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Ein vollkommen luftfreies Barometer ohne Auskochen schnell leicht und billig herzustellen.

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Gr o v e 'schen Elementell geliefert, durchflossen aulser dem
Fliissigkeitsapparate novh Metallwege von mehreren tausend
SiFmens -Einheiten Widerstand und zeigten ebenftslls , so
lange sie benutzt wurden, keine Abschwachung diirch
Polarisation. Auch diese Versuche haben bei einem Druck
von 18Atmospharen keineveranderung in dem Widerstande
ergeben. Wenn wiihrend des Stromesdurchgehens bei erreichter fester Ablenkung des Galvanometers comprimirt
wurde, so trat allerdings eine geringe Vergrolserung der Ahlenkung ein (im starksten Falle von 432"" Scela zu 434,5"";
hierbei betrug der Fliissigkeitswiderstand etwa 0,7 des
ganzen Widerstandes). Dieselbe war aber offenbar im
Wesentlichen Folge einer mit der Compression verbundehen schwachen Temperaturerhohung der Fltissigkeit ;
denn sie blieb bestehen, wenn dann rasch der Druck
wieder bis zu 1 Atmosphare nachgelassen wurde.
Hoher Druck scheint also iiberhaupt nicht in nennenswerther W eise den elektrischen Widerstand der Fliissigkeiten zu beeinflussen.
D a r r n s t a d t , den 4. October 1876.
VIII. Ein aollkommen luftfreies Barometer ohne
Juskochen, schnell, leicht ernd billig hernustellen;
won C. B o h n .
n a s Heberbarometer hat bekannte Vorztige vor dem Gefafsbarometer, aber auch eigenthiirnliche Uebelstande. 1st
das Auskochen von Barometerrijhren immer . ein nicht ganz
gefahrloses, jedenfalls liistiges Gesohiift , so erschwert die
Heberform dasselbe noch hetriichtlich. Das Quecksilber
im offenen Schenkel erleidet bekanntlich nach kurzer Zeit
eine oberflachliche Oxydation und sonstige Verunreinigung,
Poggendorff's Annal. Bd. CLX.
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seine Wolbung ist nicht mehr die gleiche wie im geschlossenen Schenkel, geht gelegentlich in eine Hohlung iiber,
das Metal1 haftet ungleich an der Rohrenwand, diese wird
rasch schmntzig. Die durch die Heberform beabsichtigte
Beseitigung des Capillsreinflusses gelingt sehr selten, hiilt
aber giinstigsten Falls nur kurze Zeit vor.
Die Uebelstande des Heberbarometers konnen in folgender Art gehoben , ein allen Anspriichen geniigendes
Instrument ohne Kochen, mit geringen Kosten, ohne l e sondere Geschicklichkeit in sehr kurzer Zeit hergestellt
werden.
Eine etwa 2 Meter lange Glasrohre ist heberf6rmig
gebogen, die zwei Schenkel, wie die Abbildung (Fig. 4,
Taf. I) zeigt, sind nicht gleich lang. Der kiirzere I trIigt
nahe am oberen Ende einen luRdicht schliefsendeii, einfach durchbohrten Glashahn A, der liingere Schenkel 11 ist
oben offen. In der Niihe des Knies zweigt von diesem
langeren Schenkel eine kurze Seitenrbhre ab die durch
einen einfach durchbohrten, quecksilberdichten Glashahn B
nach Aufsen geoffnet oder abgeschlossen werden kann.
Die Rohre kann man, der Quecksilberersparnirs halber,
im grolseren Theil ihrer Lange ziemlich enge wiihlen,
nur dicht unter dem Hahne A, aiif eine Strecke von
etwa 320"" ist sie weiter. Dann auf eine Strecke von
etwa 70 bis gornrn,dicht iiber dem E-Iahnc B irn liingeren
Schenkel von genau gleicher Weite wie unter A. Die
Glasrbhre wird rein ausgespiilt (ich finde es vortheilhaft
zuletzt starken Alkohol zu benutzen), dann werden mehre
Hektoliter heifser , trockner Luft durchgesogen , wahrend
zweckmliSsig die R6Lre iiber einem warmen Heerde oder
dergl. liegt. An das Rahrchen iiber A wird die zum
Aspirator fihrende Kautschukverbindung befestigt, am offenen Ende des langen Schenkels mittelst Iiautschuk
eine Chlorcalciumrohre vorgelegt.
1st die Rohre sehr sorgfdtig getrocknet, so wird sie,
in der aus der Abbildung ersichtlichen Weise, auf ein
schmales Holzbrett befestigt. Dieses endet unten in eine
,
,
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Schraube und w i d auf einen Holzdreifufs mit Stellschraube
(holzerne) geschraubt, oben hat es einen Ring zum Anhiingen (nicht gezeichnet).
Wahrend der Hahn A offen, der Hahn B geschlossen
ist, wird in die Rohre durch einen capillar endenden
kleinen Trichter (der allen Staub absiebt), wohl gereinigtes, getrocknetes Quecksilber, das man auf etwa 100" C.
erhitzte , eingegossen. Es schiebt langsam und allmghlig
die Luft iui Schenkel I vor sich her und 1aBt sie durch
A entweichen. Endlich dringt auch Quecksilber durch
den Hahn A und die dariiber sitzende Rohre. Nun schlieht
man A, offnet B. Aus dem Schenkel I1 fiillt das Quecksilber bis zur Einmiindungsstelle der Seitenrohre , in
Schenkel I aber bleibt eine Saule von fast Barometerlange
hangen. Die entstandene gerlumige Barometerkammer ist
noch nicht ganz luftleer, aber sehr luftverdunnt. Sie
wirkt als Quecksilberluftpumpe auf die an der Glaswandung anhaftende und auf die in] warmen Quecksilber aufgesogene Luft. Man lafst dieser zur Entwicklung in die
Kammer einige Minuten Zeit.
Wiihrend nun Hahn B geschlossen wurde und Hahn A
geschlossen blieb, wird abermals warmes Quecksilber durch
den offenen Schenkel I1 bis zu dessen oberem Ende eingefiillt. Die in der Kammer enthaltene kleine Luftmenge
ist auf eine sehr kleine Blase, dicht unter dem Hahne
zusamrnengedrangt.
Man offnet A , das Blaschen entweicht, dann Quecksilber. Man giefst Quecksilber bei C
nach, ein Strom luftfreien Quecksilbers fliefst durch A und
nimnit mechanisch alle Luft von dem Glase fort. Nachdem einige Gramme ausgeflossen , wird A geschlossen,
B geoffnet und abfliefsen lassen. Nun ist die Kammer
schon fast ganz luftleer. Sie wirkt wahrend einiger Minuten wieder als Pumpe. B wird nun geschlossen, zum
dritten Male Schenkel I1 bis zum Rande gefiillt. Mit
blofsem Auge konnte ich nie, mit der Lupe selten noch
ein Blaschen Luft unter dem Hahne A entdecken. A wird
niin geiiffnet, etwas Quecksilber durchfliefsen lassen. Zur
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gr8fseren Sicherheit wiederholt man das beschriebene Geschiift noch 5 bis 6 Mal. Das letzte Ma1 labt man aus B
nur so lange Quecksilber fliersen, bis es irgendwo in dem
weiten Rohrentheile uber B stehen bleibt.
Millimetertheilungen sind auf die weiten Theile der
Schenkel aufgetragen. Der gemeinsame Nullpunkt liegt
irgendwo im Knie. Stelit die Gerathschaft genau senkrecht (Stellschrauben), so ist der Unterschied der Ablcsungen der Qiiecksilberkuppen in beiden Suhenkeln dem
Barometerstande gleicli.
Man kann jederzeit schnell etwas Quecksilber diirch B
ablassen oder diircli C nachfullen, also eine frische Oberfliiche im offenen Schenkel (innerhalb der getheilten Strecke)
herstellen. Man priift zugleich die vollkommne Luftleere
der Kammer. Besteht sie, so ist der Hohenunterschied
der zwei Saulen derselbe, ob das Quecksilber hoch uber
B oder nur wenig uber B steht. Ware Luft in der Kainmcr, so fande man bei hohercm Stand des Quecksilbers
in I1 einen geringeren Unterschied, da der Raurn der Luft
in der Kammer betrichtlich verengt, der Gegendruck also
vergrol’scrt ist. Auch die annahernde Beseitigung des Capillareinflusees wird so erkannt. Ueberhaupt ist die leichte
Wiederholung der Messung aus unabhangigen Beobachtungen meines Erachtens sehr niitzlich und vor Irrthum
sichernd.
Bei dem ersten der von mir in vorstehender Weise hergestellten Barometer schlofs der Hahn A nicht luftdicht.
Als zum letzten Male der Schenkel I mit Quecksilber ganz
gefullt und der Hahn A bereits geschlossen war, umfuhr
ich ihn mit einer Collodiumlosung. Dieses Mittel, den luftdichten Schliifs herzustellen bewahrte sich vortrefflich.
Trotz sehr wechselnder Temperatur blieb die Kammer
monatelang (so lange ich den Apparat beobachtete) luftleer.
Das Brett mit dem darauf befestigten, fertig gestellten
Barometer kann aus den1 Dreifuls geschraubt und an die
Wand gehangt werden.
,
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Der Apparat ist zum Reisebaromcter sehr wohl geeignet.
Ich entleere ihn vollst.iindig von Quecksilber Sorge tragcnd, dafs nur getrocknete Luft, durch ein vorgestecktes
Chlorcalciumrohr bei A und bei C eintreten kann, schliefse
dann Hahn A und verstopfe G mit einem kleinen Korke.
Wahrend der Reise vermag in die, ein fur alle ma1 sorgf5ltig getrocknete Rtihre, Feuchtigkeit nicht einzudringen.
Das vom Dreifufse abgeschranhte Brett rnit den damn
bcfestigten Glastheilen wird in ein gepolstertes Futteral
gclegt , das wie eine Jagdflinte iiber die Schulter gehangt
werden kann. Bei hinreichend starkem Futteral wird aber
auch die unsanfte Behandlung des Eisenbahngepackes ertragen. Das Quecksilber wird in einem wohl verkorkten
kleinen Irdenkruge mitgefuhrt, wie solche bei der Versendung kleiner Quecksilberrnengen im Handel dienen. Das
dritte Gepackstuck ist der Holzdreifufs. Am Beobachtnngsorte angelangt, wird der Dreifufs eingeschranbt, das
trockene Quecksilber (dessen Erwiirmung jetzt ganz unnothig, auch beim ersten Male viellcicht iiberfliissig ist)
eingegossen. Binnen einer Viertelstunde ist nach dem ausfiihrlich beschriebenen Verfahren, das Barometer zur Beobachtung fertig hergestellt.
Ich empfehle diese Form des Barometers fur vereinzelt
gelegene meteorologische Stationen und dergleichen. Die
Austrocknung geschieht im Laboratorium, die auf das
Brett befestigten Glastheile werden , sorgfaltig in gewohnlicher Kiste verpackt , versendet ; die Fullung geschieht
an O r t und Stelle. Benutzt man Gehiilfen ohne wissenschaftlich - technische Bildung, so dtirfte es zweckmal'sig
seyn, das Barometer in einein Glasschrank zu verschlieken.
Gelegentlich der Inspection der Station wird die Quecksilberoberflache im offenen Schenkel aufgefrischt , es wird
gepriift usw.
E s empfiehlt sich das eigentliche Knie ails einer recht
engen Rijhre zu bilden. D a m kann selbst bei ungeschicktern Tragen des gefiillten Barometers im Laboratorium,
,
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bei heftigen Schwankiiiigen , nicht Luft aus dem offenen
in den geschlossenen Schenkel dringen.
Zahlreiohe Vergleiche mit einem vorziiglichen Normalgefikbarometer von ganz ungewohnlich grofsem Querschnitte ergaben das beste Ergebnifs.
(Das erste von inir hergestellte Exemplar, leider sehr
mangelhaft in Theiluiig und Scliliff des Hahnes A,
habe ich zu der Kensington - Ausstelluiig wissenschaftlicher Geriithe eingesendet. Es hat ein weniger zweckmafsiges eisernes Stativ.)
A s c h a f f e n b u r g , den 25. Juli 1876.
IX. Ueber Diflusion und die Frage, ob Glas fiir
use undurchdringlicl. ist ;von 6'. Q u i 11 c k e.
h e n Korpern pflegt man die allgemeine Eigenschaft der
Porositiit beizulegen. Ueber die Grofsc der Poren oder
der Molecule, aus deneii die Korper bestehen, wissen wir
so gut wie nichts. Es wiire aber wohl miiglich, dafs zusanmengesetzte Molecule, besonders solche mit grofsem
Moleculargewicht , einen grofseren Raum einnelimen und
Korper mit weiteren Poreii bilden, als solche mit kleinem
Moleculargewicht.
Dann wiirde ein Wasserstoffmoleciil den kleinsten Raum
einnehmen uncl es ware denkbar, dafs Wasserstofftheilohen
durch die Poren fester Kiirper wie Glas hindurchgehen
konnten.
Wenn auch dicse Ansicliten viclleicht in Widerspruch
zu stehen scheinen mit eitier jetzt weit verbreiteten hypothetischen Anschauung uber die Beschaffeiiheit der Gase,
so kann doch die Frage, ob Gase durch die Poren des
Glases hindurchgelien kiiniien, allein durch die Erfahrong
entschieden werden.
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