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Drehung der Polarisationsebene der strahlenden Wrme durch Magnetismus.

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oder scheiot mit Grau gemischt. Bei scbiefer Beleucbtuog
und senkrechter Betrachtung sieht das Auge gleichmtfsig
die erleuchtete Seite und die Schattenseite der Unebenheiten, und folglich den mittleren Farbenton.
1st die Substanz der matten Flacbe nicht opak, sondern
durchsichtig oder durchscheinend , so kommt iiattirlich die
Wirkuiig des durchgelassenen Lichts auf der Schattenseite
der Unebenheiteii mit in Betracht, und die Contraste finden nicht inehr in der angeftihrten Ordiiung statt.
Mannheim deu 1. October 1849.
XI. Drchung
cler Polarisatlbnseberir? cler strahlenden W&me ditrch Mugnatismus; con den HH.
F. d e la Prooosluye urid P. D c s a i n s .
( A n n . de chiin. el de p h p . Ser.
I l l . T. XXVM p . 232.)
K i i r z e Zeit oach Hrn. Fa r a d a y ’ s glgnzender Entdeckung
der Drehiing der Polarisationsebene des Lichts durch Magiietismiis zeigte Hr. W a r t m a n n an, dafs er denselben
Versuch mit strableuder Warme gemacht habe ’ ). Es traten ibm viele praktiscbe Schwierigkeiten eotgegen. E r benulzte die Wlirme einer Lainpe und polarisirte sie partiell, indem e r sie durch zwei gegeneinander rechtwinkliche Glimmersiiuleii ,gelien liefs. Die Elektromagnete und ein Steiasalzcylinder waren zwischen diesen SYuleii, also dein thermoelektrischeu Apparat sehr nahe, aufgestellt. Das Galvanometer
dagegen stand in grorser Ferne, urn es vor der Wirkung
der Elektromagnetc. zu schiitzen; allein daraus entstand eine
bedeutende Vergr6,lserung in der Liioge der Kette und eine
Verriiigerung der Einpfindlichkeit.
Trotz aller dieser Uebelstlnde, die er vollstriiidig aiigegebeii, aber nicht zu ctitferoen vermocht hatte, glaubte
I ) L’Insti/uf KO. 644 vom 6. Mai 1846 ( k n n . Bd. 71, S. 473.
P.)
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Hr. W a r t m a 11 ti zu erkenneu dafs .die Galvanometernadel, nachdem sie unter dem Einfluls der iiicbt durch die
Glimmersaulen aufgefaugenen Strahlung zu einer stabile0
Ablenkung gelaogt war, aberinals abwich und eiiie andere
feste Lage aniiabm, wenn er einen Strom wirken liefs, was
eine Drehang der Polarisationsebene der Warine auzudeutcn schien.
Da einige Personen zu Paris (z. B. Hr. B e r t i n ) sich
vergebeus belntibt haben, diese Erscbeiuuiigen hervonubringcn, so haben wir es iiiclit fur iiberfllissig gehalteii, diese
Versuclie wieder aufzu!iebineii uiid eine Metbode auzugcbeii, welchc init Leichtigkeit zum Erfolge fiihrt.
W i r habeti an dein Verfahren des Hrn. W a r t m a ti n
hiiuytsiichlicli drei Abiinderuugcii augebracht , iilnilicli 1 )
Soonenwarme angewaiidt , 2 ) als Polnrisntioiis- Apparate
zwei achroinatische Kalkspathprislnen geiioiiimeii, uud 3)
diese mit ibreii Hauptschuittcu gegeneinaiider iiicht iiin go",
sondero, was IIUS uncrl%fslich scheiat, naliezu urn 65' aufgestellt.
Die Anweiidung des Kalkspaths gestattet die Elelitroiiiagncte in g r o t e r Entfeniting vou der thermo-elcktrischen
Saiilc aufzustellcii. W a s die Kalkspatbprislnen betrifft, SO
zeigt das Malus'scbe Gesetz alle Vontige bei ihrer Anweiiduug. Nehmeii wir nlinlich die Ableukuug, welche der
clurchgehende Strahl beim Parallelismus der Hauptschnitte
bewirkt, zur Einheit an, so wird die Ablenkung, weun die
Prisineii eiiien Wiiikel vou 43" bilden, gleich COS' 4:5=;.
LHGt inaii iiuu den Strow wirkeii und dieser bewirkt eiiie
Urehuiig der Polarisationsebene gleich 3, SO wird die h b leiikung je nach der Kiclitung des Strolns, COS' (15" 8)
oder cosz (45*+8), und man hat also, als Uiiterschied
der beobachteteu Wirkungen, wenn man den Strom in entgegeugesetzteu Richtungeu geheii lafst.
-
cosz (43"
- 6)-cos7
( 4 5 " +d)=sin
2J.
Stellt man dagegeo die Hauptschuilte auf YO", so wird
drr Unterschied der Ableiikungeii blofs
573
cos2 (9Oo-8)-cos'90"=sin7
6
cos2 (go"-+ 6)-cos 90° =sin d
sin' 6 ist aber bedeutend kleiner als sin26; denn setzt mail
2. B. b = 8 " , so ist 2 5 mehr 01s das 14fache von s i 2 8 .
Das Auge nimmt Sdeu Uebergang vom Dunklen zum
Hellen zwar gut gewahr, aber den Unterschied in der Helligkeit zweier Bilder beurtheilt es schlecht. Nicht so verhelt es sich init dein thermosk'opischen Apparat. W e n n es
sich also um Warme handelt, hat es grofsen Vortheil SO
zu verfahren wie wir.
Nun zum Detail des Versucbs. Der voii eiuem Heliostat reflectirte Sonnenstrabl king durch ein erstcs achromatisches Kalkspathprisma. Das aulserordentliche B(inde1 wurde
* aofgcfangcn; das ordeiitliche dagegen ging durch den Elektromagiiet des R u h m k o r f f'schen Apparat und durch ein
zwisclien dessen Poleu befindliches Stuck Flintglas von 38
Mllm. Dicke. Darauf trat cs, in etwa 3'",5 Abstand, in
das zweite Knlkspathprisma ein, spaltete sich aberrnals und
gab zwei Rilder, von dcneii dns eine niit der, vier Meter
vom Elektroniaguet entfernten thermo-elektrisclieii Saule
aufgefangeii wurde. Uas Galvanometer stand von dieser
st6renden Kraft noch weiter ab.
Durch directe und wiederholte Versuche Iiberzeugte iiiaii
sich, dafs die Herstellung des Stroms kein Inductionspbbiiomen veranlalste und dnfs die Elektromagnete keiiie wahrnehmbare Einwirkung auf die Magnetnadel ausiibteii, da
diese unter deren Einflufs vollkommen ruhig auf Null verblieb. Um d i e t zu begreifen, mufs man bedenken, dafs
die eotgegengesetzten Pole einander sehr uahc standeu uud
dafs sie gleichzeitig auf ein sehr entferntes und fast ~ 0 1 1 kommen astatisches System wirkten. Mau k6unte fiirchten,
dafs die EIektromagnete, obwohI ohne Wirkung auf die Nadel in ihrer Nullstellung, doch auf sie gewirkt batten, wenn
sie durch den Einflufs der WIrmestrahIung schon abgeleukt war. In der That ware diels m6glich, weiin die Nadel
in ihrer ersten Lage dieselbe Richtung gehabt hitte wie die
Linie, melche ihrcii Mittclpunkt mit dem Elektroinagnet
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verband, und sie, nach erfolgter Ablenkung, einen betrachtlichen Winkel mit dieser Richtung gebildet btitte. Bei unseren Versuchen war gerade die umgekehrte Bedingung
verwirklicht , so dais die Componentc der magnetischen
Wirkung bei eiuer Bewegung der Nadel itnmer loehr abnahm uiid hei ihrer groisten Ablenkung beinahe Null ward.
W e n n also- diese Colnponente schoii im ersten Fall keine
Wirkung hatte, so inuiste dieis um so mehr fiir deu zweiten gelten.
Mittelst zweicr Zwingeu A uud B kounte man den elektrischen Strom bald iu der einen, bald in der andern Richtung durch die Drehte des Elektromagnetes leiteu. Im Nach'stehenden sind die beobachtcten Ablenkungen far diese
beideu Ftille mit A nnd.B, so wie fiir den Fall, dafs kein
Strom wirkte, mit 0 bezeichnet.
Versucho am 22. Sept. mit einer l u n c k c ' s c h e n Bntterie
v o n 5 0 grofsen, obwohl schon gebrauchten Elementen.
Erstc Reihe.
A
0
A
0
210,o
190,o
21°,4
1&',6.
Zweite Reihe.
O
20°,5
O
B
O
A
20°,9
20°,6 18',6
B
A
18",8
23',6
22',0
B
O
18',0
1go,Y
Dritte Reilie.
B
B
A
lP,4
17O.I
19',5
0
1S0,3.
Versuche am, 29. Sept. mit einer Bnnsen'schen S i u l e v o n
30 wohl gereinlgten uod amalgamirten Elementen.
-
Erste Reibe.
0
12',0
A
14O,9
6
&",6
0
B
11',7
S0,8
0
11',8
Zweite Reihe.
0
U0,4
B
A
14',9
21",7
Zu bemerken ist dabei, dais wenn bier die Hauptschnitte
der Prismeu senkrecbt gewesen waren , die anfangs Nullgleiche Ablenkung bei der Wirkung des Strolns kauin eiuc
halbe Abtheilung betragen haben wurde.
575
Urn endlich jeglichen Einwurf zu beseitigen, machte
man noch eine dritte Reihe von Versuchen unter Fortnabme
des Flintglases und Beobachtung der Ablenkungen, welche
die Sonnenstrablen erzeugten, wenn man wie vorhin den
elektrisclien Stroin bald in der einen ba!d in der andern
Richtung den Draht des Elektromagnets durchlaufen liefs.
’
A
Ableokuagen: 16O.5
horn:
B
A
l6’,8
16’,8.
Die Ablenkuugen sind, wie es seyn mufs, einander
gleich, was beweibt, dafs der elektrische Strom und der
Elektromagnet die Ablenkungen dadurch hderten, dafs sie
auf das Flintglas und nicht auf die Galvanometernadel
wirk ten.
Durch vorstehende Versuche ist, wie wir glauben, die
Drehang der Polarisationsebene der strahlepden Warme
unter dem Einflufs des Magnetisinus auf eine unwiderlegliche Weise festgestellt.
.----
XU. Ueber den Dillnit und Agalmutolith, die
Begleiter des Diaspors von Schemnitz ;
von A d o l p h H u t z e l m a n n .
(Uebersrodt aus den Berichten iiber die Mittheilungen von Freupden der
Naturwicseacchalten in Wien. )
--
D e r Diaspor von Schemnitz ist iin Jahre 1843 von Hrn.
Bergrath H a i d i n g e r beschrieben worden, sowohl nach
den Krystallformeu , als nach seineii iibrigen naturhistorischen Eigenschaften , besonders den merkwiirdigen Erscheinungen des Tricbroismus in den senkrecht auf einander stehenden Richtungen. Hr. General-Probirer A. L 6w e fand
ihn entsprechend der Formel XI fi zusammengesetzt aus
Alaunerde 85,131
M’asser
15,000
100,131.
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