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Eine neue und sehr krftige thermo-elektrische Sule.

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VII. Eine neue und sear kraftige tAertno-elektrische Saule; von S , jl’iarcus ’).
I n der Sitzung der Wiener Akad. vom 16. Marz d. J.
hat Hr. Marcu-s iiber die von ihm erfundeiie und friiher
auch der Akademie vorgezeigte Thermosaule folgende Mittheilung geinacht ’),
1. Die eleklromotorische Kraft eines der neuen ThermoElemeute ist gleich & der elektromotorischen Kraft eines
Bonsen’schen Zink - Kohlen - Elements und dessen innerer
Widerstand gleich 0,4 eines Meters Normaldrahtes.
2. Sechs solcher Elemente genUgen schon , angeeauertee Wasser zu zersetzen.
3. Eine Batterie von 125 Elernenten entwickelte in
einer Minute 25 Cubikcentimeter Knallgas, wobei tiberdiek
die Wasserzersetzung unter ungtinstigen Verhaltnissen stattf a d , iudem der innere Widerstand der Sgule weit grblser
als der dee eingeschalteten Voltameters war.
4. Ein Platindrabt von 3 Millim. Dicke, in den Schliefsungsbogen derselben Kette eiogeschaltet, srhmilzt.
5. Dreilsig Elemente erzeugen einen Elektromagnet
von 150 Pfund Tragkraft.
6. Die Strom - Eneugung geschieht durch Erwarmung
nur einer der Contactseiten der Elemente, uud durch Abkiihlung der zweiten Contactseite mittelst Wasser voo gewbhnlicher Temperatur.
Zur Herstellung der in Rede stehenden Batterie ist
einerseite die Gewinnung zweier zu einem Thermo-Element
sich eignender Elektricitats - Erreger, andrerseits aber eine
’
1) Hr. M a r c u s , ein gcborner Mecklcnburger uod in Berliner Wcrkrtittm sum Mcchaoikur roaEebildct, hat sich achon friihv durch Instrumcntc scincr Er6oduog vorthcilhrft bckaoot gcmrcht, z. B. durch cinen
compendi6ren magneto - elektrirchcn Apprrit znm Sprengcn POD Mincn
miitelst d u clcktrirchen Funkm, ciaen Apparrt der von verachicdcnen
Rqicrungcn (uotcr anderen .on dcr prcufiischcn in mchrcn Exemplaren)
rngekauft worden iit.
(P.)
2) Entnommen aru d. Aocu’gcr dcr K. Akad. cu Wieo, 1865 No.&
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derartige Anordnung der einzelnen Elemente, der Warmeund Abkuhlungsvorrichtungen nothvrendig , urn einen maglichst giinstigen Effect zu erzielen. Ersteres bildet deli
physihalischen , letzteres deli constructiven Tbeil des Problems.
Bei der Lusung der ersten Aufgabe war Hr. M. bestrebt, folgende Punkte zu erreichen.
a ) solche Thermo-Elemente zu benutzen, die in der
thermo - elektrischen Reihe niaglichst weit von einander liegen, d a m solche, die
b) groke Temperatiirdifferenzen zulassen, so dafs diefs
ohne Zuhulfenahme von Eis erreicht wird, was nur geschehen. kann, wenii die St3be mbglichst hohe Schmelzpiinkte besitzen;
c) sollten die Materialieii, aus denen die Stlibe angefertigt werden, uicht kostspielig u n d letztere Ieicht darstellbar segn, und eiidlich
d) sollte aiich der zu den Elementen verwendete Isolator hohen Temperaturen widerstehen kaunen und geniigende Festigkeit und Elasticitat besitzen.
Da weder die bisher gebrauchlichen Ketten aus Wisinuth uiid Aotimon, noch irgend eine Combination der ubrigen einfachen Metalle diesen Bediogungen entsprechen, so
beuutztc Hr. M. die Thatsache, d a b Legiruiigen in der
thermo-elektrischen Heifie nicht zwischen den Metallen stehen, aus denen sie zusalnincngesetzt sind, und wurde hicrdurch zu folgenden Legirungen gefiihrt , welche den oben
angegebenen Bedingungen vollstlndig entsprechen.
Fur das positive Metall:
10 Gewichtstheile Kupfer
6
Ziiik
6
>J
Nickel
ein Zusatz von 1 Theil Kobalt erhoht die elektrolnotorische
Kroft.
Fur das negative Metall:
12 Gewichtstheile Antimou
5
u
Zink
1
u
Wismuth
N
631
Durch ofteres Umsclimelzen wird die elektromotorische
Kraft der Legirung erhirht;
oder: Argentan, unter dem Namen Alpacca aus der
T r i e s t i n g h o f e r Metallwaarenfabrik rnit dem oben bezeichnetou uegativen Metall in Verbindung:
oder : als positive Legirung:
65 Gewichtstheile Kupfer
31
al
Zink
uud a h negative:
12 Gewicbtstheile Antimon
5
u
Zink
Beide Stabe werdeii nirht aneinander gelathet, sondern
durch Schrauben verbunden.
Das positiv elektriscbe Metall schmilzt bei etwa 1200O C.,
das negative bei etwa 600O.
Da bei dieseni Elemente uur die Erwlrmung des positiven Metalls auf die Elektricitats- Entwicklung von Einfluk ist, so ist die Einrichtung getroffen, dafs nur dieses
erwarmt wird, wahrend das negative Metall, welches mit
jenem in Contact steht, die Warme nur mitgetlieilt erhalt.
Durch diese Anordnung wird es inOglich Temperaturen
iiber 600 Grad anwendeli zu kannen, uud in Folge defs
grilhere Temperaturdifferenzen zu erzielen.
Ein interessanter Beleg ftir die hierbei stattfkdende
Umwandlung der Warme iu Elektricitlt ist dcr, dafs das
Wasser, welches ziir Abkiihlung der zweiten ContactsteUe
des Elementes dient, sich sehr langsam erwirmt, so lange
die Kette geschlossen bleibt, dafs die Erwlnnung aber
ziemlich schnell erfolgt, wenn dieselbe geiiffnet wird.
Die i n Rede stehende Thermosaule wurde mit Rucksicht auf die Anwendung einer Gasflamme construirt. Die
einzeluen Elemente bestehen a m Staben von ungleichen
Dimensionen; der positiv elektrische Metallstab ist 7" lang,
7"' breit und ;IJ' dick, der negative 6" lang, 7"' breit und
6"' dick. 32 Elemente verschraubt Hr. M. in der Weise
miteinander, dafs alle positiven Stibe auf dcr einen, uud
allc negativeu a d der andern sich b e h d e n , und SO die
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Form eines Gitters bilden. Die Saule besteht nun aus
zwei solchen Gitterwanden, welche dachfijrmig aneinander
geschraubt und durch eine Eisenstange verstarkt sind. Als
Isolator zwischen der Eisenstange und den Elementen wird
Glimmer benutzt. Aufserdem werden die Elemente, namentlich dort, wo sie mit dein Kiihlwasser in Beriihrung
kommen, wit Wasserglas bestrichen.
Zur Abkuhlung der unteren Contactseiteii der Elemente
dient eiu thijnernes mit Wasser gefulltes Gef&
Die gauze Saule hat eine Lange von zwei Furs, eine
Breite von 6 Zoll uud eine Rohe von 6 Zoll.
Hr. M. theilte ferner mit, dafs er eben einen Ofen ausgefiihrt habe, welcher fur 768 Elemente berechiiet ist. Dieselben reprasentiren eine Bunsen’sche Zink-Kohlen-Kette
von 30 Elementen und consumiren pro Tag 240 Pfuud
Kohle ( 2 Gulden 40 Kreuzer). Schliefslich bemerkt er,
dafs wenngleich er nicht der Meinung sey, mit dieser Saule
schon das von ihm angestrebte Ziel erreicht zu haben, CT
doch glaube, dafs dieselbe den W e g bezeichne, der weiter
zu verlolgen sey I ) .
VIII.
Ueber einige Thermo - Elemente won groJser
elektrornotorischer Kraft; von J. S t e f a n .
( A u s d. Anzeiger d. W i e n . Akad.
1865 No. IX.)
Es wurden bei
Gelegenheit der Untersuchung
- der von
M a r c u s construirten Thermosaule einige Mineralien, die
eben zur Hand waren, auf ihr thenno-elektrkches Verhalten bei Lohen Temperaturen gepruft. Das Verfahren war
1 ) Die W i e n e r Akademie hat lfrn. M a r c u s in Anbetracht der Wiclltigkeit der vnn ihm gemnchten Erfindung und darnit dieselbe zum Gemeingut werdc, einen Retrag von 2500 Gulden bewilligt.
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