close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Eine neue Methode elektrische Wellen nachzuweisen.

код для вставкиСкачать
10. E i n e n e u e Hethode, elektrische Wellen
nachxzcweiseln; vow A I b e r t N e u g s c h w e n d e t*.
Ritzt man in die Silberschicht eines Spiegels einen
schmalen Spalt und schaltet ihn und ein Galvanometer in den
Stromkreis eines Daniellelementes ein , so entsteht zunachst
kein Strom. Behaucht man jedoch den Spalt, so schlagt sich
Wasserdampf nieder und bildet eine leitende Strombriicke;
das Galvanometer giebt einen Ausschlag. Werden nun in der
Nahe elektrische Wellen erregt , so geht ein Galvanometer
mittlerer Empfindlichkeit auf Null zuriick , d. h. der Widerstand des Spaltes wird ausserordentlich gross. Bei weiterem
Behauchen giebt das Galvanometer wieder einen Ausschlag,
der durch eine folgende Bestrahlung wieder beseitigt wird.
Der Ausschlag im Galvanometer bildet sich manchmal auch
von selbst, besonders wenn die vorhergehende Behauchung
sehr stark war. Bringt man in die Nahe des Spaltes einen
befeuchteten Lappen, so kehrt das Galvanometer nur wahrend
der Bestrahlung mit elektrischen Wellen zuriick und giebt
nach Bestrahlung sofort wieder einen Ausschlag. Das Experiment kann beliebig oft wiederholt werden , wenn dafiir
gesorgt wird, dass der Lappen in der Nahe immer feucht gehalten wird.
Bei genauerer Untersuchung dieser Erscheinung zeigte
sich, dass der Spalt in allen Fallen so breit war, dass im
unbehauchten Zustande keine gewiihnliche Coharerwirkung
mehr eintrat, d. h. durch elektrische Wellen keine Widerstaudsverringerung herbeigefiihrt wurde. Der Spalt war in
mehreren Fallen 0,3 mm breit.
Statt Silber wurden zunachst noch Kupfer und Zinn als
spaltbildende Metalle benutzt , auch liier gelang der Versuch ;
Plat,in scheint jedoch eine Ausnahme zu machen.
Um den Einfluss der Unterlage zu untersuchen , wurde
Stanniol auf Glas, Glimmer, Celluloid und Kautschuk mit
Gummi arabicum aufgeklebt, auch auf erwarmtes Stearin uiid
Pech gepresst und dann durchschnitten ; der Versuch gelang
Elektrische Wellen.
431
auch hier. Die Unterlage hat also keinen Einfluss, wenn sie
nicht leitend ist.
Statt Wasserdampf wurden mit gleichem Erfolge Ammoniak,
Salzsaure und verschiedene Salzlosungen angewandt. Rei Verwendung von Fliissigkeiten gelang der Versuch erst dann,
wenn die Fliissigkeit soweit verdampft war, dass mit freiem
Auge nichts mehr von ihr zu sehen war.
Erschiitterungen haben auf den leitend gemachten Spalt
keinen Einfluss , ebensowenig Tonschwingungen. Es wurde
eine Stimmgabel auf die Glasplatte mit dem Spalte gesetzt;
es zeigte sich keine Veranderung.
Erwarmen hat nur dann einen Einfluss, wenn die Fliissigkeitsschicht so dick ist, dass elektrische Wellen keinen bemerkbaren Einfluss mehr zeigen; der Spalt wird durch Verdampfung der iiberschiissigen Fliissigkeit gegen die Einwirkung
elektrischer Wellen empfindlicher gemacht. Der Ausschlag
des Galvanometers geht jedoch durch blosses Erwiirmen nicht
xuriick, selbst d a m nicht, wenn man den Spalt iiber einer
Runsenflamme sehr stark erhitzt.
Statische Elektricitat hat keineii Einfluss. Wurde eine
stark geladene Metallkugel in die Nahe des Spaltes gebracht,
so zeigte sich keine Einwirkung.
Dagegen bringt jede Funkenentladung eine Widerstandsvergrosserung hervor. So die Funken, welche von einer geriebenen Glas- oder Kautschukstange iiberspringen, letzteres
besonders dann, wenn sie auf einen Theil der Stromleitung
iiberspringen. Entladungen einer Elektrisirrnaschine zeigen
sehr starke Einwirkung.
Was die Entfernung anlangt, bis auf welche die elektrischen Wellen in der angegebenen Weise wirken, so konnte
bisher kein sicheres Resultat erzielt werden. Der Versuch
gelang mehrmals bis auf eine Entfernung von 10 m. Die
Einwirkung hangt eben ab von der jeweiligen Empfindlichkeit
des Spaltes ; genauere Untersuchungen hieriiber werden zur
Zeit angestellt.
Merkwiirdig ist die Schnelligkeit, mit der die Einwirkung
erfolgt. Schaltet man an Stelle des Galvanometers ein Telephon
ein: so hort man ein Summen, in demselben Rhythmus,
wie der Unterbrecher des Inductoriums , selbst dann noch,
432
A . Neugselrwender.
Elcktrirrhe Wellen.
wenn die Unterbrechungen sehr zahlreich sind, wie beim
Deprez'schen Hammer; es wirkt also jede einzeliie Wellengruppe, melche vom Hertz'schen Erreger ausgeht , fur sich.
War der Spalt ausgeschaltet, so schwieg das Telephon.
Zum Schiusse erlaube ich mir noch Hrn. Dr. F o m m ,
Assistenten am physikalischen Institut, meinen verbindlichsten
Dank fur die rege Unterstutzung bei den Versuchen zu
erstatten.
Munchen, Physikal. Inst. d. kgl. Univ., 11. December 1898.
(Eingegangen 13. December 1898.)
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
121 Кб
Теги
weller, nachzuweisen, method, elektrischen, eine, neues
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа