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Eine Methode galvanische Strme nach absolutem Maasse zu messen.

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21
E
desto geringer wiirde die Differenz
in der Spaniiung
dieser Querschnitte. Von ihr aber bat man die Grbfse des
Ueberganges der Elektricitat in der Zeiteinheit, iilinlich
die Stromstiirke, abhgiigig gedacht, uiid ist also vollkomE
proportional zu setzen.
men berechtigt, dicselbe
BIan siebt, das ganze Gebaude ist auf die Annahme basirt, dafs der elektrische .Strom iu eiaer wirklicheu Fortbeweguug der Elektricitiit von Qnerschnitt zu Querschnitt
der Kette bestehe; es steht und fiillt mit dieser Annahme.
Mag aber auch an der Richtigkeit dieser gezweifelt werden, eiu iuniger Zusaminenhang zwischen dein Strome und
der Vertheilung der elektroskopischen Elektricitat durcb die
ganze Ausdehiiung der Kette ist schoii defswegen vorhanden, weil beide in glcicher Weiso voii deli reducirten Llngen abhaugig sind, und dieser Zusammenhaug, welcher auf
Thatsachen beruht. bleibt bcstehen, auch wenn man das
Wesen des Stroines nicht mehr in der wirklichen Fortbewegung der Elektricitlt erblickt. W a s man .aber auch au
die Stelle dieser allerdings etwas materiellen Hypothese setzen
mag, was fur eiii Agens es seyn soll, durch welcbes die
Magnetiiadel abgeleiikt , cin Draht bis zur Lichterscheinung
erhitzt , die inlclitigste clicmisclie Verwandschaft Uberwunden wird, iminer wird man geniithigt seyn, die Spannungserscheinungen dcr Kette zugleich mit zu erkllren, wenn
iiiau mehr leisten will als die Ohm’sche Theorie gethan
hat, uud in sofern liegt diese bis jetzt unbedingt der Wahrheit am nlchsten.
Rinteln iin April 1849.
-
11. Kine Metho&, gaZcanische StrGrne nach alsoZutern Maafsezu rnessen; aon Pro$ Dr.u.FeiZitzsch
in GreYswaZd.
m
I Folgenden erlaube ich mir eiiie Methode, zur Messung
galvanischer Strbme, vonulegen , die vielleicht manchem
22
erwiinscht seyn dtirfte, dem, lihnlich mir, die Benutzuug einer Sinus- oder Tangentenbussole nicht zu Gebote steht,
und der dennoch Vergleichungen galvanischer Strtime anstellen m6chte. Da die Methode darin besteht, deu durch
den Galvanismus in einer Drahtscheibe cneugten Magnetismus mit dem eines Stahlmagueten zu vergleicheo, und
da wir durch G a u f s in den Stand gesetzt sind, den Magnetismus eines Stahlmagneten nach absolutem Maalse zu bestimmen, 80 kann diese Metbode zugleich dazu dienen, die
Strrke eines galvanischen Stromes in absolutem Maafse zu
geben.
Die Vorrichtungen deren ich mich bediente siud folgeode:
Ein Mmrsstab uon Puppe hat in der Mitte den Nullpunkt, und ist nrch beiden Seiten in der Ltinge von 80
oder mehr Centimetern, in Centimeter getheilt. Derselbe
ist durch Holzklaminern auf einem Tische befestigt uud
wird mit demselben genau aenkrecht auf deli magnetischen
Meridian gestellt.
Ueber dem Nullpunkt des Maalsstabes steht cine Scheibe,
welche durch drei Schraubenfiifse horizontal gestellt werden kann, auf dieser befindet sicli ein i i i gnnze Grade getheilter Kreis von mtiglichst grofsem Halbmcsser (von 29
Millimeter), Uber welcheu unter einer Glasglocke an einem Kokonfaden eine Magnetnadel von spiiter zu bestimmender LSnge horizontal schwebt. Fig. 6. Taf. I.
Um die Mitte der Kreistheilung genau auf dem Nullpunkt des Maafsstabes zu bringen, befinden sich au deu
Enden der nach Ost und West zeigenden Halbmesser d t r
Theiluug kleine Pendel , mit deuen die Einstellung leicht
bewerkstelligt werden kann. Oder es wird eiu beliebiger
Magnet auf irgend eiaen Theilstrich gelegt und auf der andern Seite der Scheibe der sogleich zu beschreibende Stabmagnet so lauge verschoben, bis die iiber der Scheibe
schwebende Magnetnadel wieder auf den Nullpunkt der
Kreistbeilu~~g
eiuspielt. Werden die beiden Maguete alsd a m so ulngelegt, dafs ein jeder auf dem entsprechenden
23
Theilstrich des Maafsstabes auf der seiner frtiheren Stellung
eutgegengesetzteu Seite der Magnetnadel zu liegen kommt,
und spielt dann die Nadel nocb auf dem Nullpunkt der
Kreistbeilung eiu, so steht sie senkrecht fiber dem mittleren Theilstriche des Maafsstabes.
Urn die Abweichungen der Magnetuadel bemerklicher zu
inachen, liegt dieselbe in der Mitte eines vorn und hinten
zugeschnitzten Papierschiffcbens , dessen Spitzen auf der
Kreiseintheiluiig spielen und durch rothc Fiirbuug sowohl
gegeii die schwancn Liiiien der Tlieilung als aucb gegen
den uingebendeu weiten Grund abstecheii.
Zur Vermeidung der Parallaxe mufs sich entweder das
beobachtende Auge in eiuein nahen fest aufgestellten Spiegel au derselben Stelle sehen, oder es wird seine Stellung
durch eine Oeffnung iu eiuein auf dein Tisch hefestigten
Schirine gesichert.
Zur Vermeidung der Excentricitst wird
die Nadel vor jeder Beobachtungsreihe durch einen anderen
Magueteu abgelenkt, und so lauge init der Glasglocke verschoben, bis beide Spitzeu des Scbiffs gleichweit ron den
Nord - uud Sudpunkten abweicben. Die Schwankangen
der Nadel iiacli Ableakungen werden dadurcli vermiiidert , dafs mit dein Schiffchen ausgedehnte papierne Flligel
verbunden sind, welche deu Widerstnud der Luft vergrib
teru.
Das Schiffchen mit der Nadel kanu gehobeii oder
gesenkt werdeii d k c h einen tiber der Glasglocke befindlicheu Wirbel, uiii welchen der Kokonfadeii geschluugeii ist.
Zu beideu Seiteti dicser Nadel, nacli Ost uiid W e s t ,
befinden sich die elektrische Spiralen und der zur Vergleichung dieuende Stabmagnet.
Auf einer hohlen Papp- oder besser Holzrolle, urn das
Abgleiten des Drahtes zu vermeiden, init SeitenwBnden versehen, ist Iiherspounener Knpferdraht von 1; Milliiiieter
Durcbinesser in inehren Lagen nufgewunden, dessen Euden
mit dein Rheometer iii Verbindung geselzt werden. Die
Rolle hat clwa ' ) ciiic Lange von 10 Centimetern uncl ei-
-
-
1 ) Genauere Angrben der Ltinge der bcnutxtcn Rollrn werden unten ertolgen.
0
24
nen lufseren Durchmesser von 4,2 Centimetern. Die Seitenwlfnde haben eine solcbe Hbhe, d a k die Axe der Rolle
stets in der H6he der Magnetnadel liegt. An der untereu
Seite der Rollo zwischen den Wanden ist eine iu Millimeter eiugetheilte Scale befindlicb, urn die Einstellung der
Spirale auf dem Marfsstabe zu erleicbtern. Fig. 7. Taf. 1.
Der Stabmagnet ist uacb der Angabe vou W e b e r I )
gearbeitet, genau parallelepipedisch, 100 Milliiiieler lang und
17 Millimeter breit uiid boch. Sein Gewicht ist 232 Grm.
Er ist nach der Methode von E l i a s 2 , maguetisirt. Am
22. Januar I849 brauchte er zu einer Schwinguug 11,30
Sekunden, wenu er an einen Seideufaden horizontal aufgehangt wurde. Eine bewegliche Magnetnadel leukte er BUS
einer Entfernung
von 450"" um 8O,05 = u,
von 350"" urn 16O,45 = u ,
von 3OOmm urn 25O,9 =u,
ab. Aus diesen Dateu fand sich die QuantitBt des Maguetismus im Stabe
J = lOSSSOO0,
(1.1
wo die Sekunde als Zeiteinheit und das Millimeter als IJngeneinheit, sowie als Einheit des Fallraumes gesetzt ist ").
Bei der Beobachtung liegt der Stabmagnet auf eiiieiu
Sdlitten, mit welchem und auf welchem er sich nach der
Richtung der Hauptscale verschiebeu l&t. Der Schlitten
ist so hoch, d a t die Axe des Stabmagneten die Axe der
elektrischen Spirale und der Drehungspunkt der Maguetnadel in gleichem Abatand voii dem Maafsstabe sich belinden. Auf der der Magnetuadel zugekehrten Seite dieses
Schlittens, unrnittelbar uuter der aufliegenden F l k h e des
Magnetstabes, ist eine Theiluog von etwa 2 Centimeter in
1) Vgl. Gaufr und W s b e r , Ruultatc our dur magnetirehen Bcobachtungeo 1836. S.66.
2) Pogg. Ann. d. Phyr. nod Chem. Bd. 62, S. 249.
3) Aur dicren Vcrruchen ergab rich die horizootalr Iotensitit dcc Erdmagnaetirmus fur Grcifrrald am 22. Jaonar 1849 zu Miltag:
T = 1,wa.
25
Rlillimeter nach Art der verjbgenden Maatstiibe angebracht,
deren Nullpunkt sich an dem dcr Magnetnadcl zugekehrten Ende des Schlittens befindet. Bei der Beobachtung
wird nun der Magnetstab so lange mit dem Sclilitten auf
dem Maafsstabe verschoben, bis die durch die elektrische
Spirale abgelenkte Magnetnadel wieder uugcfiibr auf den
Nullpuukt der Kreistheilung einspielt, und die der Nadel
zugewandte Seite des Schlittens auf eincm Centimetertheilstrich des Maafsstabes sich befindet. Hierauf wird der Stabmagnet auf dem verjtiugenden Maafsstabe des Schlittens so
lange verschoben , bis die Nadel genau auf den Nullpunkt
einspielt. Die Eutfernung des Anfangspouktes des Stnbmagneten voin Mittelpunkt der Nadel liitt sich so in Centimetern, Millimetern und Zehnteln von Millimetern ablesen. Fig. 8. Tnf. I.
Und so kann man durch Vergleichung der Eutfernungen einerseits der elektrischen Spirale und anderseits des
Magnetstabes von der beweglicheu Nadel, wenn beide nach
eutgegengesetzter Richtuug auf dieselbe wirkeud, sie wieder in die Gleichgewichtslage gebracht haben, erkenneu
wie grofs die Intensitlt des vou der Spirale ausgehenden
Magnetismus ist, und kann so die Stromstiirke in absolutem M a a t c bestimmen.
Die Berechnung mag nach folgendeii Motiven angestellt
werden.
Sey ns Fig. 9. Taf. I. die Axe der beweglichen Magnetiiadel in der Gleichgewichtslage, c die Mitte zwischen deli
Polen, und b der Abstand eines Poles von c. Sey iu gleicher Weise NS die senkrecht auf der Axe der Nadel stehende Axe des ablenkenden Magnetstabes, C die Mitte zwischeu den Polen desselben und 01 der Abstand eines Poles desselbeu von C. Seyeu ferner N und n, S und s die
Mittelpunkte der Action resp. des Stabes uud der Nadel,
also die Nord- und Sudpole derselben, so wirkt N in der
Richtung der Linie Nn abstofsend auf n und drehend auf
die Nadel, und wirkt iu der Richtuug der Linie sN anziehend aiif s uud drehend auf die Nadel. Werde diese
26
Richtung mit -+ bezeichnet, so ist die tihnliche aber eutgegengesetzte Wirkungsweise von S auf s und n mit
zu bezeichnen. Sei + J und
J das Maals der IntensitHt
der Wirkung von N und S uud ebenso + i und
i .das
der Wirkuug von n und s; werde ferner die Entfernung
Cc mit Q bezeichnet und iat die magnetische Action von
N auf n nnd s uud von S auf s und n in geradem Verhtiltnils der Intensittiten und in nmgekehrt qiiadratischem
der Abstande, so ist das Maafs der magnetischen Action von
N auf n
-
-
-
Ji
=+ (e-a)a+b'
das von
N auf S
El,=-
Ji
(e--(x)'+b'
das von S auf s
das von S auf n
Ma=-
Ji
(p+a)'+ba
Durch Zerlegung dieser KrSfte auf die Richtung der Tangenten an n und s des von n und s zu beschreibenden
Kreises ergeben sich die resp. Drehungsmomente
M 2=
_-
M 3=
=+ Ji
N, =
=- J i
Ji
Q--a
[(
e - a)'+b']~
q+u
[( q + a
)'+b'];
O+"
[( e
+a)'+
1 ) Die anderen Cornponenkn der Krifte M I , Ma,
ii",
b
=+Ji [( 0 -=)'+PI:
M", =+Ji
b
[( Q
- =)'+
a'];
I )
b']
MS, Md, und
;war
27
Die Nadel wird hiernach zur Drehung veranlafst durch eine
Kraft
M=Ef,-M2-M3+M',
- [(p+a)'+b']3
-a
=2Ji
[[(p-:)a+ha]l
1
e+a
W i r k t auf dieselbe Nadel von der entgegengesetzten
Seite ein anderer Magnet lnit der Intensitit eines jeden
Poles =S, aus einer Entfernung seiner Mitte von der Nadel = r , und stehen seine Pole urn eine Grbfse a von der
Mitte ab, so ergiebt sich in gleicher Weise wie so eben
ein Drehungsmoment
Fur den Fall, dals durch gleiche uud entgegengesetzte Wirkung die Nadel wieder in der Gleichgewichtslage sich befindet, ist
( M )= M
oder
J'
-J
[
[
T--n
[( r--a)'+b1]2
e --n
[ ( p - -a)"
-
- [ c+a)?+ba]?
1
( I[.)
(
+ball
wo S die zu findende QuantitBt des Magnetismus in der
elektrischen Spirale
r der Abstand ihrer Mitte von der Mitte der Nadel
riiachen sich in ihrer Gesamnitwirkoug
11;idurch bemerkl;rli, MSbesondcrs Lei grdserrr r\nndherung vnn Spiralc
iind Stabmagnet, die Nadel in der Riclrtirng iiarlu II ( n d w 8 ) versclmben
wid,
-
28
a der Abstand eines Poles von der Mitte der Spirale
b der Abstaod eines Poles von der Mitte der Nadel
J =10588000, die, Quantitat des Magnetismus in dem
Magnetstabe: Gleichung I.
Q der Abstand der Mitte zwischen den Polen des Stabes voii der Mittc der Nadel
d der Abstand cines Poles des Stabes von der Mitte desselben.
Diese Formel 11. lrfst sich in zweierlei Weise vereinfacben :
1. Durch Anwendung des biomischen Lehrsatzes geben die in der Klammer hefindlichen Theile jeder Seite
der Furmel 11. einen Ausdruck von der Form
[F+
8aa
- l2nb'
QS
+.*.I
Fiir ein sehr grofses r wlirdcn alle Glieder gegen
(111. )
4a
vervs
nacblgssigt werden kbnen. Stets wtirdcn jedocb far
8 a s = 1 2 a b 2 oder
b = 0,8a
das zweite Glied verschwiuden, und es worlirdeu noch folgeode Correctionen anzubringen seyn
-9,0009 2'4c
- 6,519
a'
-
Po
(IV.)
u: 8. lv.
Abgesehen davon, dab hierdurch die Rechnung nicht
sehr erleicbtert wird, so verlangt diese Abktinung noch
besondere Correctionen fur (I,wenn, was im allgemeinen
der. Fall seyn wird, a nicht = a ist. Feruer werden auch
diese Correctionen forlir ein verh~ltnifsmlrfsigkleines Q oder
r unzureichend.
2. Es ist desbalb die zweite AbkUnung vonuzieben,
welche darin besteht, b so klein zu machen, d. h. in das
Papierschiffchen eine so kune Nadel zu legen, d a t eine
29
Vernachlhsigung der Gr6fse b kleinere Fehler in der Berecbnung giebt, ats dic Beobacbtungsfehler betragen. Durch
Veruachliissigung von b geht die Formel 11. uber in
Die grlifste Scbwierigkeit, welchc sich bei Berechnung
der beobachteten Werthe von r und p darbot, war die
Bestimmung der Lage der Pole. F a r die elektrische Spirale liegen die Pole uach der Ainpkre’schen Tlieorie an den
Euden derselben, orlcr vielinehr in der Mittc der Ebeue,
welcbe durch die Axe dcs Drahtes der letzten Spiralnindungen gelegt werden kann.
Mag nun ahcr der gebraiichte Magnetstah nicht bis zur Sattigung magnetisirt
seyn, oder inllgeii anderc Uiircgclinaf~igkeiten obwalteu,
geuug die Pole liegen sicher nicht in den letzten Querscbnitteii desselben. Nach inehreii Tatouueinents und iiacli
dem ich fIir den bier gebrauchtcn gcringen Diinensionen
a i d i u den Untersuchungen vou Hru. v. H e c s ) keineii
Auhalt fiiideu konntc, suchte ich dieselben durch folgendc
Probeu zu bestimlneii: Eininal stelltc ich eine um ihreii
Schwerpunkt blofs in eincr Ebcue bewegliche Magnetnadel vou 1.10 Rlillimeter Laiige so auf, dafs sie dem Einflufs des Erdinagnctismus entzogen war. W u r d e ihr der
Stabmagnct in der Ebeue ihrer Bewegiing angcoahert, so
zeigte ihre Are den Nordpol des Stabcs in eiuer Ebeue,
die vou dein Elide J Millim. entferut ist, und den Siidpol
in einer Ebene, welchc vou der anderu Endhiilhe 5 Millim.
absteht. Feriier bing ich an niilglichst diinue Seideiihden
zwei kleine iiur 3 Millim. Innge aus Niiliiiatlelpartikelii gefertigte Magtietchen so auf, dafs die Fadeu in den Oehreu
der Nadeln befestigt waren, und diese somit, dem Einflufs
des Erdinagnetisinus ebcnfalls enlzogeu , senkreclit herabhingen. Die entgegengesetzten Pole beider Stabchen waren nach unten gekehrt. Hinter denselhen war eine Tafel init senkrechten Linien bezeichnet aufgestellt. W u r d c
nun der Stabmagnet aiiter diesc Nndeln gelegt, so wurdeii
1) PoEg. Ann. Rd. 50, S. 1 und nd. 54, S.213.
-
30
dieselbeu und mit ibuen die Faden aus der lotbrechten
Liuie abgelenkt. Wurden aber die Aufblngepunkte diescr
Flden so lange verscboben, bis die Flrden sich genau auf
zwei senkrechteii Linien der hiuteren Tafel projicirten, so
zeigten die Nadeln ebenfalls uach denselben Ebenen, wie
die im ersten Versuch erwtihute astatisch aufgehangene
Maguetuadel. Hiernach glaubte ich mich gerechtfertigt, den
Nordyol des Stabes in die Mitte einer Ebene, welche 4
Millim., und den Stidpol in die Mitte einer Ebene zu verlegen, welcbe 5 Millimeter von den resp. Endflachen abstehen.
Es sey mir schliefslich erlaubt, einige derjenigen Versuchsreiheu hierher zo setzen, die aogestellt wurdeu, um
die ZuverlHfslichkeit der Methode zu prflfen und deu Umfang der mefsbaren Stromstgrken zu untersucheu.
Erste Reihe. E s wurde eiu Platinazinkelemeut in der
bekannten von Hrn. P o g g e n d o r f f angegebenen Form mit
der Spirale vcrbuudeu.
Die Spirale bestand aus 4 Lagen und 45
43 4 4
+ 43 = 175 Windungen von 1; Millim. im Durchmesser
haltenden fibersponnenem Kupferdraht , aufgewunden auf
eine Papprolle.
Es war der Abstand der Mitte jeder letzten Spiralwiudung, von der Mitte dcr Spirale also a = 50,5 Millim.
, Die halbe Ltinge der Magnetnadel, also b betrug 50 Millimeter.
Es war die Entfernuug des Stabmagneten von der Mitte
desselben also a = 45,s Millimeter.
Die Nordpole von Spirale und Stabmagnet waren der
Nadel zugekehrt.
Beobachtet wurde F wid Q, d. i. die Entfernungen der
Mitten der Spirale und des Stabmagneten von der Mitte
der Nadel in Millimeteru, und berechnet wurde fflr die
verschiedenen Entfernungen dieselbe Stromstarke S nach
Formel 11. relativ zur Einheit der Intensitat J = 10 688000
des Stabmagneten. Es ist p das Mittel aus 3 Versuchen I).
+ +
1 ) Eine Verriickung d u in der Mitte der Spirals aogebracliten Markc um
0,s Millim. rnachte cine Addition d i u u Werthcs zu r notbweadig.
31
I
400,5
500,5
600,5
700,5
800,5
4.
7.
I
p
J’.
346,2
433.2
521,2
608,5
644,2
IDifferent.
1,376
+0,006
1,363
-0,005
1,570
0,000
1,369
0,001
1,3Rb
+O,OlO
Mittel 1,310 J.
-
.
Zweite Reilie. Die Versuche wurdeii gain abnlich der
vorigen angestellt.
Die Spirale war in 4 Lageii von 46 + 44 + 4 3 + 43
= 1’76 Wiiidungeu auf einc Holzrolle gewickelt.
Es war a =51 Millimeter.
Es war die halbe LHnge der Magiietnadei b = 16 Millimeter, uud bei dieser kleiiieii Ausdehuuilg ergab die Rerechnung von J’ nach den Formeln I. und v. nur Differenzen in der vierten Decimalstelle. Es ist sorrach die
Berechnung nach der Forinel V. durchgefiihrt.
Es waren die Stidpole vom Spiral- und Stabmagnet
der Nadel zugekebrt.
Die Werthe von e siud das Mittel aus vier Beobachtungen.
1
1.
3.
2*
4.
5.
6.
7.
8.
10.
r.
I
4.
I
1 ::: 1 1
I
Diflereat.
-
0,8231
0,0145
0,8460 +0,0059
0,8448 1+0,0067
Mittel 0,8381 J l ) .
303,i2
0,8405
0,0034
506,iO
0,8532
0,0013
709,63
0,8541 1+0,0022
hliurl 0,8519. J.
254,85
0,8253
0,0103
508,90
0,8#21 +0,0065
816,87
0,83(33
0,0006
918,35----.O,&38# LO,OY32
Mittel 0,8356. J.
203,27
406,12
610,35
200
J’.
.
-
1
+
1 ::: I 1
-
I
I
300
%
250
500
1
+
1) Nach Ausrclreiduag der errtcn Beobachtung f i r r = 200 wiirde rich
eio Mittel ergebea = 0,8654 und demnach die Differemen
0,0006
fur r = 400 und
0,0006 fiir r = 600.
-
+
32
Diese und eine grofse Anzahl anderer Versuchsreihen
kommen darin tiberein, dafs die Stromstirke bis zur zweiten Decimalstelle gcnau bestimint werden kann, dafs aber
diese Bestimmungeu nur soweit zuverlassig sind, als fiir
den Iiier gebrauchten Stabmagneten e nicht kleiner als 250
Milliur. uiid nicht gr6fser als 800 Millim. wird. Fur Werthe
von g, welche SO0 Millim. iiberschreiten, kliunen die Beobachtuugsfehlcr aus einer grok,en Anzahl von Beobachtungen eliminirt tverdeu. Es ergiebt sich sonach fiir r=250
Milliui. und 4 = 800 Millim. ein Werth von J ' = 0,022 J
= 237665 uud fur r = 800 Millim. und e = 250 Millim.
ein Werth von J' = 41,550 J = 471695600. Es klinnen also mit einer Spirale und einem Magneten die Stromstarken zwischeu den Grliizen 237663 und 471695400 mit
hinreichender Genauigkeit gemessen werden. Durch Anwenduug von mehren Spiralen, mit verschiedenen Auzahleu von Windungen, und von mehren verschieden starken Stabmagneten, lassen sich diese GrBnzen betrrchtlich
erwei tern.
Dritte Reihc. Urn auch noch iu anderer Weise die
Genauigkeit der Metbode zu prUfeii, berechnete ich die
elektrornotorischen Krafte und die Widerstande von einem
Grovc'scheu Platinzinkelement mit 6 0 Zoll Platinblech und
von cinem Daniell'schcn Kupferzinkelemeiit von 32 0 55011
Kupferoberflilchc dadurcb, dafs ich fur jedes Element die
Stroinstarke (J und J , ) ohne Einschaltung eiiies aufscrwescntlichen Widerstandcs bestimmte, d a m die Stronistqrken ( J , iind J4) init Einschaltung eiiies versilberteo Kupferdrahtcs von 92 Ceutiineter LYnge und 0,30 Millimeter
Durchmesser, und eudlich die Stromstarken ( J , und J, )
rnit Eiuschaltung eiaes Yhnlichen Kupferdrahtes von doppelter Lange mafs. Bei den folgendcn Bestimmungen befand sich die Mitte der Spirale auf dem Theilstrich r = 300
Mi I liniet e r.
Bezeichne W die Widerstande in den Ketten und im
Galvanometer, w , den Widerstand in 92 Centimeter Kupferdraht von der angcgebenen Beschaffenheit und to, den
Wider-
2
w
5
sc
P
D
e
I
JJ-0,4044
J1=0,3063
J, =0,2478
386,06
422,91
453,45
J,=0,4605
JI=0,5815
31%,6%
369,95
J 10,8019
308.82
701
J,
Dikeor.
Mittel =292,03.
E.
199,53
Mittel 199,55.
J a ( W+W,)=
B. Fiir das Daniell’sche Element.
Mittel =%49,73.
-Ja
J.1- w 1 Jn
W.
h’. Fiir dns Grove’sche Element..
I
1
+ 0,18
Diffcrenz.
34
FUr die Werthe von W und E ist eiu Centimeter Kupferdraht von 0,3Millimeter Durchmesser als Einheit geuommen. .- Aus deli drei Werthen von E resp. des Grove'schen und des Daniell'schen Elementes ergiebt sich die
elektromotorische Kraft von Platinziiik, wenn man die voii
Kupfenink = 1 setzt :
= 1,696
= 1,689
= 1,693
/
im Mittel
= 1,693.
Die in dieser Reihe ausgesprochene Geiiauigkeit labt,
namentlich in Betracht so unvollkommeiier Apparate, wenig
zu wiinscheii tibrig und dUrfte vielleicbt eiiien Vergleich
mit andern Messungeo aushalten. Vergleichen wir sie etma
mit den von Hrn. P o g g e n d o r f f nach zwei Methodeli geschehenen Messungen derselben Constanten, wie sie i n P o gg e n d o r f f ' s Annalen Bd. 54, S. 179 ff. niedergelegt siod,
so finden wir dort ebenfalls das Verhgltnifs der elektromotorischen Krafte beider Eleinente uiii Hundertel schwanken.
Die Widerstandseinheit ist dort ein Zoll Neusilberdraht von 4 Linie Durchmesser, und die Beobachtungen variiren gegen die Berechnung llln Zehntel dieser Einheit. Reduciren wir die grefste der oben gefundenen Differenzen im Betrag von 8 Centimeter unseres Kupferdrahtes auf diese Widerstandseinheit ), so werden dieselbeii
eineii eben so grolsen Widerstand in die Kette bringen,
als 0,29 Zoll Neusilberdraht von 4 Lioie Durchmesser. Es
werdeii hiernach auch obige Differenzen deu Anforderungen an Genauigkeit geniigen.
Wenii nun die hier angegebene Methode, elektrische
Strame zu inessen, auf einige Genauigkeit Auspruch macheii darf, so hat sie nichtsdestoweniger die groGen Nachtheile der Unbequemlichkeit in der Beobachtung, der Weit-
-
I ) BG diuer Berechnung war der Widerrland des Neiisilbers zu dem
der Kupfers wie 6,4 : 100 angennmmcn. Das q d s e apecifischc Gewicht
des angewandten Kiipferclrahtes = 9,15 l&t cine stsrke Versilbcwng
vermuthen und wiirde nocli ein gr6lercr Vrrhaltnirs der Widerstindc
reclitfertigen.
,
39
Iiiufigkeit der Recbnringeii und des geringen Udanges der
llietbareii Stromstlrken.
Dieseu Nachtheilen ist aber unter Bediugungeii der Vortbeil der grofseii Einfachheit uud Billigkeit entgegenzustelten, und daun ist diese Vorrichtung zugleich eingerichtet
ziir Messung des durch verschiedeiic Stromstarken in Eiseukernen inducirten Magnetisinus, welche Messungen inir
auch Veranlassung gaben, zur Construction der.beschriebenei1
Vorrichtiiugen.
Greifswald d. 111. Jrili 1849.
111. Ueber die gnicanische Poltzristition (‘or) Plutinelektroderr durch SanerslofJ unrl Wasserstoff;
oon W . B e c t z .
( Do. physikalisrlicn Gesellscbali zu Berlin niitgctheilt nrn 6. J d i 1849.)
Ti
1 an betracbtet, besoiiders nach dew Vorgange von P o g g e n d o r f f und vou L e n z uud S a v e l j e v die galvaiiische
Polarisation zweier Elektrodcu als die algebraisclie Summe
der beiden eiuzeluen, an jeder Elektrode bervorgebrachten
Ladungen. In dem am hiiafigsten betrachteten Falle der
Polnrisation zwcier Platinelektroden in verdtinnter Schwefelsiiure ist demnach die Gesarnmtstarke der Ladung gleich
dur Polarisation einer Platiiiplatte durcli Wasserstoff plus
der einer Platinplatte durch Sauerstoff. Ueber diese Gesammtstarke sind von verschiedenen Physikerii zieinlich ubereinstiinmende Messungen gelicfert. D a n i e l 1 und W h e a t s t o 11 e ‘ ) fanden sie in zwei Versuchen = 2,837 uud =
2.49, menn die elektromotorische Kraft einer Daniell‘schen
Kette als Einheit genommeu wnrde. Der zweite Werth
wurde bei den weiteren Rechnuiigen benutzt. Bezicht mau
dcuselben auf die clektromotorische Kraft eiuer Grove’scheu
Kette, so wird er durch die Zahl 21,39 ausgedruckt; hierbci ist die Kraft der Platinzinkkctte niit Benutzung 0011
1 ) Phil. T r i m s . l&42,1,. 137 *. Diese Ann. B.i Q , S. 389 *.
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