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E. Mercks Jahresbericht ber Neuerungen auf den Gebieten der Pharmakotherapie und Pharmazie 1928. 42. Jahrgang. 334 S. 8░

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die Annaherung an die Wahrheit zu einer zunehmenden
Wahrscheinlichkeit.
Der dritle Teil handelt von der Slruktur der physischen
Welt. Die Materie wird als ein System von Ereignissen aufgefaWt, die sich zuni Teil iiberdec.ken und dadurch d i e Maglichkeit einer Ableitung der Ordnungseigenschaften der Welt
bieten. Das Eleltlron, ebenso wie das Lichtquant sind als
,,Kausallinien" aufzufassen; in ihnen geht der Substanzbegriff auf.
Alle Gedankengange des Vcrf. wurzeln in niathernatischformalislischen und topologischen Begriffen und Schliissen, die
sich auf ihrem Ursprungsgebiet bewahrt haben. Wie weit sie
sich in reinen Geistesdingen tragfahig erweisen, steht dahin.
Jedenfalls ist es ein gediegener Versuch, Ortlnung in unsere
heutige, stark revolutionare Weltanschauung zu bringen. Dd3
es sich nur uni einen Versuch handelt, ist den1 Autor bewuBt;
sehr haufig entzieht e r sich einer Entscheidung durch parititische Behandlung einer Alternative. Deni Ubersetzer ist
es zu danken, da13 er uns rnit diesem Werke bekanntmachte.
Benneuilz. [HB. 215.1
Riintgeiispektroskopie iind Iiristallstriiktsranalyse. Voii Dr.
Arthu,r S c h I e e d e und Dr. Erich S c 11 n e i tl e r. Verlag
W. do Gruyter & Co., Berlin 1929. I. Band I < M . 18,50, geb.
KM. 20,-; 11. Band 22,50), geb. RM. 24,-.
Das vorliegentle Werk voii S c h 1 e e d e und S c h II e i d e r
ist bereits Anfang dieses Jahres crschienen, und so mag es den
A n s h e i n haben., als ob die Besprechung reicblich splt e r fo1,gte. Dies ist aber rnit Absivht geschehen, denrr gerade ein
I3uch, das weniger der Darstelbung einer bestinimten Disziplin
gewidmet, sorider vielmehr fiir den taglichen Gebrauch des
im Laboratorium Arbeitentlen bestimmt ist, lHIjt sich erst absrhlieoend beurteilen, wenn man es eino Zeitlang wirltlich
beim Arbeiten gebraucht hat.
Das IIervorstechendo des vorliegenden I3uches ist seine
Griindl,ichlteit und seine Ausfuhrlichkeit. Das I'rodukt dieser
beiden Eigenschaften mag den groljen Uiiifang (etwa 700 Seiten)
veranlal3t haben, wird aber von Clem Verwcnder in jeder Hinsicht nur dankbnr begruljt werden. A 1 1 e s , was der Chemiker
oder technisch eingestellte Physilter beini Arbciten mit Rijntgenslrahlcn bmraucht, ist i n dreifacher Hinsicht vorhanden. Es
sintl die t h c o r e t i s c h e n G r u n d 1 a g e 11 i n klarer Weise
sltizziert, es sintl die e x p e r i ni e n t e 11 e II V o r a u s s e t z u n g e n bis ins einzelne aufgefulirt, und es sind die 1.: r g e b II i s s e jeder eiiizelnen I~orsc.hungsrivhtu~ig
bis zu den
jungslen Daten angegeben.
Das 1. Kapitel behandelt dio Grundlageri der neuen Melhodik, die Natur der Kontgenstrahlen und die Grundanschauungen uber KristalZbau. Das 2. Kapitel enthllt im wesentlichen den experim.entellen Teil der Inbetriebsctzung geeigz
neter Rontgenstrahlquellen. Weiter sind llochspannungseinrichtungen, Hontgenrohren, Hochvakuumpunipen usw. ausfuhrlichst dargestellt. Das 3. Kapitel behandelt die Spektroskopie
der Rontgenstrahlen etwa in dern Stit des S i e g b a h n schcn
Buches. Es ist diesem gegeniiber d u r c h die Mitverwemdung der
Quantenrnechanik modernisiert. Das iilch,ste Kapitcl enthalt
dio experimentellen Methodeii tler Kristallstrultturanalyse,
deren weiterer Schilderung der ganze zweite Band gewitlmet ist.
An, einer einzigen Ste1,le hat der Referent bednuert, nicht
mehr iiber die II e u e B t e Entwicklung des Gebietes gefunden
z u haben, namlich bei der Verwendu'ng der absoluten Intensitaten zur Bestimrnung komp1.izierterer Strukturen, eine Methode, der zweifellos die Zukunft gehort.
Besondere 13edeutung gewinnt das Buch datiurch, daB es
von Chemikern geschrieben ist, deren wissenschaftliche Tatigkeit sich nicht auf dieses Gebiet beschriinltt. Seine Tiefe und
Hreite zeigt, daB es bei genugender Hemiihung fur jeden
Chemiker miiglich ist, sich die moderne Methodik v o l l i g
anzueignen. Das vortiegende Buch wird all denjenigen, die
den gleichen Weg zu gehen bestrebt sind, ihre Arbeit sehr
erleichteru, und es wird sicherlich dazu beitragen, daB riintgenographische Arbeiten uber chemische Problenie ohne geniigende Heherrschung der Methode, wie man sie leider noch
irnmer in der Literatur findet, in Zukunft bald nicht rnehr
erscheinen werden.
H. Murk. [BH. 3 . 1
Die quantitative Spektralunalyse de r Elemente und ihre Anwenduiig auf biologische, agrikulturchem,ische und mineralogische Aufgaben. Von IIenrik L u n d e g A r d h , Professor in Stockholm. Mit 43 Abb. im Text und 13 T a f e h .
154 Seilen. Verlag Gustav Fischer, Jena 1929. Preis: geb.
RM. 20,--; geheftet RM. 18,-.
Das vorliegeude Werk iiber quantitative Emissionsspektralanalyse ist aus experirnenteller Arbeit geboren und dellt fiir
die Praxis eine sehr wertvolle Bereicherung dar. Der Verfasser b-eschreibt ausfiihrlich Versuche sowohl rnit Flarnmenals auch rnit Funkenspektren. Als ein erheblicher Fortschritt
ist zu bczeichnen, dai3 der Verfasser eine exakte Photometrierung der Linien ausgearbeitel hat und diese in reichlichem MaBe anwendet. Ilabei ist die Genauigkeit dieser
Photometricrung dadurch ausgenutzt, daB bei den Flamnienspektren auch ,,neben der Linie" photometriert wird und bei
den Funkenspektren den Losungen eine Leitsubstanz in bekannter Weise zugesetzt wird, mit deren Linien die zu messenden verglichen werden. Dio Versuche ties Verfassers erslreclten sich nur auf Losungen, und wir besitzen damit eine Erglnzung der Methodik anderer Forscher, die sich insbesondere
niit Legierungen befaBt haben. Die Theorie der Spektren ist
voni Verfasscr nicht behandelt worden. Eine Anzahl Tafeln
in ausgezeichneter Ausstattung crleichtern das Verstandnis.
Jeder, tler sich rnit Spektralana1,yse beschlftigt, wird aus
dem Werlt reichen R'utwn ziehen.
G . ScReibe. [BB. 162.1
Die VorgPnge bei der Darsiellung von Sehwefelsaure in
niechanischen Mischapparateri und im elektrostatisehen Feld.
Von llans I<. W o i s i n. Universitatsverlag von Robert Noske,
I3orn;i h. Lc,ipzig, 19%. RM. 6,-.
D ~ SI<uchlcin enthalt in1 crsten Teil die Schilderung voii
Versuchen, wclche die Bildung voii Schwefelslure in eineni
Walzenkasteii kith S c h i n i e d e 1 und K 1 e n c k e behandeln,
i n 1 zweiten Teil Versuche iiber die Bildung von Schwefelsaure
in einer elektrischen Staublianilner. Die Mitteilung der Versuchc ist sehr dankenswert. Nach Meiuung des Keierenten ist
aber das Versuchsniaterial nicht genugend, uiii das Ziel der
Untersuchung zu erreichen, nlmlich festzustellen, welche
Keaktion zwischeii einem schwefeldioxydhaltigen Gas und
Stickstoffoxydcn eintritt, wenn diese im mechanischen Mischapparat oder i n i elektrostatischen Feld innig gemischt werden,
wahrend das praktischc Ziel, die Bedingung festzustellen, unter
welcher sich dieser Apparnt in der Praxis anwenden lafit,
gelost erscheint.
Vcrfasser nininit als Ilauplreilktion die Gleichungen 9 untl 10
+
+ +
+
+
'LSOSKH 2 S 0 2 0 2 3H20 --I4H2SOa NgO,
(9) (4)
(10) (1)
2S0,NH
1120 .
= 21-I2SO,
NZO,
an. Nach den heutigen Kenntnissen, besonders durch die
Untersuchungen von A b e 1, tritt aber der Zerfall von salpetriger
SBure, die zweifellos als erstes Produkt der Hydrolyse von
Sitrosylschwefelsaure entsteht, so ein, dafi sie in Salpeterslure,
Stickoxyd uud Wasser zerfallt. Der in Gleichung 9 und 10
angegebene Mechanismus kann daher nicht gaiiz richtig sein.
Die Tatsache, daB, wie die Versuche auf S. 10 bis 12 zeigen,
bei Durchrechnung der I'roduktion von Schwefelsaure in einein
Kasten die in Freiheit gesetzte Menge von Stickoxyden gerade
dieser Proportion entspricht, ist noch keineswegs ein Beweis
fur die allgenieine Richtigkeit der Gleichung, weil dieses
Ubereinstimmen auf die Einstellung der Reaktionsgeschwindigkeit zuriickzufuhren ist.
Sehr interessant sind die Versuche, die Schwefelslurehildung im elektrostatischen Feld durchzufuhren. Auch hier
sind die praktischen Angaben fur jeden Schwefelsluretechniker
von gr6Bteni Interesse, wlhrend fur die theoretische Deutung
das oben Cesagte gilt.
Jedenfalls ist das Studium des Buchleins jedem Schwefelsluretechniker wirnistens zu empfehlen.
W . J. Miiller, Wien. [BB. 99.1
+
E. Mercks Jahresbericht iiber Neiierungen auf den Gebieten der
Pharmakotherapie und Pharmazie, 1928. 42. Jahrgang. 334 S.
80. Darmstadt, Mai 1929.
Der diesjahrigo Bericht eiithllt zunachst drei Abhandlungen aus deli M e r c k schen wissenschaftlichen Laboratorien
( W o l f e s uud ' I v e r s ; K r e i t m a i r ; B e r i n g e r ) , in
denen das aus der turkestanischen Steppenraute I'eganuni
Harniala gewonnene Alkaloid Harmin nach seinen clieniischen
und pharmakologischen Eigenschaften und seiner therapeutiwhen Wirksamkeit bsschrieben wird. Harmin, wit langercr
Zeit bereits bekannt, hat rieuerdings pharniakotherayeutischc
Hedeutung erlangt, nachdem sich seine vollige Identitlit mit
dcni aus einern inittelamerikanischeni Holzo isolierterl
Iianisterin ergeben hatte, das voii Louis L e w i 11 gegcii
St:hiittelllhniuiig empfohlen wurtie, aber n u r in sehr beschrlnkten klengen verfugbar ist. Weiter wirtl iiber ein n e w s
isomtres Yohimbin, a-Yohimbin, berichtet, das sich in seinen
oplischen Eigenschaften von deni Yohimbin. bydrochlor. des
I). A. B. 6 unterscheidet, im iibrigen aber qualitativ die gleiche
piiarmakologischo \Virkung besitzt wiu dieses, bei stark verniinderter Giftigkeit (L i 1 1 i g und K r e i t in a i r). Ein dritter
Aufsata behandelt tlio unter dem Nanieii Ephedralin neu eingefiihrte Kornbinalioii voii Ephetonin (synthetisches Ephedrin)
init Atlrenaliii, bei der die energische, abcr rasch ab,kliugende
Adrenalinwirkuiig protraliiert wird (K r e i t i n a i r). Auf 260
Seiten folgt sodann der ubliche Bericht iiber die iin Laufe des
pharrnaltotherapeutische
Uerichtjahres
neu
erschienene
Literatur. Den SchluB bildet die Wiedergabe eii.es Vortrags
von S a n d s t r o 111 (Stockholm), der sich vornchnilich init der
neuerdings in Aufnahme gekonimenen oralen Verabreichung
gewisser halogenierter Phenolphthaleinverbirldungeri zuni
Zwecko der routgenologischeii Diagnostik bei GallenZernik. [BE. 238.1
erkrankungeii beschlftigt.
Der HeiclisausschuB fiir Weinforschung. Uegriindung und Tltigkeit in den 25 Jahren seines Uestehens, 1905 bis 1926. AnIlBlich der Jahresversanimlung des Reichsausschusses i n
Had Diirkheini ini Oklober 1928 herausgegeben voni Reichsgesundheitsamt. Reichsdruckerei, Berlin 1Y28.
Iin Jahre 11M3 als Komiiiission fiir die aiiitlichc Weinstatistik gegriindet, blickt der Keichsausschufi fur 'Weinforschung
heute auf 25 Jahre einer Tatigkeit zuriick, welche durch die
erfolgreiche Bearbeitung zahlreicher wissenschaftlicher und
technischer Fragen auf das engste mit der Entwicklung von
Weinbau und Weinerzcugung in Deutscbland verknupft ist.
Als Oberblick uber die Entwicklung und die vielseitige Arbeit
des Aussehusscs wlhrend dieser Zeit ist die vorliegende Sclirift
bon wesentlichein Interesse. Der erste Teil behandelt die aus
deni Bediirfnis einer zuvcrllssigcn Weinstatistik heraus erfolgte Griindung und die weitere Entwicklung des Ausschusses.
I)er zweite Teil gibt einen Kiiekblick auf die wissenschaftliehe
'I'ltigkeit in den 25 Jahren. Aus den1 sehr umfangreiehen
Forschungsgehict seien hier hervorgehoben die Versuche zur
Aufkllrung des biologischen Saureabbaues, der Einfluf3 der
Zuckerung auf die Weinbercitung, die Arbeiten iiber Wirkung
und Verwendbarktit von schwefliger Siiure und Kaliumpyrosulfit, die Priifung des Einflusses giftiger Pflanzenscbutzniittel
auf Trauben, Obst und Wein, die Versuche iiber Bereitung von
handelsfiihigeni ?'resterwein uiid die Untersuchung von Mosten
und Weinen aus Hybridenreben. Unifassende Hearbeitung
fantlcn u. a. aueh die Ferrocyankaliuni-Schoiiung unil iiri Zusatrimenhang dariiit der Sachweis kleiner Mengen von Blausiiure uiid Cyanverbindungen ini Wein, Ierner die Untersuchung
von Auslandsbrennweinen.
Seit den1 Jahre 1919 wurden auch die Fragen der Obstweinbereitung und -behandlung grundsltzlich in das Arbeitsprogramni des Ausschusses mit aufgenommen, unter welchen
die Verwendung von scliwefliger S l u r e und organischen Sauren
auf ditseni (iebiet und auch die Verfahren Zuni Nachweis ron
Obstwein in 'I'rauhrnwein jahrelange grundliche Hearbeitung
fanden.
Die Cheniie des Weines war naturgenilfi ein besonders
gepflegtes Forsehungsgebiet dcs Reichsausschusses, aus den1
ini ,Jahre 1920 aueh die ,,anitliehe Anweisung zur chemischen
Untersuchung des Weines" hervorging. Grundlegende Untersuchungen uher den Sauregrad und seine Beziehungen zuin
sauren Geschinack des Weines, iiber die Konstitution des
Weinsteins, das spektroskopische Verhalten der schwefligen
Sauren, die Konstitution der Milchsaure und die Aufstellung
von Bilanzen von Extraktstoffen, Sauren und Mineralstoffen
stelleq sehr wertvolle Ergebnisse auf dieserii Gebiet dar.
Die standige Fiihlung der Sachverstandigen untereinander
und init- deni Reichsgesundheitsarnt erinoglichte es insbesondere
__
.___
~.
k'e~lag: Chrmie, G .
In.
~ _ _ _ _
~
__
auch, rasch gegen alle neuauftauchcnden MiOstlnde irii Wcin7:erkehr Stellung zu nchmen. Die Landesregicrungen wie die
I~cichsministerieri des Innern und fur Ernlhrung und Landwirtschaft haben sich die rege Forderung dcr Aufgatxn des
Ausschusses stets angelegeri sein lasscn. Durch die Gewiihruiig
von Heichsniitteln ist seine Versuchstiitigkeit in den letzten
.Jahren besonders unterstutzt worden.
Hiidiyer. [BB. 3'2.1
VEREIN DEUTSCHER CHEMIKER
Dr. phil. Curt Koettnib
+.
Ani 'Id. hlai l%9 verstarb Dr. phiI. Friedrich Curt
K o 0 t t n i t z.
Am 3.Uezember 1874 zu Teuchern, Kreis Weilknfels, als
Sohn des Bergwerks- und Fabrikbesitzers D r . Max K o e t t ii i t z geboren, studiei-te K o e t t II i t z nach bestandener Reifeprufuiig am I{ealgymnasiurn zu Gera C'heniie, Physik, Mineralogie, Geologie, I'hilcsophie und KatioiiaMkononiie in Jena,
Miinchen und klalle untl proniovierte 1900 b r i V o 1 1 1 a r d iti
I til I le.
N x h kurzer Tltigkeit als erster Uetriebsassistent in tler
zuin Kmzern der Werscheii-WeiBeiifelser Urauiikohlen A . 4 .
gehorigen Paraffiir- und Solarolfabrik Koepsen iibernahni
~ ) r . K o e t t 11 i t .I 1901 al,s Geschiiftsfiihrer urid Direktor die
1.eituny dcr Miiieralolraflinerie Deuben G. 111. b. 11. in Deuben,
13ezirk Dresden, uni d a m 1909 bei de r Ikutwhen. ErdoI-Aktiengesellschaft, Berlin, ein seiiien unifassenden Kenntnissen und
h'lhigkeiken ewtsprechencles griifieres Tatigkeitsfeld zu finden.
I n dieser Stellung nahiri D r . K o e t t 11 i t z besontlers lebhaflen
Anieil i i n der Uearbeitung der clurch die Kriepverhaltnisse
bedingten Fragen der lkschaffurig volt Schmier- und Treibolen
au,s einheimiwhen Itohstoffen. Von 1918 bis 1924 w a r
Dr. K o e t t 11 i t z Teillhhaber und alleiniger Geschlftsfiihrer der
F. .Schacht G. in. b. If., Steinkohlerrleer-1)estillatioli und
Dachpappenfabrik in Uraunschweig. Nacli seincni Austritt aus
vorgenaruvter Firma helJ cr sich als Beratcr fur die gesanite
L~ituinencheiniein lliille i i . d. S. nieder.
Dr. K o e 0 t n i t z war scit langen Jahrcn Mitglied deiwic.htigsl.cn Fachhvereine, tieben tleni Verein deutscher Cheiniker urid dem Vereiu Deutscher lngenieuro gehorte er dcm
Ausschuli fur wirtschaftliche Fertigung, dent Deutschcn Vcrbande fiir die Materialpriifungen der Technik, der Interiiatioi d e n Petroleumkommission, de r Brennkrafttechiiischei~ Gesell,schaft, den1 Verein zur Hefordcrung des GewerbefleiDes,
Clem Hallexhen Verbaird fur (lie Erfoouschung der initteldeutschen Hodenschltzc und anderen.an und war bis zu ihrer Auflosung staiidiger technischer Beirat der Deutscheir KriegsYchmierijl-, splteren Deulschen Olversorgungsgesellscha~t,Berlin.
Wisscnxhaftliclie Privat- und Dienstreisen haben Dr.
K o o t t n i t z nach fast all.en Liinderri Europas gefuhrl, wo er
griindliche Kenntnisso iiber die tlortigen Intlustrieii gewann.
Literariwh ist Dr. K o e t t II i t z infolge Behinderung durch
1)ien'stvertriige n,aturgemll) nicht sehr stark an die Offcntlichkeit getreteri, e r hat abcr gemeinsani mit Geheinirat Prof.
I)r. H o 1 d e den Band ,,Die tcchnische Analgse cies Erdols, des
Erdgases und der Erdolprodukte" ill deni bekannten Standardwerk voii E n g I e r - H o f c r ,,Das Erdol" verfaBt utld war i n
seiner letzten Lcbetiszeit mit der Ikarbeitung cines Buches
,,Allgenittine Erdiilkunde fiir Iiidustrie und Ilandel", das irn
Verl'ag W. Knapp, Ilalle, erscheirien SOH, bcschaftigt. Kleinere
Abhandlungen, besonders uber n'omenklatur tler Hegriffe
,,Mineralol, Teer, Asphalt", sind in den Zeitschriften
,,Petroleu,m'' uncl ,,Teer" erschienen.
Eine Anzahl eigener uiid genieinsam mit deni Uiiterzeichneteii und der Dcutwhen Erdol-Aktieiigesellschaft nachgesuchter I'atente behandelt dic Gewinnung und Auswertung
V O I ~ Erdol- und Kohleprodukten.
Mit Dr. K o e t t II i t z ist ein griindlicher Kenner uiid
erster Fachm,ann der Uituniencheniio dahingeschieden. &in
allzeit liebenswiirdiges und hilfsbereitcs Wesen hat ihni
iiber seinen eigentlii*hen Wirkungskreis hinaus zahlreiche
Freunde gewonnen, die mit seiner Gemahlin und seineii noth
im jugendlichen Alter stehendcii vier Kinderrb den Tot1 des so
fruh Dahingeschiedenen tief betrauern.
F. S e i d e n s c b n u r.
.~
_- .- - .-.
.- ..
-.
b. H.,nerlin W 10. - Veranlworllicher Schriftleiter: Prof. Dr. I)r.-Ing. e . h . A . B i 11 z , Ilcrlin. - - Verantworllich fur ,,Gcsch811liche Mittdunyen dcs Vereins": Prof. 1)r. A. li 1 a g c s , Berlin.
Druck: MMaurer & Ilinimick, Berlin SO lti.
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