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Dr. W. Bfttger. Grundriss der qualitativen analyse vom Standpunkte der Lehre von den Ionen. Leipzig 1902. W. Engelmann

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XP. J-E.
Haft SO. 99. Jnll ISM.]
Patantbsricht.
- Bilchsrbemprschungan.
dampft, wiihrend die entzinkten Erze in dem
unteren Theile des Ofens durch den hier zugesetzten Brennstoff in bekannter Weise reducirt
merden.
Herstellung von Legirungen der Metalle
der Eisengruppe rnit Aluminium.
(No. 132794. Vorn 9. Mai 1 9 0 1 ab. W l a d y s l a w P r u s z k o w s k i in Schodnica, Galizien.)
Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung
von Legirungen der Metalle der Eisengruppe (Eisen,
Mangan, Nickel, Eobalt) mit Aluminium, dadurch
gekennzeichnet, dass in diesen Legirnngen zwecks
Erzielnng einer grossen, selbst bei Rothgluttemperaturen sich nicht vermindernden Harte und Widerstandsfkbigkeit anf je 1 Atomgewicht Aluminium
das doppelte Atomgewicht der Metalle der Eisengruppe kommt.
IUasse 89: Zncker- nnd Stiirkegewinnnng.
Abscheidung von Eiweissstoffen aua Saften
auf elektrolytiachem Wege. (No. 131894.
Vom 2. December 1900 ab. Dr. H e i n r i c h
A s c h e r m a n n in Cassel.)
Nach dem jetzt iiblichen Verfahren wird der Saft
anf ungefahr 85O C. nnd noch hijher erhitzt. Hierdurch wird nnr ein Theil der Eiweissktirper gefallt,
der andere Theil wird durch die Alkalien und
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Siuren des Saftes qnter dem Einfluss der hohen
Temperatur nach und nach in Propeptone, Peptone
und deren Abban-Prodncte iibergefiihrt, welche
dann bis in die Melasse binein verfolgt werden
ktinnen und zu den sthrksten Melassebildnern
gerechnet werden miissen. Nach dem nenen Verfahren wird bei gewijhnlicher Temperatur gearbeitet,
entweder mit Presssaft oder rnit DiffusionsEaft.
Der in die Elektrolysirgef~se eingelassene Salt
durchfliesst dieselben langsam. Als Elektrodenmaterial der Anoden dienen Yetallsulfide, z. B.
Eisenbisulfid (Fe SJ. Die Elektrodenriiume werden
durch ein Diaphragma von einander getrennt, der
Saft tritt in den Anodenranm, whhrend in den
Kathodenraum Wasser eingelsasen wird. Die
Stromdichte ist mtiglichst niedrig zu halten. Durch
die Elektrolyse rnit Schwefelmetall-Elektroden kann
man die Eiweissstoffe bis auf zu vernachlhigende
Mengen ausfillen. Zugleich wird mit denselben
auch ein grosser Theil der anderen Nichtznckerstoffe mitgerissen, wihrend der Zucker selbst, als
Nichtelektrolyt, voransgesetzt natiirlich, dass die
Stromdichte und damit auch die Spannnng so
niedrig gehalten wird, dass eine Zersetzung desselben nicht eintreten kann, sich der Elektrolyse
entzieht.
Putentanspruch: Verfahren zur Abscheidung
von Eiweissstoffen ans Satten auf elektrolytischern
Wege, gekennzeichnet durch die Anwendung von
Anoden aus Metallsulfid.
Bicherbesprechungen.
B. Schnltz nnd P. Julius. Tabellarisehe Ubersicht der ktlllstllchen organischen Farb~toffe. Vierte A d a g e , herausgegeben von Dr.
Gostav Schultz. Berlin, R. Gaertnera Verlag
(H. Heyfelder), 1902.
Jahre 1888 zum ersten Male erschienenen ziemlich schmiichtigen Bindchen von
86 Seiten ist ein sehr stattliches Werk von fast
40 Bogen geworden. Diese Zunahme kennzeichnet
die emtaunliche Eotwicklung der Farbenindustrie
und wiegt urn so schwerer, als der Verfasser nor
die im Handel befindlichen kiinstlichen organischen
Farbstoffe anfnimmt und jeden Parbstoff, der aus
dem Handel verschwindet, auch unerbittlich in der
Nenanflage streicht. Wir erfahren aus dem trefflichen und ungemein iibersichtlichen Werke, dass
gegenwhrtig 681 wohlcharakterisirte kiinstliche organische Farbstoffe gehandelt werden, die Prodncte
von 63 verschiedenen, iiber den Erdball vemtreuten
Theerfarbenfabriken. Von den meisten dieser Producte kann jetzt die chemische Constitution angegeben werden, von allen ist die Darstellungsweise
wenigstens in den Grundziigen bekannt, fast ausnahmslos sind sie oder waren sie durch zum Theil
sehr zahlreiche in- und auslindische Patente geschtitzt. Uber sehr viele von ihoen liegt eine mehr
oder weniger nmfangreiche wissenschaftliche und
technische Litteratur vor, iiber welche das Schn1tz’sche Werk ebenso Auskunft giebt wie iiber den
Erfinder, das Entdeckungsjahr, die Eigenschaften,
daa Verhalten, die Anwendung und die Ntiance
jedes einzelnen Farbstoffes.
Aus dem im
Das dem Ruche beigegebese ausfiihrliche Sachregister nmfasst nicht nur die skmmtlichen Sgnonyma jener 681 Handelsfarbstoffe, soadern anch
die nicht mehr im Handel befindlichen Marken,
beziiglich deren anf die friiheren Auflagdn verwieaen wird, und eine erhebliche Zabl neuer Farbstoffe, von denen nichts weiter bekannt ist als der
Name und das Erscheinnngsjahr.
Das Schultz’sohe Werk ist dem Farbenchemiker lsngat nnentbehrlich nnd wird es fiir den
wissenschaftlich gebildeten Fiirber von Jahr zu
Jahr immer mehr. Wir freuen uns hinzufiigen zn
konnen, dass es anch den im vorliegenden Falle
ganz besonders schwer zu erfiillenden Anspriichen,
die man an ein wissenschaftliches Werk hinsichtlich der Vollsthndigkeit nnd Correctheit stellen
muss, mit jeder neuen A d a g e in immer vollkommenerer Weise entspricht.
H. Erdmann.
Dr. W. Blittger.
6hmdriss der qnalitativen
Anelyse vom Stendpnnktte der Lehre von
den Ionen. Leipzig 1902. W. Engelmann.
Das BBttger’sche Bnch sol1 eine Erginzung der
O s t w a l d ’schen , Wissenschaftlichen Grundlagen
der analytischen ChemieL bilden; der sllgemeiner
gehaltenen Behendlung des Stoffes in diesem Boch
reiht Verf. hier ein Werk an, in dem gezeigt
werden 8011, in welcher Weise der analytische
Laboratorinmsnnterricht mit voller Beriicksichtigung der modernen Lehren der theoretischen und
physikelischen Chemie ausgeiibt werden kann.
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Demzufolge behandelt Verf. die Reactionen der
fiir die Analyse wichtigen Elemento nnd Verbindungen in der gebrituchlichen Gruppenanordnung
in der Weise, dass er die chemischen Umsetzungen
unter besonderer Beriicksichtigung der Dissociationstheorie und dea Yassenwirkungsgesetzes bespricht,
ausserdem aber an den passenden Stellen nicht nur
diese Gesetze, sondern auch eine Anzahl anderer
fiir den Analytiker wichtigen Abstractionen in
besonderen Abschnitten eingehend erBrtert.
Es ist selbstverstindlich durchaus zu rechtfertigen, dass neuere analytische Biicher dem
modernen Standpunkt angepasst werden ; es fragt
sich nur, ob im vorliegenden Buch nicht ab nod
zu das hierin znl6asige Maass iiberschritten wird.
I m Allgemeinen ist daa im BCttger’sclen Buch
nicht der Fall; die theoretischen Theile sind kurz
und zweckmbsig behandelt und es wiirde sich
vielleicht nur empfehlen , diese eingestreuten ErBrterungen zu einem besonderen Abschnitt zu vereinigen, um die tfbersichtlichkeit des Buchea zu
erhbhen. In einem Fall allerdings, und zwar in
einem besonders wichtigen, scheint dem Ref. der
moderne Standpunkt zu sehr betont zu sein, niimlich
in der Erliiuterung der Umsetzungen durch Formelgleichungen. Das vorliegende Werk will die analytische Chemie vom Standpunkt der Ionentheorie
behandeln und es ist deshalb durchaus nicht verwunderlich, auch eine game Anzahl von Ionengleichungen in ihm zu finden; eher diirfte es auffallend sein, dass Verf. recht sparsam mit diesen
Formelbildern umgeht und dass e r seinen Standpunkt nicht consequent vertritt. Es scheint dem
Ref. daraus hervorzugehen, dass Verf. selhst von
der Zweckmirssigkeit der a l l e i n i g e n Verwendung
der Ionengleichungen nicht ganz iiberzeugt ist,
eine Ansicht, die Ref. durchaus theilt. Verf.
schreibt z. B. die Umsetzung zwischen Bleinitrat
und Alkalilauge zunichst in folgender Weise:
2NO,’+ 2 K 2 OH’ =
Pb..
+
P
+
.
+
--
[Pb (OH),] f 2 K
2 NO,‘
beriicksichtigt dann aber, dass ein solches Formelbild das matkemotische Gefiihl beleidigt, weil es
recbnerisch UbeAiiwiges enthilt , contrahirt die
Gleichung in den Ausdruck:
Pb..
2 OH‘ =P b (OH),
und wendet auch im Folgenden vorzugsweise derartige Gleichungen an.
Es diirfte der ErBrterung werth sein, ob sich
der ausschliessliche Gebrauch derartiger Formeln
empfiehlt. Die erste Art von Formeln ist, wie ea
auch Verf. richtig herausgefiihlt hat, aus formalen
Grinden zu verworfen, der alleinige Gebrauch der
zweiten Art aber ebenfalls, denn die an zweiter
Stelle angefiihrte Gleichung illustrirt nicht den
speciellen Fall, sondern drickt ganz allgemein die
Umsetzung zwischen allen lBslichen (dissociirten)
Bleisalzen und Laugen aus, ein Fall, der fiir den
analytischen Unterricht zungchst nicht in Frage
kommt, denn hier sol1 der angehende Analytiker
z u e r ~ tden speciellen Fall kennen lernen und erst
aus der Betrachtung einer ganzen Reihe gleiohartiger Fiille die diesen gemeinsamen Punkte heraus-
+
fiuden. - Es diirfte sich deshalb wohl empfehlen,
zur Erlituterung dieser speciellen Fille, die sonst
iiblichen Gleichungen zu verwenden und Ionangleichungen nur als Ausdruck typischer, fiir eine
ganze Anzahl gleichartiger Fille giltiger Reactionen
zu schreiben. Daa bietet schliesslich auch den
Vortheil, den Studirenden den Untorschied zwischen
den Lbsungen und den festen Materialien gegenwirtig zu halten, welche ja doch nur relativ selten
ionisirte Bestandtheile enthalten.
Beziiglich der Gruppeneintheilung mBchte
Ref. bemerken, dass ee sich doch empfehlen diirfte,
von der Einschiebung einer Ammoniakgruppe
zwischen die Gruppe der durch Schwefelwasserstoff und Schwefelammonium fiillbaren Elemente
definitiv Abstand zu nehmen, da es daa Arbeiten
dnrch die zuniichst nothwendige Entfernung des
Schwefelwasserstoffs n’. r erschwert, bei gleichzeitiger
Anwesenheit von . --,Chrom und Zink aber eine
genaue Trennung doch nicht ermBglicht, weil die
Bydroxyde dieser Elemente sich bekanntlich gegenseitig fiillen. Es ist entschieden rathsamer, direct
mit Schwefelammonium zu fillen und die LBsnng
dea Niederschlags zungchst mit Soda und Bromwawer zu behandeln, wodurch das Chrom als
Natriumchromat leicht und glatt von allen anderen
Elementen der Gruppe getrennt wird.
0.Kiihling.
Dr. phil. Bernhnrd Nenmann, Privatdocent an der
Technischen Hochschule in Darmstadt. GRSanalpse nnd Grrsvolnmetrie. Zuni Gebrauch
im chemisch-technischen Practicum und zum
Selbststudium fur Chemiker, Berg- und Hhttenleute, Hygieiniker und Bacteriologen. Leipzig,
S. H i n e l 1901.
Neben den umpriinglichen Originalwerken von C1.
W i n k l e r und W. H e m p e l fiber GasanalyRe erscheint die Neumann’sche Bearbeitnng des Gegenstandes, den der Verfasser nach seinen Vortrigen
und anschliessenden praktischen Ubungen offenbar
sehr sorgfitltig durchgearbeitet hat, keineswegs
iiberfliissig. Es fiillt vielmehr in Folge einiger
besonderer Eigenschaften in erfreulicher Weise
einen leeren Platz aus, indem es gleichzeitig als
klar und ibersichtlich abgefasster Leitfaden fiir
den Unterricht und als Handbuch zur praktischen
Benutzung bequem und brauchbar erscheint. Das
Buch wGrdigt in vollstitndiger Beherrschung und
aachlich-kritischer Behandlung all e wichtigeren
Methoden und Einrichtungen fir die rein-chemiache, wie fiir die angewandte Gasanalyse, letztere
in sehr praktischor Weise an Beispielen nit Litteraturangaben. Im ersten Theil werden zunbhst
sehr vollatitndig und klar die Apparate, dann die
Methoden f i r die Einzelgaae erliintert und die
wichtigsten Constanten beigefiigt. Weiterhin wird
die vollstiiudige Analyse von Gaagexnischen unter
Rickverweisung auf die jeweils geeignete Apparatnr
und auf besondere Einrichtungen zur einfachsten
LBsung solcher Aufgaben, wie sie besonders die
vieleeitigen Bediirfnisse der angewandten Chemie
stellen, sehr priicise abgehandelt. Dee Buch ist
sehr empfehlenswerth.
H. Wislicenue.
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