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Eine einfache Modification des Wehnelt'schen Unterbrechers.

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12. Eine einfache Modification. des ?Vehrze Zt’schen
Umtertwechers; v o n J. v. PaZlieh.
(Aus dem akademischen Anzeiger d. k. Akad. d. Wissensch. zu Wien,
Nr. XU, Sitzung vom 3. Mai 1900.)
Der nachfolgend beschriebene Unterbrecher ist sehr einfach und billig herzustellen und trotzdem sehr wirksam; er
bietet sogar vor den bisher construirten Ausfiihrungen mehrere
Vorteile.
Als negative Elektrode dient ein 3-5 mm dicker, blanker
Kupferdraht, der in ein ungefahr 20 cm lariges Glasrohrchen
so weit hineingesteckt ist, dass unten noch ein 2-3 cm langes
Stuck desselben hervorragt ; als positive Elektrode dient ein
1-2 mm dicker Stahldraht, der gleichfalls von einem Glasrohrchen umgeben ist, dessen untere Miindung jedoch an der
Geblaselampe so weit verengt ist, dass der Stahldraht eben
noch hindurchtreten kann. Dieser Teil muss, well heftigen
Erschutterungen ausgesetzt, sehr stark gemacht werden. Am
oberen Ende geht der Stahldraht mit sanfter Reibung durch
ein Korkstuck hindurch, dessen Bohrung oben mit einer napfformigen Erweiterung versehen ist. Letztere dient zur Aufnahme eines Tropfens Quecksilber zum Zwecke der Stromzuleitung. Beide Glasrohrchen werden nun parallel zueinander
durch einen Kautschukstopfen gesteckt, der in den Hals einer
Flasche (eines 1/2 Liter-Kolbens) versenkt ist , welche den
Elektrolyt (gut leitende verdiinnte Schwefelsame von 1,2 spec.
Gewicht) bis auf 3 cm unterhalb des Stopfens enthalt. Seitliche Einkerbungen des Stopfens gestatten €in Zuriickfliessen
des Elektrolyten, wenn derselbe infolge hoher Betriebsspannung
aus der Rijhre mit dem Stahldrahte ubersteigen sollte. Das
Ganze wird zur Kuhlhaltung in eine grossere Wanne mit kaltem
Wasser eingetaucht. Die Glasrohrchen sollen bis einige Centimeter in den Elektrolyten hinabreichen, wobei das die Anode
enthaltende Rohrchen etwas tiefer eintauchen soll, als das
andere. Vor dem Versuche zieht man den Stahldraht weiter in
die Hohe, was den Widerstand vermehrt, uncl senkt ihn dann
514 J. v. Pallich. Jfodification des Vehnelt’schen Unterbrechers.
nach Stromschluss allmahlich tiefer, bis das eingeschaltete
Amperemeter die passende Stromstarke anzeigt oder bis die
gewunschte Funkenlange und Frequenz der Unterbrechungen
erreicht ist. Ein besonderer Vorschaltwiderstand ist dabei
meist ganz entbehrlich. Sobald die Stahlspitze so weit rcrzehrt
ist, dass die Wirkung abnimmt, senkt man dieselhe mieder
tiefer ein. Es gelingt so leicht, die Wirkung stundenlaiig constant z u erhalten. Der Stahldraht hat sich unter den versuchten
Elektroden am besten bewahrt; ein Kupferdraht wurde zu
rasch angegriffen werden, und einem Platinclrahte gegeniiber
hat der Stahldraht wegen seiner Billigkeit den Vorzug. Durch
die elektrolytische Wirkung bildet sich an der verengten
Miindung der Glasrohre am Stahlstabchen in liurzer Zeit eine
Einschnurung aus, welclie fur die Wirkung des Apparates vorteilhaft erscheint, da dadurch die Verdampfung energischer
zu stande kommt. Es scheint von der activen Stahlspitze
dieser eingeschniirte Teil die Hauptwirkung auszuiiben, wahrend
der tiefer eintauchende Teil derselben nur einen Teil der
Stromfiihrung vermittelt. Der beschriebene Unterbrecher fand
vorteilhafte Anwendung beim Ihrchleuchten von grossen
Geissler’schen Rohren, von Rontgenappwaten, beim Experimentiren mit Blitzrohren und Blitztafeln etc. F u r Rontgenrohren ergab, bei einer Schlagweite des Inductoriuins von
15 cm, eine Spannung von SO Volt die besten Resultate. Bei
hoherer Spannung (bis 100 Volt) nahm die Wirkung, besonders
bei stark evacuirten Rontgenbirnen, wieder ab. Beim Nichtgebrauche wird der Stahldraht ganz herausgenommen.
(Eingegangen 7. September 1900.)
Druck von Metzger 6r Wittig in Leipzig.
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