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Eine neue Form von Reagenspapier.

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XIV. Jahrgang.
Heft 43. 22. October i&l
Dieterich: Neua Form von Reageuspapier.
Wurden zu 25 ccm der KC1 O,-Lijsung
10 cem Wasser (ohne Bromid) und 20 cem
conc. Salzsiiure zugesetzt, so wurden bei funf
Minuten langer Einwirkung nach vorgcnommener Vcrdunnung und Umsetzung mit Jodlralium 10,4 ccm 'ilo N.-Na, S,0, zur Titration
des auxgeschiedenen Jocls , also bedeutend
weuiger als bei der Reduction durch Broniicl
('34,3 ccni) unter gleichen Umstanden verhraucht.
Der zuletzt angegebene V e r s w h
zeigt, dass der Reactionsverlauf bei der Reduction dcs Chlorats durch Bromid u n d Salzs k i r e uiiter sonst gleichen Urnstanden rttscher
verlauft, als bei Anweiidung von Salzsaure
allein , entsprechend der gcringeren Ionisirungstendenz des BromsZ3).
Die Reduction des Chlorats durch die
Halogeiiide erfolgt bei gewiihnlicher Temperadur, mie ersichtlich, erst bei Vorhandeiisein
von grossen Mengen iibersc,hiissiger Saure;
beim Bromat ist der nothwendige Saureiiberschuss fur den Eintritt bez. den vollstiindigen
Verlauf der Reaction ein bedeutend geringerer
als beim Chlorat, wiihrend die Reduction des
J o d a t s durch Jodid vollstandig schon bei
Anwesenheit der theoretischen SHure- bez.
Wasserstoffionenmenge verlauft, die durch
Bromicl und Chlorid steigende, iiberschiissige
Saurcrnengen bcdarf.
Die genaue Feststellung des Reactionsv d a u f e s bei der Einwirkung yon Rromat
und Chlorat auf die Halogenide mit, Beriicksichtigung der verschiedenen i n Betracht
kommenden Factoren, sowie die Vervollstkntligung dcr angestellten Untersuchung uber
die Einwirkung %-onJodnt auf die I-Ialogenide
sollen den Gegenstand eiiier weiteren h r b e i t
bilden. Wir belialten uns auch or, die aus
dcr vorstehenden Untersuchung sicli ergebenden annlytischen Anwendungen wie die Bestimmung von Jodiden neben Bromiden bez.
Chloriden etc. durchzufuhren.
Briinn, Ende Juli 1901. Chemisch- techiiologid i e s Laboratoriuni dcr k. k.Technisclien Hocliscliole.
qu an t i t,at i ve Keactionsverlauf ein m om en t a n e r ,
was damit erklart werden konnte, dass die Chlorsiiure dann zum grossen Theile im undissociirten
Zustande vorhanden ist. Dass sicli, die Richtiglieit
dieser Ansicht vorausgesetzt, leicht weitere Schlussfolgerungen iiber das Wesen der hier je nach
den Versuchsbedingungen wechselnden Reactionsgeschwindigkeit ziehen liessen, wollen wir hier nur
angedeutet haben.
23) Wird eine Kaliumchlorat und Jodlralium
enthaltende Losung mit uberschussiger 20 proc.
Essigsaure versetzt, so hleibt die Losung bei gewiihnlicher Temperatar Anfangs unueriindert., nach
einiger Zeit tritt ganz geringe Gelbfarbung auf;
diese verstarkt sich beiin Erwtirmen. Chlorat und
Bromid giebt rnit Essigsiwe bei gewiihnlicher Temperatur keine Bromausscheidung und ist auch beirn
Erwarmen, nach einem qualitativen Versuche, das
Auftreten von Brom nicht zu bemerken.
1091
Eine neue Form von Reagenspapier.
Von Dr. Karl Dieterich, Helfenberg.
Sowohl bei der Priifung irgend einer Li'liissigkeit auf ihre Reaction, als auch bei der Neutralisation saurer oder alkalischer Flussigkeiten ist
der Gebrauch der jetzigen Lakmuspapiere insofern als unpraktisch zu bezeichnen, als man fortgesetzt sowohl rothes wie blaues Lakmuspa.pier
nach einander verwenden muss, was nicht nur einen
grossen Verbrauch von Reagenspapier selbst bedeutet,
sondern auch zeitraubend ist. Es ist daher wiinschenswerth, dass man vermittelst ein ex Papieres
2 und m e h r e r e R e a c t i o n e n anstellen kann, bei
denen also z. B. sowohl der rothe wie der blaue
Lakmusfarbstoff n e b e n e i n a n d e r auf e i n e m
Papier vereinigt sind.
Es ist mir gelungen, ein derartiges Papier,
welches rothen und blauen Lakmusfarbstoff in
getrennten, haltbaren Schichten neben einander in
diinnen Streifen enthalt, herzustellenl) und zwar so,
dass vermittelst besondorer maschineller Vorrichtungen die Farbstofflosungen in Streifen neben
einander aufgestrichen und, um zu verhiiten, dass
die Same des rothen Farbstoffes in die blaue
durch die Papierfasern fibertritt, durch einen isolirendeo dtnnen Streifen von Ceresin, P a r a f h ,
uberhaupt einen Wasser nicht zugfmglichen, indifferenten Korper getrennt sind. Ein auf diese Weise
hergestelltes Papier, welches sich natiirlich our auf
Schreibpapier, nicht auf Filtrirpapier herstellen
lasst, hat dcn Vortheil, dass man rnit einem kleinen
Stfick sofort 2 Reactionen anstellen kann und auf
diese Weise nicht nur Material, sondern auch
Z e i t spart.
Ebenso, wie man nun blauen und rothen
Lakmusfarbstoff neben einander vereinigen kann,
kann man auch noch andere Indicatoren, z. B. fiir
die Untersuchung auf Zucker und Eiweiss fur die
Harnanalyse, weiterhin auch nicht n u r 3, sondern
3, 4 und mehr Reagentieu, wieder getrennt durch
diese isolirenden Schichten, auf einem Papier vereinigen, und so mit einem Papier d r e i , v i e r und
m e h r Reactionen auf e i n m a l durch entsprechende
Combinationen anstellen.
Der Werth dieser Papiere liegt nicht nur
in ihrer praktischen Bedeutung, ihrem sparsamen
Gebrauch, sondern auch darin, dass sie durch die
isolirenden Schichten dauernd haltbar sind und
eine Diffusion der einzelnen Reagentien durch die
isolirenden Schichten unmbglich gemacht wird.
Diese auf Schreibpapier einseitig gestrichen hergestellten Lakmuspapiere konnen natiirlich n u r
zum Tiipfeln verwandt werden und zeigen eine
Empfindlichkeit, welche den hier in Helfenberg
hergestellten Reagenspapieren analog ist.
Die Chemische Fabrik Helfenberg 8 . - G . vorm.
Eugen Dieterich in Helfenberg stellt nach meinem
Verfahren vorlhfig Lakmuspapier mit rothen und
blauen Streifen neben einander her und liefert dasselbe (unter der Benennung ,,Duplitest") i n Bogen
von der Grosse 28/44 CN auf Postpapier einseitig
gestrichen, und zwar entweder perforirt oder nicht
perforirt.
I)
D.1Z.P. No. 123 666.
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