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Eine Licht-Erscheinung im Auge.

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sind doch die T'erschiedenheiten der perspectivischen Ansicht beider Augen nicht so grofs, wie sie seyn wiirdeo,
weun der Beobachter sicli dem Gegenstande wirklicb bis
auf
I
;
der Eiitferiiung genahert hstte. Durch Verbindung
eines Doppelfernrohrs iiiit eiiiem Telestereoskop von paralleleii Spiegelpaaren wird dieser Fehler nicht beseitigt;
es tritt iiur eine gleichinlfsige weitere Reduction aller
scheinbareii liiiearen Dimensionea, wie sie das Doppelfernrohr zeigt, eiii. W o h l aber kanii inan fiir einzelne Gegenstande, die in bestirninter Eiitferiiuiig stehen, ein richtiges
Relief gewiniien , indem inaii die kleiiieii Spiegel unter
.is0 stehen kilst, und die grofsen alleiii unter eiiiein etwas
kleiiierea Reflexionswiukel als 4.5" reflectiren Iafst. Uadurch gewinnt man, wie ich vorher erwahiite, im einfachen Telestereoskop allein ohne vergrofsernde Glaser ein
iibertriebeiies Relief , uiid kann dadurch deli eutgegengesetzteii Feliler der Fernrohrverbinduug ' corrigirea.
VI. Eirie Licht - Erscheinung im A u g e ;
0011 K S. M . v u n d e r W i l l i g e n .
w e i i i i ich in eiiiem dunkleu Zimiiier durch einen eiigeii
Sclilitz der Thure nach eiuer gut erleuchteteii weifsen W a n d
sehe, benierke ich hin uiid wieder zwei iii die Lange gezogene erleuchtete Ringe, deren Lange- Axeii horizontal
liegen, auf jeder Seite des Schlitzes einen, und von deiien
der liiike Ring zum linken Auge, der rechte zum rechten
gehort. An dein voii dein Schlitze abgeweiideteii Elide
siiid diese Ringe nicht gut geschlossen und haben das geriiigstc Licht; am Ende dagegeu, das dein Schlitze ain nachsten liegt, sind sie ain besteii erleuchtet; in seiner Forin
gleicht eiii solcher Ring sehr gut dein Paare Ziige, wo-
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durch man in der Zeichenkunst gewiihnlich ein menschliches Auge darstellt; die ganze Erscheinuug ist sehr wandelbar und fluchtig, und die Riuge sind unaufhorlichen Aenderuiigen unterworfen in Grsfse und Lichtstarke, aber iiicht
in Form, und eben dann, waun man sie starr ins Auge fassen will, sind sie ain schnellsten verschwunden. Noch inufs
bemerkt werdeu, dafs inan mit dem linken Auge niemals
eiuen Ring auf der rechten Seite der Spalte sehen kann,
und eben so wenig init dem rechten einen Ring auf der
linken Seite. Die Erscheinung ist also eine rein subjective, da sie ganzlich abhangt von der Stellung des Schlitzes
in Bezug auf das Auge, und eine Beleuchtung des Auges
von der Nasen-Seite BUS eine nothwendige ist, was aus
dem Letzteren deutlich wird.
W a s nuii die Erklarung dieser Erscheinung betrifft, so
glaube ich, sie sey sehr eiiifach. Das Auge wird durch die
Thranen-Flussigkeit fortwahrend iiafs gebalten, die also auf
Cornea uud Pupille ausgebreitet ist uud bei jedern unwillkiihrlichen Schliefseu ond Oeffnen erst ausgebreitet wird
und sich dann wieder durch Capillaritat und Viscositat nach
den Gliederii zuriickzieht. Die unregelmafsige Brechung
und Zertrennung durch diese Flussigkeit und ihre Rander,
in so fern sie auf dem W e g e des Lichts liegen, das von
derii Schli tze durchgelassen wird, sind ztir Erklarung mehr
als geuiigend; und d i e b urn so mehr, da die ThranenFliissigkeit eben von der Nasen-Seite aus Bber die Flache
der Sclerotica verbreitet wird und vielleicht an dieser Seite
eine convex-concave Anhaufuug auf dieser Flache darzustellen vermag.
Gedruckt bei A. W. S c h a d e in Berlin, Grtinstr. 18.
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