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Ein neuer Aspirator.

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chen P e l t i er’schen Iustruments construirt; iilleiii die Methode, um aus den Ablesungen des Instruments die elek-trische Spanuung der Laft henuleiten, sey wcsentlich eiiie
andere. Wirklich erblicke ich auch in der Abbildung alle
Haupttheile des Elektrolneters, welches zu meinen Beobachtungen dient und welches Hr. P e l t i e r fur unser Observatorium hatte construiren lassen ; allein ich bemerke
darin auch eine wichtige Verschiedenheit i n dcu Verhzltnissen. Die Kugel oben auf meinein Instrumente ist
bedeutend grafser als die auf dein Ihrigen, wenigstens nach
der Abbildung zu urtheilen, denn Sie geben die Dimensioneii nicht an.
Ich wiinschte die Beweggriinde zu kennen, die eineu
so geschickten Beobachter wie Sie bewogeii haben, die
Kugel auf so kleine Dimensionen gegen den sic tragenden
Stift zu reduciren. Diese Reduction der Dimensionen mufs,
wie mir scheint, Ihreln Iustrumente einen weit geringeren
Grad von Empfindlichkeit verleihen. Deshalb sagte P e l t i e r, dafs die am Ende des Stiftes angehzufte Influenz. Elektricitat den Rest der Lange an die entgegengesetzte Elektricitzt iiberlnsse, urn sich darauf zu vertheileii, dafs aber j e
18nger relativ dieser Stift sey, desto kleiner der zur Nadel gelaiigeiide Theil werde und desto kleiner aoch die
Divergenz.
X. Ein neuer Aspirator; uon T h o m a s A n d r e w s .
(Philosopi. Magarin, Scr. IV. Val. IV.p. 330.)
~
B e i diesem Aspirator wird der Luftstrom hervorgebracht
durch das Heben eines cylindrischen GefaLes A , welches
am Boden offen ist und in das Wasser eines iiufseren Gerifses B taucht (Siehe Taf. 111, Fig. 5). Die Kijbre c coininunicirt mit dem innern und oberen Tiieil von A. Die
Schiiiire y g siiid un Gewicliten befestigt, die A aufwiegco.
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Kurz die Construction ist genaii dieselhe, wie die der Gasometer, welche im Grohen bei der Bereitung des Beleuchtungsgases angewandt werden. Uin A zu heben, ist es
mittelst eines Messingstabes f A verbunden mit dem freien
Ende der Kette einer Schwarzwalder Uhr (common oneday German clock), deren Gewicht k vergriifsert ist, damit
es im Stande sey, sowohl das Uhrwerk zu bewegen als
den Widerstand von A zu iiberwaltigen. Hierdurch wird
der Cylinder vollkoinmen gleichfiirmig gehoben, in beliebigem Maafse, je nachdem inan das Uhrpendel verlangert
oder verkurzt. Hat der Cylinder die gehiirige Hiihe erreicht, so wird seine Bewegung, so wie gleichzeitig die
der Uhr, durch die Nufs f gehemmt. Zum Behufe einer
zweiten Operation, wird das Uhrgewicht k abgenommen,
der Hahn d gescltlossen, und der e geoffnet; iibt man nun
auf den Cylinder A eineu miifsigen Druck aus oder legt
ein Gewicht darauf, so sinkt er bis sein untcrer Rand auf
B zu stehen kommt; t ist eiii Thermometer, dessen Kugel
sich in A befindet.
Sehr leicht bestimmt sich durch einen Versuch genau
das Luftvolum, welches in den Cylinder A wahrend seines
Steigens eintritt, und, wenn der Apyarat sorgftiltig construirt ist , entspringt kein merklicher Fehler aus Ungleichheiten im Luftvolum, das bei verschiedenen Beobachtungen in A eintritt. Und kennt inan den Barometerstand
und die Temperatiir der Luft in A, wodurch inan zugleich
die Spannung des Wasserdampfs erlililt , so ist es leicht,
das bei einem normalen Therino - und Barometerstand durch
den Apparat gegangene Luftvolurn zu berechnen. Gebraucht
inan den Aspirator zur Bestimmuiig der Menge des Wasserdampfs oder eines anderen absorbirbaren Bestandtheils
der Atrnosphare, so wird es niithig, auch die mittlere Temperatur und den mittleren Luftdruck wahrend des Versuchs zu kennen. Mit diesen Datis giebt eine einfache
Rechnung genau das Gewicht oder Volum des in der Luft
vorhandenen Wasserdampfs.
ES ist unnothig hervorzuliebcii , wie niannigfache An-
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wendungen ein Aspirator, der einen dllrchaus gleichfijrmigen Luftstrom liefert, finden kann. Er wird sich in chemischen Laboratorien hsufig als ein sehr bequemes Untersuchungs- Instrument erweisen, und kano in gewissen Fallen
selbst zu quantitativen Versuchen benutzt werdeu. Hauptsachlich aLer findet dieser Aspirator seine Anwendung zu
Untersuchungen iiber die Atmosphare, zur Bestimluuug ihres Gehalts an Sauerstoff, Kohlensanre, Wasserdampf uud
selbst Ammoniak, so dafs er, wenn ich nicht irre, eine
niitzliche Acquisition fur ineteorologische Observatorien
seyn wird. Zu diesen verschiedenartigen Zweckeu mufs
er in Griifse und Gestalt abgeandert werden; wo mit groLen Luftmengen operirt werden soll, mufs mau seine Dirnensionen bedeutend vergriifsern und ein kraftigeres Uhrwerk anwenden als ich fiir niithig fand.
Bei dem von inir angewandten Apparat fafste A 21,623
Liter oder beiualie 1320 Kubikzoll engl. Mit einem Pendel von der gewiihnlichen LInge waren zu seinem Steigen
sechs Stuuden erforderlich; bei Verkiirzung des Pendels
war diefs aber schon in anderthalb Stunden volleudet. Im
letztern Falle gingen pro Minute 240 C. C. (ld,6 Kubik2011) Luft dnrch den Apparat, und unter diesen Urnstanden
maclite ich eiuige Versuclie iiber das relative Austrocknungsvemogeu gewisser Substnnzeu, wovon ich die Resultate
liier kurz angeben will.
Mit sorgfiltig getrocknetrin Gyps iu T, und Bimmsteinstucken, benafst mit Scbwefelsaure, iu T', erlitt die letztere, nach dem Durchgange des ersten Aspirator- Msafses,
keiue Veranderung; aliein beim nlchsten Versuch (bei Anwendung derselben Riihren) gewann sie 0,56 Grm. (0,86
Gran) ; und bei einern folgeuden Versuch , nacbdeirr man
zwei Stunden hatte verflieteii lassen, darnit die Feucbtigkeit vom Gyps eingesogen wurde, nahln sie nocli 03-1 Grin.
(0,52 Grau ) zu.
Mit geschmolzeuem Clilorcalcium in T uud Sclirvefelskinre in T' betrug der Gewiiin in T hei drei aufeinander
folgendeii Versuchcn respective 0,033, 0,010 und 0,090 Grin.
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Trockner Gyps scheint daher besser als geschmolzeiies
Clilorcalcium zu seyn; allein beide trockne~idie Luft nicht
init hiulanglicher Kraft ,.um bei diescn Versuchen angewandt zu werden.
Mit Schwefelsiiure in T und in I" erfuhr die letztere
durch die ersten sechszehn Aspirator - Maafse, die durch
die Rbhren gegangen waren, keine Verznderung; d a m aber
begann sie rasch au Gewiclit zuzunehmen.
Mit Chlorcalcium, das iiicht geschinolzen, sonderu bloCs
gut getrocknet worden, wie es L i e b i g schon seit lange
zu organischen Analysen empfahl, in T, und Schwefelsarire
in I", wurdcn einige interessante Resultate erhalten. Unl
zu ermitteln, ob die Absorption der Feuchtigkeit in 1"
vollstandig wlre, wiirde zwisclien dieser Kilhre und dem
Aspirator eine dritte Rbhre init Schwefelsiiure eingeschaltet.
Secliszig Aspirator - Maafse leitete ich folgweise durch diese
Riihrenreihe, die nur von Zeit zu Zeit entfernt wurde, UIU
gewagt zu werden. Nach dieser Operation belief sich die
Zunahme von T auf nicht weniger als 12,252 Grm. (189,08
Gran), die von I" auf 0,141 Grin. (2,17 Gran) und die
der Rbhre zunlchst am Aspirator auf 0,21 Grm. (032 Gran).
Es ist wichtig zu bemerken, d a t der Gewinn von I" gleichfbrmig war, vom Anfang bis zu Ende des Versuchs; durchschnittlich betrug die Gewichtszunahme fur jede Hebung
des Aspirators von der ersten bis zum ftinf und zwanzigsteri 0,0024 Grin. (0,037 Gran) und von der fiinf uiid zwaiizigsten bis zur sechszigsten: 0,0023 Grin. (0,035 Gran).
Dcr Gewinn der dritten Rbhre war gain unbedeutend, betrug nicht & der ganzeii Menge des Wasserdampfs und
entspraiig wahrscheinlich aus Feuchtigkeit von der Luft
im Aspirator oder aus anderen zufalligen Ursachen.
In diesem Falle war der Versuch so lange fortgesetzt
worden, bis der Luftstrom durch das Zerfliefsen des Chlorcalcium in dem vow Aspirator abstehenden Schenkel VOII
T uiiterbrochen wurde ; das Austrock~iu~igsvcrinogendes
Chlorcalciuins in dein anderen Schenkel blieb dabei jedocli
bis zii Elide ungeschwacht. Es erhellt daiiu, dafs aus
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1296 Liter ( oder iialie 80000 Kubikzoll) nt1nospl18riseher
Luft, in ihrem gewthlichen Zustande bier zii Lande, alle
Feuchtigkeit durch eine Rolire mit etwa 90 Grin. (ld00Gran)
Chlorcalcium, unterstutzt durch eine Kohre mit etwa halb
so vie1 Schwefelsaure, vollstkindig absorbirt werden kann.
Da diese Riihren gleichzeitig auf die Waage gebracht werden kihnen, so entsteht durch Anmendung beider keine
St6ruug. Fernere Versuche sind jedocli niitliig, nm zu
bestimmen, ob die kleine Gewichtszunahme der Schwefelsatire -Rbhre wirklich aus der Absorption von Wasserdampf entsprang oder aus der Absorption eines Theils der
in der Luft vorhandenen Kohleiisaure durch die Schwefelsaure I ) . Erwiese sich die letztere Ansicht als richtig,
so iniifste trocknes Chlorcalciuin, statt der Scliwefelsaure,
in der R6hre T genommen werden.
Bei einer geringen Abanderung wiirde der Apparat die
Feuchtigkeitsmenge in der Luft fur kiirzere Zeiten geben ;
und es leidet keinen Zweifel, dafs nicht die Raliren aucli
noch alle Feiichtigkeit aus der Luft ahsorbiren wiirden,
wenn diese mit grafserer Geschwiudigkeit als in dem oben
bescliriebeuen Versuch dieselben durchstrdmte. Bei Verlangerung der U-R6hren wurde es nicht schwer halten in einer und selbst in einer halben Stunde 0,5 bis 1,0 Grm. (7 bis
14 Gran) Wasser aus der Luft zu absorbiren, und soinit
kannte man den Wasserdampfgehalt bis auf s& der gmzen
Menge genau bestimmen, statt man durch die bisjetzt allgemein iiblichen Methoden hochstens 4 oder gV in unsicherer
Annlherung erhalten kann.
Belfast, 28. Sept. 1852.
I ) Siehe iiber diesen Gegenstand die BeobacLtungen des Prof. R o g e r s
in der Chemical Gazette, VoI. VI& p. 477.
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