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Eine weitere Berichtigung.

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Heft $ x ~ l , J ~ ~1908.]
~ ~ Tolmacs:
~ e r
Hahnpipette. - Kibter: Eine weitere Berichtieung.
Milchzucker hierfiir einc Korrektion an, so bleibt
doch iioch in der Milch eine Menge anderer furfurolgebender Substanzen, die pro 100 ccni Milch ca.
25-35 mg Arabinose entsprechen.
In den oben besprochenen Colostrumproben
Nr. I X und Nr. X nahmen wir nach der von
T o 1 1e n s und seinen Schulern angegebenen Methode Bestimmungen von furfurolgebendeh Substanzen vor und erhielten hierbei aus je 100 ccm
Colostrum
Nr. 1X : 0,0625 g Furfurolphloroglucidentspr. 74 mg
Xr. X : 0,0456 g
,, 54 mg
Arabinose
Bringen wir nun in den beiden Fallen diejenigen
Furfurolmengen in Reclinung, die von den dortigen
Milchzuckermengenherriihren, so sind die genannten
Arabinosemengen zu reduzieren fur
Nr. IX mit ca. 12 mg also auf 62 mg Arabinose
Nr. X ,, ,, 8 mg ,, ,, 46 mg
,,
Also war in d i e s e n b e i d e n C o l o s t r u m proben die berechnete Arahinosem e n g e w i r k l i c h n i c h t wenig groBer,
in dem einen Falle sogar doppelt so grol3, a 1 s w i r
es gewohnlich in der normalen
Milch fanden.
Dennoch ist die Menge hiervon ja nur klein und
macht durchschnittlich 0,05% des Colostrums aus,
und scheint also ebensowenig wie in der normalen
Milch hinreichend, um die genannten analytischen
Anomalien zu erkliren.
Wahrend also die Fettsubstanzen und die Eiweil3substanzen des Colostrums von wesentlich
anderer Art und jedenfalls von ganz anderem gegenseitigen Mischungsverhaltnis sind, als in der normalen Milch, scheint ein solcher Unterschied in der
Gruppe der Kohlenhydrate nicht zu bestehen. In
beiderlei Sekreten ist diese Stoffgruppe hauptsachlich durch den Milchzucker vertreten; daneben
kommen auch kleine Mengen von anderen Zuckerarten vor, aber dime spurenhaften Mengen bleiben
auch im Colostrum nur von ganz untergeordneter
Bedeutung.
2551
2. die Pipette gegen das Saugrohr abschlieBen
und gleichzeitig mit der Luftijffnung verbinden,
Stellung B, Fig. 3.
Zum Pipettieren saugt
man die Fliissigkeit bei
Hahnstellung A auf. 1st
die Fliissigkeit bis zum Hahn
aufgestiegen, so dreht man
den Hahn in die Stellung
A 1. Dadurch wird die Pipette von der Luft abgeschlossen und gleichzeitig
der Vollpunkt oder die Marke
automatisch eingestellt. Zum
Ablaufenlassen der Fliissig
keiten gibt man dem Hahn
die Stellung B.
Die Vorteile ergeben
sich fur den Fachmann von
selbst :
1. 50% Zeitersparnis
beim Pipettieren, weil durch
die automatische Fiillung die
Einstellung auf die Marke
von Hand &uswegfillt.
2. GrijBere Exaktheit
aus demselben Grunde, weil
stets die gleiche Menge abgemessen wird.
3. Bequemes Arbeiten,
weil die gefiillte Pipette nicht
in der Hand gehalten werden muB, sondern bei geschlossenem Hahn aufgehangt werden kann.
4. Verwendbarkeit als
Oktober 1908.
Chemisches Laboratorium der landwirtschaftlichen
Hochschule Norwegens zu Aas.
Hahnpipette.
Von BERNHARD
TOLYACZ.
Der Apparat ermijglicht ein wesentlich rascheres und vie1 exakteres Abmessen beliebiger Mengen
Fliissigkeiten. Der charakteristische Bestandteil
der Pipette ist ein eingeschliffener Hahn, der so
durchbohrt ist, daB die Offnung der Bohrung auf
einem Kreisquadranten gelagert ist. Durch diese
Anwendung kann man
1. die Pipette und das Saugrohr miteinander
verbinden und gegeneinander sbschlieflen, Stellung
A und A 1, Fig. 3,
MeBpipette in der AusfiihrungFig. 2 zu Vergleichsversuchen.
Aus der bis zur oberen Marke gefiillten Pipette
kann man durch Offnen des Hahnes bis zu einer
beliebigen Menge Reagens abflieBen lassem
Die Erfindung ist der Fabrik fur Laboratoriumsapparate Dr. Rob. Muencke, Berlin NW. 6, LuisenatraBe 58, als Gebrauchsmuskr geschiitzt und von
dieser Firma zu beziehen.
Eine weitere Berichtigung.
(Eingeg. d. 16./11.1908.)
Herr Dr. A. E i c h e n g r i i n hat seine friiheren
Unrichtigkeiten und Beleidigungen nicht nur auf-
2552
Eichengriin: Noohmale H e m Gehebrat Euster zur Antwort.
recht erhalten, sondern ihnen noch neue hinzugefugt. Mein maBgebendes Buch uber Griserin hat
derselbe sicherlich nicht gelesen. Der Titel lautet :
,,Das Griserin und seine Widersacher. Eine wissenschaftliche Tragikomodie. Eine Flucht in die
Offentlichkeit gegen Lug und Schein." (Verlag Hugo
Steinetz, Berlin SW., 1906). Der Titel sagt genug
und erubrigt es hiernach, niiher auf die Einzelheiten
einzugehen. Das Buch ist unwidersprochen geblieben, trotadem es unglaubliche Machenschaften
bloBlegte. Es geschah dies eben an der Hand von
beglaubigten Tatsachen.
Das Buch enthiilt auch die Gesamtliteratur uber
Griserin nach Veroffentlichung meiner ersten Arbeit
in der Berl. Klinisch. Wochenschrift. AuBer Arbeiten aus meiner Feder sind veroffentlicht : Aufsiitze vom Oberstabsarzt Dr. Mahner-Mons, der ausepricht ,,Die Wirkung des Griserins als innerlichea
Desinfektionsmittel hdte ich fur erwiesen und fur
ideal" usw.; zwei mit Griserin behandelte Schwindsuchtsfiille von Dr. A. d e B r u y n in Helmond
(Holland) mit sehr gutem Erfolge; eine Arbeit uber
Griserinbehandlung aus dem Altenburger Landeakrankenhause mit hervorragendem Erfolge bei
Beingeschwiiren, Mitteilungen eines Wiener praktisohen Arztes uber sehr gute Erfolge bei Schwindsuoht, Skrophulose, chron. Ekzem, Kropf USW.;
ferner vier mit Griserin behandelte Fiille von Dr.
L e s e r in,Philadelphia (2 Krebsfiille, 1 Schwindsuchtsfall, 1 Ohreneiterung),alle mit uberraschendem
Erfolge. - Es wiirde zu weit fuhren, alle Einzelheiten uber freiwillig zugesandte Urteile von mir
unbekannten Arzten und Tieriirzten vorzufiihren.
Nur eine Mitteilung (1905) von Tierarzt T h i r o
in Kl.-Lafferde miichte ich herausgreifen : ,,Es
ist mir gelungen, mit Ihrem Griserin einen Geflugelbestand von ca. 300 Tieren von der Diphtherie , die jeglicher Behandlung mit anderen
Mitteln trotzte, durch innerliche Gaben zu heilen."
Dies bestiitigt und ubertrifft alles, was ich ausgesprochen habe. Fur die &Berungen, die mir von
h z t e n , die nie nachzupriifen und nie selbst zu
denken gewohnt sind, in himischer Weise in den
Mund gelegt sind, wie Allheilmittel und Heilung
aller unheilbaren Krankheiten, bin ich nicht verantwortlich. Logisch denkende k z t e und auch Laien
miilten klar daruber sein, daB vielseitige Wirkungen
bei bakteriellen Krankheiten noch kein Allheilmittel
ausmachen, und daB zwischen erfolgreicher Behandlung und Heilung und zwischen Heilbarkeit und
Eeilung ein ewaltiger Unterschied ist. Ich spreche
davon, daB, wenn neben der He!htiittenbehandlung
noch Griserin angewandt wird, die Ergebnisse
besser sein werden. Ich rate, friihzeitig verschleppte
Influenzakatarrhe durch Grieserin zu beseitigen, um
der Entwicklung der Tuberkulose vorzubeugen, weil
diese in weiteren Stadien nicht mehr zu heilen sei.
Dies ist doch keine Kundgebung, daB die Schwindsucht durch Griserin unbedingt geheilt wiirde. Ich
fiihrte ferner aus, daB weiche Krebsgeschwiilste
beeinflul3t wiirden, dagegen harte wegen des
mangelnden Blutzuflusses unveriindert blieben.
Eine als Krebs festgestellte Brustgeschwulst verschwand vollstindig. Heilbarkeit bedeutet, daB
Krebs unter giinstigen Bedingungen heilen kann,
Heilung, daD Krebs unbedingt durch Griserin geheilt wird.
[ ang~$f~~~r",&,c
Herr E i c h e n g r i i n konnte sich damit
3ecken wollen, daB seine Angriffe das alte LoretinGriserin triifen, die neuesten giinstigen Berichte
uber Griseria novum kein Beweis gegen ihn seien.
Auch dies ware fehlgegriffen. Loretin, LoretinGriserin und Griserin novum unterscheiden sich in
therapeutischer Hinsicht nur quantitativ, nicht
qualitativ. Das Loretin als ungiftiger Ersatz fur
Jodoform hat auf der Freiburger Universitatsklinik des Hofrata Prof. Dr. S c h i n z i n g e r bei
Wundbehandlung ausgezeichnete Erfolge gehabt.
Die Chirurgen sind an diesem Mittel wie an der
schmerzlosenInfiltration von Prof. Dr. S c h 1 e i c h,
zum Nachteile der Menschheit, achtlos vorubergegangen. Das alte Griserin hat nach der in meinem
Buche gleichfalIs gebrachten Versuchstabelle des
Prof. Dr. P e t r u s c h k y durchschnittlich eine
funfmal stiirkere Einwirkung auf die Bakterien gezeigt, als daa Loretin. Der Hauptbestandteil der
drei Mittel ist die Jodoxychinolinsulfosiiure. Diese
wurde beim alten Griserin von einer bekannten
chemischen Pabrik unrein und nicht genau
nach Vorschrift hergestellt. Herr G r i e s e , der
stets wissenschaftlich gearbeitet hat und nie
K a u f m a n n gewesen ist, welche Behauptung
beweist, wie wenig Herr E i c h e n g r u n orientiert ist, gelang es nach miihsamen Versuchen im
Laboratorium der Griserinwerke, nach besonderem
Verfahren, eine einwandfreie Jodoxychinolinsulfosiiure herzustellen. Hierdurch sind die durch
die Unreinheit entstandenen Nebenwirkungen dea
Griserins beseitigt, wiihrend die eigentliche Heilwirkung dieaelbe ist, wie die neueste Arbeit aus dem
Krakauer Franz Joseph-Jubiliiumsspital, wo rnit
altem und spiiter mit neuem Griserin behandelt
wurde, klar und deutlich beweist. Von einer Maske
kann hierbei nicht die Rede sein.
B e r 1i n , den 22. November 1908.
Qeh. Sanitiitsrat Dr. Konr. Kiister.
Nochmals Herrn Geheimrat Kiister zur
Antwort.
Le roi est mort, vive le roi;
,,Griserin existiert seit reicblich anderthalb
Jahren uberhaupt nicht mehr", sagt in Nr. 48
dieserZ. Herr R i c h a r d G r i e s e . der es doch
wissen muB - und in Nr. 49 singt Herr Geheimrat
K u s t e r unentwegt das Loblied dea Griserins
weiter -, obschon er es doch aqch wissen miiBte,
denn jede Flasche Griserin triigt die Bezeichnung:
,,Unter stiindiger Kontrolle des Geheimen Sanitiitsrats Dr. Kiister."
Diese Unstimmigkeit mogen die beiden Herren
selbst miteinander abmachen, mich interessiert nur
die Tatsache, daB Herr Geheimrat K ii s t e r nicht
in der Lage war, meine Vermutung, daB das Griserin
,,neu" lediglich ein verkapptes Griserin ,,alt" sei,
ah unbegriindet zu bezeichnen oder gar zu widerlegen. Er beschriinkt sich darauf, die etwas unglaubwiirdig klingende Mir zu verbreiten, daB die
wegen ihrer chmisch reinen Prliparate altberuhmte
Firma Th. Schuohardt in Gorlitz ein ,,unreines"
Priiparat geliefert habe und es erst dem ,,wissenschaftlich arbeitenden" Kaufmanne G r i e s e gelungen sei, eine einwandfreie Jodoxychinolinsulfo-
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