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Eine Kriterium ob eine leitende Oberflchenschicht zusammenhngend ist und ber die Dampfspannung solcher Schichten.

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10. Eha E r i t e * * i u m , oh eime leitende
Obe*-jlachennuchicht xusammenhlZngend i s t und
Gber d i e D a m p f s p a n m u n g solcher Sch,icPLten;
u o n P e r d i n a m d Bs*azcn.
Vor etwa zwei Jahren habe ich Beobachtungen mitgetheilt I),
nach denen die auf der Flache eines Gypskrystalles in feuchter
Luft sich bildende Oberflachenhaut electrischen Riickstand zeigt,
der mit zunehmender aber immerhin noch sehr kleiner Dicke
der Wasserschicht dem Werthe fur die galvanische Polarisation
in Schichten von endlicher Dicke zustrebt. Ich habe bei der
Deutung dieser Versuche die nachst gelegene una auch sonst
bei ahnlichen Beobachtungen gemachte Annahme zu Grunde
gelegt , dass die Oberflachenschicht eine zusammenhangende
Haut bilde, was bei dem aussergewohnlich gut benetzbaren
Gyps noch am ehesten zulassig erschien. Leider gestattete die
Jahreszeit damals nicht mehr, Beobachtungen dieser Art fortzusetzen, sodass ich erst im darauf folgenden und cliesem
letzten Winter diese Absicht ausfuhren konnte. Zur Controle,
ob meine Deutung zuliissig sei oder ob die Riickstandsbildung
sich in der bekannten anderen, von Maxwell gegebenen Weise
erkliire (geschichtete Korper von verschiedenem, darunter sehr
grossem Widerstand), habe ich Steinsalzflachen untersucht. Die
Annahme, dass auf diesem leicht loslichen Korper in feuchter
Luft sich eine wirklich zusammenhangende Fliissigkeitshaut
bilde, schien hier unbedenklich. Das Resultst war kurz gesagt
das folgende: Wenn Riickstand wirklich vorhanden war, so lief
sein Ausgleich jedenfalls so rasch ab, dass meine urspriingliche
einfache Versuchsanordnung, aber auch eine etwas verbesserte
ihn nicht nachzuweisen gestattete. Nun ist Riickstandsbildung
nach meinen sonstigen Erfahrungen und in Uebereinstimmung
mit denen vieler andere Beobachter aber auch immer mit der
weiteren Erscheinung rerkniipft, dass sich der scheinbare Wider1) B r a u n , Wied. Ann. 59. p. 682. 1896.
F. Braun.
stand des Stoffes mit der Zeit des Strorndurchganges vergrossert. l)
Jedoch auch diese Probe versagte fast vollstandig ; dieselbe
Electricitatsmenge, welche unmittelbar nach Schliessen des
Stromes die OberAachenhaut in 8'' durchfloss, brauchte nach
weiteren ca. 20" (die zum Entladen und zur Dampfung des
Electronieters nothig waren) 9,4", nach nochmals der gleichen
Zeit 10". I n ahnlicher Weise verliefen andere Messungen ;
z. B. waren die entsprechenden Zeiten 10, 10,G 11, 12,6 Sec.
und von da ab der Strom constant; Il,G, 15, 15 Sec. Diese
Schichten waren schon relativ gut leitend; das Steinsalz befaiid
sich iiber Schwefelsaure von 1,403 spec. Gewicht. Aber auch
iiber concentrirterer Saure (1,43), wo die Leitfahigkeit ca.
250 ma1 geringer war, ergaben sich ahnliche Verhaltnisszahlen.
Der Strom war schon nach Ablauf von etwa zwei Minuten
constant.
Vergleicht man diese geringen Aenderungen und die kurze
Zeit bis zum Constantwerden des Stromes mit der bei Gypsflachen oder trockenem massiven Steinsalz gefundenen a), wo es
nahezu eine Stunde dauern kann, so wird man geneigt sein, auch
die hier noch vorliegende geringe Riiclrstandsbildung auf Reste
von unvollkommener Homogenitat zu schieben. Man wird daher
schliessen diirfen : 1. dass in wirklich homogen zusammenhangenden leitenden Oberflachenschichten sich kein Riickstand
bildet; 2. dass der Mangel an Riickstandsbildung umgekehrt
ein Kriterium abgiebt, um zu beurtheilen, ob eine derart zusammenhangende Schicht vorliegt. Unter Zuhiilfenahme dieses Mittels wird man nun mit
grosserer Sicherheit auf electrischem Wege die Dicke solcher
Schichten ermitteln konnen. Ebenso wie die Wasserhaut auf
Gypskrystallen in Uebereinstimmung mit den theoretischen
Folgerungen von C a n t o r 3, kleinere Dampfspannung zeigt als
1) Versuchsbedingungen, unter denen Widelstandsbderungen eintreten, wie sie von F. K o h l r a u s c h und H e y d w e i l l e r beobachtet, insbesondere von W arburg experimentell und theoretisch studirt worden
sind (Wied. Ann. 54. p. 385. 396. 1595), kiinnten bei Gyps vorliegen,
bei Steinsalz sind sie wohl ausgeschlossen. Erscheinungen, welche auf
ein Fortschieben der ganzen Flussigkeitshaut hindeuten, hatte ich immer
im Auge, aber nichts von ihnen bemerkt.
2) B r a u n , Wied. Ann. 31. p. 855. 1887.
3) M. Cantor, Wied. Ann. 66. p. 492. 1895.
0bel.fliichenscr’lic.ILt.
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reines Wasser (bez. eine gesattjgte Gypslosung) von endlicher
Dicke, ebenso zeigt die auf Steinsalz durch Condensation entstandene Losung eine geringere Dampfspannung als eine gesattigte Chlornatriumlosung. Es bildete sich eine electrisch
nachmeisbare Haut auch in Luft) welche durch Schwefelsaure
von 1,45 spec. Gewicht geleitet war. Die Dicke der Haut
regulirt sich durch das Gleichgewicht mit der jeweilig herrschenden Wasserdampfspannung. Man wird diesem Ergebniss
zunachst das berechtigte Bedenken eiitgegensetzen, dass die Oberflachenhaut von einer hygroskopischen Verunreinigung (etwa Chlormagnesium) des Salzes herriihre.’) Da ich aber noch das gleiche
Verhalten gefunden habe, nachdem das Steinsalz in gesattigten
Losungen von chemisch reinem (gleichfalls wiederholt mit seiner
Losung ausge waschenem) Chlornatrium gebadet war, Hr. S t s c h e gl a j e w es auch an festen Kuchen des letzteren Materiales nachweisen konnte, so lost sich der scheinbare Widerspruch gegen
die Resultate der Warburg’schen uud Ihmori’schen Beobachtungen voraussichtlich dadurch, dass es sich hier um Schichtdicken handelt, welche sich der Wagung entzogen und welche
nach der Angabe geriannter Herren kleiner als 1-2 Millionstel
Millimeter sein wiirden. Rr. S t s c h e g l a j e w ist mit der Fortsetzung der Versuche beschaftigt.
S t r n s s b u r g i. E., Phys. Inst. d. Univ.
~~~~
1) W a r b u r g u. I h m o r i , Wied. Ann. 27. p. 504. 1886.
(Eingegangen 14. April 1898.)
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ber, die, dampfspannungen, schichten, leitenden, oberflchenschichten, zusammenhnge, eine, solchen, ist, und, kriterium
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