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Ein neues Spiegelprisma mit constanten Ablenkungswinkeln.

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172
welche unter sich und mit AS parallel sind. J e naher die
Treffprinhte 0 und Q an dcr Kante A liegen, desto naher
riicken die Bilder M ’ und N’ einander, uiid sie kannen folglich zur Beri hrung gebracht werden. In dem Aogenblick,
M O dieses geschieht, liegt der Puokt .4 in der Geraden M N .
Man h a m also mit eiiiem in der angegebenen Weise versilberten W o l l a s t oii’schen Prisma nicht blofs ganze rind
halbe iechte Win1,cl abstecl. en, sondern anch einen Punht
in die gerade Verbindrtngslinie zweier andet er Punkte ein
schalten.
Miinchen, im April 166%
IX. Ein neues Spiegelprisma init coitstanteri J i b knkzsngswinkeln; cork Cf. ~ 1 3 .B a u e r nf ein d.
v
or llngerer Zeit babe ich nachgewiesen ’), dafs ein Prisrna,
dessen senhrechter Querschiiitt ein gleichschenkligrechtwinkliges Dreieck ist, zuoi Abslecken rechler Winkel dient, indem es einen auf einer Kathetenllache eintretenden, auf der
anderen und der HJ polenusendache zuriicbgewoi feiien und
schliefslich artf der zweiten Kathetenllache n ieder auslretenden Strahl urn 90° von seiner ureprunglichen Richtung ablenkt.
Mit diesem dreiseitigen rechtwinkligen Prisma ist auch das
vierseitige der Cumera Zucida, welcbes dasselbe leistet, mit
unter die Syiegelinstrumente der practischen Gcometi ie aufgenommen wordcn, und zwar Lrn so lieber, als beide den
Winhelspiegel vollhornmen ersetzende Winkelprismen niemals einer Berichtigung bediirfen, wenn sie urspriinglich richtig geschliffen sind.
Damals stellte ich zwei der oben genannten dreiseitigen
(I
1)
‘l‘heorie und Gebrauch des Prismenhreuzes von C. M. B a u e r n f e i n d ,
Muuclirn 1851. E. R e u s c h , Brechung dts Lichs in Prismen etc. in
P o g g . Aunal. Bd. XCIIl, S .
124.
173
zu einem nPrismenhreuzta zusammen, inn damit in der geraden Verbinduiigslinie zweier Punh te einen dritten Puukt
einzuschalten, und zwei Jabre spater geschah dasselte von
einem meiner Schiiler (dermaligen Ingenieur G e o r g Ba u e r
in Weifsenburg a. S.) mit zwei Cnnao.a-/ucida-Prismen, wodorch der Vorthcil erreicht wurde, sofort auch eine Senkreclite auf die gedachte Verbindungsliliie fallen zu kbnnen.
Endlich babe ich in dem, auf Seite 169 bis 172 dieses
Heftes abgedruckten Aiifsatze , iiber eine neue Eigenschaft
des W o I la s t o n'srhen Spiegelprismas gezeigt , wie jedes
solche Prisma auch zur Absteclrung von halben rechten
Winkeln oder dazu benutzt werden kann, senkrechte Ordinaten in die Abscissenaxe umzulegen.
Der Zweck dieser Mittheilung ist, ein von mir kunlicb
erfundenes Spiegelprisma zu beschreiben und zu erkliiren,
womit alle die eben aufgeziihlten Aufgaben ohne jede andere Vorrichtung gelbst, also Winlrel von 45O, 90° und
18O0 abgesteckt werden kbnnen.
In Fig. 2, Taf. I1 ist der senkrechte Querschnitt A B C D E
meines neuen Spiegelprismas gezeichnet. Derselbe ist fiinfseitig und geht aus einem gleichschenklig-rechtwinkligen
Dreieck A B' C' leicht dadurch hervor, dafs man bei C' das
rechtwinklige Dreieck D E C' iind bei B' das Dreieck B B C
abscheidet. Die Winkel des iibrigbleibenden Fiinfecks sind :
A = E = 9 0 n , B = 6 7 ; " , C=157i0, D=135".
Fassen wir ziierst den Strahl M 3 ins Auge, so macht derselbe den W e g M3456P, indem er bei 4 und 5 zweimal
zuriickgeworfen wird und bei 6 in der Richtung 6 P austritt. Das Bild I' lie$ in einer Senkrechten auf M 3 0 .
Denn es ist, wenn
E den Einfallswinkel des Strahls 13,
(3) u Brechungswinkel dieses Strahls,
(4) u Reflexionswinkel bei dem Punkte 4,
(5)
Reflexionswinkel bei dem Punkte 5,
(6) u Brechungswinkel des Strahls P6,
E'
Y
Austrittswinkel dieses Strahls und
w
Ablenkungswinkel M O P des Strahls M 3 4 5 6 P
I)
174
bezeichnet, nach tler Figur
(3) = (4)
45"
(4)
( 5 )= 135"
90"=(5) + (6);
folglich, wenn man diese Gleichungen addirt :
(3) = (6)
uiid wegen der durch das Rrechungsgesetz gegebenen ljeziehungen :
siii&'=n sin(6)
sins = n sin(&)
der Aristrittswinkel
-
+
&
=c.
Mit dieser Gleichheit geht der Ausdruck fur den Ablenkiingswinkel M O P , ngmlich 11) = 90° + E
E' uber in
?p = 900.
In gleicher Weise wird der Beweis gefuhrt, dafs der bei 7
einfallende Strahl N 7 , nachdem er bei 8 und 9 reflectirt
wurde, bei 10 in der Richtung 1 0 R austritt, welche aiif
N 7 Q senkrecht ist. Man sieht also in R das Bild N' des
Punctes iV. Sind die beiden Strahlen M3, R 7 parallel, wie
cs der Fall ist, wenn M, N Punkte einer durch die Prisniena\e gehcnden Geraden sind, so mussen auch die Richtungen
tler austretenden Slralilen 6 P, 1 0 R parallel und senkrecht
auf M N seyn: ein bei R P betindliches Auge sieht also beide
Rilder M', N' dicht nebeneinander. Umgekehrt steht die
Prismenaxe in der Geraden M N , wenn eine Berlihriing oder
beckung der Bilder M', N' stattfindet, und es ist diese Axe
der Fufspunkt einer Senkrechten, welche von dem Punkle
W',N auf die Gerade M N gefgllt wurde.
Der Haupt-Vorzug des funfseitigen Spiegelprismas gegenuber dem nach meiner Angabe versilberten vierseitigen der
('rimera lucida besteht darin, dafs die Richtungen nach deli
Bildern M', N' stets senkrecht auf M N steben, wenii auch
das Prisrna urn seine Axe nach rechts oder links etwas gedreht wird , wlhrend diese Richtungen bei dem vierseitigeu
Prisma zwar parallel bleiben, aber jede Drehung desselbeii
mitmachen. Eiu weiterer, jcdoch untergeordneter Vonug des
-
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neuen Spiegelprismas ist, da€s die Versilberung der Kathetenfllichen A B, A E entweder ganz wcggelassen oder doch
durch eine Uecke von Firnifs oder Metal1 geschutzt wcrden
kann, indem sie nicht nacli aufsen zu spiegeln braucht.
Will man duf die Moglichkeit, Winkel von 4 5 O ,abzustecken, verzichten , so hann das Prisina A B C DE symmetrisch gestaltet werden, indem man den Winhel B = E=90"
macht. Das Spiegelprisma hat alstlann drei rechte Winkcl
( A , 6 , E ) uncl zwei von je 139" ( C , D ) . Uebrigens liifst
sich aurh bei der unsymmetrischen Form des senhrechten
Qnerschnitts die ein etwas helleres Bild nach sich ziehende
linhseitige Eintritfslllche A B dem rechseitigen Gegenstande N ,
wcnn dieser nicht so gut beleuchtet seyn sollte als M, zuwenden, indem man den an der Grundtliiche der Prismenfassung eingeschraubten Handgriff in die 1)rcLflaclie versetzt
mid das Prisma nmkehrt.
Miinchen, im April 1668.
X. Ueber den aregeblkhen jlleteorstein
WON
Baden-Baden.
R e i Gelegenheit der Notiz iiber den grofsen Aerolitbenfall
in Polen am 30. Janriar d. J. erwahnten wir fliichtig auch
des apokryphen Meteors von Baden-Baden (Bd. 133, S. 352
d. Ann). Die Badiiische Landeszeitung vom 1. Mlrz giebt
tlatiiber in einem von Prof. Dr. A. K n o p und Hofr. Dr.
M. S e u b e r t unteneichneten Artikel folgende nahere Ausk nnft.
.In No. 35 der Bad. Landeszeitang fiiidet sich die ails
dem Badeblatt entnommene Beschreibung eines am 30. Jan.
d. J. zu Baden-Baden gefallenen Meteorilea. Wenn die
gegebene Beschreibung an sieh schon manches Unwahrscheinliche enlhielt, so wurde durch die Untersuchung des iins
ubersandten Fundes jeder Zweifel an dessen wahrer Natur
gelest. Die Stuche des vermeintlichen Meteoriten waren
zweierlei Art. 1) Eine blasige Schlacke, Rrie sie in jedem
Steinkohlenofen aus geschmolzener Asche entsteht und welche Stucke von aufgebllittertem Scbieferthon , abgerundete
Quarzkorner und Sand, wie sie beim Verladen der Steinkohle hineiuzugeratheu pflegeu, und endlich ziegelrothe
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