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Eine Relief-Erscheinung.

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XI. Eine Relief-Erscheinung;
von Prof. F r i t z B u r c k h a r d t .
I n Fig. 15 rind 16 Taf. VIII habe ich zwri kreisfiirmige
Scheiben abgebildet , welche, in rasche Rotation versetzt,
eine eigenthiiinliche Relief - Erscheinung veranlassen.
Es enlsteheii namlich ahwechselnd helle und drinhle
Ringe, welrhe nicht mehr in der Ebene zu liegen scheinen,
sondern theils atis ihr hervortreten, theils hinter sic zurucktreten, theils also erhnht, theils vertieft erscheinen.
Denht man sich um den Mittelpunkt der Scheibe irgend
einen Kreis beschrieben , so schneidet dieser Kreis bald
weifse, bald schwarze Theile derselben : bei gehorig schneller Drehung erscheint dann der Kreis in einer solchen Intensittit, als ob hell und dankel gleichmtifsig iiber die game
Peripherie ausgebreitet wtiren. J e grofser also die Summe
der weifsen Rogen ist, im Verhtiltnifs zur Summe der schwarzen, um so heller wird der Kreis erscheinen.
Haben die schwarzen rind weifsen Streifen auf der ersten Scheibe eine Breite von je einem Centimeter, wie es
sich fur die Darstelluiip recht gut eignet, so entsteht 211nachst um das Centrum eine schwarze Kreisfltiche; dann
mischt sich in tlas Schwarz immer mehr und mehr Weirs,
so dafs um den schwarzen Kreis ein Ring entsteht, in welchem sich die Helligkeit nach atifsen steigert; nun mischt
sich wieder in steigendem Maafse Schwarz hinein und es
entsteht im Ring mit abnehmender Helligbeit rind so fort.
Man kann die Abnahme rind Zunahme der Helligkeit
graphisch darstellen und besser ubersehen.
In Fig. 17 Taf. VIII seyen die auf der horizontalen Linie A C abgetragenen Entfernnngen die Radien der einzelnen Kreise, welche um den Mittelpunkt der Scheibe gezogen gedacht werden, in Millimetern ansgedriickt. Die auf
der vertikalen A B iincl ihr parallrl abgetraFehen Grcifsen
aind proportional det Quantittit Schwarz, welclie sich in
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dem betreffenden Kreise vorfindet. Der Gang der Function
wird nun dargestellt dmch die gebrochene Linie. Die
Qtiantitat Weirs, welche in jedein einzelnen Kreisc vorhanden ist, wird angegeben durch die von den Geraden A D
nach iinten geinesseneii Slrrckcn. Mail erheunt, dafs die
Curve sich immer mehr und melir abflacht, daL also die
Unterschiede in der Beleuchtung tier einzelucn Ringe immer
kleiner uud kleiner werden.
Anders verhllt sich in dieser Hinsicht die zweite Scheibe,
indem auf derselben die Abstufung von hell uiid dunkel in
jedem folgcnden Ringpaare sich gleich ( oder annahernd
gleich) bleibt. Das Relief erscheint auf dieser Scheibe acich
stiirker markirt.
W e n n wir uns niin ubei die Ersclieiniing Recheiischaft
gebeii wollen, so gehen wir voii folgender einfachen Betrachtung aus:
Man bilde mit einem Blatte Papier einen Halbcylinder,
der mit seiner ebenen reckckigen Flache horizontal liegt.
Wird nun dieser Halbcyliiider voii der Seite her beleuchtet,
so erscheint er aiif der dem Lichte zugekehrten Seile hell,
auf der abgewandten aber tluiikel, dazwischen ist eine Abstufung von hell nach dunkel; die Abstrifung wirQ noch
deutlicher, wenn die K rummiing des Papieres geringer ist.
Eine nahezu umgekehrte Beleiichtung erhiilt man, wenii man
das Blatt Papier nicht nach oben, sondern nach uuten
liriimmt, wie eine Rinne. Nehmen wir niin an, die Scheibe
sey von linkshei beslrahlt, so is[ die Vertheilung des Lichts
aiif dcm innersten Ringe, welcher den schwatzen Kreis umgiebt, arif der dem Liclite zugekrhrten Seite ungefahr so,
wie sie seyn wiirde auf einein ails der Ebene hervortretenden Wulste; auf tler andern Seite aber, also auf der rechten desselben Ringes, entspricht die Lichtverlheilung nicht
einem Wulste, sondern einer Rinne. Obgleich niin die
Vertheilung von Licht rind Schatten objectiv ganzlich unabhengig ist von der Richlung des einfalleiiden Lichtes, bring1
der Beobacbter beide dennoch in Verbindung rind wird mi
deui Urtheilc vernnlafst, dafs tler Ring atif der dew Licht
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zugewandten Seite erh&ben, arif der anderen aber vertieft
sey.
C)er nachfolgende Ring hat auf der dein Licht zugewaudten Seile eine Scliattirung, welche eintr R i m e entspricht,
auf der abgewaudtcn Seite aber eine Schattirring, welche
einein Wulste entspricht, und der neobachter beurlheilt den
Ring auch arrf der eineu Seile als vertieft, auf der andern
als erhaben.
In gleicher Weise folgen sich nun die erhabeiien und
vertieften und wieder die 1 crliefteii iind erhabenen Ringe
usw., wobei sich aiif der ersteii Scheihe das Relief immer
mehr sbflaclit, aiif der zweiten aber sich gleicli bleibt.
Welchen Einflufs die Richtung dcs einfalleuderi Liclites
hierbei aiisubt, kann man dadurch erinitteh, dafs man die
Releuchtung bald von der einen, bald von der andcrn Seite
her eintreten Iafst.
Zii beiden Seiten der rotirendeu Srheibe betindet sich
je eine Lichtllainme. h r c h abwechselritles \'el minderu und
Vermehren der Lichfintensitat auf der liriheii oder rechteii
Seite erhalt mau eiiie abwechschde Uinstiilpiing des Reliefs.
W e n n aber beide FIammen mit gleirher Inteosilal leuchten,
80 lritt wolil eine Schwanliung des Urllieils ein.
Der-Ort, an welchem die erliabene Seite tles einen Ringes in die vertiefte deS andern iibergelit, Iafst sic-h nicht
mit Genauigheit angeben.
Die an der Scheibe beobachtete Sclrathring entspricht
nun niir annahernd der S(,hattiriing, welrlie das beobachtele
Relief in der Wirhlichkeit haben wiirdc: es liefse sich wohl
kaum ein Kbrper herstellen, welcher genaii die Lichtabstufung zeiFen wurde, welche die Schcibe zeigt, indessen
schliefst sich nnser Urtheil an das Wnht.scheinlichste an und
geht uber die etwas stbrenden Moinente hinweg.
Wenn die Umsliilpung von Medailleninatrizen nesentlich auf die gr0fser.e Gewohuheit Piilrizeu zu selien als
Matrizen ziiriickzufiihren ist , wobei die Umkehrung der
Schatten fordernd einwirken liann, so hann bei der bier
behandelten Ulnstiilpung nicht yon der Gewohuheit gespro-
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chen werden, dieser oder jener Dentung den Vorzug zii
geben, weil auf der Scheibe immer erhabene und vertiefte
Partien vorhanden zu seyn scheinen rind die Umstiilpan;:
der vertieften Theile in erhabene immer mit einer Umstiilping r o i l erhabenen in vertiefte verhniipfi ist. Uebertlieb
rinterscheidet sich dic besrhricbene Tauschung t o n den an
Mednillen beobachtctrn wesrntlich darin, dafs bei dieser einc
wirklich vorhandcnc Korperlichlteit falsch beurtheilt wird,
bei jener nber erst eine K6rperliclrkeit hervortritt, drirch
einen Schlrifs, der sich arif die rorhaiidene Schattirun;, mid
die Reziehring z u der Riclitung des einfallendcn Lichtes
griindet.
Ich bemerke iibrigens, dafs man gelegentlich auch einen
ganzen Ring erliaben, den daneben liefrenden vertieft wahrnimmt, so dnfs iiber der Scheibe rinef6rrnige Erhabenheiten
iind Vertiefiingen erscheinen.
Base1 im Mlrz 1869.
XII. Ueber die Ursa&e dcr 2 9 0 ~ P e l t i e r entdeckten galvanischen -6th kii h,tungs- unil Ermci'rmungs-Phunornenc; von E. E d l u n d .
(Vnrgetmgen in cler
k. schwediuclaeii Akndernic cler \Vissenscliaften
Stocktiolm d. 14. April 1869.)
EU
1. w e n , ein galvanischer Strom diirch einen metalliwhen Leiter geht, so entsteht einc W%rmeentwicklung, rind
die Menke der erzeqten W a r m e ist dem galvanischen
Witlerstande und clem Quadrate der Stromstsrke proportional. - Von dieser allgemeinm Regel machen jedoch die Contactstellen zwischen zmei heterogencn Metallen eine Ailsnahme. Schon im Jahre IS34 zeigte P e l t i e r '), dafs die
1,dthrinesstellen zwischen zwei verschiedenen Metallen ent1) Ann. d. cliinr. et d. phys. T.56, p . 371.
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