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Ein beachtenswerter Hilfsapparat fr Forscher und Ingenieure der chemischen Groindustrie.

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Jantsch: Ein beachtenswerter Hiifsapparat fur Forscher und Ingenieure der chemischen GroDindustrie.
--
I.
I n diesem zweiten Teil meines Vortrages werde ich
kurz die allgemeinen Bedingungen, die geeignet sind, bei
uns die Entwicklung der pharmazeutischen Industrie zu
begiinstigen, beleuchten.
Die neuesten Heilrnittel wurden uns aus Deutschland
geliefert. Das ist eine Tatsache, die man beklagen, aber
nicht leugnen kann. Wenn eine sehr kleine Anzahl H d inittel franzosischen Ursprungs war, SO sind sie ~ I J Sirgend
einer Ursacbe nicht geniigend ausgebeutet oder sogar niema19 in der Therapie angepriesen worden, wie die zum ASpirin gewordene Acetylsalicyluaure, das Atoxyl, das Dieoder Athylmorphin Usw. Man mufi such anerkemen, dafi
die wichtigsten unter h e n in Deutschland nicht nur zum
auch entdeckt wurden.
Ich werde mich nicht weiter mit den Griinden befassen,
warum die Deutscben eine so ausgesprochene Oberherrschaft in der chemischen Industrie im aligemeinen und in
der Industria der phannazeutischen Produkte im besonderen erlangt haben. Die allgemeinen Griinde sind von
H a 1 1e r in seinern Bericht uber die Ausstellung von 1900
entwickelt worden. In diesem Bericht entwirft H a 1 1 e r
mit Meisterhand ein packendes Gemalde von der Wissenschaftlichen und industrieuen Organisation Deutschlands.
Nach W u r t z und C l a u d e B e r n a r d hat er auch
sebr febhdt unser eigenes System britisiert, worauf er hinzufiigt: ,,Wenn wir darauf bestehen und unaufhorlich auf
diesen Punkt in der Geschichte der franzosischen Chemie
zuriickkommen, so geschieht das nicht, urn anzuklagen und
aus Freude an der Kritik derjenigen Wissenschaftler, welche die Verantwortmg dafiir haben. Wenn wir die Finger
auf die Wunde legen, welche trotz der wichtigen Reformen
in unserem hoheren Unterrichtswesen keineswegs geheilt ist,
so ist nur die Absicht dabei, die offentlichen Gewalten anzustacheh, die besten M i t k l zu ihrer Heilung zu suchen."
V o r 15 J a h r e n s i n d d i e s e S a t z e g e s c h r i e b e n , n o c h i m m e r s n c h t m a n n a c h dern H e i l m i t t e l , d i e W u n d e ist noch i m m e r offen.
D i e s t a r k e n W o r t e H a l l e r s si'nd v e r g e s s e n .
Wir haben das Recht und die Pflicht, einen Kampf
wieder aufzunehmea, dessen Ziel ist, der franzosischen
Wissensehaft das ihr a bsol u t not w endige
Kandwerksze ug
zu liefern.
Die theoretische Chemie, die reine Wissenschaft, ist die
untrennbare Gefaihrtb, die altere Schwester der chemischen
Industrie. Letztere wird mit guten Zinsen dles heinizahlen,
was man fur jene tut, andernfalls sind aber alle zur 'Forderung der Industrie bestimmten Mittel unwirksam, solange
man den wissenschaftlichen Studien nicht die zur wirksamen Entfaltung notwendigen Mittel gewgihrt. W e
S c h m i d t in seinem bedeutenden Vortrage uber die
Anthracenfarbstoffe gesagt hat, sol1 die Industrie im wesentlichen aus eineni wissensehaf tlichen Laboratorium, um das
sich einige Fabrikationsraume gruppieren, bestehen.
Ein beachtenswerter Hilfsapparat fiir Forscher
und Ingenieure der chemischen GroBindustrie.
Von Dr. HEINRICH
JANTXII.
(Efogeg. W.)Y. l9J5.)
Seit zwei Jahren wird von den bekannten Kamerawerken Ica A.-G., Dresden, ein patentierter Apparat in den
Handel gebracht, der in mehreren groi3en technischen Betrieben bereits niitzliche Arbeit geleistet bat. Dieser Apparat ,,Famulus" gibt - man kann sagen fast automatisch
- photographische Kopien von Abhandungen und Zeichnungen aus Buchern und Zeitschriften; er liefert auch, was
hier weniger bedeuten mill, Abbildungen plastischer Gegeiistande, kleincrer Maschinenteile, Drogen in ihren Verpakkunnen usw.
h r Apparat entstand durch ein praktisches Bedurfnis;
er wurde von einem Ingenieur der chemischen Technik,
e h e m ehemaligen Schiiler der Chemnitzer Gewerbeakademie,
9 p a m e I, Leipzig.
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gezwungen war, jene in- und auslandischen Artikel abzuschreiben und Zeichnungell zu kopieren.
Der neue apparat ermoglicht nun &e rein mechadsche
Herstellung dieser Kopien ill Grofie 18 : 24 cm. Man wirft
praktisch immer 2 Buchseiten auf eine Photographie und
kam
mit einer Leistung his 100 Aufnahmen pro
Stunde rechnen. Die Photographie dieser 2 Seiten kostet
22 pf. - Preis nnd Zeitgewinn sichern diesem Verfahren
seinen weg; ma11 kann in Tagen weit V e r s t r e u h vereinigen, wozu sonst Wochen n6tig sind.
Die Arbeitsweise mit Famulus ist einfach. Das Wesentliche ist das Fehlen jeder Mattscheibe. Die vorhandenen
Skalen zentrieren sofort und regulieren die Abstande GegenStand-objektiv-Bild ohne weiteres SO, daB F];ichen bebebiger Auidehnung - den verschiedenen GroDen dea Originals entsprechend - iinmer die Bildflache 18 : 24 cm
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(SchluO folgt I
-Verlag von 0 t t o
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ausfullen. Das Verhaltnis der FliichengroBe Bild-Gegenstand ist bei jeder Aufnahme abzulesen. Die vorderen Taster
smmoglichen bei Briefen und Buchern ein sicheres Planspannen uncl leichtes Auswechseln. Es konnen Einzelblatter uncl
Rollen bis 60 Aufnahmen eingesetzt werden. Positive fiir unsere Zwecke kaum jemds notig - werden ohne Platten nur mit Hilfe eines Spezialpapiers erhalten. Pehibelichtungen konnen dank besonderer Anordnung nicht vorkommen. Die Entwicklung einer Roue VOIY 60 Aufnahmen
jauert 10-15 Minuten.
Die Anschaffung des Famulus empfiehlt sich besonders
E i i r Bibliotheken oder andere groRere Organisationen, die
z i t der Vervielfaltigung literarischer Amziige oder dgl. zu
bun haben. So hat z. B. die Universikiitsbibliothek in h i p zig ihre zwei Famulusapparate der Offentlichkeit zur Verfligung gestellt und liefert fur jedermann diese Photographien fur 35 Pf pro Blatt aus allen Zeitschriften und
Werken ihrer Bestiinde. Eiir viele Chemiker in Meineren
3tiidten und chemischen Werken vzird sich hierdurch die
Xoglichkeit ergeben, irgendwelche Aufsatze oder Zeichnungen schnell zu erhalten. Besondere Bedeutung wiirde
3ie schnelle Beschaffung solcher Famuluskopien auch fur
mdere Z e n t r a 1stellen besitzen, welche Gber die techCiische und wissenschaftliche chemischa LiteratLr miiglichst
vollstandig verfiigen.
[A. 101.1
Verantworllicher Redakteur Prof. Dr. B. R a 8 8 0 W , Lelpzlg.
-
-
- Spamersche Buchdruckerei in Leiprig.
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