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Eine neue Einrichtung am Goldblatt-Elektroskop.

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I m Allgemeineii haben, mit Ausnabme des Messings,
die Curven, welche gegen Eisen ein Maximum haben, zu
beiden Sciten des Maximums nahe denselben Verlauf, so
dafs die Krafte ungefahr in eben dem Verhaltnisse abnehmen, in welchem sie friiher zugenommen haben. Ob
unterhalb des Eisens noch ein Maxiininn stattliiide, wie
das galv. Kupfer anzudeuten scheint, ist ungewik
Ich glaube durch das Mitgetheilte eine hinreichende
Uebersicht iiber die thermoelektrisclien Striiine der Met a l k gegeben zu haben.
1V. Eine neue Einrichtung am Goldllatt- Klektroskop; uon A. A n d r i e s s e n ,
I.clirer der Marhematik ond der Naturnissenscliaften an der haheren
Lehranstalt in Rbeydt.
]Diese Einrichtung besteht im Wesentlichen in eincm
glatten Messingdrahte von etwa bis 4"' Durchmesser, der
gut isolirt in der Bewegungsebene der Lamellen, etwa
i a der Hiilie ihres Befestigungspunktes au ihrcm Drahte,
das Glas durchdringt und an beiden Seiten der Lamellen
hinaufreicht, a b c d e , Fig. 2 Taf. XII. Theilt man diesem
Drahte Elektricilt mit, z. B. die pegative E eines isolirt
auf Tuch geriebenen glatten Korkscheibchens, so divergireii die Blattchcjn mit der eqtgegengcsetzten E, also in unserer hnnahme mit vertheiher positiver E. Ganz der Vertheilungstheorie gemHfs, mufs am Knopfer des Elektroskops
E befineen, jedenfalls die gleiclinamige
sic11 vertheilte
E des Drahles a b c d e ; die vor jedeixi Versuche abgeleitet. werden muls, und: es-.di*esgiren dann, ebenfalls nach
anerkannten Grundsetzen'det Rertheilungstheorie, die
B18ttchen nach, dieser Ableiiniig etwas starker; 'der game
Uraht ~y und die Blaltcherrteigen dann freie E, und zwar
+
-
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solche, die der E des Drahtes abcde, den ich Inductionsdraht nennen will, entgegengesetzt ist, also in unserein oben erwshnten Falle tE. Zu beinerken hnbc
ich noch, dafs ich die Goldblattclien so schinal als iiiirglich aiirvende; an meinem empfindlichsten Eleklroskop sincl
dieselben noch keine Linic breit. Der Abstniid der senkrechteii Theile des Iaductionsdrahtes voii einander ist iin
Ganzeii .cvillkiihrlich ; die passendste W e i t e desselbeii,
mn, habe ich zu 14” gefunden, *die kitigc dcr, Lamellen
gleich 2” und deli Abstnnd t t derselbeii voin horizont;rlen Theilc cles InducIionsdralites ist nin besten 4”; bei
gcringerein Abstande niiiiint die Einplindlichkeit nb. Die
Empfiiidlichkeit des Insfruinentes wird iiocli tladurcli crhirlit, dafs das Glas am Fnfse einc Rirhre fg, init Clilorcnlciiiin gefiillt, triigt, welchc, am Glnsc luftdicht aiigckittet, die iin lniierii des Elektroskops eingeschlosscne Luft
iinmer trocken erlislt; es versteht sicli von selbst, clnlj;
eiii init einer solchen R i h e versehcnes Instruinent luftdicht geschlosseii wertlen mufs.
Mit dieser Einrichtung, die J e d e r sicli selbst fiist o h m
Kosten inachcn kann, lassen sicli alle Vcrsuche init groh e r Sicherlieit nusfiihren, nninentlich gelingen die V o I t a’schen Gruiidversuche leicht und sicher. Schraube ich,
nachdem ich dem Inductionsdrahte E mitgelheilt uiid am
Knopfe x die vertheilte gleichnamige E mit Clem Finger
weggenoinmen hnbe, eine ineiiicr Errcgerplntten auf, die
etwa 3’iin Diirchinesscr hnben bei einer Dicke von etwn
:’”, und welche blofs auf einem Sailtistein ‘nbgeschliffeii
und dnnii mit Bimsstein etwas nbgerieben sind, Icgc die
I’latte voin heterogeiien Metalle auf und hcbe sie isolirt
ab, so sieht innn die Lainellen bedeutcntl weiter dicergireii oder zusammensinken. Habc icli, uin einen hestiniinten Fall anzufuhren, dem Inductions<lrahte die -E cines
Korkscheibchens inifgetheilt, wodurcli dic Lainellen eine
Divergenz’mit + E voii G bis 7” zeigen, schrauhe die Zinkplattc auf und hebe dnnn dic aufgclegte Kupferplattciso-
-
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lirt a b , so divergiren die B1:'ttlchen bei einnialigem Abheben schou um 12 bis 140, also uin 6 bis 7" stdrker als
vorher; Zink zeigt also iin Cont.act init Kupfer + E ;
betrlgt die Entfcriiung mn nur 1 Zoll, so sclilagcn die
Lainellen an den Inductionsdraht an, besonders wenn
die Pliitten vorher init Siinsstein etwas abgerieben worden sind. Schraiibt inan die Kupferplatte auf, SO fallen
beim Abheben der Zinkplatte die Lainellen zusaininen,
also wurde
E eingefuhrt, da ja der Inductionsdraht
- E hatte, also dic Bkittchcn init + E divergirten. Selze
ich, urn die grofse Emptindlichkeit des Instrumentes zu
zeigen, auf die aufgcschraubte Ziiikplattc einen an einem
Schellackstangclwi befestigten Pfennig der kleinsteii Art,
der niir so weit mit Bimsstein abgerieben ist, clafs das
Geprage noch recht gut zu erkennen ist, so niinmt bei eininaligem Abhehen die Divcrgenz schou urn 2 bis 4 O zu.
Nimint beim Versuchk die Divergenz so a1lin:ilig zu oder
ab, dafs diese Zu- oder Abnahjne nicht aiiffdlig ist, so
hat man, uin die Art und Grfifse dcr eingefuhrten h' zu
erkennen, nur das Ende z des Lamellendrahtes mit dcin
Finger.nach dem Versuche zu bcruhren; siiiken die Lainellcii zusammen ( iininer bei cler Voraossetzung, dafs in
den Iiiductiorisdralit -E eingefuhrt wurde), so ist +E,
gelien sie weiter auseinander, so ist
E denselben initgetlieilt wordeii; jedes Ma1 aber stellt sich die frulierc
Divergenz wieder her, dic stundenlang bei vortheilliafter
Witterung sich aurh erhiilt. Uebrigens geliiigen die V o It a'scheii Grundversiichc ohnc Condensator, arich ohnc
Anwendung inducirter E, nur nicht so schfin, ivenii der
Apparat nur trocken, die Witterung giiiistig rind die Platten friscli abgerieben sind.
Mit Anwciidiing des Incluctionsdrahtes sind inir auch seine Versuche bei schleclitern Wetter nic mifslungen.
Ein Uebelstaiid war nocli zii beseitigen, der die Anwendung des Instrumentes in seiner neueii Form zii heschrlnken drohtc. Schranbt man iiamlicli auf das Elek-
-
-
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troskop die Collectorplatte, setzt die Condensatorplatte
auf und beriihrt die letztere wie gewdhnlich mit dem Finger und hebt ab, so zeigt sich bei einiger Dauer des Aufliegens des Deckels condensirte E in den Ul~ittclieii;dadurch werden aber die Versuclie unsicher und zweifelIiaft. Die Erklzrung findet sich dariii, dafs ein Theil der
E der Lainellen ziir Collectorplatte hinaufgezogen und
dort condensirt wird, iiamentlich wenn der Inductionsdraht von seiner E a n die Luft abgegebeii hat. Deshalb
setze icli den Condensator nicht mehr aiif das Elektroskop, soiidern auf eine in- und auswentlig dick init Scliellack iiberzogene, auf einein Urette senkreclit befestigte
Glasriilire, die oben einen kurzen , eingescliinolzeiien
Schraubcndraht zur Aufiialiine des Condeiisators trligt.
Dieselbe ist so liocli, dafs dcr Coiidcnsator in glciclicr
ZIiihe init dein Elide x des Lamelleudrahtes sich behudet;
uin dicses Elide ist ein weichcr Kupfcrdralit gcwunden,
dessen freies Elide q durcli eine daran befestigte Lackstange liiilier gelioben werdcn kann, bis zur Beruhrung
mit der Collectorplatte. Habe icli iiuu init dein Condeiisator E condeiisirt, so beriihre ich mit dein Finger x,
hebe den Dcckel und beriihre dann mit dein Ende 4 dcs
Drahtes x7 die Collectorplatte.
Die Erklkwng der grofsen, Einpfindliclikeit des Jnstrumentes ist wohl liauptsachlich darin zu suchen, dafs
die Schwerkraft, die der E, wclche die Bliiltchen auseinandertrciben sol1 , eutgegenwirkt , aufgehohen ist. Fiilirt
inan bei hergestellter L)ivcrgenz +- E in die Lamellen ein,
so kiiiinen dieselben jetzt lcicht divergiren, da die cntgege n gese tzte n E I ek t rici 121 en d cs Induct i o nsdra 11t es u u d d cr
Lamellen, und zwar auf jcdes Elsttclien wirkend, betleutend ihre Bewegung unterstiitzen. Es wirkt zmar die
Schwere bci zunelimender Divergepz hiiidernd entgegen,
aber bei der geringen Schwere der Lamellen wird dieselbe auch von s e l ~schwachen Quantitiiten E , wegen
der starken Aiiziehungskraft des Inductionsdrahtes, leicht
iibcr-
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iibcrwundcn. - Fuhrt man bci x iiegative E. eiii, so
unterstutzt die Schwere das Zusammensinheu der Bliittchen, noch vergr6fscrt durcli die IIUU abslofseiide K d t
des Inductionsdrahtes. - Theilt inan in den ineisten FtilIcn dein Intluctioiisdrahte die
E. eincs Korkscheibchens
init, so hat man iininer sichere Anzeichen fur die E., welche den Lainellen initgetheilt wurde; divergiren dieselbeu mehr, so ist +E., sinken sie zusaminen, so ist -E.
in z eingefiihrt wordcn.
Die Vorzuge des eben bcschriebenen Apparats glaubt:
ich neben seiner grofsen Euipfindlichlieit auch dariii zu
finden, dafs derselbe durcliaus keine Unsiclierheit in dcii
Anzeichcn befurchten lafst; er ist auch wohlfeil und voti
Jcdcin leicht anzufertigen.
Vor dcin von Hrn. D e l l m a i i n verbesserten O e r s t ed'schcii Elektrosliop (s. Bd. L V dies. Ann. S. 301;
Bd. LVIII S. 49) hat es griifsere Soliditlit voraus; die
aukerordenllich grofse Beweglichkeit des Biigels, das Zittern des Fadens bei jeder Bewcgung, die Vorsicht, die
man. also gebrauchen mufs, inacht d i e m Iasrument scliwer
zu handhaben. Ueberdicfs komtnt es diesein Instrumente
an Empfindlichkeit gleich; ich habe alle Versuche, die
Hr. D e l l i n a n i i in der citirteii Arbeit anfiihrt, init dem
bestcn Erfolge wiedcrho!t. - Ich erlaube mir hier noch
einige weitere Verstiche folgen zu lassen, die ich, UUI die
Brauchbarkeit des Instrumcntes darzuthun, gemacht babe.
Eine geriebene Lackstange zeigt noch Einflufs auf
eine Entferiiung von 4 Furs. - Beruhre ich mit einer
frisch abgeriebenen Zinkplatte, die ich in der Hand halte,
eiu Ma1 den messingenen Knopf der Colleclorplatte, so
zeigt sich beim Trennen der Platten schon ziemlich starke
-E. ; bei zweimaliger Berubrun;; sinken die Lamellen
ineistens ganz zusaminen. Lege ich eine Platte von Ziuk
von etwa 1 Quadratzoll auf eine eben so grofse von Kupfer,'lege die Kupferplatte auf die Haud und setze den
Coiidensalor (lurch ein nasses Sttickchen Papier mit dcm
-
Poggendorll's Annal. Bd LXII.
32
49s
Zink i n Deriihrung, so zeigt das Elektroskop slarke +E.
Beriihre icli mit einem Stiickcheii Stanniol den Kiiopf,
so zeigt sich ziemlich starke
E. Bei cincr zwei - bis
dreimaligeii Beriihrung des Knopfes init einein glatten Eisendrahte oder einem polirten Stiickchen Stalil zeigt sicli
-E.; es zeigt sicli +E., wenn icli init rauheiii Eisen
beriihre. - Die Beriihrung niit einein diinncn Platindralite zwei bis drei Ma1 wiederholt, bringt die Lamelleii stark init +E. ziiin Tlivergireii; oft reicht cine eininaligc Beriiliruiig sclion hin, die Elektricitiit recht siclitbar zii ninchen.
Blci, ein Ma1 an den Iinopf dcs Coiitlciisators gebrncht, innclit die Lninellcii schoii stark niit -Elektr.
convcrgirrn. Icli benicrke hicr, dafs bci allen angcfiilirten Vcrsochcn dcin Iiidnctio~isdrnlite-E. initgctheilt untl
d e r Contlcnsntor iiiit obcn bcschricbcner Einrichtong gebrnuclit wurdc. - Ein Stiickchen Holzkolile an ciiiein
L n c k s t ~ i ~ i ~ c l ibcfcstigt
cn
u n d angeziiiiclct auf den I h o p f
dcs Condcnsators gestcllt, zeigt sclion ziemlicti starke - E.,
wenn man nur I bis 2 Secunden lang auf die gliininende
Slclle mit dcni Liltlirohr bliist; dassclbe ist der Fall init
cincm angeziindetcn Korkpfropfcn. - Hiingt man eiiie
klciiic Spirale von diiniicin Platindralitc a n den Knopf
dcs Condcnsators, und fiihrt die. Flainine eines angcziindeten Stiickcs Papier ein Ma1 a n der Spirale so nuf und
ab, dafs der Sawn der Flamine den Uralit beriihrt, so
zeigt sich ziemlich stnrke +E.
Dasselbe ist der Fall
bei der Keneiiflamme, der Flamme von Terpenlhiniil,
Holz, Phosphor, Harz, Kampher, Kautschuck und andern Korpern. - I-Iiilt man eine glimmende Holzkohle
in der Hand und bl:ist den warmen Luftstrom init dem
Liithrohr so, dafs e r die Spirale streift, so zeigt sich
starke +E.
Noch eine Bemerkung sey mir hier zu machen vergiinnt, die vielleicht dazu beitiageii wird, zu erkhren,
waruin beruhinte Experimentatoren die beim Contact he-
-
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tcrogener Metalle auftretende Elektricitat iiicht nach
W u n s c h a n ihrein Goldblattelektroskop siclitbar inachen
lionnten. Ein Glockenclektroskop zuin Aufschratiben des
Condcnsators von gewiihnlichen Diinensioiicn zeigte mir
arich init dem Iiiductionsdrahte nie die Versuclie nur annzhernd so s c h h , wie ein Elektroskop von engcm Glase.
O h n e Inductionsdraht abcr konntc ich uiitcr den gunstigstcii Bcdingungen ( ohiie Condensator) keine ContactElektricitiit zuin Vorschcin bringen, selbst danri nicht, als
ich es auf seincin Brette n i t Siegellack niiiglichst luftclicht befestigte uiid sehr schmale Lainellen anklcbtc.
Ich nehiiie tlaher zu meinen Elektrometerii nur von dcn
gcwiihnliclien Gliisern ini t eingericbencin Glasstiipsel von
ciiicr Hiilie von etwa 4” und einer inncren W e i t e von
ctwa 2 bis 2;’’. Die Erklzrung dieser Erfahrung weifs
icli nicht zu geben.
V. Beschreibung cerschierlenrr neuen Jnstrurnente
und Metitodtn zur Bestirnmung dcr Constanten eirier Fl’olLa’schen Kette;
von C h u r l e s W h e a t s t o n c .
( AIIJ den Yhilo~oph.Transact./. 1843, p t . I I , in einern
Abzugc mitgetheilt vom Hrn. Verfasser)
$.
besonderen
I).
1.
I n der gegenwartigen Mittheilung beabsichtige ich verschiedenc Instrumente iind Verfahrungsweisen zu beschreiben, die zur Untcrsuchung der Gesetze elektrischer S t r h e
von mir erdacht und seit mehren Jahren angewandt wor1 ) Obwohl diese Ablimdlung, wit: natiirlicb, manches Bekaonte fir
den init den Arbeiten dcutschcr Physiker verrrauten Leser einscllliefst,
so habe ich doclr gcglsi~l:, sie I~icrnicllt anders a h unverkiiizt geLen‘ zu diirfen.
P
32 *
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