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Ein Beitrag zur Bestimmung des Cyanamidstickstoffs im Kalkstickstoff nach der Neubauerschen Methode.

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re. Jahrgnng 19231
Wagner: Ein Beitrag zur Bestimmung des Cyanamidstickstoffs im Kalkstickstoff nach der Neubauerschen Methode
filtrierende Maische von 16O Hllg mit einer Anfangsslure 0,4 ccm
n/l-Natronlauge pro 20 ccin.
Die Amylobildung ging sehr rasch vonstatten und lieferte einen
tippigen, sternformigen Mucor. Vergoren wurde mit der normaleii
Betriebshefe. und die Garung ging so stlirmisch vor sich, dafl sich iii
den Harbotteuren cine ganze Menge von Cirokschalen uorfanden. Nach
36 Stunden war die Garung beendet, die Saccharometeranzeige betrng
0,8O Bllg.
Die Destillation ergab eine Ausbeute von 36,93 1 Alkohol hochfeiner Qualitiit pro 100 kg Cirok; die sich ergebende Schlempe war
wegen ihres hohen Rohfasergehaltes nicht verfiitterhar, d. 11. es stellte
sich nach GenuB derselben bei den Tieren heftiger Durchfall ein.
Seinerzeit wurde dem Verfasser ein Projekt zur Grtindnng einer
Spiritusfabrik in Pal5stina zur Begutachtung vorgelegt. Als Rohmaterial
sollte Sorghum tarfaricum mit einem Gehalt von C2,3"/"stickstofffreier
Extraktstoffe zur Verwendung gelangen, und Ver-uche mit diesem
ergaben eine Ausbeute von 40 1 Alkohol pro 100 kg. Die Schlempe
wurde von den Tieren gut vertragen.
M o h a r (Setaria Beauvai.), auch Kolbenhirse genannt, besitzt eine
mittlere Zusammensetzung von:
Wasser
. . . . 12,50"/,
Sticksloffsubstanz . . 10 OO"1,
Rohfett . . . .
. 4,00°/0
N-freie Extraktstoffe . 58,60°/,
Holzfaser . . . . . 11,60°/,)
Asche. . .
. . . 3,30°/0
Die sehr kleinen, rundlichen Kbrner haben grassamenlhnlirhe
Beachaffenheit und werden gewbhnlich 81s Gefliigelfutter verwendet.
Wiihrend des Krieges und in der Nschkriegszeit bildeten dieselben
eines der wichtigsten fur die Spiritusgewinnung freigegebenen Rohmaterialien.
Die Verarbeitunp erfolote nach dem Amvloverfahren in iihnlicher
Weise wie bei CirGk aniegehen; zu heachien war jedoch, da13 der
Wasserzusatz beim Dampfen entrprechend gro5 gewahlt wurde, da
sonst eine Verkleisterung im Dlmpfer stattfand.
Das gedlmpfte Gut wurde in der Vormaische rnit 2OjC8Cirokmale
verfliissigt und liefrrte eine Maische. die hei 16" Bllg eine Anfangssaure voo 0,2 ccm n/l-Natronlauge pro 20 win hatte. Zutolge des niedrigen
SHuregehaltes ging die Entwicklung des Mucor tadellos vrw sich. Derselbe bildete tippige, baumwollartige Flocken; bereits nach 20 Stonden
konnte die ImpIung niit Hefe Rtattlinden. Die Verplrring verlief glatt,
und die Endslure betrug 0,5 ccm, die Endsacchari-ation O,S-l,OO B11g.
Die Hiilsen earnmelten Rich in Form bis 1 ni dicker Ttebe svhichten
und bereiteten bei der Entleerung der Glrboltiche einige Schwierigkeiten.
Der Spiritus besafl einwandfreie Qrinlitlt, und die Ausbeute betrng
35 1 pro 100 kg. Die Schlempe war als Futtermittel nicht zu verwenden, da der hohe Gehalt a n Rohfaser die Verdauung bei den Tieren
ungiinstig heeinflul3te.
W i r k e (Vicia sativa). Das zur Verarheitung pelangende ProduLt
stellte naturlich keine reinen Snmen der Vicia sativa vor. Es wurde
in Form von Gelreideputzrtickstanden der Muhlen verarbeitet und
enthielt demzufolge alle mbglirhen Unkrautsamen beigemengt. Von
Wicken lieBen sirh zwei Arten uiiterscheiden, grofle. schwarz geflrbte,
matte Kbrner, die einwandfrei als Vicia sativa festgestellt wurdcn,
und kleinere, whwarze, plhzende K6rner, sogmannte Glanzwirke.
Wghrend sich die matten Kbrner glatt verdlmpfen lieBen, war die;
bei der Glanzwicke nicht der Fall. Infolge dieses Umsfnndes sowie
aus dem Grnnde. dafl das Rohmaterial viel Unkraut, S t m b USW. enthielt, hot die Verarbeitung wegen der erhbhten Infehtionsgefahr groDe
Schwier igkeiten.
Die mittlere Zusammensetzung der Wicke ist narh P o t t :
. . . . . . . . 14,OO "lo
Wasser
Stirkstoffsubstanz . . . . . . . 25.041"/,,
. . . . . . . . 2 00 0,;
Roh felt
N freie Exiraitstoffe . . . .
. 49.Oo0ln
Holzfaser
. . . . . . . . . 6;80 o/i
Asche . . .
. . . . . . 3,20°/,
Von den stickstofffreien Extraktstoffen rind:
Rohnucker . . . . . 4.80°1,\
Stlrke . . . .
. . 36,30 I vergarbar
Pentosane . . . . * 21,50 "10 \ lbslich
Zitronensaure . . . . 0250"In I
En war mithin im Vorhinein nur mit einer maximalen Ausbeute
von 49 41,l e63 = 12,66 zu rerhnen.
Es wurden nunmehr 1300 kg Wicke mit 2400 kg Wasser durch
drei Stunden bei 3,2-3,4 Atm. gedsrnpft. Zu heachten ist hierhei,
dsB der Dampfer zunlcbst mit Wasser heschickt, das Dampfventil
gebffnet und dann erst mit Wicke yefiillt wird, da sonst ein Verlecen
der Damp'zuffihrung eintritt. Beim Dampfen tritt ein brenzlicber,
unangenehmer Geruch mf, und im Dlimpfer selbst machen sich
starke SIKBe bemerkbar.
In der Vormaische mit Cirokmalz verfliissigt, ergab sich eine
Maische von 16,5O Bllg mit einer Anfangsssure von 0,9 ccm n/l-Nalronlauge pro 20 rcm. Die hohe Anfanpsslure ist wohl auf den Zitronenauregebalt der Kbrner zuruckzuftihren. Die Amylobildung ging
schlecht vonstatten, und die Maische neigte auch infolge der bereits
.
.
.
. .
.
.
.
.
.
.
19
angefiihrten Grunde leicht zur Infektion. Durch Zugabe von Kalkmilch
wurde die Anfangssaure auf 0,4 ccm herabgedriickt, worauf die Amylobildung halbwcgs vor sich ging. Nach 24Stunden war dieselbe beendet.
Nach der Impfung mit Hefe setzte eine rasrh und sttirmisch verlaufende Garung ein, die nach 48Stunden heendet war; die Endsaccharisation bctrug 6,OO lWg, die Endsfiure 1,0-1,5 ccm n/l-Natronh u g e pro 20 ccm Maische.
Beim Destillieren traten (ebenso wie bei Mohar) zufolge der hohen
Treberdecken Schwierigkeiten auf; ebenso marhtesich ein unangenehmer,
an SchwefelwasserstofF erinnernder Geruch bemerkbar. Es wurden nur
80°io des Rohsprites an Feinware gewonnen, die aber immer noch
einen stark krenipen Geschmack besafl und such etwas brenzlich roch;
die Ausbeute an Fuselol betrug 1Oi0. Die Gesamtausbeute an Alkohol
betrug 12.2n/o, kam also der errecbneten nahe. DieSchlempe wurde wegen
des Gehaltes an Unkrautsamen probeweise an Gefltigel (Enten, Giinse)
verfuttert; da aher durch den GenuR derselben e d g e Tiere eingingen,
wurde von einer weiteren Verwendung als Futtermiltel Abstand
genominen.
Zusammenfassend 1IBt sich also sagen, daB es dem Hrennereigewerbe mnplich i4, a n sich sonst minderwertige Materialien in Edelprodukte iiberzuftihren. Die noch heute mit Vorliebe gegen das
Rrennereigewerbe gebrauchte Anschuldigung als Nlhrstoffzerstbrer
lhBt sirh durch die einfache Betrachtung widerlegen, dafl in den
Rohprodukten der Spiritusfabrikation zwei groBe Gruppen von Niihrstoffen vorhanden sind: stickstoffhaltige und stickstolffreie Stofb.
WIhrend die erderen dem Boden entnommen werden und im Wege
des tierischen Stoffwechsels dem Boden wiedorgegeben werden, entstammt die zweite Gruppe der Lnft. Ihr Hauptvertreter, die StZirke,
wird mit Hilfe des Chlorophylls aus der KohlensHure der Luft gebildet und durch die Giirung in Alkohol verwandeit.
Selbstversllndlich ist die Grundlage eines rationellen Rrennereibetriebes eine tadellose Fiihrung desselben, nicht nur in chemischer
und wfirmetechnischer, sondern namentlich auch in bakieriologischer
Hinricht. In diesem Sinne hat auch das leider viel zu wenig gewiirdigle Arnyloverfahren seine eminente Bedeutung, indem es eiuerseits die hochwertige Gersle in der Getreidebrennerei vbllig entbehrlich niavht, anderseits eine gr6Bere Spiritusausbeute, sowie eine
haltbare eiweiBreiche Trorkenschlempe liefert, die selbst nach Entiilung noch mindestens 38n/0Protein uod Fett enthalt.
[A. 258.1
~- . . ...- -
Ein Beitrag zur Bestimrnung
des Cyanami d st i ckstoffs im Ka 1k sti ck stoff nach
der Neubauerschen Methode.
Von Dr. W. WAGNER,
Erkner.
(Einpeg. ll./lO 1922.)
N e u b a u e r hat in dieser Zeitschrift') ein Verfahren zur Restimmung des wirksrmen Stickstoffs im Ka kstickstoff verbffer tlicht, das
auf der L6sliehkeit des Dicyandiarnids i n Areton beruht. Me Extraktion des Kalkstirkstoffs rnit Aceton wird nach N e u b a u e r in
sogenannten A 11 i h n schen R6hren von eiwa 20 rcm Fasaungsvermbgen,
die man durch lone. Hineinschieben eines Wattebgusrhchens priipariert,
vorgenommen. Die Fillratiwsgesrhwindirkeit fiir 20 c m Aceton betrig1 etwa 20 Minulen. Zur vblligen Entfernung des Dicyandiamids sollen
100 ccrn wasserfreies Areton a n p w e n d e t werden. Im Extraktionsrtickstand wird der darin enthaltene Stickstoff durch Reduktion mitlels naszierenden Wacserstoffs in Ammonkk iibergeftihrt. Das Ammoniak wird
dann nach Zusatz von 30 ccm 30°/,iger Natronlauge in einen gemessenen UberschuB l'? normaler Schwefelsiiure abdestilliert. Nach
10
den Verrwhen N e n b a u e r s ist ftir eine gute Aushente a n Ammoniak
bei der Reduktion dPs im Extraktionsrtickctanrl enthaltenen Cyanamidstickstotf4 eine re#.ht lebhafte Wawerstoffentwicklung bei Gegenwart
ei e r reg h t Frhwachrn SBure notwendig. weil stiirkere Sauren die
Eigenschaft hahen, Cyanamid in Dicyandiamidin (Guanylharnstoff)
uberzufuhren. N e u h a u e r verwendet daher die sehr whwnch diesoziierte Essigslure, die mit der von Th. A r n d ftir die Nitrat- und
Ni rilbe-tirnrnung angegebenen 60°1, Kiipfer und 40°1, Magnesium
entbal'enden Legierung eine lebhafte Wasserstoffentwickliin~ergibt.
Vor der Reduklion des rnit Areton auagezogenen Kdkstirkstoffs sind
5 crm einer 2O0/,,ipen Magnesiumehloridlbsung hinzuzufilgen.
Wtihrend meiner Tatigkeit an der landwirtschaftlichen Versurhsstation xu Rreslau hatte ich Gelegenheit. die Branchbarkeit der N e u h a u e rschen Methode a n einigen Kalkstickstoffproben zu priifen.
Uher die Ergehnisse dieser KachprUfung sol1 im folgenden beiichtet
werden (5. Tabelle 1).
Wie aus den Analgaen der Spalten 1, 3 und 5 ersichtlich ist, kann
die N e u b a u e r s c h e Methode mit Erfolg zur Bestimmung des nutzbaren Stickstoffs statt der his jetzt meistens im Gebranch befindlichen Silbermefhode von Caro2) angewendet werden. In einigen
Fallen (vgl. die Spwllen 2, 4 und 6) ergab die Bestimmung nach N e u b a u e r um 0,2-0,Fio1, niedrigere Werte als nach der Aufschluflmethode.
Um nun festzustellen, ob in diesen Kalkstickstoffen etwa nicht der
_____
') Vgl.
')
diem Ztschr. 33. Bd. I, 247 p9201.
Diese Ztschr. 23, Bd. 11, 2406 [191@].
3.
20
- Personal-
Neue Biicher
und Hochschulnachrichten
gesamte im Extraktionsrtickstand vorhandene Cyanamidstickstoff durch
niiszierenden Wawerhtoff zu Arnmoniak reduziert worden war, wurden die betreffenden Proben: K 1948, K 2106 und K 2159 auf einein
quantitativen Filter, dessen Stickstofffreiheit feststand, mit 100 ccm
-
Tabelle 1.
~
BezeichCyaoamid
niing der
Spalle CalkstickN
jtoffprobn iach Neubauei
-
K 13826
2
K 19481
3
K 2066 f
4
K 2106 f
5
K 2156(
6
K 2159 f
1
1
1
1
16.88
16,86
16.61
16.61
17.61
17,R8
l6,51
16,51
14,74
14.i2
16.72
16,82
d
C
-~
Dicyandiamid Xryaiidiamid
nach
ldch tler Ddferenz c-a
Caro
lerechnet
'/n
Gesamt
N
Oln
O/O
1
b
17,38
17.48
17,Ol
17,12
17,64
17.80
lti,70
16,76
14.70
14.49
l6,91
17,06
Bpzeichoung
der Probe
N
nach Neubauer
"0
K 1948
\
K 2106
{
K2159
{
16,61
16,61
16,51
16.61
16,72
lti,82
Mittel 16,77
N in den1 mit
Aceton extrahiert.
Kalkstickstoff
naah Kjeldahl
Svslematisierung der SDektralemission. ferner die neuen Ereebnisse
der ~IuoresPen~forschubg,das E i i t e i n s c h e Gesetz, ferzer die
neueren Dhotovhemischen Ereebnisse. insbesondere die W a r b u r e s c l i e n
Messungk ini Gebiet der photometrie, die lichtelektrischen Photometer u. a. m. Auf die elektro-mwnetische Lichttheorie, die in der
ersten Auflage einen rclativ hreiten-Rauin einnahm, ist zwar stiindig
Bezug Lenommen, doch ist deren Hnuptbehandlung, sowie der Qiiantentheorie mit ihren Einwirkungen auf die Optik ein Pliitz in dem zu
erwartenden fiinften Uande der Neuauflage zugewiesen. Das Buch ist
durch seinen Ruf allenthalhen bekannt. K. Herrmann. [BB. 114.1
I
Personal- und Hochschulnachrichten.
~
_
_
_
_
~~
_
~
~
I
Dr. phil. B. H o m o 1k a , Chefchemiker der Htichster Farbwerke,
verlieh die Deutsctie Hoebschule Prag die H'iil.de eines Dr.-Ing. e. h.
fur seine Verdienate um die Te erfarbeninduslrie.
Es w u r d e n b e r u f e n : Piivatdozent Dr. W. S c h o t t k y , Wiirzburg,
a h a. 0 . Prof. tiir theoretische Phvsik a n die Universittit Rostock als
Nachfolger Prof. 0. Sterns.
E s w u r d e ri e r n a n n t: Dr. F. F r a n k . Leiter des UineralGlchemischen
Institucs dar Ciesellscliaft fur Rraiinkohien- iind Miiieialblforschung i n
Bar lin, zum Hoiiursrprofessor an der Technischen Hochschule Berlin;
Dr. A. K t i t L , a. 0. Prof. und Leiter des Techuologisch-chemist hen Institutes an der UniversitRt Gtittingen, zlim 0. Prof. Dem Institut wird
tine Abteiltrng fiir C'aser~tuffchemieangegliedert.
P ~ o f .Dr. P. S c h m i d t , Diraktor des Hygien. Instituts in Halle,
hat den Ruf nach Fieiburp i. B. (vgl. Angew. Chem. 35, i 2 8 [1922]) nls
h ac:h folger Martin Hahns at sgelehnt.
C i a s t o r b e n s i n d : Prof. Or.-log. A. F i s c h e r , langjahriger Dozent
a n der l e c h tischen Horhschule Aachen. Vorsteher der Abteilune fur
iillpenieine Cheiiiir, a m 17. 12. 1922. - M. S c h w a r z l o s e , Iiiliab& der
Palfiimeriefabrik Max Schwarzlose, a m 17. 12. 1922 i m 49. Lebensjahre.
Verein deutscher Chemiker.
I
Gebiihrenverzeichnis fur chemische Arbeiten.
N
Die vorbandene Auflage des Gehuhrenverzeirhnisses ist nabezu
vergriffen, so dsW ein Neudruck erlorderlich geworden ist. Bei dieser
Gclegenheit sollen einzelne Erghzungen aufgenonimen und Anrzgungen
zur Verbessei ung gepiiift und beriiclisichtigt werden. Soferii solche
Wiinsche u m g e h e n d an Herro Prof. Dr. Ihu, Stuttgart, Gerokstr. 66
eingesaildt wardrn, ist der Ai beitsauaschuB noch in dzr Lape, dieselben
gegabenrnfalls rnit zu varwerten. Ich hitte die Kollegeri, die hinsichtlrch bestiriimter Punkte Vorsctilage zu machen haben, um unverziigliche
Mitteilung an die geiiannte Adresse. Bei die-er Gelegenheit teile ich
mit, dad die Arbziten des Gebohrenausschusses unvorhergeJehene
Kusten von etwa 25000 M fur Reisen erforderlich gemacht haben, die
NUS regullreu Eingiingen der Fachgruppe nicht gedeckt werdeii kiinnen.
Wenn diese Aufweodungen nun auch keineswegs einseitig im Interesse
der hchgrnppe, sonderu im allgemeinen Standesinterasse geiiinclit
wurden, wie denn der GebiihrenausschuW seiiirn Auftrag vom (iesatutverein erhalten hat, so erscheint es doch iichtig und notweiidig, zur
Deckung derselben in erster Linie diejenigen Mitgliadar heranzuiieben,
die ein unmittelbnres Interesse a n diesen (iebuhrenfiagen hiiben. An
diese und daruber h i i a u s a n alle Kolltgen, die in die-er Arbeit eiiie
Vertretung gerneinsamar Standesfiagen erblicken, richte i#:h deshalb
die Hitie urn f r e i w i l l i g e B e i t r l g e , die ich bitte, an die Kasse des
Gasamtvereins aber unter direkter Namhaftiuachung des Bweckes einzusenden.
Prof. Dr. W. F r e s e n i u s ,
Wiesbaden, 27. Dezember 1922.
Vorsitz. des Gebuhrenausschusses.
'/n
16,80
l6,64
Mittel 16,72
17,Ol
17,12
Mittel 17,06
16.70
16.75
16,80
Zcitsclirift fiir
nnrrR%%-nndtP
Chemir
Gesamt
Ol"
16,75
17,17
17,17
[
deutscher Chemiker
~~
Aceton aurgezogen. Um eine hinreichend langcame Filtration wiihrend
des Kxtiahierens zu e*zielen, wurde im Stlel d r s Tiic4iters ein Mattebau-ch angebral.hi. Nach der Extraktion wurde das Filter init 1nh;ilt
nach K j e l d a h l aufiesrhlossen. Da dad Aceton heiin Aufschlielh
ein iiuWei st llstiges Schiiunien verursarhle, wurde es vorher diirvh
10-15 Minuten langes Verwailen des Trirhters in einem auf 40-5il0
angeheiztem Trockeuschrank entlernt. Die Proben ergaben nunniehr
fokende Werte:
Tahelle 2.
Cpanamid
- Verein
16,91
17,06
Mittel 16,98
Wie aus Tabelle 2 hervorgeht, ergibt K 2106 durch AnschluB des
rnit Acelon behandelten Kalkstic*kstoffs nach K j e l d a h l zweifellos
ein berseres Analysencrg+bnis als bei der Reduktion init nasLiei endeiii
Wasserstolf nach N e u b a u e r . K 2159 ergibt kein eindeutiges Kesultat,
da nach der N e u b a u e r s c h e n Methode etwa O,'Lo/o weniger, durch
AufschluQ des niit Aceton brhandelten Kalkslicksioffs jedoch etwa
0,2O/, mehr Stickstotf gefunden wurden als die Bestimmung des Gesanitstickstoffs ergab. Hei K 1948 betrggt die Difft renz zwischen
Gesamtstickxtoff und dern mit Hilfe der N e u b a u e r s r h e n Methode
Durch Aufschlud des rnit Aceton
ermitteiten Wrrt etwa 0,45O/,.
extiahierten K 1948 konnte das Ergebnis nur um O,lo/o verbessert
werden ala nach N e u b a u e r gefunden wurde. Eine weitere Nachpiiifung des N e u b a u e r s c h e n Veriahiens war mir leider nirht nrbglich. MOgen ditse Zeilen auch andeie Versuchsstationen zur Piiifurig
dicser Melhode und, falls sie sich als brauchbar erweist, zu ihrer
Einliihiung veranlassen, da sie gegeiliiber der teuren und unistiindlichen Siibermetbode von C a r o entschieden einen Fortschritt darntellt.
[A. 240.1
Aus den Bezirksvereinen.
Mgirkischer Bezirksverein. Sitzung am 31. 10.1922, abends 7 Ulir
im teclinisch-cheuiischen Institut der Techttischen Hochschule Charlottenhurg. Vorsitxender: Prof. Dr. A. H e s s e . Schriftliihrer: Dr. A. B u s s .
Der Schriftfiihrer legt die von der Fachgruppe fiir Apparatenwesen herausgegebenm Zeichnungen der normalisierten Gerlte vor.
Neue Biicher.
Dr. Ra a b e bittet hierzu die Uitgiieder etwaige Ahanderungsvorschlage
ihm zugehen zu lassen. Soddnn wurde eine Sonderumlitge von M 100
Lehrbuch der Physik. 11. 2. D i e L e h r e v o n d e r s t r a h l e n d e n beschlossen. Eine sofort urnlaulende L i d e ergsib Zeichnung und
E n e r g i e . Von 0. 0. C h w o l s o n . Zweite, vermehrte und ver- Zahlung von Beitrigen bis zu M 5U0, so daB das durch die augenblickbesserte Auflage. Herausgegeben von G. S c h m i d t, I~raunschweig liehe Situation verursachte Defizit von mehr als M 4500 sofort gedeckt
1922. Verlag C'r. Vieweg.
Grundrahl M 30, geb. hi 40 wurde. Von den oicht anwesenden Mitgliedern sol1 die Sonderumlage,
In diesem Jahie ist von der von G. S c h m i d t besorgten Neuaufhge eventuell durch Nachnahme, eingezogen werden.
des bekannten Ch w o l s o n s c h e n Lebrbuchs der Ted erschienen, welch .r
Es erhiilt das Wort Piof. L)r. S c h a a r s c h m i d t zu seinem Vortrag:
die Lehre von der slrablenden Energie umfaBt. In der Vorrede betoiit ,,uber die Ursachen der Explosionen in Zschornewitz und Bodio"
der Herausgeber, dad ziemlich jede Seite der ersten Auflitge Strei- (vgl. den Aufsatz uber die-es Thema von Dr. F. R a s c h i g , Angew.
chungen, Zusiitze und Umarbeitungeii erfahren hat. Trotzdem ist die Chrm. 35, 117 L192SJ). Als techniwhe Mitteilung fiihrte Herr Dr.
Kapiteleinteilung sowie die weitere Unterleilung in Patagriiphen ini A. E i c h e n g r ii n ein neues Feuerschutzmirtel, den ,,Cellon"-Feuerweseiltlichrn dieselbe gebliehen. NaturgemaB betieheo sich die Neue- schutz praktisch vor. Diis Priiparat, das dern nediirfnis, Flupeugtragrunpen auf die seit 1903 inzwischen neu geschaffenen Kenntnis-e, fliichen mit ihren Gewebe-Lack-l)oppel*chichten schwerverbrennlich
welche gerade auf dem Gebiet der O p i k einetl reiclien Zuwacbs er- zu niachen, seine Entctahung verdankt, macht damit gelrlnkte Geaebe
zu nennen: Die weitere vljllig feuersicher, ohne ihren Weichheitsgrad zu beeintrlichtigen.
fahren hiiben. So sind als Neueiuiigen
-
- 1
I
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