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Ein Einflu des Magnetfeldes der Erde auf die Entladungsform in Geissler schen Rhren.

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3. Edrt Bhfiufi des Xagnetfeldes der Brde auf
die Entladungsform in G e i s s I e r schem Rbhrert;
v o n Fr/edrich Wehrter.
Der Scheitelabstand der positiven Saule von der Kathode
wird in hohem Grade geandert durch Ablenkung der Kathodenstrahlen mittels eines magnetischen Feldes. Wird ein Magnetfeld
senkrecht zur Rohrachse in der Nahe des negativen Glimmlichtes erzeugt, so schiebt sich bekanntlich infolge Ablenkung
der Kathodenstrahlen die positive Saule nach der Kathode hin
mehr oder weniger vor, je nach dem Grade der Ablenkung.
Daran la6t sich also die Ablenkbarkeit der Kathodenstrahlen
beurteilen. Sie ist bei niederen Drucken bedeutend groBer
als bei hoheren und in Sauerstoff unter sonst gleichen Verhaltnissen bedeutend geringer als in Wasserstoff. Bei liu6erst
niederen Drucken ist in Wasserstoff die Ablenkbarkeit der
Kathodenstrahlen so groB, da6 schon verhaltnisma6ig kleine
Magnetfelder eine wesentliche Verschiebung des Scheitels der
positiven Siiule nach der Kathode hin hervorrufen. So wurde
ein deutlicher Einflufl des Erdfeldes auf die Entladung in
folgender Weise festgestellt :
Es wurde beobachtet, dafl bei Annaherung eines Magnets
an die Kathode eines horizontal liegenden Rohres von 8 cm
Durchmesser der Scheitel der positiven Saule zunachst nach
der Anode um eine Lange von etwa 15 cm zuriickweicht, bei
weiterer Annaherung aber normalerweise sich wieder nach der
Kathode hin vorschiebt. Kehrte man die Pole des Magnets
urn, so da6 der + -Pol senkrecht uber den - -Pol zu liegen
kam, dann blieb die Erscheinung aus. Der Vorgang deutet
an, dafl durch den bfagnet irgend eine Einwirkung kompensiert wird.
Das Feld der den Strom liefernden Maschinen konnte
nicht Ursache sein, da Verkehren der Maschinenpole die Erscheinung nicht anderte. Die Vermutung, es konne eine Unsymmetrie der Entladnng, veranlaBt durch die Beschaffenheit
Einflup des Magnetfeldes der Erde usw.
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des Rohres, vorliegen, wurde dadurch als unbegriindet erwiesen,
da6 das Rohr bei festgehaltenem Magnet um die Langsachse
gedreht wurde, wobei die Erscheinung dieselbe blieb. Urn
einen etwaigen Einflu6 des Erdfeldes zu erkennen, wurde das
Rohr 5 m von den Maschinen entfernt und in der Horizontalebene gedreht. Dies bewirkte keine wesentliche Bnderung
des beobachteten Vorganges. Stellte man aber das Rohr
vertikal, so war die Ablenkung bedeutend geringer. Bei einer
Drehung in der Meridianebene konnte man auch ohne Magnet
direkt ein Vorriicken und Zuruckweichen der positiven Saule
beobachten, je nachdem die Riihre parallel dem Erdfeld stand
(Minimum der Ablenkung) oder senkrecht dazu (Maximum).
Die horizontale Komponente des Erdfeldes ist bedeutend
kleiner als die vertikale, daher die geringere Ablenkung in der
Vertikalsteliung als in der horizontalen Lage. Da zudem bei
horizontaler Lage des Rohres der Scheitel der positiven Saule
nur dann bei Annaherung des Magnets zuriickwich, wenn das
Feld des kiinstlichen Magnets dem Erdfeld entgegengesetzt
war, 80 lassen dieae Versuche den Schlu6 zu, da8 das Erdfeld
die Entladung durch Ablenkung der Kathodenstrahlen nicht
unbedeutend beeinflufit.
0
L e i p z i g , Physikal. Institut der Universitat.
(Eingegangen 19. Dezember 1909.)
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