close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Ein Beleuchtungsapparat fr monochromatisches Licht mit festen Spalten.

код для вставкиСкачать
13. Ein. B e l e u c h t u r ~ y y a p ~ a ~ ~ a t
f i i r monochrorncctisches Licht mit feuten, Spaltew;
vow R. S t r a u b e 1.
Seit die Verwendung einfarbigen Lichtes fur eine immer
wachsende Zahl von Untersuchungen in Gebrauch kommt,
empfindet man oft das Bediirfniss nach einem Apparate , der
bequem gestattet, aus der Strahlung einer Lichtquelle einen
beliebigenspectralbezirk herauszugreifen und dem Beobachtungsinstrument zuzufiihren.
Nun scheint j a allerdings jeder beliebige Spectralapparat
durch eine leichte Abanderung sich dem gewiinschten Zwecke
dienstbar machen zu lassen. Sol1 aber die Zufiihrung der verlangten Farbe zum Beobachtungsinstrument bequem erfolgen,
so hat man offenbar die Forderung nach fester Austrittsoffnung und fester Austrittsrichtung des Lichtes zu stellen.
Will man diese mit einem gewohnlichen Spectralapparat
erfiillen, so muss man entweder die Eintrittsoffnung und die
Eintrittsrichtuug des Lichtes verandern oder die Prismen drehen
oder beides thun. Uurch alleinige Drehung der Prismen die
Voruberfiihrung des Spectrums vor der Austrittsoffnung zu
bewirken, ist wenigstens bei sehr grossem Spectralbereich nicht
zweckmassig , es bleibt also nur Veranderung der Eintrittsstelle und -Richtung. Aber dieses Verfahren ist offenbar nur
dann bequem, wenn man die betreffende Lichtquelle mit dem
beweglichen Theil des Spectralapparates fest verbinden kann.
1st dies, wie in vielen Fiillen, nicht angangig, so kann die
fortwahhrende Neuregulirung der Beleuchtung sehr lastig und
storend sein. Jedenfalls scheint mir ein Bediirfniss nach einem
Dispersionsapparat vorzuliegen, der diese Nachtheile vermeidet,
der demnach - auch bei grosser Dispersion - feste Eintrittsund Austrittsoffnuny und feste Eintritts- und Austrittsrichtung
des Lichtes besitzt.l)
1) Constructionen, die auch diese Bedingung erfullen, sind mir
naehtraglich bekannt geworden; M i c,h e l s o n stellt hinter die Prismen
Beleuchtungsapparat.
351
Das Princip des hier beschriebenen Verfahrens besteht
darin, an eine geeignete Stelle des Spectralapparates ein Prisma
rnit veranderlichem Winkel zu bringen.
Durch welche Hiilfsmittol man ein solches Prisma realisirt,
ist theoretisch gleichgultig. Man koiiiite also z. B. - ahnlich
wie es in dem Krystallrefractometer von A b b e geschehen ist eine planconvexe und eine planconcave Linse von gleicher
Krummung rnit einander combiniren und wiirde in diesem
Falle eventuell Prismen mit unveranderlichem Winkel ganz
entbehren konnen. Wiirde man die beiden Bestandtheile um
gleiche Betrage in entgegengesetzter Richtung drehen, so wiirde
sogar jede nustretende Farbe das Prisma mit minimaler Ablenkung durchlaufen kijnnen.
Zweckmassiger scheint es mir, das Prisma mit veranderlichem Winkel in bekannter Weise au5 zwei ,,in ihrer EbeneLL
urn entgegengesetzt gleiche Betrage drehharen Keilen herzustellen.
Eine solche Construction ist technisch leicht ausfiihrbar,
nimmt wenig Platz in Anspruch und andert an dem Strahlenverlauf nichts Wesentliches; sie diirfte sich deshalb an vielen
Spectralapparaten auch nachtraglich leicht anbringen lassen.
Sie ist weiter benutzbar bei sehr grosser Dispersion und zwar
ohne dass die Winkel der beiden Keile gross zu sein brauchen.
Nehmen wir z. B. an, der Winkelabstancl der beiden Bussersten
benutzten Farben ware 15O, und fur die Keile sei ein Glas
vom mittleren Brechungsexponenten 1,5 bez. 1,6 gewahlt , so
wiirden die Keilwinkel nur 7,5O bez. 6,2O zu sein brauchen.
Offenbar wird durch das Einfiigen der Keilcombination
die Dispersion des Spectrums verandert; fallt das Rot auf die
Austrittsoffnung , so addiren sich augenscheinlich die Dispersionen, tritt das blaue Ende aus, so subtrahiren sie sich;
demnach wird das rothe Ende des Spectrums gedehnt, das blaue
zusammertgezodqen. Aber diese Aenderung ist bei geeigneter
Wahl des Keilmaterials klein und fur den in Rede stehenden
Zweck belanglos; sollte sie indessen fur andere Zwecke storend
einen Spiegel, durch dessen Drehung die Farhen in stetiger Folge iiber
die Austrittsijffnnung gefuhrt werden; ferner kann man die L i t t r o w A b b e’sche Methode des in sich zuruckkehrenden Strahles benutzen;
gleichwohl scheint mir das hier beschriebene Verfahren nicht uberflussig
zu sein, sondern in verschiedenen Beziehungen Vorzuge zu besitzen.
352
R. Straubel. Beleuchhngsapparat.
sein, so lassen sich natiirlich an Stelle der einfachen achromatische Keile verwenden.
Ueber die Stellung der Keilcombination im Spectralapparat
sind nur wenig Worte zu sagen. Verwendet man einen Collimator, lasst also auf den Dispersionsapparat (Prisma, Gitter)
parallelstrahlige Buschel fallen, so wird man naturgemass die
Keilcombination an den Vorzugen des Parallelismus der Strahlen
theilnehmen lassen. Hat man ferner eine gerade Anzahl
gleicher Prismen, so gehoren diese in symmetrische Lage zum
,,Compensator", in diesem Falle werden natiirlich die Prismen
vollstandig symmetrisch von den Strahlen durchlaufen und
demnach - was bei sehr grosser Dispersion richtig ist doppelt so gunstig ausgenutzt wie bei der Anordnung von
Mic he l son. Eventuell kann man sogar im Interesse noch
besserer Ausnutzung die beiden Prismenreihen fur jede Farbe
in das Minimum der Ablenkung bringen, indem man die die
Drehbewegungen der Cornpensatorbestandtheile bewirkende Axe
mit einem Mechanismus fur automatische Minimumstellung
koppelt.
J e n a , Physik. Inst. d. Univ., 12. August 1898.
(Eingegangen 6. September 1898.)
Driick von M e t e g e r 6 W i t t i g i n Leipzig.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
148 Кб
Теги
spalten, monochromatischen, licha, beleuchtungsapparat, mit, ein, festem
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа