close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Einfache Apparate zur Erluterung der elektro-chemischen Erscheinungen.

код для вставкиСкачать
548
men, wenn man den Streiclimagnet, ohne ihn vou der
Stelle zu riicken, in cine immer schieferc Lage brachte,
und zwar gleicbgiiltig, ob zur Seite der Lamelle oder
des Ankers hin; die Anziehung trat nbcr wieder ein, so
\vie er sich beim Aufrichten der senkrechten Lage wieder naherte. Es iibt also in dieser scliiefen Lage der
Streichmagnet keine grofsere Kraft aus, als die schon
magnetische Lamelle selbst , wihrend er, senkrecht init
der Sohle darauf gestellt , mit eiueln Ueberschusse frcier
Polaritat wirkt.
Die Vortheile dieser kleinen Modification in der
Streichmethode liegen d&in, d a t die heiden magnetischeu
Eogen wkihrend der ganzen Operation nicht geofinet werden, wodurch die durch einen Strich gerichteten magnetischen Molecule bis zum folgenden Strich vollkommen
in dieser Richtung beharreu, und nun die neue Wirhung noch hinzuliommt. Man erreicht durch cine sehr
geringc Anzahl von Strichen das Maximum von Erregung,
und kann ails je zwei anf einaiider folgenden Strichen
eikennen, ob inan dieses Maximum erreicht habe.
IV.
E i n f c h e Apparate zur Erliiuterung der
elektro - chemischen Er.wheinungen; vori Ifi-n,
A. P i n a ud.
( A nn . de
chirn.
e t de
phys. T.LVlI p . 201. Auszug.)
D a s Bediirfnifs, die Haupterscheiiungen der dynamischen
Elektricitat einem grofsen Kreis von Zuhorern auf eiufachem und wenig kostspieligem W e g e zu zeigeu, gab Veraulassung zur Construction der folgenden Iustrumentc,
die als Abanderungen des von Hrn. D e la R i v e erdachten elektro- dynamischen Schwimmer ') zu betrachten sind.
1) G i l b . Anna]. Bd. J,XIX S.51. Die erste Idee zu diesem Instrument gab cigentlich Hr. Dr. N e e f f in Frankfurt a. 81.
€?
549
Man sieht dieselben ‘abgebildet auf Taf. II Bd. XXXV
Fig. IS bis 24.
Fig. 18 ist eine einfache voltasche Kette, nach W o l l a s t on’s Einrichtung, die mittelst des Brettchens TT’im
gesauertcn Wasser schwimmt: a und b sind Metallniipfchen, die respective mit dem Kupfer und Zink verbunden sind, Quecksilber euthalten, und durch einen in dieses eingetaucbten, von Korlsstopseln gehaltenen Drahts
mit einander in Vcrbindung stehen.
Fig. 19 und 20 weichen von dem D e l a Rive’scben Apparat nur in .so weit ab, als die Kupferplatte
die Zinkplatte von beiden Seiten umgiebt, wodurch dcr
Strom in dem Verbindungsdraht starker wird.
Fig. 21 und 22 sind astatische Iustrumente. Wenigstens da, wo die Drzhte sich beriihren, niiisseu sie mit
Seide umwickelt seyn.
Fig. 23 besteht aus einer Zinksaule Z Z , die einen
angelotlieten Kupferdraht C Z , und damit wiederum ein
Nspfchen c trsgt, in welchem sich einigc Tropfen Quecksiber befindcn. Den Boden des N:ipfchens bildet eine
kleine Glasplatte, und auf dieser Platte ruht, mittelst des
Stahlstifts p, der Kupferdraht abJd, melclier sich unteii
in einem Ringe VOII demselben Metalle endigt. Die Ziuksaule und der von ihr getragene Ring sind in gesiiucrtes
W a s s e r getaucht, welches in einem irdenen GefSCse enthalten ist.
Fig. 24 ist ein mittelst der Korlischeibe ll schwimmendes Solenoid; es wird von den Holzgabeln ff getragen, da hiezu die Qriihte C C ’ alleiu zu schwach seyu
miirden.
Die Erscheinungen, orelche sich mit diesen Apparaten zeigen lassen, sind nun kurzlich folgende:
I. Wirkurzg der Siriirne auf Striime. Indein
inan den Verbindungsdraht von Figur 18 einem der
Apparnte Figur 19 oder 20 nahert, findet man leicht:
1 ) dafs parallele und gleichlaufende Striime einander an-
530
-
zielien *>;
2) dafs parallele und iinglcichlaufende Striimc
einander abstohen; - 3) dafs zwei schiefe Striime einander anziehen, wenn beide entweder zuin Scheitel des
Winkels oder von ihm ablaufen; - 4) d a t sie dagegen einander abstorsen, ivenn einer hin- und der andere Iierliiuft.
Continuirliche Rotation von Striimen dnrch S t r ~ m e
erlangt man, wenn man auf den Rand des GeBfses
Fig. 23 ein kreisrundes Drahtgewinde legt, und dessen
Enden mit den Polen a und b der Saule Fig. IS verbindet. Sogleich, wie diefs geschehen, rotirt der Draht
fabd.
11. ;Wirkung der Striime auf Magnete. Die Kette
Fig. 18 reicht hin, um zu iviederholen: alle Versuche von
0 e r s t e d iiber die Richtung der Magnete durch Strome;
die iiber die Magnetisirung von Eisen uod Stab1 durch
dieselben; und endlich die iiber die continuirliche Rotation von Magnetstaben durch Strilme.
111. W-irkung der Magnete lauf Striime. Gerade
liiezii eignen, sich die schwimmenden Apparate vorziiglich.
W c n n man auf einen Magnetstab Fig. 25 die Richtung
der voltaschen Str6ine zeichnet, wie sie nach Hrn. A m p k r e vorhanden sind, so kanu man leicht die Uebereinstimmung seiner Theorie mit den Erscheinungen zeigen.
Halt inan den Magnetstab l~orizontalvor Fig. 19, 20, 21
oder 22, so findet Abstofsung oder Anziehung statt, je
nachdein der Strum in den Drahten gleich oder verkehrt
laufeud mit denen in dem Magneten ist. Halt man ihn
horizontal iiber Fig. 22, so stellt sich dieser Apparat,
rechtwinklig gegen den Magneten.
Halt man einen
Riagnetsiab oder ein Buridel von Magnetstaben senkrccht
iiber die Spifze p , Fig. 23, so gerath der bewegliche
-
1) Am alter einfaclisten I;irst sicli die Anziehung zwischen parallclen rind gleiclilaufenden Striirneo d u r c h einen schraubenfijrmig
aufgcwundenen D r a h t \'on hinreichender Diinnheit uod Biegsamkeit darthun. So w i e d i e E n d e n dicses D r a h t s mit d e r Kette
vcrbunden w c r d e n , zieht sich sein schraubenl'ijrmiger T h e i l zusanirncn. Dieser Versucli ist vom Dr. R o g e t .
P.
551
Draht in continuirliche Rotation, rechts oder links heruni,
je nachdem der Siid- oder Nordpol des Magneten nach
iinten gekehrt ist.
ErIV. Wirkung der Erde auf die Striime.
giebt sich unniittelbar aus den Instrumenten Fig. 20 und
21, da sich diese, nach einigen Oscillationen immer senkrecht auf den magnetischen Meridian stellen. -r M a c h
man den Apparat Fig. 23 hinreichend empfindlich, SO
drebt er sich continuirlich, und zwar, da der Strom in
dem Draht apb voin Uuifang zur Mitte gcht, von Ost
durch Siid nach West.
V. Solenoiiie. - Fig. 24 stellt sich, \vie ein Magnetstab, in den magnetischen Meridian, und zwar so, dafs
die rechte Seite der Strilme nach Norden, die linke nacli
Siiden gekehrt ist (vorausgesetzt der Beob?chter sey hingestreclit in dem Strom und kehre der Axe des elektrodynamischen Cylinders1 den, Rucken zu). Nennt man
Siidpol des Solenoids den, der zur Rechten, und Nordpol den, der zur Linken des Stroms liegt, so findct man,
dafs letzterer von dem Siidpol eines Magneten angezogen und von dein Nordpol desselben abgestofsen wird;
dasselbe geschieht, wenn man statt dcs Magnetstabes ein
zweites Solenoid nirhrnt, init der Kette Fig. 18 verbindet und dem ersten ein SoIenoi'd oder einen Magnetstab
nahert.
-
V. Ueber die Zersetzungsproducte tles Aethers
durch Brom; aon J. L i i w i g .
S e t z t man zu Aetlier nach und nnch so vie1 Brom als
derselbe auflBsen kann, und laCst man dicse AuflSsung
zehn bis zwirlf Tage lang stehen, so wird Aether vollstiindig zersetzt. Es haben sich wr9hrend dieser Zeit folgende Producte gebildet:
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
168 Кб
Теги
apparat, der, zur, chemische, elektron, erscheinung, erluterungen, einfache
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа