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Ein Paar optische Versuche.

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dn. Da sich nunmehr die Lage des ersten Hauptpunkts
bis auf -& Liiiie finden Iiifst, so kann men diese KenntniL benutzen, die Objecte naher bringen und a immer
noch mit der nbthigen Geuauigkeit bestirnmen. Messungen d e r Brennmeite, wie sie vorher, mittelst Objecte in
grbfserer Entfernung, angegeben worden, wfirden dann
n u r den ersten Grad der AnnBherung bilden, und man
wiirde hierauf das Object so viel iilihern kbunen, als es
angeht, d. 11. so viel als die Riicksicht auf die iiathige
L i c h t s t ~ r k eund besonders auf die drei Arten von .%bweichung der Linse, welche im Verhiiltnifs von cc2 wachsen, es erlauben.
Versuche in diesem Betracht anzustellen, bin ich durch anderweitige Uiitersuchungeii verhindert worden.
K b n i g s b e r g , im J u l i 1846.
IV. E i n Paor optische Versuche;
von Dr. L. M e r z in Miinchen.
I ) Polarisation
rnit c i n c m Llolren Glaswiirfel.
S c h o u wenn inan ein schncll gekahltes Glasparallelepiped etwas schief vor sich hiiihalt, so d d s inan von der
oheren der zwei polirten Flachen das Licht der W o l ken diirch Reflexiou i d s Auge bekommt, sieht man mehr
oder minder ein Farbenspiel, welches n u r von der Polarisntion im Innern des Glases koinincii kann. Es hat
diefs einige Aehulichkeit mit einer andern Erscheinung:
Kehrt man uiimlich ein Prisma von zieinlich spitzem W i n kel luit der Basis voii sich hinweg, uud sieht dann veil
oben scliief darauf, so sieht man die prismatischen Farben der verkehrt reflectirten Gegenstande vie1 Iebhafter
als durch's Prisina hindurch, denn die Strahlen sind hier
zwei Ma1 gebroclien worden, so viel ihrer namlich von
Poggendorlf's Annal. Bd. LXIII.
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der unteren Flache dcs Yrisma’s reflectirt sind, und haben dadurch eine stiirkere Zerstreuung erhalten, mozu
iiberdiefs die griifsere Schiefe des Einfallswinkels beitrlgt. So werdeii nuu die von einer Wolke kommenden Stralilen an der oberen Flaclie jenes Parallelepipedons gebrochen, a n der untereii reflectirt, und diesc reflectirten werden iioclimals beim Austritt an der oberen
gebrochen, doc11 dles iiur iu geringem Dlaat, weil man
erstens mit parallelen Flaclien zu thun hat, und zweitens der Eiiifnllswinkel, uin eiiie Totalreflexion zu vermeiden, niclit g r d s s e ~ clarf,
~ ] geradc so wie das P r i m a
bei griifserem Brechungswinkel die reflectirten Farben
nicht mehr zeigt. Dabei haben nuu auch die Strahlen
im Innerii des gekiihlten Glases eine solche Einwirkung
erhalten, dafs sie die prismatischeii Farben nicht mehr
in gewohnter regelrnlifsiger Folge, sondern, je nach der
statthabenden Spannung des Glases, verzogeri zeigen, wie
wir es auch bei der gewbhnlichen Polarisation gekiihlter
Glaser finden. Am deutliclisten jedoch kann man eine
solche Polarisation ohne Polarisationsinstrument nn einem auf alien sechs Seiten geschliffeneu uiid polirten
Vs’iirfel von scliiiell abgekubltem Glase wabrnehmen.
Sieht man bei gehiiriger Stellung von oben her in denselben hinein, so sieht man, vorzuglich vou den Kanteii
iind Ecken ausgehcnd, ein hilbschcs Farbeuspiel von bestinimteu Figuren. Hier nhdich mirken nicht nur Urechung und Reflexion der obcren und untereu Fkiche,
soudern auch noch jenc der Seitenflachen ein, man sieht
darum auch bei p t e r Stellong die Polarisation im Innern
des Glases selbst, iiicht nur zunlchst an der Oberfliiche.
Ich habe diesen Wiirfel nocli uriter eiiiein Polarisationsinstrument, wie dereii seit F r a u n h o f e r im Iustitut ineiales Vaters gefertigt werden, wtersucht, und will, auch
ouf die Gefalir hin, schoii Beliannles zu wiederholen,
wenige Bemerkungcn hier folgen Iassen, meil sic einige
bisher weniper hervorgehobene Momente elithalten ma-
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gcn. D e r Wiirfcl zeigt znniichst nicht nacli allen drei
Axcn die gleicheii Erscheinungcii. 1st in dereii nach auswarts, d. h. bei senkrcchter Stelluiig der Kanten gegen
die einfallenden Strahlen, aus W e i L in die Ecken, bei
schiefer Stellung aus Dunkel in die Kanteninitten verlaufenden, hyperbolischen Bilgen , das eine Ma1 das Roth
i i i ihrer Mitte vorherrschend, so ist es in d e r zweiten
Aieiiriclitung die griine Farbc, und in der dritten eine
clunkle, zienilich unentschiedene blaue Farbe. Drcbt man
deli Wurfel um cine seiner Kanten, SO geht a1lm;ilig die
eine Farbe i n die andere iiber. Es ist diek eben so,
wie weiin die oberen beiden Spiegel des Instruments
bald senkrecht , bald parallel zum polarisirenden Spiegel
stehen, uiid dabei der Wiirfel Roth, G u n , und bei Zwischenstellungen die Webergtinge, oder bei der S~elliing
nacli einer seiner Axeii, in welcher die inindeste Spaniiung stattgcfiindeii zu haben scheiiit, keine Farbe vor
der aiiderii stzrker hcrvortreteii Ilkst. Beobachtet man
statt der Spiegel init eineln Doppelspath, so siebt man
bei dessen Drehung das g e w t h l i c h e Bild mit dem ungedjhulichen wechseln, jedenfalls aber, wenn in dem eilien das Griin hervortritt, so in dem andern das Roth,
und uingekehrt. Merkwiirdig ist, dafs ein Gliinnierbkittchen, das bei der parallelen Stellung des Iiistruinents
Rot11 und bei tler senkrechten Griin zeigt, wcder das
Roth noch das (;run des VViirfels besonders tiiidert, dagegen tlas Bhri im ersten Fall in Griin, im zrveiteu in
Roth verwandelt. Icli hnbe auch cin Paar solclier W u r fel ubereinaiidergestellt, doch die Erscheinuiig nut- complicirter und weniger rein gesehen; ich will d a m n lieber die W7nhrnehinungen yon inehreren dunnen Paralleleyipedeii beifiigen. Gemfihnlicli zeigt eiii einziges solclies,
wenn seine Kaoten schief gegen die Richtung der Strahlen gestellt sind, unter dein Polarisationsinstrument in der
Mitte bei Parallelstellung der Spiegel einen blauen braungeszumteii Fleck, bei seiikrechter Stellung ist dieser aber
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gelh uud weifsgesiiumt. Bringt inan auf tlns ersle eiii
zweites, so geht der blaue Fleck in R o t h , der brariiie
Saum iii nlau, cler gelbe Fleck i n Blan, uird der weifse
Saum in Roth ubcr; bei drei Parallelepipeden sieht inan
olle siebeii prisinatischeii Farbcn bcstimmter, iiur im zwciten Fall in uingekehrter Folge; bei weiterer Veriiieliruiig
d e r Gliiser wird die Erscheinung tiur coiiiplicirter. Dicse
t ~ 7 a h r n e l i m ~ i o g egelten
n
iibrigens nicht von allen G18sern
gleich , weil iiicht bei allen die Abkiihlong gleichenveise
stattfindet. Iin Vergleich inelirer diiiiner Glrser init einem eiuzigeii, das so (lick ist, wie die anderii zusait~uieii,
farid icli iu deu meisten FIillen die Polarisation bei den
ersteren weniger reiu u t d intensiv erscheinend, wohl
weil durch die Reflexion an deli Zwischenfliicheu vie1
Licht verloren geht. Diese Steigerung der Polarisation
init d e r Diclie und Zahl der (;laser steht eigeiitlicli im
Gegensak zur Polarisation bei deli Farben dunner Bliittclien, die l3edingungen siiid aber in beidcn Fallen aucli
andere. Noch will icli bemerken, dafs man jenen Wiir,
fel , der durch sicli selbst schon, iudem er die iiiithigen
Spiegel enthalt, ein Polarisationsiiistrulnellt ist, am besten
so verfertigt, dafs man dein Glas zuerst die Wiirfelform
giebt, es am Feuer bis zum Weichwertlen gliilit, und
danu auf Holz, damit es niclit springt, dein Luftzug Bussetzt, danach aber schleift und polirt. Gelcgentlich erwRhne ich, dafs inir iieulich eiu sclilecht geschlilfelies
Doppelobjectiv unter die Hand gekouiinen ist, welclres
an seinen iunenflKchen zwei Beruhrungspunkte liatte, und
daruin die Newlonianischen Ringc doppelt und in einander verlaufen zeigte, ungefrihr mie bei der Polarisation
von zweiaxigen KrystalIeu, iiur dafs das schwarze Kreuz
fclhlte. O b niclit eiuige Aehnliclilieit der Bediugungen
slatifiudct? die Curve nahert sicli der Lemniscate. Obcn
fiihrte ich dic Veranderuiig von einer Farbe iu die a i l dcre bci Vcrinchrung der Glasscliichtcn a n ; rin iiliiiliches, doch auf aiidcrer Wirlrung beruhendes, Phiiiiomeii
b o t sich inir in Folgendem: Melirere Gliiser, dic siiinmt
5.3
licli griinfarbig roin Ursprung, durch eine dunne gelbe
Ueberfangsscliicht, aber von blauer Farbe waren, gaben,
menn ilirer drei, vier oder funf hintereinandergelegt wurden, beiin Diirchsehen ein iiiiiner drinkleres Blaii, dns
alliniilig d e n Violett sich n8lierte; ein scchstes Glas verwandelte aber dieses schon in ein entscbiedenes Roth,
das bei nocli iiiehr Glasern iminer tiefer sich auswies.
Reiii blaues Glas zeigte nie einen solchen Uebergaug.
Zur Zeit f h d c icli noch keinc geiiugendc Erkliirung davon in der .4bsorptionslheorie; nur miichte daraus elwa
nocli z u folgern seyn, dafs das Roth sehr wohl in der Abstufung des Spectruins auch hinter Violett zu stehen kommen kiinnte. Vielleicht liaben audere PItysiker bestimintere Versuche hieriiber geinaclit.
2) T e l e s k o p i s c h e a Curiosurn.
Mein Bruder, der sich dem optischen Iustitute widiiret, machte micli neulich auf eiue von ihm gemachte
Beobachfung eufmerksam. Richtet inan ein gewbhnliches
astrouomisches Ocular, voii niclit gar starker Vergrijke:
rung, und am Ende einer hiiilenglich langen, v ~ vorn
n
mit einer engen Blendung verschenen, Rijhre befestigt,
gegen einen ntiherii oder fernern Gegeiistaud, so sieht
inan unerwartcterweise ein zwar iiiclit schr deutliches,
aber vergrbkertes und aufrechtes Bild desselbeo, so d a k
iiian h e r ein Fernrolir ohne ObjectivgIas erhalt. J e
Ianger die Hijhre und je kleiner die Bleiidungsijff~iuug
ist, desto grbfser uiid reiner erscheint das Bild; iiian
wird dnher sogleicli mit Recht folgcrn, dafs die Etkhrung des Phanoinens,lediglich auf der P o r t n’sclien Camera obscura herulit. 10 der That, die durch die enge
Oeffnung gegaiigeneii Strahlen enlwerfen im Hintergrund
ein verkehrtes Bild des Gegenstandes, und diescs. wird,
wie z. B. bei Beobachtung der Beugungsfrausen gescliieht,
init eiiier vergrakerndeu Lupe betrachtet uiid aufrecht
gemacht. Einige Verschiebung des Oculars Indert in
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der Erscheioung nicht gar viel, und eben dieses beweist
wiederiim, was ich in meinem Schriftchen: NDie neuern
Verbesserungen am Mikroskop, nebst den sie begleiteuden Aenderungen in der Dioptrik. Xiinchen, 3. P a 1111’s
Hofbuchhandlung 1813,II naher zu beleuchten Gelegenlieit hatte, dafs wir uiclit mit parallelen, sondern etwas
divergenten Strahlen sehen. Zum Gebrauch dient natiirlich ein solches, wenn ich’s sagen SOH, kopfloses Fernrohr noch weniger als ein anderes, dessen Construction
mir friiher beifiel. K l u g e 1 hat nalulich in G i l b e r t ’ s
Annalen 1810, 3. Stuck, uiid in seiner Dioptrik vou der
achromatischeii Coiistruction der Oculare gcsprochen. Die
Franzosen unil Italicner haben solche Oculare bereits
auch als Mikroskop-Objective augewendet, und S a n t i n i
hat ihnen in seiner Teorica degii siromenfi afiici. Padoou 1828,(I ein eigenes Kapitel gewidmet. In abulicher Weise, wie f i r Mikroskopc, kilniite man nun auch
Objective fur Fernr6hre von einer einzigen Masart machen,
und zwei Planconvexlinsen in gebiirige Entfernuug von einander gebracht, geben wirklich eiu nahezu befriedigendes
Bild. Iudefs diese Entfernung, wenn auch n o c l ~ iiicht
gleich der Summe der beiderseitigen Brennweiten , denu
hiefur erhielte man uur wiedcr I’arallelstrahlen, ist doch
so grok,, und das Fernrohr wiirde dadurch au Verkiirzung so wenig gewinnen, dafs Jeder, dein nicht das Flintglas zu sehr maogelt, gerne bei den gewohulichen aciiromatischen Objectiveii uin so mehr stehen bleiben wird,
als die Kugelabweichung nocli zii vie1 i d s Gewicht fallt,
und ich will daher inicli iiicht weiter dabei auflialteu. Schliefslich, weil ich’s nicht anderswo gut anbringen kano,
iniklite ich tinige Nahirforscher, dic hiefur mehr Gelegenheit baben , als ich , bitteii, verschiedeue Dialnantcii
ill1f ihre Flacheu unter dein Mikrosliop zu untersuchen.
Ich sah an ein Paitr solcher gut geschliffeuer Diamanteii
feine Furchen, uiid wlire geneigt, wenn sich an allen,
auch bei bester Politiir, solche Fiirchen f h d e n , eiiiiges
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von dem Glaiiz und Lichtspiel des Diamanten, o b jeiier
nun F e u e r oder W a s s e r heifse, ihnen zozuschreiben, wie sie
z. B. die Furcheti der Perlmutter deren irisirenden Glanz
mittelst Beugung und Reflerion verursachen. Die Brechung, die bei der Perlmutter wcgfallt, mird heitn Diainant jedenfalls zur Erhiihung des Phiinomens beitrageti.
V. Untersuchung einiger Verbindungen des Wisrnuths, bwonders in Hiicksicht der Zusammensetzung des Wismuthoxyds:
con W: H e i n t z .
Es milchte wohl keinen einfachen Kihper geben, des-~
sen Atomgemiclit man so oft sndern zu miissen sich
berechtigt geglaubt hat, als das Wistnuth. I n frtlhester Zeit nahm man mit B e r z e l i u s a n , dafs das Oryd
a m einern Atom Metal1 und cinein Atom Sauerstoff zusammengesetzt sey, bis D u 1o n g urid P e t i t die specifische W a r m e als ein Mittel zur Cantrole der Atomgewichte der Eleinente aufstellten. Hienach inufste dns
Atomgewicht des Wisinuths urn die Hiilfte erhiilit uiid
sein Oxyd aus zwei Atomen Metall und drei Atomcn
Sauerstoff bestehend gedacht werden. n i e s e Ansicht
Iierrsch~e bis zu der Zeit, wo S t r o i n e y e r das Wismuthsuperoryd entdeckte und nnalpsirte. Seine Untersuchung schien ZLI beweisen, dars darin auf dieselbe
Menge Metall 1; Ma1 so vie1 Sauerstoff e n t l d t e n scy,
als L a g e r h j e Im in dem Oxyde gefundcn hatte. Darauf
griindend, kehrfe B e r z e l i u s und dle anderen Chemik e r zii der fruheren Annalime der Zusammensetzung dcs
Wisinuthoxyds znriick, so daL also das Oxyd =Bi uiid
...
clas Superoxpd =Bi war. F u r diese Annahme sprach
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