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Eduard Cramer.

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Eine grolk Xufgabe uitd zuglcsicli eine.\ufgube so gnttz
nacli seineni Herzeii ergab sich fur Dietz, als 19%2-1!)'25
die neueii cliemischeii 1,nlwrntorien der Dresdner Hoch
schule gebaut und eingerirhtet wurdeti. Mit ttie versiegenlder Ausdniier stellte er seiii grofks prnktisches
Geschick i n deli Dienst der T'lnnung uitd des ;\ushnus
des Aiiorgniiisch-chetiiisclieii 1,nbor;itoriuins; die Zweckiniifiigkeit seiner Iatieneinriclitung vepdankt diclses vor
;illem deni praktischen Sch:irfhlick und Weitblick unseres Jtbilars; W;IS er sich nusggedacht, hat sich allenthnlhen bewiihrt. Nocli niehrere Jnhre hindurch koiiiit~
PI' sieli bei seiner Arheit selbst hiervon uherzeugen, 1)is
seiii fortgeschrittenes Lebensalter vor zwei Jnhreii i l i i i
it1 den wohlverdienten R(uhestnitd fuhrte.
1)ankbnr gedenkt der Unterzeichuete eines fast
zwei Jahrzehnte untf;issenden, nienials getrilbten freundschaltlicheii Zusatiinienarl~eitetisiin chemisclien Unterriclit init Rudolf Dietz; er weii3 sioli cins i i i i t seineti
Kollegen und mhlreiclien Schiilern i n dent Wunsclie,
dai3 dent Jubilar i n 1 Kreise d e r Seinen noch viele Jnhre
der (iesuiildheit beschieden seieii in den1 begluckende!i
RewuDtsein segensreicher Lehensarheit im Dienste der
Wbsenschnft.
F . Fowster. [A. 36.1
Eduard Cramer t
Mitten aus deiii Scliaffen liernus ist Pateiitanwalt
Dr.-Ing. e. 11. Edu:ird (' r :I m e r nni 12. Februar 1931 infolge Herzschlages verscliieden. Es trauert heute uiii ih:i
ciie ge-sanite Industrie der Steine und Erden, der
('raniers Lebenswerk gewidniet war und die seineni
Schnffen so aui3erordentlicli vie1 verdankt.
Uin die Leistung Craniers zu verstehen, niussen
wir uns den Stand der lndlustrie zu Beginn seiner
'I'iitigkeit als Kerainiker vergegenwiirtigen. Sie begnnn 1883, als Henntann S e g e r d e n danials Vierundzwanzigjlhrigen (geb. 8. Juni 1859 ziu Bochum) als Assi.tenten an die cliemiscli-tecliiii.~lie Versuchsnnstalt an
der Kgl. Porzellan-Manufaktur berief. - Vorangegangen
~ v n rein Studiunt der Chemie an den Technischen Hochwhulen Hannover und Berlin. - Ob Seger damals
tuder aucli spIter (1886), nls e r Crnmer zu seinem Mitwbeiter mi Toitindustrieuiiternehinen niachte, das wahre
Wissen uird Konnen Craniers ahnte, mag dahingestellt
1)leiben. Sioherlich aher lint Seger den Wert d e r
('rnmerschen Mitarheit erknnnt, als er ihn 1891 nls
'I'eilhnber in seiri Unternehnien nufnahm, das seitdeni
den Namet i ,,Chent isch e.s La horn t o rium fiir Ton indust r ie
und 'I'onindustrie-Zeituii,rr
Prof. Dr. H. Seger Br
E. Cramer" fuhrt. Und rucksdiauend lronnen wir heute
nur feststellen, daD Crnmer nicht nur nach Segers
fruhem Tolde dieses Unternehmen ini Geiste des Griinders weitergefuhrt, sondern auch ausgebaut und zu einer
damals nicht erahnten Hohe gefiihrt hat. DaD das Toni I i d8ust riela bo rato r i uni hen t e al s erst es Faoh inst i t u t cde r
Industrie der Steine utad Erden in der ganzen Welt gilt,
und daD diie Tonindustrie-Zeitung die erste Fachzeitschrift auf diesem Gebiete wur$de, ist im wesentlicheu
Cramers vielseitigeni Koiineii und Wissen, seiner gewaltigen Arbeitseiiergie und seineni unerniiidlichen
FleiD zit dnnken.
Kann aiiich (die Arbeit Segers als B q r u n d e r der
keramischen Wissenschaft nicht hoch genug gewertet
werden, daf3 die Segerschen Erkenntnisse uiid Lehren
die Praxis dturchdrungen haben, ist Craniers Werk.
Schon als Mitarbeiter Segers hat er hervorragenden
Anteil a n den Arbeiten unld Forschungen; als Erbe des
Segerschen Werkes wIchst seine Leistung ins Gewalt ige.
Wissenschaf tlicli-for schend unld p rnkt isch t eohnisch-ra t end lint Cra t n e r die ltera m isch en it n d
Mortelindiistrien eiii groDes Stuck vorwiirtsgebracht.
1892 tritt Cramer niit der ersten wissenschaltlichen Arbeit vor die Offentlichkeit. In der Abhandlung
,,U b e r d i e F 1 iic h t i g k e i t d e r K i e s e 1 s a 11 r e"
wird znm ersten Male ,die hi Titel ausgesprochene Tatsache exakt bewiesen. Es folgen Arbeiten uber die
W i r k u n g e n d e r F l u i j n i i t t e l i n T o n e n sowie
iiber die Fluchtigkeit d e r i n Tonen entWeiterhin schloisseii sidi
11 n 1 t e t i e n F 1 11 13 ni i t t e 1.
an: U n t e r s u r h u n g e n i i b e r d n s E r w e i c h e i l
Ie 11 e r f e s t e r T o n e , eine Ai-beit, diie als Grundlagr
fur die Er\~eichuiigspriifver~nlireii iiherhnupt nnziispreclieii ist, ferner -4 r 11 e i t e n u b e r d i e D r II c 1~ festigkeit von Schainotle, die Druckfestigkeiten fenerlester Ziegel, die Ein\\ i r k u n g v o n K a l k a u f
feuerfeste Tonr.
Grundlegenld f u r die Fahrikntion d e r Silioasteine ist die
groDangelegte Arbeit uher das V e r h a 1 t e n d e r
Q u a r z i t e im Feuer, eine Untersuchung, welche die
Basis gab fur die Bewertung dieser RohstolFfe bezugliclt
ihrer technischen Verarbeitung. Fur die Praxis der
Werstellung feuerfester Erzeugnisse uberaus wichtig
war ferner die Arbeit ,,U b e r d i e H e r s t e 11 u n g
d i c h t e r S c h a in o t t e w n r e 11'' (1899), ein Problem,
das gerade in jungster Zeit wieder besondere Bedew
tung erlnngt hat. Hierher gehort auch die 1905 erschienene Arbeit ,,S i n d d i e S c 11 a in o t t e iii n s s e n
niit h o h e r e m G e h a l t ;in B i n d e t o n a u c h d i e
d i c 11 t e s t e n ?"
In diese P e r i d e von Crnniers Sohaffen fallen ferner
zwei besonders bedeutsame Arbeiten, die Herausgabe
von Segers gesamnielteii Scliriften und die Vervollstiindigung der Brennkegelreihe (Segerkegel) (1893), beidr
i n Genieinschaft init Dr. H. H e c h t.
Ein IuDerst wertvolles Gewhenk a n die lterainische Wissenschaft untl
Praxis war die ebenfalls genieinsant mit Dr. Heclit vorgeiioniiiiene ifberarbeitung des K e r 1 schen ,,H a n d 11 u c h Id e r g e s a in t e n T o n w :I r e n - I n d u s t r i e",
das, 1907 neu herausgegeben, eine vollige Uniarheitung
darstellte und heute noch dlerorts als das Stnndnrdwerk
der Keraniik gilt.
Die enge Verbundenheit des Stofifes brachte es i t l i t
sioh, dai3 Cramer sich bei seineii Forschungen und Arbeiten nicht ad d'as Gehiet d e r Keraniik im engeren
Sinne beschriinken konute, auch im Gebiet d e r Mortelindustrie wirkte er bahnbrecheitd. Zuni Beispiel sei der
Gips genannt, a n dessen wissenschaltliche Erforschiing
Cramer als erster ging, woniit e r unmittelbar ver;inllaDte,
daD sich v a n 't H o f f mit dieseni Gegenstand I)-schaf tigte.
Von eigeiien Arbeiten Cramers auf deni letztgennnnten Gebiet seieii erwiihnt:
D a s H I r t e 11
d e r K a 1 k s a n d s t e i ii e ; E r f a h r u n g e n ii b e r
Kalk; Uber franzobische und deutsche
F o r in g i p s e ; U b e r
G i p se st rich bod en ;
Ober Kunstkalkdiinger; Uber die Fabrikation der Zenientdachsteine; Die
K o n t r o 1 1 e d e r K a 1k s a n d s t e i n 1 a b r i k e n ;
Die Prufung von Farben.
In so hoheni Grade C'ranter als Forscher auch die
Industrie durch seine Arbeiteii wissenscliaftlichen Cha-
Zldir. anyew. Chcm.
44. Jahrg. 1931. Nr.131
GeriigrolJ: Hokdeiiiie
rakters forderte, nooli holier ist seine Leistung anzuschlagen, die er bei der Obersetzung dieser wissenxhaftlichen Erkenntniese in die Praxis vollbrachte. Wis.
Cramer als sachverstiiadiger Berater von Werk zu Werk
eilte, wie e r jedeni Rat und HiMe Suchendeii sein iimfasseiides Wissen zur Verfugung stellte, wie er fur die
Praxis zugeschnittene, einfach Z U handhabenlde und doch
siclier arbeiteiide Kontrollgerate schuf, davon kaiiii man
lieute, aus den1 schriftlich Vorliegenden, kein vollstandiges Bild gewinnen. Sclion eiii Stuldium der Protokolle
iiher die Sitzungen der Fachvereine (Deutscher Vereiii
fur Ziegel, Tonwaren, Kalk und Zeinent, Verein Deutscher Kalkwerke, Deutscher Gipsverein, Verein der
I~alksan~dsteiiifabriken,Bund Dautscher Fabriken feuerjester Erzeugnisse usw.), von deiien viele ihr Entsteheii
Cramer niitverdanken, zeigt die rege Anteilnahnie d i i
:illen technischen und wirtschaftlichen Fragen und die
groi3e Bereitwilligkeit, iiiit weloher Cramer sein unifiisseliides Wissen in deli Dienst lder Sache stellte. \'on den heute allgeniein benutzten Kontrollgeraten des
Retriebes siii'd, uin nur einige zu nennen, Rauchgaspriifer,
Schmauchtlierriioiiieter, Feuchtigkeitsiiiesser,
Frostmelder voii Cr:uiier gewhaffen oder fur (den Bet riebsgebrauch verbessert worden. Von den groi3eren
.Irbeiten, die sicli auf besondere Fragen des Betriebes
becLiehen, niogen i n edieseiii Zusainnienhang erwahrit
wer'den: D i e S c h a ~ d l i c h k e i td e r K i n g o f e n ;ibgnse f u r d i e Vegetation; A r b e i t e n z u r
H 1 e i l r a g e ; E in p f e h 1 e n s w e r t e G i p s b a u weisen; Das Schmauchen; Normen fur
I) a c h z i e g e l (1005); U b e r d i c H a f t f 1h i g k e i t
dos MBrtels an Kalksaiidsteinen; Der
I) r c s s 1 e I' s c 11 e T 11 11 11 e 1 o f e 11.
uiicl
iltre Prtifuiig us".
231
__
Als sachverstandiger Berater liat sicli Cranier des
\veite!-en der Industrie auch zur Veld-iigung gestellt,
wemi es die Erlangung ader Sicherung gewerbliclieiSchutzrechte galt. Gernde nls Patentanwalt mit tiefgriindigem keraniischeii Wissen, techiiischem Soharfblick
uild sclinellem und gesundeni Erfassen der Nolwendigkeiteii hat e r der Industrie g r o k Dienste geleistet.
Aucli auf dieseiii Gebiet hat er sicli scliriftstelleriecli
betatigt.
A4ui3ero~~dei~tlich
groi3 wireii olso Tatigkeitsfeld und
.irbeitsleistung Craiiiers, aber auch der Erfolg seinrr
Arbeit. Nicht zuni wenigsten trug hierzu bei (die klare
11lid gerade Spracli e Cra ni ers, 'die ei n f iihlend ein f aclic'
Art, mit welclier er sich gab und die verwickeltsteii
Vorgiinge darstellte. Dadturch war auch deiu einfacheii
Retriebsniann das Verstlndnis ungemdn erleichtert.
Bescheiden und einfach wie Cramer stets war, i l l deiii er immer die Saohe uber seine Person stellte, liat
er sich doch nicht ganz den aui3eren Ehrungen entzieheii
Ironnen, niit welchen die Iiidustrie ihreni Forderer und
Fiihrer eineii Teil Ides Dankes abstatten wollte. Die
Fnchvei-bande eriiannteii ihn fast ausnalinislos zii ilireni
Ehrenmitgliede, an seinein 68. Geburtstage maohte ihii
die Techn ische H ochschule Hi1 ii nover zuin Eh rendokt o r ,
und die Deutsohe Keraiiiische Gesellschaft verlieh iliiii
19'29 als ersteni die Seger-Denkniiinze.
Cramer irst von uns gegangen - eine groiae Luck('
IiinterlaBt er, wenn er es auch verstanden hat, sicli
einen Kreis von in seinem Sinne wirkenden Schiilerii
zu schaffen. Mit Dank wird iiiinier die deutsche Iridustriv
der Steine uad Erden seiner gedenken. D a m bedarf es
keines Denkmals aus Stein oder Erz, das hat e r sich selbst
geschaffen niit seinem Wirken.
Dr. Hirsch. [A. 55.1
Holzleime und ihre Priifung
unter besonderer Beriicksichtigung der Holzverleimungen mit Klebstoffilmen').
\'on Prof. Dr. 0. G ~ n s c i ~ o s s ,
Tt.cltitisch-rli~itiiselies Institut der Techiiischeii Hochsrliule Ber!in.
(Eingeg. 9. Frl)runr 1931.)
Die Bedeutuog, die deni Leim in der holzverarbeiLenden Industrie seit jeher zukommt, wird schori durcli
eiiie Bgyptische Steingravure?) aus eineni Konigsgrab in
Theben aus der Zeit Thotmes Ill., etwa 1500 vor Christi
Geburt (-4bb. I), veranschaulicht. Im Mittelpuiikt der
Darstellung stelit der L e i ni t i e g e 1. Seine Forni ist
unverkennbar dieselbe, die er in Kleinbetriebeii auch
heute iioch aufweist.
ilrber das Wesen der Verleiniuiig beginnt inan erst
seit lieuester Zeit sich gewiese Vorstellungen zu machen.
Die cheniisch verschiedenartigsten Stoffe, wie Kautschuli,
Proteine, StHrke, Dextrine, Celluloseester, Phen,olforni:iEdehyd-Kondensationsprodukte, pdyuiere Akrylshreester, haben die F ahigkeit, nach dem fliissigen Auftragen
iind dem Idarautfolgenden Erstarren auch in dunnsteii
Schichten Kohasionskrafts zu luGern, die sie als K 1 e 1) s t o f f e kennzeichnen. Ea scheint, daS einige dieser Substanzen aus Aggregaten langgestreckter, durch Partialvalenzen querverbundener Kettenniolekule aufgebau t
siad,Idie sich bei d e r Dehnung niit der Langsachse parallel
%um Zug orientieren. Bei deiii typischsten Vertreter der
Klebstofle, dem ,,Tiwhlerleini" (Gehtine), ist dies durcli
rontgenoptidie Untersuchungen sehr wahrscheinlich gpI ) Vorgetrageii
i n Berlin aiii 23. Juni 1930 vor deitt
Hezirksverein GrolJ-Berlin untl Mark des Vereins deutscher
I 'hemiker.
2, Aus ,,The Clieiiiistry an Techiioloyg of Gel;ilin and Glut>'*
von 12. H. R o g 11e , New York 1922.
nincht wordeli:'). Mit deni Verscliwinden der Klebkraft
beini langandcuerndeii Erhitzen d e r Gelatinesole gelit
cliese Eigensohaft verloren4). Die Vorstellung lie@ n&e,
dai3 bei einer guten Leiniung diese 1anggestreckte:i
Abb. I. Agyptische Steiiigravure niit Darstellung eiiier Holzleimerei und Furnierwerkstatte aus eiriem Konigsgrab i n
Theben, etwn 1500 v. C'hr.
:I) I. K. K a t z uiid 0. G e r n g r o S , Naturwiss. 13, 901
[1925]. 0. G e r n g r o i J , K. H e r r m a n n 11. W. A b i t z .
I~iocheni.Ztschr. S2H, 4.09 [1930].
4) 0. G e r II g r o 6, Ztschr. angew. Cheni. 42, 968 [19'LQ].
13"
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