ist wesentlich niedriger als der einer
25-stuftgen Craigschen Verteilungsmaschme aus Metall.
J . GOUBEAU und R. BERUMANN, Gattingen: Die Reaklwn mn
SortrifluOria mit Natriumhudrid.
Gegen Kriegsende war gemeinsam mit U. Jambshagen und M .
R a h l l ) vergeblich versucht worden, B,HI mit Kaliumhydrid zu Kaliumborhydrid umzusetzen:
B,H,
+ 2 KH = 2 K(BH,)
(1)
Um zu prtifen, ob das negative Wasserstoff-Ion der Hydride iiberhaupt
Donor-Eigenschaften besitzt, studierten wir die Reaktion von Bortrifluorid mit Natriumhydrid. Wir stellten fest, daO ab 180° merkliche
Reaktion einsetzt, die bei wenig hoherer Temperatur (200O) bereits sehr
heftig wird und dann zu Bor-Abscheidung fiihrt, in ubereinstimmung
rnit Versuchen von D. T . Hurd6). Trotz weitgehender Variation der
Reaktionsbedingungen gelang es hachstens 70% der nach der Gleichung
NaH
+ BF. = Na (HBF.)
(a)
zu erwartenden Gewichtszunahmexu erzielen. Rbtgenographische Untera)
.
A. A. Uetelaar, W.H. THart, M. Moerel u. D. Polder, Z. Krystallogr.,
]CLineral. Petrogr. ( A ) 101,396[1939].
*) Erscheint ausfllhrl. in Z. physikal. Chem.
*)
')
Erscheint ausfilhrlich in Chem.-1ng.-Technik.
Vgl. Di 1.-Arbeiten von U. Jambshagen u. M. Rahtz (Otlttingen, 1944
und 194%).
D . T. Hurd, J. Amer. Chem. SOC.71,ZO [I94a].
auchung dw Reaktionsproduktw zeigte, daB all@ Hydrid verschwunden war und neben vie1 Natriumfluorid und etwas Natriumborhydrid
weitere Produkte sich gebildet hatten. Die Darstellung des primarm
Reaktionsproduktes gelang dann durch Umsetzung von Natriumhydrid
mit iiberschiissigem Borfluorid-Atherat bei tiefen Temperaturen. Durch
Zusammenerhitzen dieses Primhrproduktes mit Natriumhydrid ab ungefiihr 200° konnten wir r6ntgenographisch die Bildung von Natriumfluorid nachweisen, wahrscheinlich nach:
Na(HBF,)
+ NaH = Na(H.BF,) + NaF
(3)
Diese Reaktion kann mit weiterem Natriumhydrid zu Na(H,BF) und
Na(BH,) fiihren, so daO damit auch die Umsetzung von Bortrifluorid
mit Natriumhydrid bei haheren Temperaturen ihre Erkliirung flndet.
G.
[VB 1641
GDCh-Ortrverband Wuppertal-Elberfeld
am 7. November 1949.
H. LETTRB, Heidelberg: Newre Ergebnbse der ChemiS dst Kernund ZeUteilung.
In eincm Zeitrafferfllm, der mit Hilfe den Phasenkontrastmikroskope
aufgenommen wurde, wird die Teilung von normalen und Krebszellen
demonatriert. uber den Chemismus der Kern- und Zellteilung kann man
sich nach den direkten cytochemischen Untersuchungen und der indirekten Methode der Analyse mit Hilfe von Hemmstoffen folgendes Bild machen:
Der zeitlich letrte Schritt vor der Teilung einer Zelle ist die Bildung
einer doppelten Menge von Thymonukleinsaure. Diese entstcht aus
Ribonukleotiden, die ihrerseits exogenen oder endogenen Ursprunge sein
kbnnen. Nach Brachet und Mitchell kann im Kern eine Reduktion von
Ribose xu Desoxyribose stattflnden. Nimmt man eine VerknUpfung d i e m
Reaktion mit der Glykolyse an, so w L e diese Reaktion beim ungehemmten Wachstum mit einer Maximalgeschwindigkeitverlaufend anzunehmen.
Die Polymerisation der Thymonukleinsaure (Abscheidung des Chromatins) bedingt eine Verarmung der Kernmembran an Nukleinsiiuren, so
daO diese aufgelbst werden kann. Unterdriickung der Polymerisation der
Thymonukleinsiiure macht auch die AuflBsung der Kernmembran unmoglich und fiihrt zu der Teilungsform der Amitose. Die Bildung der
Spindel kann als ein intrazellularer GerinnungsprozeB angesehen werden,
da alle gerinnungshemmenden Faktoren auch Stbrung der Zellteilung verursachen. Die Kontraktion der Spindel und die EinschnUrung des Zellplasmas kann in ihrem Chemismus mit dem der Muskelkontraktion
gleichgcsetzt werden. Alle Faktoren, die bei der Muskelkontraktion cine
Rolle spielen (Adenosintriphosphorsaure, Phosphagen, Vitamin E, Nebennierenrindenhormon) lassen sich zu der Zellteilung in Beziehung setzen.
Die Wirkung von Mitosegiften vom Typ des Colchioins und der SHGruppengifte kann ale Hemmung einer Adenosintriphosphatase gedeutet
werden'). Die Rekonstruktion eines Kerns besteht in der Depolymerigation der Thymonukleinsiiure und dern Wiederaufbau einer Kernmembran. Es wird weiterhm die Bedeutung cytoplasmatischer Bestandteile
fiir die Tcilungsvorgbge besprochen. Neuere Arbeiten Uber die Ziichtung von Klonen (Nachkommen einer einzigen Zelle) tieriseher Zellen
und iiber die Ziichtung in Medien bekannter Zusammensetsung werden
erortert, die r u r D;fferenzierung des verschiedenen Verhaltens verschiedener Zellarten notwendig sind.
L.
[VB 1581
GDCh-Ortsverband Hamburg
a m 17. Januar 1960
J . GOUBEAU, Gbttingen : Koneliiutions-Ermiltlung organischer Molekeln miltels des Raman-Bffektes.
Zur Konstitutionsermittlung organiscber Molekeln mittels RamanEffekt kannen ewei verschiedene Wege beschritten werden, der t h e o r s
tische und der empiiische. Der erstere ist suniichst besohiankt auf einfache Molekeln, lietert aber nicht nur die rlumliche Anordnung der Atome,
sondern auch Bmdekrafte, KantenkrHfte und winkeleihaltende Krlfte.
Als Beispiele dieser Art wurden die Ergebnisse an den Metbyl-chlorsilanen
diskutiert. Der empirische Wag ist zur Zeit der wichtigere und beruht
auf der Erkenntnis, daD gewisse Atomgruppen ,.charakteristische h e quenzen" besitsen, das sind Schwingungen, deren Frequenxen dureh
den iibrigen Molekelteil nm wenig, brw. in charakteristischer Weise verb d e r t werden. Es werden die Ergebnisse an Olehen, Alkylbensolen
besprochen und nachgewiesen, wie eindeutig mit Hilfe dieser Erkenntnisse Aussagen Uber die Konstitution unbekannter OleRne gemaoht werden k6nnen. Diese Erkenntnisse konnten auch angewandt werden LUI
Aufklirung der Strukturen von Cyclooleflnen. Parallel zu entspreehenden chemischen Untersuchungen von K . Ziegler und H . Wilma konnten
zwei verschiedene Cyolooktene, bew. Cyclooktadiene-1.6 ale cis-, bnw.
trans-Derivate erkann t werdeug).
Weiterhin wurden VerHnderungen der Konstitution von Molekeln
bei der Bindung an katalytisch wirksame Molekeln wie BFs ermittelt.
Ah einfach eu iiberblickende Molekeln wurde die h d e r u n g der BindekrHfte beim Ammoniak, den Alkoholen. Amiuen und Acetonitril untersucht. Gane allgemein werden alle Bindekrafte an dem Atom, an dss
sich BFa anlagert, geschwscht, die nlchsten Bindungen dagegen g s
stwkt. Der Effekt kann sehr stark sein und erklHrt zwanglos die durch
die Katalysatormolekel verhderte ReaktionsfHhigkeit der Molekeln.
a.
[VB 1671
I) Vgl. If. Lcltri
diese Ztschr. 61, 437 [1949]; Ch. LcmdschPis, diese
Ztschr. 62, 174 [I960
1) Vgl. dlese Ztschr. 81, hO[1949];88, 177 [1950].
.
Angew. Chem. 62. Jahrg. 1950 1 Nr.8
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