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Ein Faraday'scher Explosionsversuch.

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170
ordnuog erreicht wird), so fgllt auch'anf diese Weise das
Correctionsglied erster Ordiiung weg tind ist dann auch
die Wirkung der Windungen auf die Nadel fur ahsolute
Messungen leichter zu ermitteln.
Wenn man aber an die gewohnlich gebrauchten Tangentenbussoleii die obige Correction, die sich j a fiir ein
Instrument sehr leicht bestimmen lalkt und nur Einmal
bestimmt werden muls, anbringt, so sind die absoluten
Bestimmungen mit derselben fur praktische Zwecke geniigend genau und, was eben fur eine allgemeinere Einfuhrung absoluter Messungen eine Hauptsache ist, sehr
einfach. 80 berechnet sich z. B. fur die von K o h l r a u s c h
benutzte Tangentenbussole die Formel, welche die Intensitiit von Stromen, die durch dieselbe geleitet werden,
nach absolutem magnetischem Maafse giebt, nach Formel (1)
S. 161 fur Giittingen zu:
J = 1,615 . tg cp (1 + 0,067 sinZy)
Die beiden Factoren A und B konnen numerisch fiir
eine beliebige Tangentenbussole sofort aus ihren Dimensionen der horizontalen Intensitat des Erdmagnetismus
und der Grolse I., die sich bei kiirzerer Nadel mit geniigender Genauigkeit zu 0,85 der Lange der Nadel annehmen lafst, bestimmt werden, und es lassen sich dann
damit Strome nach dem allgemein vergleichbaren, dem absoluten magnetischen Maafse, messen.
- -..
X.
.
&in F a r a d a y 'scher Explosiowversuch
eon 6. K r e bs.
I n T y n d a l l ' s ,,die Wiirme, betrachtet als eine Art
der Bewegung", 2. Auflage, Seite 146, wird bemerkt:
F a r a d a y schmolz reines Eis unter Terpentinol und fand,
dafs die so erlaiigte Fliissigkeit w-eit iiber den Siedepunkt
171
erhitzt werden konnte, und dafs das durch die Warme
bewirlite Aufwallen der Fliissiglreit mit der Heftigkeit
einer Explosion geschah.
Da das Gelingen dieses Versuchs anderwzrts') in Zweifel gezogen worden ist, so will ich mir erlauben, einige
Bemerkungen iiber denselben zu rnachen.
Wenn Versuche, welche auf Siedverziigen beruhen,
gelingen sollen, so ist immer eine ganze Anzahl Vorsichtsmafsregeln zu beachten, welche zwar kleinlicher Natur, doch aber von entscheidendem Einflufs sind.
Vor allen Dingen kommt es darauf an, dafs das Glas,
in welchem sich die Fliissigkeit befindet, mbglichst rein
(knopf blasen- und streifenfrei) sey ; unreine Stellen, welche sich namentlich leicht am zugeschniolzenen Ende hefinden iind durch mangelhaftes Zuschmelzen verursacht
worden sind, leiten gewonlich ein vorzeitiges Sieden ein.
Auch geben enge Rbhren bessere Resultate als weite: man
nimmt deswegen eine hochstens 1Cm. weite, 20 bis 30 Cm.
lange, am einen Ende vorztiglich zugeschmolzene Rohre
aus ganz reinem Glas, lieber als ein Probirglas, welches
meist Streifen oder KnSpfe besitzt und nachlassig zugeochmolzen ist.
Dann aber ist es auch sehr wesentlich, dafs man langsam erhitze, weswegen ein Erhitzen im Oelbad dem iiber
freiem Feuer vorzuziehen ist.
Damit nun bei einer Explosion das herausgeworfene
Wasser nicht in das Oel falle, biegt man die Glasriihre,
in welcher das Wasser sich befindet, oben etwae um; man
kann sie d a m , in einem ltetortenhalter eingespannt, so in
das Oelbad hiingen lassen, dafs ihr oberer Theil iiber den
Rand des Oelgefafses hinweggeht.
Nicht minder vortheihaft ist es, wenn man in die Glasrobre vor dem Versuch Schwefelsaure giefst, dieselbe einigermafsen erhitzt und dann wieder ausgiefst, worauf man
die Rirhre mit destillirtem Wasser wiederholt ausspiilt
">.
1 ) Polytech. Notizblatt XXVIII, 1872, S. 382.
2) Vgl. M a r c e t Bibl. univ. T.XXXF'IIZ. p . 388 (1842), eowie K r e b s ,
d. Ann. Bd. CXXXVI, S. 144 (1869).
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Noch fige ich bei, dalb die Explosion meist nicht ohne
vorhergiingiges Sieden eintritt. Es bildet sich zunachst
an unreinen Stellen der Gefalswand, an im Wasser schwimrnenden festen KBrperri, namentlich auch an der Trennungsflache von Wssser und Terpentinol eine Aiizahl Dampfblasen; spiiterhin h6rt das Sieden einige Zeit ganz auf,
wahrend die Ternperatur des Oelbads oft bis 120° C. staigt;
dann aber wird plotzlich ein Theil des Wassers nebst dem
dariiber befindlichen Oele herausgeworfen. Nicht selten
tritt noch eiiimal oder wiederholt eine Explosion ein, nachdem die Gasflamme geloscht worden und die Temperatur
schon einigermafsen jedoch natiirlich nicht nnter 100" C.
gesunken ist.
Ich habe verschiedene Versuche dieser Art angestellt
nnd will hier kure die Resultate angeben.
Ueber einer Gasflamme steht auf einem Drahtnetz ein
Becherglas niit Oel und in dieses wird eiu Thermometer,
sowie die vorhin beschriebene Glasrohre eingehlingt. Ich
habe nun gefunden, dafs wenn die Glasrohre auch nur
mit ausgekochtem destillirtem Wasser (etwa bis :), iiber
welchem eine 1 Cm. hohe Schicht von Terpentinol stand,
gefiillt war, eine Explosion fast regelmafsig eintrat, nachdem das Wasser einige Zeit in gewohnlicher Art gekocht
hatte.
Besser allerdings gelingt der Versuch, wenn gewohnliches zerstofsenes Eis eingefiirllt wird.
Besser noch gelingt es mit Eis, welches man aus destillirtem, ausgekochtem Wasser, sey es in der Winterkalte
oder mittelst einer Kaltemischung f Wnsser und salpetersaures Ammoniak) erzeugt hat. Setat man z. B. ausgekochtes destillirtes Wasser in einem Recherglase der Winterkalte aus, so bildet sicli a m Rande des Glases so reines
Eis, dafs man meint, das Wasser sey noch gar nicht gefroren; in der Mitte dagegen sieht man einen wahren
Knaual von Luftblasen (gewbhnlich in Form eines Ellipsoids) im Eise eingefroren I). Taiicht man das Recherglas
,
1
> nas Ellipsoid in der Mitte illt die
zulctzt gefrorene \~'asserms8se, in
welche die Luft aua d e n zuerat gefrorenen Wasser eingetreten ~ a r .
173
kurze Zeit in warmes Wasser, so hfst sich der Eisblok
herausnehmen uiid nun kann man ein Stiick von dem wasserklaren Eise abtrennm, zerstofsen und in die Rohre einfillen.
Einfacher noch ist es, ausgekochtes, destillirtes Wasser
in die Rohre zu giefsen, mit einer Schicht Terpentinol zu
bedecken und das Wasser entweder in der Winterkiilte,
oder in einer Kaltemischung frieren zii lassen. Erhitzt man
hierauf im Oelbad zum Sieden? so tritt in der vorhin beschriebenen Weise die Explosion ein.
Bei dieser Gelegenheit will ich noch einer eigenthiimlichen Erscheinung Erwahnung thun, welche ich vor
einigen Jahren zu sehen Gelegenheit hatte. Am Morgen
nach einer sehr kalten Nacht machte mir Jemand die Mittheilung : ,,er habe eine sehr merkwiirdige Naturerscheinung zu Hause." Ich begab mich in das betreffende Haus
uiid sah dort mitten aus dem in einem blechernen Wasserschopfer gefrorenen Wasser einen ca. 7 Cm. hohen und
1 bis 2 Crn. breiten Eiszapfen sich erheben. Der Eiszapfen
schien aus einzelnen Bingeln zusammengesetzt zu seyn.
(Der Wasserschopfer hatte wiihrend der Nacht vor den1
Ktichenfenster gestanden).
Bei der strengen Kalte (16" C.) der Nacht war das
Wasser rasoh am Rande, am Boden und an der Oberflache gefroren. Bei weiterem Frieren wurde die jedenfalls noch ziemlich diinne Eisschicht in der Mitte der Oberflache durch die Ausdehuung beim Frieren des Wassers
in der Mitte des Gefal'ses durchbrochen; das sehr langsam
austretende Wasser fror weitere Wassermassen drangten
allmalig nach, trieben den Eiering in die Hahe, froren unten an etc., bis sich dann endlich dieser merkwiirdige
Zapfen von 7 Cm. Hohe gebildet hatte.
In den folgenden, allerdings nicht so kalten Niichten
hatte ich gehofff, dieselbe Erscheinung noch eiomal hervorrufen zu konnen ; es ist mir aber diefs noch nicht einmal
annilhernd gelungen ; ich sah nur mehr oder minder grofse
rind dicke Erhiihwgen auf der Mitte der Oberfliichen.
,
174
Es wird diese Erscheinang jedenfalls nur bei sehr strenger Kalte eintreteu.
XI. Explosionen, eraeugt durch hohe Tone.
1
b i n grofser Theil der bekannten explodirenden Kijrper
enthalt mehr oder weniger Stickstoff. Der einfachste dieser Korper und zugleich einer der instabilsten ist die Verbindung des Jods mit dem Stickstoff. Der JodstickstoB
wird sehr leicht bereitet, wenn man fein gepulvertes J o d
mit Ammoniakfliissigkeit iibergiefst. Man filtrit hierauf,
nimmt das Filtrum, wahrend es noch feucht ist, aus dem
Trichter zerschneidet es in kleine Stiicke und trocknet
sie einzeln. Obgleich dieser Korper im feuchten Zustande
gauz unsckidlich ist, so detonirt er doch mit grofser
Eeftigkeit, sobald er trocken ist, bei der geringsten
Reibong. Aber, was das Merkwiirdigste ist, diese heftige
Zersetzung kann auch durch gewisse hohe Tone hervorgerufen werden.
Die HH. C h a m p i o n und P e 11e t haben hieriiber sehr
interessante Versuche gemacht, namentlich folgende. Zwei
GlasrBhren von 15 Mm. Durchmesser und 2,4 Meter gesammter Lange werden mittelst eines Papierstreifcns verbunden und auf jedes Ende bringt man ein Papierstiickchen, welches 0,03 Grm. Jodstickstoff enthalt. Wenn man
eins dieser explodirenden Papierstiicke verpuffen liifst, verp u b dss andere gleichfalls.
Die Explosion des zweiten Papiers ist indefs nicht durch
den Luftdruck bewirkt. Man kann diefs beweisen, wenn
man ein kleines Pendel in die Rohre bringt. Diefs Pendel wird durch die Explosion nicht mehr verriickt, als wenn
man mit dem Munde stark in die Rohre blast. Befestigt
man solche Papiere an die Saiten eines Contrabasses,
,
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