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Eine durch Dispersion hervorgebrachte stereoskopische Erscheinung.

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ten Blasen zusammen, Iafst sic aber nicbt ganz verscliwiudeu,
(la das zugefuhrte Wasser bereits seiuen Theil Luftgehalt
mit sich fiihrt und folglich die an eiuzelnen Stellen augesamrnelte Luft nicht absorbiren kanu.
X. Kine durch L)isper.s%onheraorgelrachte
stereoskopische Ihcheiraung;
2;on E’. K o h l r a u s c h .
Bctraclitet man (sielie iintensteliende Figur) eineu rotlien
Piiirl\t
r und eiuen daiieben liegeiideu blaucu Piinkt b
ttiit
beiden Arigen a a diircli zwei Conibinationen von Crownrind Fliutglasprismen , welclie eiue mafsige Ihpersion aher
Leinc Ablcrikring geben, so crscheint der blaiie Punht dem
Aiige nzher, wenn die brechenden Kauten der Flintglaeprisnien uach innen (gegen einander) gewaudt sind. In der
umgekehrten Stellung eischeint der rothe PunLt usher. L)er
letzlere Fall ist iu der Zeichnung dargestellt , zri welchcr
eiire ErLliiruiig der Saclie hinzuzufiigen wohl iiberflussig ist.
Ks ist hier angenommen, dafs die rothen Strahlen ohiie
Ahlenliung durch die Prismen hiudurchgehen; indessen [hiit
(lids uichts zrir Sache, wie iiberhaupt (lie Ableirliung iiur
im Inleresse des bequerneren hccommodirens aufgelioben
wird.
Die Grirfse dieses stereoskopisclien Effectes lafst sich
uiiter bestimmten Aniiahmen leicht berechneu. Eine geeig-
14s
nete Grijte der brechenden Wiiikel ist etwa 20” fiir die
Crown-, und 17’’ firr die Flintprismen Wertlen die Brechuugsverhaltnisse, etwa den Fraunhofer’scheii Liuien C
uiid F eiitsprecheiid, aiigeiiolninen
f u i roth Crown
3,5268
Flint l,GO!O
blau
1,5360
1,6200,
so betriigt der Unterschicd 8 der AblenLung fur die rothen
und blauen Strablen in eiiieni Prismeupnare 7‘. 1st 21 der
Abstaiid der Augen voii einander, L ihr Abstaiid V O I ~ deli
leuchtenden Puncten, so ist fur ein kleines 6 der ,,stereoskopische Effect ((, d. h. die scheinbare gegenseitige Verschiebuug der Puiicte in der Sehrichtung , gegeben durcli
J
,
d=
I,
sin r(.
1)
Setzeii wir den Augeiiabstand gleich 6 Cin.,
so betrtigt also fur 4 Meter Rildabstaiid die Verschiebung
ctwa 1: Cm., auf 1 Meter gegen 7 Cm.
Die Aiiweiidriug der Prismen arif geeignct color irte
Rilder ist iiberrascheiitl. Freilich besitzt inan wohl Leinc
Piguicnte, dereii Farbe soweit wie C und F auscinander
liegt, und noch weniger solche von homogcnem Lichte.
1)ie Verschiebung wird also nicht ganz so giofs seyii uiid
ist von farbigen Sdumen begleitct, die iibrigcns vie1 weniger stiiren, als mail erwarteii sollte, vorzuglich wenu man
einen meilbeii flintergr uiid verincidel. Die rolh und blauen
Felder cines Schachbrettmusters treteii deutlich stereoskopisch auseinander, die rotlien Blumenblatter oder gelben
Staubfaden ciiier Blume liegcn fiber dein griinen Kelch,
wenn die brechenden Kanten der Fliiitprisnien nach inueii
gericlilet siiid ; die Umkehruiig der Prismen ruft eincn nicht
weniger ariffZlligeii unnafurliclicn horperlichen Eindruck
hervor. Dafs eine streng stereosbopisclie Erscheinung 1 orliegt, beweist die bei alternirendern Oeffnen der Augen auflretcndc Parallale, die scheiubarc VerLleiuerung dcs nahereii Bildcs und die scheinbai e gegenseitige Bewegung bci
seitlichcr Vcrschiebung der Augen. Schlagend ist aricli tlas
Betrachtcn ciiier Reihe von gleich dicken Stiickfarbeii, die
man dicht neben einandcr gelegt h i t , wobei d a m besonP ~ g g c u d ~ rAnnal.
F ~ Dd. CXLIII.
10
146
ders dcr ConIrast zwisclien den geselienen uiid mit der
Hand betasleten Gegenstanden bemerkensmer~hist.
1 - h stereoskopisclie Versctiiebung giebt offeiibar eiii sehr
cinfaclies Mask fiir das mittlere 13recliungsvcihlltiiirs cler
von eineni Pigment ausgesandten I,ichtstrahlen. Schr leicht
Lann inan sich bierhci iiberzeiigen, \vie wenig die letzlcre
i i i i t der Reihenfolge tlcr Farben iin Spectrum iibereins!imint.
Selbst das ausgezeichnete von S i l b e r m a n n in Oel grinalte
Sonnenspcctrurn erscheint mit den Prismen betrachtet keincwvegs wie das wirl\licIrc Spectrum als ein gegen seine
wirhliche Ebeiie geneigter Streifen, sondern es bildet ein
gcwiindenes Band mit eineni vortleren Maximum etwn bei C
i i i i t l einem hinteren bei G, oder iimgekehrt.
Im Allgemcineii geben natiirlich den stlrksteu Effect
voile, von Wcifs miiglichst freie Farben, doch ist noch
ci ti aiideres Moment von Einflufs. Namlich griifserc schr
glciclimiibige Flaclien birten in ilirein Innerii dem Augc zu
\renigct Aiilialtspunctc, so dafs Figuren, die man atis buntern Papicr znsainiiienl\lebl, weniger giinstig sind , als rnit
clem Pinsel geinalte. Irnnier ist deutliche Seliweite irothig.
Es ist klar, dafs auch ein ciuziges Prismenpaar vor
eiiiein Aiige, wshreud das andcre Aiige unbewaffiict ist, die
bcschriebene Wirkring geben mufs: in stereoskopisclier 3eziebung von halber Grofse, mid rnit deiir Nachtheilc, dafs
dic farbigen SBirine stiirender werden. Auch mit eineni
schwachen Flint- P r i m a voii 10 his 20", wenn mail dasselbe,
die brecliende Kante vertical, vor ein Auge halt, gclingt es
init eiiiiger Anstrengiing die Bilder mi vereinigen und sic dann
irach den Farben stereostopisch zu sehcn, - mir jedoch
niir, wenn icli die brechende Kantc nach innen halte, indein die Augen auf einen ferneren Punct als den Kreuziingspunct ihrer Asen accomodiren kiinnen , dagegen nicht
nrif cinen naher liegenden. Ob diefs cine allgemeine Ei-gcnscbaft der Arigen ist , weifs icli nicbt.
Auch cine grofse uicbt achromatisclie Convexlinsc, durch
welche man mit beideii Augeii hindiirchsiebt , mufs offenbar wrniger brechbarc Fai%en cines Gemddes vorii liegend
I47
erscheinen lassen. In der That ist dieser Eindruck bci einer
Linse von 1 Frik Brennweite ganz unverkeniibnr, wcnn
auch weniger stark als mit Anwendung der Prismcn.
Hr. J. W. A l b e r t in Frankfurt a. NI. hat sic11 hereit
erklart, Prismeu rind cinige Hilder fiir die beschriehme Erscheinung aiizufertigen.
Ueber ein eiitfmhes Jtliitlel, die dblenkung
-oder Zerstreuung eines L i c h t s t r d e s x u vergrofscrn; won l? K o A l r au s c h.
XI.
M a n c l i e n Physikern, welche sich bemiihcn die von C h r i s t i a ii s e n und K ri n d t beschriebene anoinnle Dispersion in
Kiirpern mit Oberlkichenfarben zri beobachlcn, diirfte cin
einfaches Mittel gelegen liommen, die schmalen Spectra
der spitzen Prismen, welche mail wegen der intcnsiven
Flrbung anweuden m d s , zii verbreitern. Dieses hesteht
darin, dafs nian das Lichtbiindel in einiger Entfcrnung (ein
Meter oder mehr‘j 5jnler dem Prisma auf eineii cylindrischen Convexspiegel auff&?n lafst, dessen Axe dem Spalte
parallr4 steht.
T’,Jc Grafse der hierdurch entsteheiiden Zerstreuung
lafrt sich leicht uberschlapn. 1st ct der lileine Wink& des
..Pris&i,,, I I ~das Dispersionsverh~lfnifs
, d. h. der U&;erschied
der BrechungsverhZltnise der am schwZchsteu und der an1
starksten gebrochenen’ Strahlen, SO ist die Oeffnung des
zerstrcuten Lichtes gleich mu. E.ie Breite des Spectrums
an dem Orte des Cylinderspiegels, d e s m bbstand voin
Prisina durch A ,bezeichnet werdc, is1 b = m u A. W e n n
nun P’ den gegen b grofseii Halbmesser des Spiegels bedew
tet rind das auf ihn auffallende Licht den Winkcl (p wit
dcr Spiegelnormale an den1 Incidenzpunkte bildet , so ist
-..
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