close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Ein Versuch zur Hypothese der elektrolytischen Leitung in Geisslerrhren.

код для вставкиСкачать
466
3. Ein Vw8uch %ur Hypothese
der elektrolytischm LeQtung in Geieslerrbhren;
vom E.M o r ris-Air ey.
Prof. J. J. T h o m s o n beschreibt in seinem Buche: Discharge of electricity through gases einen Versuch, welcher die
Convection von Chlor durch Wasverstoff unter dem Einfluss
e1ekt;rischer Entladungen beweisen 8011. Eine kleine Xenge
Chlor wird in ein Capillarrohr gebracht, welches mit Wasserstoff unter geringem Druck gefiillt
ist, und die Entladung eines Inductionsapparates durchgeschickt. Das
Spectroskop zeigt das Chlor nur an
der Anode; kehrt man den Strom
urn, so erscheint das Chlor nur an
der neuen Anode etc., so oft man
auch den Strom umkehren mag.
T h o m s o n zieht daraus den
Schlnss, das Chlor werde wirklich
durch den Strom von einem Ende
des Rohres zu dem andern durch
das Wasserstoffgas hindurch transportirt. Aber dieser Schluss scheint
nicht berechtigt zu sein, da wir
wissen, dass an den beiden ElekA
B
troden eine Temperaturdifferenz
vorhanden ist, und diese vielleicht
fur die beobachtete Wirkung geniigt, indem die Chlorlinien
nur an der heissesten Stelle des Rohres sichtbar werden. E s
schien dahcr von Interesse zu versuchen, ob., man eine Bewegung des Chlors auf andere Weise zeigen konne.
Es wurde daher ein Versuch mit einem Rohr gemacht,
dessen Form die nebenstehende Figur zeigt, in welches bei
A, A', B und B Platiudrahte als Elektroden eingeschmolzen
waren. Wasserstoff mit ein wenig' Chlor wurden eingelassen
Elektrolytische Leilung in Geisslerrohrm.
467
und A und B mit dem Inductorium verbunden, welches Funken
von etwa 6 cm gab. Bei einem Gasgemisch mit 7 Proc. Chlor
bei einem Druck von etwa 2 mm Quecksilber war das Chlorspectrum in einem kleinen Teile des Rohres um die Anode
sichtbar, wahrend es in dem iibrigen Teil des Rohres nicht
zu entdecken war. Bei wiederholtem Wechsel der Stromrichtung
ergab sich die von T h omson beschriebene Erscheinung.
Nun wurde B zur Anode gemacht, und w a n bei sorgfaltiger Beobachtung in A' A keine Chlorlinien zu sehen waren,
wurden die R6hren A X und B B an den Punkten C und D
abgeschmolzen, wilhrend die Entladung hindurchging. Indem
man nun auch die beiden Elektroden A' und B benutzte,
wurden beide Rohren mit dem Inductorium verbunden.
Wenn die elektrolytieche Theorie von T h o m s o n richtig
ware, so durfte kein Chlor in dem Teile A A' sichtbar sein.
Statt dessen erhielt man das Chlorspectrum von A d ' leicht,
und bei einem Fergleich mit BB' zeigte sich die Intensitat
der Chlorlinien in beiden Rohren identisch. Die R6hren wurden
nun wieder angeschmolzen und neu gefullt; machte man dann
A zur Anode, so wiederholten sich die gleichen Erscheinungen.
Damit ist bewiesen, dass wenn iiberhaupt eine Convection
des Chlors vorhanden ist, sie jedenfalls ausserordentlich gering
ist und nicht genugt, um die Erscheinung zu erklaren.
Hrn. Prof. H. K a y s e r statte ich an dieser Stelle meinen
besten Dank ab fiir seine Anregung und Unterstutzung beim
vorstehenden Versuche.
Bonn, Physikal. Institut, Februar 1900.
(Eingegangen 3. Februar 1900.)
30'
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
85 Кб
Теги
leitung, der, zur, hypothesis, versuch, geisslerrhren, ein, elektrolytischen
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа