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Eine Bemerkung zu der Arbeit von H. Lassen und L. Brck УHerstellung von dnnen Silbereinkristallen und ihre Untersuchung mit ElektronenstrahlenФ

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Annalen der Physik. 5. Folge. Band.23. 1935
Eine Bernerkurng wu der Arbeit v o n € & L a s s e m und
L. Br$.ic/c:,,Herstelhng vorn &$.inmenJliC&ere6nJcristalkm
und ihre Untersuchumg mit Ele7ctronemtrahZm66
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Von L. Royev
1. Nach H. L a s s e n und L. B r u c k werden Silbereinkristalle,
die nach einem besonderen Verfahren im Hochvakuum durch Aufdampfen auf Steinsalz entstehen, durch die Steinsalzunterlage orientiert. Diese Orientierung findet so statt, da6. ,,die Netzebenen des
auf dem Steinsalz befindlichen Silberkristalls genau parallel zu den
entsprechenden Netzehenen der Steinsalzunterlage liegen". Es
stellen sich also, nach H. L a s s e n und L. B r u c k , bei der Orientierung die drei Wurfelflachen (OOl), (loo), (010) des Silberkristalls
parallel zu den drei Wurfelflachen (OOl), (1 00), (010) des Steinsalzes.
Aus folgenden Griinden mochte ich diese angefuhrte Orientierung bezweifeln.
Alle Untersuchungen uber regelmaBige Verwachsungen verschiedener Kristalle haben gezeigt, daB, wenn uberhaupt eine regelmaBige Verwachsung stattfindet, diese immer so erfolgt, daB in
beiden Kristallgittern die Geraden, die sich parallel stellen, annahernd gleiche Parameter besitzen. Im Falle des Silbers und des
Steinsalzes sind bei der oben angenommenen Orientierung die Parameter der beiden parallelen Qeraden [loo] 5,628 AE fur NaCl und
4,08 Al3 fur Ag. Rei einem so grogen Unterschied zwischen diesen
beiden Werten (38O/, des Parameters fur Ag) ist selbst bei Temperaturen von looo und dariiber eine Orientierung, wie sie H. L a s s e n
und L. B r u c k angenommen haben, so gut wie ausgeschlossen.
2. Dagegen findet nach meiner Ansicht hochst wahrscheinlich
eine Orientierung des Silbereinkristalls durch das Steinsalz nach
folgendem Gesetze statt : eine Wurfelflache (001) des Silberkristalls
ist parallel der Wurfelflache (001) des Steinsalzes; die beiden
anderen Wurfelflachen (100) und (010) des Silberkristalls sind
parallel zu den beiden Rhombendodekaederfliichen (110) und (110)
des Steinsalzes.
Die beiden Kristalle NaCl und Ag haben eine Wurfelflache (001)
gemeinsam; aber die beiden anderen Wiirfelflachen (100) und (010)
1) Ann. d. Phys. [5] 23. S. 65-72.
1935.
L. Royer. Bmerkung xu der Arbeit zlon H. Lassen u. L. Briick usw. 17
sind in beiden Kristallen nicht mehr parallel, sondern um 45O zueinander gedreht, wobei die Richtung [OOl] Drehungsachse ist.
Bei dieser Orientierung sind in der gemeinsamen Wiirfelflache
(001) die Geraden [loo] des Silbergitters und [110] des Steinsalzgitters parallel. Ihre Parameter sind 4,08 BE fur [loo] des Ag
und 3,97 AE fur [110] des NaCl; sie sind also beinahe gleich.
3. Es scheint mir, daB die Orientierung des Silberkristalls
durch das Steinsalz wahrscheinlich nach diesem letzteren Gesetze
erfolgt und nicht so, wie es H. L a s s e n und L. B r u c k annehmen,
auch aus folgenden Tatsachen hervorzugehen :
Ich habe gezeigt l), daB Ammoniumbromid durch Steinsalz so
orientiert wird, daB die Flachen (OOl), (OlO), (100) des AmBr-Kristalls parallel den Flachen (OOl), (110), (110) des NaC1-Kristalls sind.
S l o a t und Menziesz) haben nachgewiesen, daB Bmmoniumbromid auf Silberkristallen orientierte Verwachsungen gibt , so daB
in beiden Kristallen die Wurfelflachen (OOl), (OlO), (100) parallel sind.
Diesen beiden Tatsachen zufolge kann man vermuten, daB der
Silberkristall durch Steinsalz so orientiert wird, daB die Flachen
(OOl), (OlO), (100) des einen Kristalls parallel den Flachen (OOl),
(110), (110) des anderen Eristalls sind.
H. L a s s e n und L. B r u c k haben eine Orientierung des Silberkristalls durch Steinsalz experimentell nachgewiesen. Aber diese
Orientierung erfolgt wahrscheinlich nicht so wie diese Verff. es angeben, sondern so wie ich es oben angenommen habe.
1) Bulletin SOC.Franp. de Minbralogie 53. S. 92. 1931.
2) C. A. Sloat u. A. W. C. Menzies, Journ. ofphys. Chemistry 35. S. 2016.
1931.
A1g e r , Laboratoire de Mineralogie de l’Universit6.
(Eingegangen 5. Miirz 1935)
Annslen der Physik. 5 . Folge. 23.
2
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