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Ein neues Gasometer.

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Die Oxydation, welche Platin, Gold und Silber im geschmolzeneu Kalibydrat stets erleiden , beruht bekanutlicli
ebeiifalls auf der Bildung des Superoxyds. Am Multiplicator verhalteu sich die drei Metalle so, dafs Silber ain
negativsten ist; dann folgt Gold 'und endlich Ylatin. Erhalt man daher Kalihydrat in cinem Silberticgel einige Minuten im Schmelzen, und tauche d a m einen Goldstreifen
hinein, so wird derselbe ganz hiibsch versilbert.
XV. Ein neues Gasometer; von W a l l m a r k .
(Mitgctheilt-vom tIm. Vcrfarscr rus Jer Oefveraipt a/ Xongl. yefensk.
Acud. Fhhundl., 1847, Jim. 9.)
D a s voiii Hrn. Verf. crfundene und der K. Academic vorgezeigtc Gasometer ha? folgende Einrichtung.
A (Taf. V, Fig. 6, 7, 8) ist eiu auf Stellschrauben 111hender TrPger von Gufseisen. Derselbe besteht ails einem
Dreifufs mit den darin sitzenden Stellschrauben, ferner einer aufrcchtcn Silule und zu oberst ciner rundcn dicken
Schcibc (Brickc). Schcibe und Siiule haben einen durchbohrteii Schacht u , , und die Scheibc besitzt nahe an illrein
Umfang eine tiefc, nnch iinteu. etwas crweitertc Nuthe a,
(Fig. 6 ) , worin der Glascylirider B eingekittet ist I).
In den iiach oben gekehrten Boden dieses Cylinders
siud drci Locher gebohrt. Im mittelsten und grolsten derselben sitzt eingekittet die GlasrOhrc C '), die an beiden
1) Der Hitt, dessen icli mich zu diesem Apparat bediente, bestcllt 9U8 8
Gewiclitstlil. klrren Kolop~roniumrund 2 Th. weifsen Wadues, die zuaammhngetchmolzen, und denen nun 4 Tb. guehl5rnmtan Eisenoryb, u d
endlid, ohne weitere Erhitzung, 1 Th. rene6anischcn Terpcnthinr eingemengt wurden. Diuer Kitt ist zu degleiehen Behuh vortrcmich, abcr
ein damit gekitteter Apparat drrf nielrt starker Sonncnhilw oder ciner
anderen cotspreehenden WSrme ausgwzt werden.
2) In dsm vorgescigten Appont hat die= Glwr6hrs 1?-,0
19m.O Cufseren Dor&mcw.r.
innmen u ~ J
486
Enden offen ist und mit dem unteren etwa 6
"
' fiber der
obersten Ebene des eisernen Fufses bleibt. Diese Robre
ist auf zwei gegenfiberstebenden Seiten in Millimeter getheilt, und durch eingewogenes Quecksilber genau calibrirt.
Das Resultat dieser Calibrirung ist in eine Tafel gebracht,
nelche die Hahe des Quecksilbers in der Rabre far jedes
Kubikcentimeter angiebt. Die Enden der Rohre sind den
gegcnfiberliegenden Gradstrichen genau parallel. In einem
anderen Loche desselben Bodens befindet sicli eingekittet
ein rechtwinklich gebogencs Stahlrohr D (Fig. G, 9, lo).
Dieses trlgt an seineln Pufseren Ende einen Stahlhabn d,
dessen Zapfen in der Axe von zwei unter sich winkelrechten und einander trcffenden LOchern durdibohrt ist; ferner trlgt ea eiu horizontaIes Rohr d , und ein verticales
d,, wodurch man nach Belieben eine Gemeinscliaft berstelleu kaon zwischen dem Inneren des Glascylinders und dcln
verticalen Rohr d,, sobald der Hahn die Stellung a hat,
oder zwisclien diesein Kobr und dcin horizontalen d,, wenn
man den Hahu in die Stellung @ dreht. Iu jeder aiidern
ist der Habn gcschlossen. Endlich ist in den: dritteu. und
kleinsten Loche dea Cylinders ein empfindliches und auf
dem Glasstiel getheiltes Thermometer eingekittet I).
1 ) Theils um d o e vollkommcne Dielitlieit LO erhaltcn, theils urn b i Piillung d o Apparatr mit Quecksilbcr alle Lull durch den Hahn D austutreiben , thrila weil das Thcrmometcr niclrt die Schinclt~empera:ur dca
W i t t a ertrug, gwliahcn d i m Kittungen auf folgende Weise: Naclrdem
die R i h n C mit umgebundemn Fadro und Waclir an wine Stclle eing m z t und am untcren 'Enda mi: Kork bcfatigt worrlcn, eo daf5 ea seine
L a p oicht vedodcrn konnte, wurdcn die rndercn L8cher im Boden d u d 1
Holwtifie, welclm noch ein Stiick wciter alr d u d den Boden gbgen,
verscliloaccn. Der Cjlinder wurde nun in geou'gu Stcllung grbraclit,
der Kill eingetlmn und durch vorsicldgc Erwbrmung gcrclimolten; verm&s d w Neigung kam er nun in dickcren Lagcn t u dem Tharmumeter. Wjhrcnd der Entarrung d u Kius wurdco die Holmstilte ausgc
rogen. In drr oine Lodi wurde nun mit Kilt dar Hahn cingesetzt, und
damen Miindung b h wu'terea mil einem daru gcform:eu Mmingpfrupfen
mil langem S:iel verschlmseo. Endlieh ward aucli drr Tbermomcter
einguctzt, damuf wurden rlle Undicldieitrn durch eineo, an cinem Ende
~rw5rmtcnMetallstab fernemeitig verkitte:, und das ganze Kittgewblbe
in ebener AUEI1eigung his zur Hdnm(indung gebildct.
407
Im oberen Theil der SHule des Eisenfubes befindct sic11
ein borizontales Loch mit Schraubenmutter, worin ein hohler Stohlzapfen G (Fig. 6, 7, 11) festgcschraubt ist. Derselbe hat querdurch ein Loch g , , wolchcs mittelst eines Itiugs
der Axe gehenden Kanals g, mit dem Schachte cornmimicirt; auch hat cr eioe ausgedrehte Rinne g9, uud auf ihin
steckt ein StalilstUck, welclies mit der Handhabe h, gedreht werden kann und bei jeder beliebigen Stellung eine
Gemeiuschaft der Rbhre h, mit dem Schachte a , gmtattet. In
die Rbhro h, ist ein Glasrohr eiugekittet, an das obere
Ende dieses ein Stahlhahn K, und an letzteren wiederum ein
klciner Glastrichter L I). 0 ist ein zugleich mit dein Thermometer eingekitteter Eisendraht, welcber, indem er durch
einen kleinen Knopf o gegen die innere Glaswaud federt,
Festigkeit bekoinmt, und bci etwas verschiedeaer HOlie in
zwei dlinne Spitzen 0 , und o . ~auslliuft; aa siud zwei LOcher ZUUI Reiuigen des Apparats, welche durcli Schrauben
P verschlossen werden, und a, ist ein Loch zum Abzapfen,
welches durcli Schraube N verscblossen wird. Auf Tafel V
haben dio Figuren 6 , 7 , 6, 9 , 12 ein Viertel der waliren
G r a t e und Fig. 10, 11, 13 die volle GrOfse. Der vorgozeigte Appnrat erfordert etwa 650 C.C. oder 21 schwed
Pfund Quecksilber zum Flillcn, und gestattet WL'UI'gstens
490 C.C. Gas zu messen.
Fiillung dcs Apparats rnit Quccksilber. Der Habn d
wird in die Stellung a gebrncht uud auch Kgeaffnct. Darauf giefst man in den Triclitcr L Quecksilber *), welches
delnnach zucrst dcn Schacht a , anftillt. Wenn dcr Apparat zuvor leer ist, tbut man wohl, etwas Quecksilber durch
den Abzugskanal a, abtliefsen zu lassen, um sicher zu seyn,
dafs keine Luft darin bleibe. Um zu verhindern, d a t Luft
1 ) Die ldcc da Gcbraudu eincr winkdrccbt gcbogcncn Rahrc turn Hcrauslaaten vnm Waatcr odcr QuecMlbsr bei Gaarcnuehcn gelr8rt bckanntlieb Mubr (Pogg. Ann., Bd. 69, S. 139).
2) Dcr Verf. bdient sicb alr Quccksilbcrbchiltcr cines Glamcylinclcrs mit
&em Loch im Boden, worin cin Habn mit Pfeifc eingwtzt bt. DieJCT B&Iicr strh auf cincm DreifuG nebon dem Appprat
4€?8
durch die Rbhre J eindringe, neigt man diese, bis Quecksilbcr berausfliefst, verschliett nun den Hahn K, stellt die
Rabre dann scnkrecbt, und bffnet hicrauf den Hahn K beim
Eingiefsen nicht eher als bis sich Quecksilber im Trichter
befindet. Bei fortgesetztem Zugieten steig das Quccksilber in den Cylinder B und in die Rbbre C, bis es durch
den Habn d und dnrch das Loch d , auszdieten beginnt;
dann schliefst man deu Hahn d und schafft das in der kleinen Rbhre d , bcfiirdliche Quecksilber fort. Die HOhe des
Quecksilbers in der ROhre C wird abgelesen, nachdern deren obercs cbengeschliffencs Ende mittelst dcr Stcllschraabell dcs Apyarats und inittelst eiiicr auf dieses Ende gesetzten Dosenlibellc horizontal gcstellt ist. Diese Einstcllung ist bci allen Ablesungen am l\ohre C notlrwcndig.
Bei sebr gcnaucn Bestimmungen wird die Teinperatur dcs
Quecksilbers aufgezeichnet.
Gas in den Apparot zu bringen und zu messen. Man
schraubt dic StahlrOhre E auf, wic Fig. 10 zcigt, und sctzt
sie in luftclichtc Vcrbindung init der' Rfihrc, durch wclclrc
das Gas in das Gnsoinctcr gcbracht wcrdcii soll; liierauf
wird der Hahn d in die Stellung a zurtickgcdreht. Dic
gcbogenc Glasrfihrc M (Fig. 7 ) pafst rnaii wit ttincrn ilrrcr
Enden, urn welchcs cin Faden gewickelt ist, in den H d s
dcs Tricbters L, bringt die ROhre I mit dcr Handhabe H
in eine gencigtc Lagc und Offnet den Hahn K;'d a m rinnt
Quecksilbcr aus und saugt Gas in den Apparat. Nach becndigter Eiasaugaag verscldiefst man den Halin K, nirnint die
Ri)hre M fort, stcllt I wicdcr vertical, und Ilifst nun Quecksilber ein- oder austreten, bis das Quecksilber in der Rahrc
C und in dcin Cylinder B in gleicher HOhc steht, wornuf
man den Stand des Quecksilbem in der graduirten Rfilrre
C, die Temperatur des Gases und den Barolnctcrstand beobachtet. Durch Messung des ausgcflosscuen QuccksilbcrvoIums, wenn man davou dasjenige abziebt , welchcs sich,
nach dcr zuvor erwahnteir Calibrirungstabellc, in der RObrc
a e r dem gegenwrirtigen Nivoau bcfand, erhiilt inau das Volum des Gases, welclies nun auf 0" und den rnittlcrcn Ba-
489
rometerstand reducirt werden kann. Auch kann man das
Quecksilber in der R6hre h6her stehen lassen, und auf diese
Weise so viele controlireode Versuche machen wie man
will. Macht man wenigstens drci Beobachtungen bei verscbiedenen Druckhahen, so bekommt man sowohl den Barometerstand als das Volum des Gases bei dem mittleren
Barometerstand, obwohl nicht so genau wie mit HUlfe eines guten Barometers. Durch WicderfUllung des Apparats mit dem gemessenen Quecksilber, wlhreud das Gas
herausgelassen wird, hat man die schlrfste Controle fUr
die Riclitigkeit der Messung des Quecksilbers. Natnrlicherweise kann das Volum auch bestimmt werden, wenn Lult
oder cin anderes indifferentes Gas zuvor im Apparate war,
aber obiges Verfahren mufs befolgt werden, wenn man das
Gas, wenigstens selir nahe, ungemengt haben will. W i e
das Gas ganz unvermengt erhalten werdeu konne, wird
sich weiterhin zeigen.
Die Messung des Quecksilbers geschieht in einem Maafse,
dessen Volum zu diesem Zweck durch Einwagung von Wasser oder Quecksilber bei einer gewissen Temperatur genan
bestimmt worden ist. Hr. W.bedient sich d a m zweier
Flaschen mit ab- und ebeiigeschliffenen Htilsen (von deneu
die cine 10OoaU,96und die andere 26",71 fafst), so wie
einer ROhre, die 5"",0 fafst (alles bei + 1 5 O C.)uud durcli
eingewagtes Quecksilber in Zehutel-Cubikcentimetcr getheilt
ist, so dafs man 401 C.C. sicher abliest. Naclidem ein
solches Maah mit Quecksilber gefiillt worden, wird es von
Luftblasen befreit (mittelst eides Eiseudrahts an desseii Ende
ein kleines Stack Fell wiukelrecht gegen den Eisendraht
befestigt ist), dann wieder gebPuft angelUllt und mit einem
darauf gelegteo ebenell GlasstUck abgestrichen.
Zur qualitativen oder quantitatiuen Unterwhung eines
Gemenges von G u m , von denen eins oder mehre sich absorbiren lassen, bringt man, nachdem das Volum des Gemenges wie oben bestimmt worden ist, chen gebogenen
Eisendraht hinein (Fig. 12) I), an desseu k b e r e n Schenkel
1) Bunscn und Playfair schreibcn in ibrem ,,Berich iibu dic aua Escn-
490
eine Art Korb von Stahlfedern befestigt ist, der cinen kleinen Cylinder von dem absorbirenden KUrper entb8lt I.). Dieser Apparat wird in der Rtibre C hinabgeschoben, bis cr
den Boden des Schachts erreicht, dann horizontal geflihrt,
damit der absorbirende KUrper seitlich der Unterkantc der
R6hre komme, und nun beraufgezogen, damit Letzterer in
das Gas gelaiige. Wahrend der Absorption wird Quecksilber nach Maafsgabe des Bedarfes abgelassen, und nach
beendigter Absorption dcr absorbirende KBrper hcrausgenommen. Das rlickstiindige Volum wird auf schon genannte
Weise bestimmt. 1st eine Detonation erlorderlich, so kann
man sic allm%lig an geringen Portionen in einam kleinen
Eudiometer bcwerkstelligen, in welches man das Gas aus
dem Gasometer durch cine mit d , cominunicirendc ROhre
leitet.
Als Beispiel der Anwendung des Apparaks zu organischen Elementar-Analysen, bei h e n sugleich Stickstoff und
Kohle rpu bestimmen sind, fiihrt Hr. W.einen gcnieinschaftlich von ihm und Hrn. L.S v a n b e r g augestellten Versuch
anit Schiefsbaumwolle an. Dis Gasometer wurdc bis 229mm,5
in der ROhre C. mit Quecksilber von 1BU,6 geflillt, der
Hohn d in die Lagc fl gedreht und durch denselben geblasen, um ihn von clarin gebliebcncm Quecksilbcr zu beIloliikn entwickelten Gasc" (Report of the Brilish AMOC.
for the
rrdr.rmcem. of Sciunc. J 1845) vor, den den KSrpcr Iialteoden Eiscndraht zu amalgamiren, und das auterhalb des Grsu befndlichc Endc
dcs Drahts in Quecksilber zu halten, um Adhision dcr Luft und Endosmom t u vcrmciden. Diefs habc icli hicr niclit beubaclrtct, wcil dcr in
dcm Appant angewandta Eisendralit winkalrcclit gegcn seine Linge grob
angokilt war, wodurch die Linen KanBlc, welchc rid1 kings ainrm Dralitc
im Zicl&en bildeo, rorycrham wurdeo; ouclr'habc ich kcinen Giutnnsport IZugs diescm Dralite buncrh.
1) In einer zu diuem Zweck pus zwei Stiickm gebildetan nod inwendig
vwzinntcn Form von Messing wurde Kdihjdrat, so wie ouch CbloreplGum, die bci sielit cu l o l e r Tcmperatur gachmolzen worden, ausgcgouen. In diuer Form b n n auch d u von B u n r c n f i r (I. c.) als
AufsPnyngsmittcl for Schwefelriure vorgccchriebcne Kollecyemeogc, dam
auch sur Absorption von ILohlenwPuerstoR died& ist, zllermmeqepackt
wcrdcn.
49 I
freien; dann wurde er geschlossen und die R6hre E aufgeschraubt. In die Verbreunungsrtke wurden OP,6208
Schiefsbaumwolle mit Kupferoxyd und metallischem Kupfer
eingebracbt, dann die Rbhre fast luftleer gepumpt und zugeschmolzen. Die Verbrennungsrbhre wurde an den Hufsersten Spitzen der ausgezogenen Enden mit eiuer Feile geritzt , darauf mittelst Kautschuckruhren iu Verbinduug g e
setzt: an einem Ende mit dem Apparat bei E und an dem
andern mit einem Chlorcalciumrobr (doch rnit einem eingescbalteteu Hahn), welches an seinem anderen Ende mit einem Kohlenslluregas-Apparat in Verbindung stand, aus welchem die Luft ausgepumpt worden war. Nachdem die Spitzen
der Verbrennungsriihre innerhalb der KautschuckrUhren ab:
gebrocheu wordcu, wurdc Kohlensluregas in die Verbrennungsrblire geleitet, und darauf der Hahn d wieder in die
Lage p gedreht, so dafs das Koblensluregas durch die Rshre
d , ausstr6men mufste; letztere war mit einein in Wasser
geleiteten Glasrohre verbunden , wodurch man die Schuelligkeit der Kohlenslureentwicklung beubachten und daruach
mittelst eines Hahns am Kohlensluregas - Apparat reguliren
konnte. Nachdem man glaubte, das Kohletlseuregas sey
hinreichend lange durchgestrichen, sperrte man die Gemeinschaft mit dem Clilorcalciiimrohr ab und drehte den Hahn
d in die Lage a. Nun bewerkstelligte man die Verbrennung und zapfte das Quecksilber ab, in dem Maabe nls es
durch das entwickelte Gemenge von Kohlen&iure und Stickgas ersetzt wurdo. Nach dem Schlufs der Verbrcnnuug,
welcher sich dadurch sehr scharf zu erkennen gab, dafs das
Quecksilber in der Hbhre Cuubeweglich stand, wurde der
Hahi1 d verscblossen und das Quecksilber in der Rbhre auf
gleiche Rahe mit dem im Glascylinder gebracht; diefs geschah bei 5Qmm,5
ale die Temperatur des Gases +21°,8 C.
und der Barometerstand 769"",0'2 bei Oo war. Mittelst des
Apparats Fig. 12 wurde mit Wasser angefeuchtetes Fliefspapier eingeftihrt , um das Gasgemengo mit Feuchtigkeit zu
settigeu, falls das bei der Verbrennung entwickelte Wasser dazu nicht hinreichend gewesen seyn sollte; das Queck-
492
silber blieb aber nnverriickt. Es waren nun 383-,93 Quecksilber aus dem Gasometer genommeii.
Als der Apparat voll Quecksilber war, stand dieses in
der R6hre C bei 229"",5 und sie enthielt 480m,23; nach der
Verbrennung stand es bei 59"",5 und sie enthielt 12@",12.
W i r d der Unlerschied 36,11 von den obigen 3133,93 abgezogen, bleiben 347""",82 Ubrig, als Volum des mit Feuch21",8 und 769-,02
tigkeit gesattigten Gasgemeogcs bei
Barometerstand. W e n n von diesem Barometerstand die
Spannkraft des Wasserdampfs filr letztere Teinperatur oder
19"",45 abgezogen wird, bleiben 749"",57 fiir die Spanukraft des trocknen Gasgemenges, dessen Volum bei Ou uud
749,57
7GOmp,0 wird =347,82 -( 1
0,00370 x 21,8) ' )
7GO
=315°0m,38. Diefs ist nun das bei der Verbrennung der
Schietbaumwolle gebildete Volum von Kohlensliure- und
Stickgas plus demjenigen Tbcil dcs vor dcr Verbrcnnung
die Zwisclienriiume der Verbrenuungsrfihrc fiillcndcn KobIcnshrcgases, welchcn die Hitze in das Gasometer trieb,
minus der kleincn noch in dcrselben RBbre zuriickgeblicbenen Mcngc Stickgas.
Urn die Ictzte Portion Slickgas in das Gasometer zu
treiben , liels man etwa 65°cm,0Kohloiistiuregas BUS dem
Kohlenshre-Apparat durch die Verbrennuugsr6hre strcicheu
und nebst dem letztgenanntcn Stickgas in das Gasometer
treten; dann schlofs man den Hahn d uod trennte das Verbrennungsrohr vom Gasometer ab. Nun wurde mittelst
des Apparats Fig. 12 eine Stange Kalibydrat in das Gas
gebracht, mufstc aber ab und zii herausgezogen, vom kohlensaurcn Kali gereinigt und zur Beschleunigung der Absorption befeuchtet werdcn. In dem Maafse als die Absorption vorschritt, wurde Quecksilber nachgegossen. Nach
beendigter Absorption und nachdem endlich noch zur volleu Trocknung des Gases ein Stiick t r o c h e s Kalihydrat
in dasselbe gesteckt worden, wurdc der Quecksilberstand
+
-
1) Die Auadbung dea Koldcasjurc(leces rUr jcdrn Grad ist bckannlliclr
nach Rcgnaulr 0,003515, die der Lufi O,OOM63.
493
in der ROhre und dem Cylinder a d 16Qmm,7
gebracbt. Die
Temperatur des Gases war jefzt
15O,7 und der Barometerstand =762"",83 bei Oo.
Null gab man dem Hahn d die Stelluog Q und ftillte
den Apparat mit 75"",86 Quecksilber; es stand in der R6hre
bei 229"",8. Das innere Voluin dcr Rshrc bei 22gmm,8ist
40",29, und bci 159mm,7ist cs 33cm,40. Ziebt man den
Unlerschied 14-,1)9 von obigen 75'",86 ab, so erhalt man
das Volum des Stickgases =6OCam,97oder reducirt auf Ou und
762 83
').
760"'" =60,97 A (1 0,00366X15,7) = 57-,68
760
Dcr leere Raum der Verbrennungsrahre vor Anfang der
Verbrciinuiig war mit Kohlensluregas gefrillt, die ungefvhr
auf 15"" zu schPtzen ist. Nach der Verbrennung, wenn
man die Teniperatur zu 500" anniinmt, enthielt derselbe
+
-
Zwischenraum nur
15
= 5cCm,3 Kohlenslure0,0037 x 500
-
1+
gas bei Oo ; der Unterschied 9"'",7
bestand am Kohlenoder 70",9 Kohsaiurc und Stickgas, wovon
3 15,38
lenszure war, die aus dem Kohlensawe-Apparat gekomraen.
Das Volum der bei Verbrennung der Schiefsbaumwolle entwickelten Kohlensawe ist folglich nur 257,7-7,9&249ecm,8 ').
W a r e die Verbrennungsrahre vor der Operation gewiigt
worden, erst mit Luft und dann luftleer, oder auch erst
luftleer und dann mit Kohlensiiuregas gefullt, und ware in
L i e big's Ofen die gcwlihnliche Teinperatur init einer lhnlichen Rshre, als Pyrometer angewandt, eiu far alle Ma1
u n g c f h ermittelt worden, so wllrde die Unsicherheit, die
jetzt noch in der' Bestirnmung der Kohlenstiure liegt, auf
dicse Weise wahrscheinhh auf eine ' sehr unbedcutende
Menge rcducirt worden seyn; allein es wurde hieran erst
nach vollzogener Operation gedacht, da keine Zeit zur Wie-
315*38-57e
1 ) 6 i ~ c m , 6 8 t u lI2618=72W,78, wu ruf 6u)m6,8 mrcht 13,98 Proc.
Stickgas.
2 ) 2490-,8 K o h I d ~ m
xu l-~,S750wiegcn 4 9 3 ~ ~wovon
4,
die KoWe
b d i g t 0,27304 odor 134q7, w u auf 620m6,8 m&t%,87 Pruc Kohk.
494
derbolung des Versuches tibrig war. Der Stickstoff ist dagegen unabhlngig von dem Volum der VerbreiinungsrClbre,
angenommen das Kohlenstiuregas babe die Verbrennungsr6hre vol1stHndig ausgewaschen.
A u t e r seiner Eigenschaft a h eigentliches Gasometer kann
der Apparat auch benutzt werden als Messer der Spannh a f t des Wasserdampfs, als Hygrometer, Barometer etc.
Es ist jedoch eine grbfsere Menge Versuche erforderlich,
ehe man die Tauglichkeit des Apparats zu diesem physikalischen Behufe beurtheilcn knnn. Der Verf. hatte einige
Versuche zu diesem Zweck begounen ; da er sic aber durch
eine bingere Reise unterbrechen mufste, SO bcscliriiikt er
sich darauf die Art anzudeuten, wie das Gasoincter zii solchcn Anwendungen benutzt werden kann, hoffend, die Resultate seiner Untersuchungen kiinftig der Academie vorlegen zu klinnen.
Zur Nessunng der Spannkraft o m Danapfen bei gcwlihnlicber Temperatur der Lnft wird trocknc Luft in das Gasometer eingeschlossen, und das Quecksilbcr im Cylinder
und iu der R b h e C auf glciche HOhc gebracht. Dann IStt
man eiu gebogenes Glesrohr mit txpillarer Spitze, welches
die auf ihren Dalnpf zu untcrsucheude Flffssigkcit cnthtilt,
in die Rlibre hinab, so dafs die capillare Spitze seitwtirts
unter den Rand der ROlire zu stehcn kommt, und schafft
nun, entweder durch vorsichtiges Hineinblasen oder mittelst
eines kleinen Druckkolbens im langen Schenkel der Rlihre,
die Flilssigkeit auf die Oberfllche des Qaccksilbers im Cylinder, wo sie nun verdunstet, und ihr Dampf dns Quecksilber in der ROhre C ein Stuck hinaufdrtickt, welches die
Spennkraft des Dampfes fur die vom Thcrmometcr angezeigte Temperatur angiebt.
Eben so dient der Apparat als Hygrometer, und zwar
auf zwei einander coiitrolirende Weisen. 1) Wenn inan
in die in das Gasometer eingesogenc und daselbst abgesperrte Luft von der Spannung der Atmosphtire eine Stauge
geschmolzenen Cblorcalciums bringt , nach vollendeter Austrocknung derselben das Chlorcalcium herausnimmt, und
495
Quecksilber einfiillt , bis die OberDgchen dcsselben wieder
im Niveau steben, so erhelt man durch Rechnung die Spannkraft des Wasserdampfs. 2) Wcnn man auf obgenannte
Weise der abgcsperrten Luft Wasser hinzugefflgt, gelangt
sie bald zum Maximo der Feuchtigkeit, woraus die gesucbtc
sich bereclinen liibt, wenn die Temperatur bekannt ist. Bekannntlich ist M a j o c c hi's Hygrometer ') auf dieses Pincip gegrflndet, obwohl es zu diesem Bebufe vielleicbt nieht
SO scharf ist als der in Rede stehende Apparat.
In der Eigenschaft als Barometer stellt dieser Apparat
mit den eingesetzten Spitzen c, und c, ungefihr dasselbe
Instrument dar, wie August's und Kopp's Differeutialbarometer '). Obwohl uicht so tragbar, ist er doch vielleicbt vollsthdiger als jenes, theils dadurch, weil das Thermometer immer bei Compression der eintretenden Luft die
Temperaturerb6hung augiebt, tbeils weil die Steigrirhre C
fast ohne Capillaritnt ist, theils auch endlich dadurclr, dnfs
der Coefficient fflr die abgclesenen Diffcrential-Barometerhbhen fflr jede Spitze hier ohne Vcrgleich mit einem Barometer, nur durch Messungl der Volume, bestimmt werden kann.
XVI. C a Zlan's Volta'sche Batlcrie.
l[m diefsjshrigen Augustheft des Philosopic. Magm. (Ser. III,
VoZ. X X X I , p. 81) hat Hr. N. J. C a l l a n , Prof. der Physik am K. Collegium zu Maynooth in Irlaud, einc neuc
Volta'sche Combination beschrieben, die, uamentlich zu
technischem Bebufe, nlle Beachtung verdient, dn sie lufserst
kriiftig ist und dabei sehr billig zu stehen kommt. Im Ganzen ist sie der bekanuten Grove'scben nacbgebildet, nur besteht das negative Metall, statt Platiu, aus platinirtem Blei,
und die dasselbe aufnehmende Flflssigkeit, welche naturlich
1) PogEend. AnoaI., Bd. 54, S. 148.
Bd. 70, S.530.)
-
(Aurl Regnault, Ann&
2) Annrlen, Bd. 40, S.6%ond Bd. 56, S. 613.
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