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Ein einfacher Injektor.

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XXIII. Jahrgang.
16. September lQlll.3
pen 87.
1763
Aabrend: Ein einfncher Injektor.
Falls die Nitrocellulosen dauernd der Einwirkung konz. Salpetersauren ausgesetzt bleiben, so
werden sie selbst bei Zimmertemperatur allmiihlich
weiter verandert, und bei Gegenwart groOerer Sauremengen gelangt die Reaktion erst dann zum Stillstand, wenn allea in saure- und wasserlosliche Produkte iibergefiihrt istI0).
Was die R a g e nach der Konstitution der Nitrocellulosen anbelangt, so wird m a n die Salpetersiiurepyroryline bis auf weiteres als aus Nitraten der
eigentlichen Cellulose bestehend zu betrachten
haben, d a sie makro- wie mikroskopisch noch den
charakteristischen Bau der Baumwollfaser zeigen
und kolloidale Eigenschaften besitzen. Die iibrigen
Nitrocellulosearten konnen dagegen in Anbetracht
ihrer mehr oder weniger amorphen Beschaffenheit
nur als Nitrate von Celluloseabkommhgen aufgefaRt werden, so nahe diese der Cellulose hinsichtlich
ihrer chemischen Zusammensetzung auch stehen
mogenll).
Wie bei niedriger, so wirkt Salpetenaure von
1,45 spez. Gew. und dariiber auch bei hoherer Temperatur esterifizierend. Beim Erwarmen auf dem
Wasserbad Itken sich jedoch die Nitrocellulosen
mehr oder weniger rasch auf12) und fallen dann
beim sofortigen Verdiinnen der LBung nlit Wasser
oder auch mit konz. Schwefelsiiure in vollig amorpher
Form ausl3). Unterbricht man das Erhitzen der
salpetersauren Liisung nicht rechtzeitig, so machen
sich bald die Zeichen einer beginnenden Oxydation
bemerkbar, die rasch weiter schreitet und schlieOlich unter lebhafter Entwicklung von Stickoxyden
zu Oxalsaure und Kohlensaure fiihrt.
In der Warme wirken auch schwbhere Siiuren,
wenngleich weniger energisch, oxydierend auf die
Baumwollcellulose ein. Saure von 1,3 spez. Gew.
wandelt sie bei Wasserbadtemperatur innerhalb
einiger Stunden in eine gallertartige Masse - sog.
Oxycellulose - um, wobei gleichzeitig Zuckersiiure,
saureanhydrid kann man jedoch zu 13,8% Stickstoff enthaltenden Nitrocellulosen gelangen, iiber
deren Aussehen aber nahere Angaben nicht vorliegen. H o i t s e m a , diese Z. 21, 173 (1898);
B e r 1 u. K 1 a y e , Z. f. d. ges. SchieO- u. Sprengstoffwesen 1907, 403.
1 0 ) Pyroryline losen sich in Sauren von 1,45
bis 1,50 spez. Gew. innerhalb Jahresfrist beinahe
vollstindig auf. Eine Gasentwicklung findet dabei
nicht statt.
11) Da0 die Cellulose durch die Behandlung
mit kalter, sehr konz. Salpetersaure mehr als
spurenweise in Oxycellulosenitrat umgewandelt
wird, erscheint wenig wahrscheinlich; wohl aber
lie@ die Annahme nahe, daB bei der Einwirkung
weniger konz. Sauren Nitrate von hydratisierten
Cellulosen und selbst von Hydrocellulosenitraten
entstehen.
1 2 ) Das
Inlosunggehen vollzieht sich bei
Wasserbadtemperatur innerhalb 1/4-2 Stunden
und erfolgt um so langsamer, je waswarmer die
Skure ist. Man wird deshalb annehmen diirfen,
daB dem Losungsvorgang eine Hydratisierung zugrunde liegt.
13) Dime von B r a c o n n o t (1832)als Xyloidine bezeichneten Praparate zeigen einen j e nach
der Herstellungsart innerhalb weiter Grenzen
schwankenden, bis zu 13% ansteigenden Gehalt
an Stickstoff; s. a. Z. f. d. ges. SchieO- u. Sprengstoffwesen 1908, 305.
2
Schleimsaure usw. in Liisung gehen, und nitrose
Gase entbunden werden14). Auch beim Erhitxen
mit Sauren von 1,2 und weniger spez. Gew. wird die
Baumwolle zusehends zerfasert, und falls die Digestionstemperatur 35-40
nicht iiberschreitet,
lassen sich in der Fliissigkeit Substanzen nachweisen, welche die F e h 1 i n g sche Ltisung reduzieren.
Bei gewohnlicher Temperetur und liingerer Beriihrungsdauer wirkt dagegen die verd. SalpetersLure im wesentlichen in demselben Sinne, wie verd.
Salzsaure, Schwefelsaure ww., indem sie die Baumwolle sehr allmiihlich in eine leicht zerreibliche, a m
kurzen Faserfragmenten beatehende Masse iiberfiihrt, die das in Wasser unlosliche Ptodukt der
ersten Phase der Hydrolyse der Cellulose darstellt
und als G i r a r d sche Hydrocellulose bezeichnet
wirdls).
Hydrocellulose bildet sich auch, wenn Baumwolle langere Zeit unter einer Glasglocke iiber einer
Salpetersiiure von 1,4 spez. Gew. enthaltenden
Schale stehen bleibt, wahrend die Dampfe der sehr
konz. Siiuren ausgesprochen nitrierend wirken.
SchlieOlich mag noch darauf hingewiesen sein,
daB die Eigenart der Cellulose wohl am deutlichsten
in ihrem Verhalten gegen Salpetersaure zutage tritt,
und daB das vergleichende Studiurn der Eigenschaften von Salpeteniiure- und von - Mischsiiurepyroxylinen voraussichtlich einen niheren Einblick
in die Rolle der Schwetelsaure beim NitrierungsprozeB ermoglichen wird.
[A. 167.1
Ein einfacher Injektor.
Yitteilung aus dem technischen Bureau von
Dr. ERNST
ASBRAND,
Hamover-Linden.
(Eingeg. 4.18: 1910.)
Die Anwendung dea Injektors in der chemischen
Technik ist allgemein. Wo es sich u m Heben und
zugleich Erwiirmen von Fliissigkeiten handelt, also
beaonders bei Laugereien, d a ist der Injektor nnentbehrlich. E r hat aber den Nachteil, daD seine
verschiedenen Arten in der Anschaffung teuer und
14) C r o s s u. B e v 8 n ,Journ. of the Chem.
soc. 43, 22. F a b e r u. T o 11e n s , Berl. Berichte
32, 2589 (1899);34, 1434, 1427 (1901). T o 1 1 e n s
betrachtet dime Oxycellulosen als Verbindungen
der Cellulose mit einer sauerstoffreicheren Substanz, dem Celloxin C6H,06 in nach der Herstellungsweise wechselnden Verhaltnissen. Vermutlich ist jedoch in der Oxycellulose nicht Cellulose als solche, sondern Hydrocellulose enthelten.
uber die verschiedenartigen Oxycellulosen s. €3 e r 1
u. K 1 a y e , Z. f. d. ges. SchieD- u. Sprengstoffweaen
1907, 381. P i e s t , D. C. Die Zellulose. Stuttgart. Ferd. Enke, 1910.
16) A. G i r a r d , Memorial sur 1’Hydrocellulose, Paris 1881. 0 s t , diese Z. 19, 994 (1906).
S c h w a 1 b e , ibid. 20, 2166, (1907); 13, 433
(1910). S t e i n , Chem. Zentralbl. 1904, I, 934.
Von den hydratisicrten Cellulosen oder Cellulosehydraten unterscheidet sich die Hydrocellulose
auch wesentlich durch die Art ihrer Entstehung,
die nicht mit einer Anlagerung von Wasser a n die
Cellulose, sondern mit einer Abspaltung loslicher
Substanzen aus der Cellulose verbunden ist.
221.
mekt auch schwierig und kostspielig oder gar nicht
zu reparieren sind. Selten konnen die Reparaturen
sofort an Ort und Stelle in der Fabrik selbst vorgenommen werden, wodurch Zeit- und Arbeitsverlust
entstehen.
I
Zwei gepeniiberliegende Arme tragen die Darnpfdiise b und die Druckdiise c. Von den beiden nocli
iibrigen Armen tragt einer das Saugrolr, walrend
der andere als Reinigungs- und Kontroloffnung
dient und durch einen passenden Geaindestopfen
verschlossen wird.
Man halt sich von den einzelnen Stiicken, die
sehr billig sind, Vorrat und ist dann imtande.
jederzeit schnell einen Injektor zusammenzustellen
oder einen versagenden nachzuselien und zii repn-
Fig. 2.
Fig. 1.
Dem sol1 ein ganz einfachea Modell abhelfen,
daa ausgezeichnet arbeitet.
Aus beistehender Skizze ist alles ersichtlich.
Das Injektorgehause wird durch ein Kreuzstiick a
gebildet, wie sie bei Gasleitungen gebriiuchlich Rind.
rieren. Da allea sehr robust gehalten ist, so ist die
Dauer solcher Injektoren schon a n und fur sich sehr
betrachtlich. Besonders eignen sie sich fiir Schw-efelnatrium-, Soda-, Schwefelbarium-, Chlorbarium-,
Eisen-, Kupfer-, Zink-Laugereien, wobei ihre Armaturteile natiirlich steta aus dem gerade wiinschenswerten Metalle hergestellt werden konnen.
Der Injektor ist als Gebrauchsmuster angemeldet und kann nebet Ersatzteilen von dem oben
[A. 186.)
genannten Bureau bezogen werden.
Wirtschaftlich-gewerblicher Teil.
ment; Teer und Pech, Harze und sonstige Extraktivstoffe, Essig und pflanzliche 61e und Wachs 0,4(0,4);
wissenschaftliche Instrumente 0,3 (0,5); Glas- und
Porzellanwaren 3,2 (3,4);chemische Erzeugnisse,
Brasillen. tfber den A u 13 e n h a n d e 1 B r a - Drogen und Arzneimittel 3,2 (2,9).- Die W a r e n a u s f u 11r Brasiliens bewertete sich auf 63 724 440
s i 1 i e n s i. J. 1909 entnehmen wir einem Berichte
dea Kaiserl. Generalkonsulates in Rio de Janeiro (44155 280) Pfd. Sterl., davon entfallen auf
folgende Angaben. Der Wert der W a r e n e i n f u h r D e u t s c h 1 a n d 9 944 155 (6964 846) Pfd. Sterl.
Unter den Abnehmern der brasilianischen ,Ausfuhr
stellt sich nach den endgiiltigen Ermittlungen auf
692 875 927 Milreis Papier = 37 139 364 Pfd. Sterl. stehen wie seit Jahren die Vereinigten Staaten von
An dieaer Einfuhr waren beteiligt England mit 26,g Amerika mit 402 (40,1)yoobenan; ihnen folgen
(1908: 28,8), D e u t s c h 1 a n d mit 16,6 (14,9), GroDbritannien mit 16,2 (14,8),Deutachland mit
die Vereinigten Staaten von Amerika mit 12,4 (12,1), 16,6 (l6,8), Frankreich mit 8,6 (7,6)y0. Von der
Frankreich mit 10,4 (9.0)yo. Die E i n f u h r a u s G u m m i ausfuhr im Gmmtwerte von 291,9 Mill.
D e u t s c h 1 a n d ist von 84.3 Mill. Milreis Papier Milreis Papier nahmen die Vereinigten Staaten von
i. J. 1908 auf 92,3Mill. i. J. 1909 gestiegen, aber Amerika ungefahr 64,7%, GroBbritannien 36,0%
Frankreich 6,6% und Deutschland 2,3y0. Die Ausunter dem Hohepunkte, der i. J. 1907 mit 99 Mill.
erreicht war, noch um 6,7% zuriickgeblieben. Sie fuhr von M o n a z i t s a n d ist zu 83,3 (87,0)%
hatte 1909 (1908)in einigen der wichtigeren Waren- nach Deutachland gegangen. Von den brasilianigruppen nacl~tehendeWerte in Millionen Milreis schen M a n g a n e r z e n hat Deutschland nur einen
Papier aufzuweisen: Blei, Zinn, Zink und deren Le- verschwindenden Teil bezogen. Brasilianisches
B i e n e n w a c h s Ring fast ganz, P f l a n z e n gierungen 0,3 (0,2);Kupfer und Kupferlegierungen
0,4 (0,3); tierische Eneugnisse, wie FiscNeim, w a c h s (Karnauba) zu rund 56% nach Deutsch4.[K. 1027.1
Wachs, h i m oder Gelatine, tierische 81e 0,l (0,l); land.
Japan. I m AnschluD an die friiher veroffentEisen und Stahl in Stangen und Stiiben, Walzeisen
lichten Zahlen iiber den AuDenhandel Japans seien
1,5 (1,2);Farb- und Riechstoffe, BleiweiD, Indigo.
nach der amtlichen japanischen Statistik die nachAnilin- und Fuchsinfarben, kiinstliche Essenzen,
Tinte, pulverisiert, Mennige 2.4 (2,2);Asbest, Teer, stehenden Angaben iiber die B e t e i l i g u n g
der fremden Liinder am AuDenhandel
Asphalt, Zement, Koks, Schmirgel, G i p , Edelsteine,
lose, Salpeter 4,s (4,6),davon entfallen 4,3 auf Ze- J a p a n s i. J. 1909 (1908)mitgeteilt:
Jahresberichte der Industrie und
des Handels.
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