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Ein neues krystallisirtes Harz auf Rmischem Pech.

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berglanz bei Siedhitze des Wassers durch Wasserdihnpfe
reducirt werden kann. So bieten sich bei der Erklarung
der vorliegenden Pseudomorphose keinerlei Schwierigkeiten dar.
V I. Eiri neues krystallij-ir&s Hurz uuf fi6mischem
Pech; QOLI Dr. G. O O M Rath.
Hr. Dr. Na u c k , Director der Provincial-Gewerbeschule
zu Crefeld, theilt lnir unter dem 31. M a n 1860 Folgendes mit:
"Im Herbste 1838 wurdc auf dein Gute Lauersfort zwischen hier uiid Moeurs eiii interessanter Fund geiiincht,
n81nlich sechs grofse Medaillons aus getriebeneni Silberblech,
mit Pech ausgegossea. Es sind Phalerae, eine Art Ordensschmucli., wie er verdienten Ririnischen Feldherren als Auszeichnung verliehen zu werden pflegte. Ehe der Besitzer
von Lauersfort , Hr. H e r m. v o n R a t 11 diese interessanten
und kunstlerisch werthvollen Alterthiilner Sr. Kgl. Hoheit
dern Prim- Regenten iiberqb , wnrden dieselben in Mainz
abgeformt. Bei dieser Gelegenheit wurde aus einem beschadigten Medaillon das Pech lierausgenommen ; ich erhielt
dasselbe zur Untersuchung und faud es unserm gew6hnlichen schwarzen Pech in jeder Hinsicht gleich. In der Mitte
des Pechkluinpens faud sich aber ein nach auken geirffneter
FIohlra urn, beselzt rnit glauzenden, weingelben Krystallen. ct
Hr. H. v. R a t h , um eine genaue Mittheilung in Betreff
des Fundes ersucht, schreibt unter dem 28. Juni:
Rei einer grofsen Melioration, der Trockenlegung eines
jener hierorts htiufig vorkommenden, nabe (etwa 1 Meile
feru ) dein Rheine gelegenen Siimpfe, welche unzweifelhaft
ehemals Stroinarine waren, wiirden die Ehalerae gefunden..
JJ
269
Sic Jngen in einein bereits ganz verzehrten kupfernen KBstclien, dessen Inneres ~ i i l l i ginit dem Erdreicli des Fundortes, Torf, ausgefullt war. An der Fuiidstelle war seit
undcrikliclien Zeiten cine Frirtli durch den Sunipf; das KYstclicu ist dort frciwillig oder unfrcirvillig bei dcr Fluclit aus
ciiiciii Fort, wahrscheinlich C d o n a e , dcssen Truinnicr 500
Scliritte voin Fuiidorte cnlfernt licgen, verseillit worden.
Das F o r t ist durch F e u e r zerstiirt und Kliiipfe miissen hicr
stn ttgefuiidcn liaben ; sclioii drei verachiedene alIgerinanisclie
Stciiiwnffen ails Steinartcii, die hier im Gcrijllc nicht vorboinincii, liabe ich daselbst i n d e n letzten drei Jahren gefundcn. D n s I<astchen lag nur l ; Furs uiitcr der jetzigen
Oberfliiclie. Vor 10 Jalireii nbcr liabe icli die schr ungleiche Stclle pbniren und iniiglicher Weise iiber der Fundstellc einige Furs nblieben Inssen. D e r Sniiipf, lieute vollstiindig entwsssert, war fruher selir nnfs, so dafs ich schliefsen mufs, dafs clas Kastchen sich bestandig iin Wasser befunden babe, und zwnr in Torf eingeliiillt, diesein grofsen
Conservator, der mir mi nndern Stellen Eiclienstiiinine geliefert hat, die ich zii Mcubeln verarbciten konnte, obglcicli
sic vor inelireren Taosend Jahren versunkeii seyn inufstell. c(
Die inir iibcrsandtcn Krystalle, etwn 6 , davon nur die
Halfte init deutliclier EndkrystaIIisation,
der ganze Vorrnth
safsen noch auf dein Pech, den1 sie gleichsnin nufgewachscn waren, so dafs sic nur a n dem eiiien Ende BUSgebiltlet sich zeigten.
Das h-rystallszptem ist ein- und ein-gliedrig, (triklinisch). Siehe Fig. 9 und 10 Taf. 111.
Iin obern rccliten Quadranten voriic betragen die Neigungen der Ascii ( c ist Verticalaxe):
-
-
a zu b
a zu c
b zu c
=
=
=
89'' 40;'
109 16
89 50.
Axenverlialtnifs :
b : c = 1,2372 : 1 : 0,9775
D i e KrpvstaTIc zeigten folgende Flachen:
U :
270
I
t =(u:b:acc)
1 =(a : b : a2 c)
Querflache
u =(a:mb:mc)
Doppeltschief-Endfllche, Basis,
p = (c : cn a : oc b)
Fl2che aus der Diagonalzone von p, n = ( b : c : P a)
Flache aus d. Endkantenzone von p, o = (a': b': c).
Rei der Berechnuog wurde ausgegangen von den ( a n
den drei bestausgebildeten Krystallen) gemessenen fiiiif
Rlioinbisches Prisma
Kanteiiwinkelo :
1) p : I = 103" 11' ( Mittel aus 6 Messungen)
2 ) p : o =lo9 16 (9)
3 ) I : u = l 3 3 18 (8)
4 ) t : a=132
5 ) p : n = 137
41 (11)
10 ( 6 ) .
IIerechnct inan zundchst aus den Kantenwinkelu 1) 2) 3)
den ebenen Winkel auf a , welcher an der Bildung des
spharischen Drciecks ( 1 u p ) Theil nimnit, so ergiebt sich
= goo
10'
p ist also auf a fast gerade aufgesetzt. Die Wahrscheiulichkeit IaCst sich kaum bestreiten, dafs jener ebene Winkel in der That ein Rechter sey; wenn gleich auch bei
andern eingliedrigeu Systemen ( z. B. Cyanit, Kupfervitriol) ebeue Wiukel vorkommen, welche sich dem Rechten nahern.
Kantenwinkel aus den Axen-Elementen
Berrchnet :
2 : t (liber a) 8 5 O
103
p:t
103
n:a
n : 1'
109
111
o:a
120
0 : p
59'
3
47
11
33:
21
Gernesseo :
860 2
102 50
103 57
109 50
I11 50
119 30
(4)
(2)
(5)
(I)
(I)
(1).
Die Fig. 11 Taf. I11 stellt das durch die Axen a und b
pebildete Rhomboid dar: es ist die Basis p begranzt durch
die Flzchen des rhomboidischen Prisma's. Setzt man die
lialbe kurze Diagonale (Axe b) = 1, so messen die zweier-
27 1
lei Seiten des Rhomboids 1,5215 und 1,5072. Hieraus, so
wie aus den der Figur beigefugten Winlieln ersieht iiian,
dafs die Abweichung des Khmnboids T O I ~ eineln Rhombus
nicht bedeutend ist. In den Axen-Eleinenten ist also der
eingliedrige Charaktcr des Systems nicht sehr entschieden
ausgesprochen wohl aber in der unsyiiimetrischen Ansbildung der rechten und linken Seite der Krystalle. Dieselben sind ausgedehut i n der Richtung der Axe c, etwas breit
durcli die Querfllche a. In dcr Endigung herrsckt p (an
eincin der Krystalle ausschliefslich ) , o ist nur schinal.
Die Endlllchen p, n, o sind recht glanzend, auch a giebt
sehr gute Bilder, dic F1:ichen des rhotnboi’dischen Prisinas
sind wohl glanzend doch etwas gernndet, geben daher nicht
ganz scharfe Bilder. Die Griifse der Krystalle ist nur gering; dcr griifste unter deli drei geinessenen milst in der
Richtung der Axe c kariin eine Linie.
Eine vollkoininene Spnltungsrichtung geht der Fliichc p
parallel; sie eneugt Querrisse in den Krystallen, welche
nach dieser Ebene leiclit zerbrechen. Durchsichtig, von
b l a t weingelber Farhe. Die Substanz ist sehr stark doppelbrechend, wie aus der Untersuchung duuner Spaltungsbllttchen unter dein Mikroskop, an welcheni ein Pr’ico1’scher Polarisations- Apparat befestigt , zu schliefsen. Ein
vollstandiger Krystall mit seiner Tafelflache a unter das
Polarisations- Mikroskop gelegt, war
bei gekreuzten Nicols dunkel, ivenn die Axe der Zone t, a, l mit der Polarisations-Richtung des einen oder andern N i c ol’schen
Prisinas zusammenfallt. Das Maxinium der Helligkeit tritt
hervor, wenn die gedachte Axe die Winkel der beiden
Polarisations Richtongen halbirt. Hieraus folgt, nach Prof.
B e e r ’ s giitiger Mittheilung, dafs von den beiden der Platte
zugeordneten Polarisa~ior~s-Ebeiien
(den beiden Hauptschnitten der Plattej die eine auf der Axe der Zone 1, a, t senkrecht steht, folglich die andere der Ebene dieser Axe parallel lluft.
Das u~iziireichendcMaterial gestattete eine
genauere optische Untersuchung nicht. Die Hiirte der Krystalle ist sehr unbedeutend. Hr. Naiick ermittelte ihr spe~
-
-
-
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cifiscbes Gewicht init Hiilfe der Mohr'schen Wage =1,101.
Die Untersuchungen desselben ergaben ferner :
In Lochendem Wosser bleiben die Krptalle vol1ko1i~men scharfkantig. Auf Platinblech iiber der Spiritusflainme
ermlrmt, schniilzt die Substanz sehr leicht zii eiiier fast
farbloseii Fliissigkeit ; starker erwznnt wird die geschmolzene Masse braun, entziindet sich endlich und verbrennt
mit rubender Flamme. In Alkohol und Aether liist sich
der neue Kbrper schon i n der Kiilte leicht auf; die vcrdiinntc nlkoliolische Losiing giebt mit Wasser ein milchiges
I'racipitat.
Salpetcrsaure greift die Siibstanz nicht au , auch nicht
bis zuin Kochen erhitzt.
Concentrirte Schwefelsaure wirkt in der Kalte nicht ein:
bei ciner ErwZrmung bis etwa 70" C. werden die Krystalle
ohnc Gasentwicklung aufgeliist, wobei sich die Schwefelsatire sclirvarzbraun farbt.
Arninoniak last die Krystalle schon in der Kilte. Die
Liisong erscheint seifenartig, rind giebt beiin Umschutteln
einen reichlichcn Schaum. Kalkwasser erzeugt darin cinen
milchweifsen Niederschlag. ce
Aiif meine Bitte bestiminte Prof. L a n d o It den Schmelzpunkt des mvor geschmolzenen und wieder erstarrten Kijrpers nach der von K o p p angegebenen Methode. Dicser
zufolge mird die geschinolzene Substam in ein Haarriihrchen gehracht, und nach dem Erkalten in einer Lbsung
von Cblorbaryum erwsrmt. So ergab sich der Schinelzlooo.
punkt der geschmolzenen Substanz = 98
Die chemische Analyse auszufuhren verhinderte die aufserst geringe Menge der Substanz.
S o h es miinschenswerth erscheinen, den neuen krystallisirten Kbrper init einem besondern Namen zu bezeichnen, so schlage ich vor, ihn dem Entdecker zu Ehren
Nauckit
zii nenuen.
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