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Dr. Herbert v. Meister

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Zeitschriftftir angewandte Chemie
Aufsatzteil
Band I, S.’l7-24
21. Januar 1919
Am 2. Januar verschied in Sindlingen iiach langen? Leiden Dr. H e r b e r t v. Mris t e r , eiiw der Niiiiiier, die dicrcli
crfolgreiche Tatigkeit in leitender Stellnng ziir Entwicklung dcr deutschen Ixidustrie wcsentlich Scigetragen habon.
Eine selbstgewiihlte Zuriickhaltung, in Voranlagung und Neigiiiig wurzelnd, hat ihti jedes nicht. unhcdingf erforderliche Herwrtreten in die offentlichkeit sclieuen lassen. So ist. sein Wirken in weitereii Kreiwn tveniger bek<iiirit
geworden, als cs nach Urnfang und Iiihd.lt verdiente. Urn so tiefcr aber empfrtnd sciu Arbeit,sfeld, die Hochxtw
Piirbwerke, da; seiensreiche Wirken dieser fein enipfindenclen uild irinerlich vornelinieii Nstmr.
€I e r 1) e r t v, Bf e i y t e r w u ~ l eam 26. Dezeniber 1866 in Frankfurt geboren. Das Tor deli Toren wirier Vatoiwt:rdt
liegends Werk, zu dessen Griindern und ersteti 1,eitern sein Vater gehorte, Ienkte hoin Interesbe friihzei%igcler Cliemie
zu. Die Gtudienzeit fithrte ilin iinch Bonn iind nach Dresden, wo ilin die feine E=*perinictitier-,lind Apparaten-Kunst
W R 1t e r H e m p e 1a besoiiders anzog. Er yromovierte clann zu Jena 1111 Iinorr when Laboratorium ririd war dort. noch
einigc Zeit als Assistent tatig. &I dctr technischcn Hochschule in h.Zuir?ciienwidmete er s k h im Laboratorittin von G u x t a v
8 c h u 1z noch wei*r speziell cler~Parbenchemie. So vorbereitet, deli Blick auDrnlem orwcifert dzirch ekie langere Weltrcise, trat er im Jahre 1902 in cb43 Hochster Parhwl-rke ein, um ziiniichst. ids Imnencter i n gewisRenhaftbr imd sorgsaiiier Arbeit sich mit den Betrichen des Werkes LeliaiInt zii mnchen. Hicr Icrwiichs ihm tlann iiaph iiiid nach beiri
Arbeitggebiet, ,die Leitung dcr organischen Ahteilung dcu Werkcs, die er mit vollei Kingabe seiner Pe~sonlichkeit
1.5 Jahre lnng ausbaute wid verwaltete. >lit dur aelbstvcrstaiidlichen Pflichterfiillnng, die er bei jetlem Bcn tnten vorauhsetzto, crfiillte er sein Amt, ein warmes, humanes Ernpfinden dnrrhdrang seine Tktigkeit find schuf ihm die ir!iicre
idealgerichtete Pcixonlichkeit bcdurfte, um glurklich zu w e d e n .
f2efriedigung deren
So waren alle Beriingungen fur eine lange Reihe weiterer erfolgroicher Schaffcnejahre gegcben, als 1914 ein
horhes Geschick den Schrttten einer echweren Erkrankung auf scinen Lebensweg warf nnd jhn zwmg, der liebgewortleiien Tatigkeit vor der Zeit zu entsagen. Auch in dieser Leidetiszeit ist er sich und seiner idealon duffaasung treii
gcblieben, hat Kriogswunden und -8chmerzen gemildert, wo es ihm nur rnoglich war, upd die Geschicke dea Vnterlaiidefi
i n guten und schweren Tagen mit voller Anteilnahme verfolgt.
So kann sein Ende, das ihn vie1 zu friih seinen Angehiirigen und Mitarbeitefn entriB, das Band nicht 166811, das
lange Jahre segensreicher Arbeit gekniipft haben. Am 5. Januar m r d e er in Smdlingen zur Ietzteri Ruhe bestattet,
sein Name bleibt mit der Geschichte der Fnrbmerke und der chemischen Industne eng verbunden.
-n.
we
Die Nahrungsniittelchomie im Jahre 1917.
Von J. R%E.
(Fortnetzung von 9. lh)
B e s t a n d t c i 1r , E r n k h r u n g s I ~ h r eB
, iocheniie, Hygiene, Clbeini~ches.
Die Cerealien enthalten nach 23 a 11 a n d bis zu 0,5% Phosphor
und in der Regel weniger als 0 , 0 6 O / , Chlor und Sch~iefel7~);
din
Legurninown elithalten etwa die gleiclien Mengen Phosphor und
Chlor, Schwefel aber in vie1 grbReren Mengen (Bohnen bicl zu
O,l8O0,!,,.)
D e n i 973) fand ah normalen Durchschnittsgehalt des
menschlichen Muskels an Kreatirt 0,360-0,421 g auf 100 g Muskel.
Sehr schone Elgebniwc hetten die Unteruuchungen E h r 1 i c h a’$)
u h r die Konstitutior des Pcktins. Es wurde als ein bisher uhcrmhcner Hauptbestandteil des Pektins dic d - G a 1 a k t u r o 11 B ii u I- c , isomer init der d-Glucuronsaure, featgastcllt, sie findet.
sich a u k r in den Pektindoffen noch weit verbreitet iu PfLnznnrciche, E. B. in bedeutenden Mengen im Kirschgummi, Gummi
nrabicum, Cnzrragheenschleirn u. a. Das Rohpektin besteht in geriugcr
Mrnge aus cinem lilksdrnhenden Araban, in der Hauptsaehe aus dem
rcchtvtlcehciidcii Calcium-Magnesiurnaalze der Pektinsaurr, drts aus
1. A 11 g c m e i n e
? J ) Jouni. l’harm. e t Chim. 15, 105 [1917]; Chem. Zentralbl.
1811, I, 6GO.
75) Journ., ctf Riolog. Chcm. 26. 379 119161; Chem. Zcntrelbl
1917, I. 782.
7 4 ) (‘tieni.-Ztg. 41, 197 [1917]; Angew. Chem. 30, 11. 268 [1917];
C‘hem. Zcntrolbl. 1917, I, 854.
Angow. Chem 1919. Auhtzteil (Band 1) LU Nr. 6.
den1 Alarke von Zucker- und E’litterriiberi eowic aus Aprikosen- und
Ornngemchalcn dargecjkllt wurcle. Die reine Pektinsaure onthtilt
pine Verbindung der d-Gdaktoso init dcr d-Uakkturonsriuro. Vgl.
hienu aiich v o n F e 1 1 c n b e r g75). .I o h n f i l s ) und Mitarbeiter
hahen aus Kaffenikorn ( h d r o p o g o n Sorghum!, aus der Jaokbohne
(Canavalia endormis) und aue der ErdnuR (-+chis Hypogaen) verschiedene Proteine dargcstcllt und deren $useinmensctzung n&licr
unteraacht. A r b e n ~ ’ ~h )a t den Cehalt Rn OxalsIuro in Nahrungs- iind GenuDinitteln znr R’arhprufung drr E s s h a c h schen
Festatellungen hieriihr hestinimt, fie im allgci~~sinen
bestiitigt wrrden.
Kach W i 11 i a m s und S e i d c 1 17s) schoint ein h m o r e a des
Adenine die eigenartigen, physiologiscben Rigenschafteri der Vitaminc zii bodingen. L e a r y und P h e i b79) deigen, daU, geroniienc.
Milch langsamer vrrdaut wird ah noch nicht geronnene. aber geItochtc Nilch schneller a h rohe. P e t t i b o n e und I< e n n c d yen)
--
45)
Biochom., Zeitschr. 85, 118 [1918]; Angew. Cheni, 3f, 11,
191 riciisi.
_-_
_ I _
7b)
Jo&
of Biolog. Chem. 28,59,6‘7,’?7
[lBlB]; Chem. Zcntrelbl.
Y1*’-
I. 878, 879; h n p w . Chern. 31, JI, 12‘
37) Nitteilg. Lebensm. Hyg. 8,98 [19F?];C iem. Zentrdbl. 1917,
11, 320; Angew. Chern. 31, 11, 106 [1916].
1911,
Journ. of Riolog. C‘hen:. 26, P31 119161; Angew. Cheni. 38,
11, 87 [1917].
-70)
Journ. of Biolog. Chcm. 28,393[19171; Chem. Zentralbl. 1917,
I, 1122.
bo) Journ. of Biolog. Chem. 26, 519 [19161; Cham. Zentralbl.
1911, I. 851.
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