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Einfache Methode zur Erzielung konstanter Temperaturen im Bereich der Zimmertemperatur.

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Jahrgang ,818]
Aulsatzteii.
Bahr : Erdelung konstanter Temperaturen. - Alexander-Katz : Titan- und Zirkonglas eine ,,neue Glasmasse" ?
nehmen. Solche Pastillen losen sich aber schwer, da der
etrocknete Borax unter Waaseraufnahme zusammenbackt ;
erner ist in den Pastillen auch eine betrachtliche. Menge
Luft eingeschlossen. Die Verwendung von Pastillen emp[A. 18.1
fiehlt sich also nicht.
f
135
Titan- und Zirkonglas eine ,,neue Glasmasse" ?
Von Patentanwalt Dr. B. ALEXANDERKATZ,
Berlin.
(Eingep. 28.11. 1Y13.)
I n Fachblattern liest man jetzt oft von Zirkon- und Titanglas als einer sog. ,,neuefi Glaamwse", welches sich durch
hohe Warmebestindigkeit und chemische Widerstandsfahigkeit auszeichnen soll. Das osterreichische Patentblatt gibt
naheren AufschluB iiber diese Erfindung von Dr. W o 1 f B u r c k h a r d t und Prof. Dr. B o r c h e r s . Danach heVon Dr. FRITZ
BAHR.
eteht daa Verfahren zur Herstellung der Glasmasse darin,
daB ,,man Siliciumdioxyd, wie es in waaserfreiem, reinem
(Aus dem agrikulturchemischen Institut der Universitllt Gottingen.)
Zustande in der Natur vorkoqmt, mit Oxyden der Ele(Eingeg. 16./12. 1912.)
mente der Kohlenstoffsiliciumgruppe, am ZweckmaBigsten
Da eine groBe Anzahl von physikalischen Konstanten rnit Titansaure oder mit Zirkonoxyd oder rnit Titansaure
auf Zimmertemperatur, d. h. auf irgendeinen Temperatur- und Zirkonoxyd zu einer nach den aus der Glasindustrie bepunkt zwischen etwa 10 und 30" bezogen werden, so ist-es kannten Methode verarbeitbaren Glasmaase verschmelzt."
nicht allein fur wissenschaftliche Versuche, sondern auch
Die danach hergestellte ,,chemisch wie thermisch sehr
fiir manche Falle von in der Praxis zur Verwendung gelan- bestandige Glasmaase" soll aus Quarz als Grundsubstanz
genden Untersuchungsmethoden von Wichtigkeit, eine und einer' %sung von Oxyden sauren Charakters und hohen
langere Zeit anhaltende Temperaturkonstanz innerhalb Schmelzpunktes in Kieselsaure bestehen.
dimes Gebietes zu erzielen. Die Erfahrung lehrt jedoch,
Die Erfinder bezwecken, wie die osterreichische PatentdaD gerade hier sich dem Experimentator Schwierigkeiten beschreibung angibt, ein dem Quarzglaa, d. h. dem geentgegenstellen, die bei hoheren Temperaturen nicht vor- schmolzenen Quarz mindestens gleichwertiges Glaa zu erhanden sind. Die einfache Heizregulierung mittels Leucht- zeugen, und setzen zu dem Zwecke der Kieselsiiure g e r i n g e
gaa und Toluolregulator oder dgl. versagt, sobald die Tem- Mengen von Oxyden zu, welche gleich der Kieselsaure sauperatur des Thermostaten nicht mehr wesentlich hoher ren Charakter haben und chemis'ch und thermisch sehr belie als die Zimmertemperatur. I m allgemeinen kann man stiindig ,sind. Ah geeignetste Oxyde werden besondera Zirsicf bei geniigender Konstanz der Zimmertemperatur um kon- und Titanoxyd hervorgehoben. Mehr besagt die Beso mehr niihern, je roBer der Thermostat ist. Das &beiten
schreibung im wesentlichen nicht. Sie gibt weder iiber
mit sehr groBen T ermostaten ist aber umstiindlich, und Zusatzmengen, noch iiber die Art der Schmelzung irgendman stellt daher viele Messun- etwas an.
gen im stromenden LeitungsUm welche Zusatzmengen es sich handelt, kann
waaser an. Da aber die Tem- man aber aus einem Aufsatze von T h o m a s , dem Mitperatur desselben bei wech- arbeiter von Prof. B o r c h e r s in Aachen, in Nr. 4 der
selnder Belaatung des Leitungs- Chemikerzeitung vom 9.11. 1912 entnehmen.
Fig. I .
netzes starken Schwankungen sich, daD der Zusatz ein m i n i m a l e r ist Daraus
ergbt
und zwwc
en
unterworfen ist, so 0,l und l,O% schwankt.
?i
ist sie in vielen
1st es nun schon an sich unzulassig, geschmolzenen
FLllen z. B. bei Quarz als Glaa zu bezeichnen - denn Quarz ist k e i n
Messung der inne- Glas, die richtige Bezeichnung fur daa Schmelzprodukt ist
ren Reibung von Q u a r z g u t , gleichviel ob es undurchsichtig oder durchFlussigkei&m
sichtig ist -, so ruft es direkt eine Verwinung hervor,
nicht konstant ge- wenn W o 1 f und B o r c h e r s die nach obigem Verfahren
Fig. 2.
nug. E3 bedeutet her estellte Maase als eine ,,neue Glasmasse" ansprechen
&her einen groDen Vortei, wenn ea gelingt, mittels un
sie dadurch scheinbar von geschmolzenem Quarz untereines beliebig kleinen Thermostaten alle Temperaturen
scheiden
wollen. Fiir die wissenschaftliche Featatellung
innerhalb des erwiihnten Gebietes zu realisieren. Dieses erkommt es nicht darauf an, welchen Phantaaienamen man
moglicht folgende sehr einfache Einrichtung, die im we- einem
Stoffe beilegt. Daa mag wohl f i i r die wirtschaftliche
sentlichen auf eine Kombination von kiinstlicher Abkiih- Ausbeutung
eines solchen Verfahrens wertvoll sein, ist aber
lung und gleichzeitiger Heizregulierung hinausliiuft. Man nicht
geeignet, dariiber hinwegzutiiuschen, daD die ,,Glaanehme ein gewohnliches, nicht zu weites Biegerohr aus
Glaa, blase mit Hilfe einer kleinen Geblaseflamme ein seit- masse" dem Wesen nach nichts anderes ist, als geschmolzeQuarz, also Quarzgut, und in gleicher Weise, wie dieses
liches Loch hinein (Fig. 1) und ziehe daa Rohr a n dieser ner
hergestellt
und verarbeitet wird. Die grundsatzlichen UnterStelle zu einer Spitze aus. Man erhalt dabei ein,en lanzettformigen seitlichen Schlitz (Fig. 2). An einer passenden schiede, welche zwischen Quarz und Glaa bestehen, exizwischen geschmolzenem Quarz und der angeblich
Stelle der Verjiingung schneidet man ab und biegt ein stieren
,,neuen
Glasmaase" nicht. Die chemische Untersuchung
Stuck daneben daa Rohr in einem Winkel von 360" um,
von Zirkon- und Titanglaa, wie es im Handel ist, ergibt
so daD es die Form einea Hebers bekommt. Diesen Heber folgende
Zahlenl) :
hiingt man in den g e f u t e n Thermostaten ein und setzt
Zirkonglas
Titang188
ihn in Tiitigkeit. Sobald nun daa Niveau des Waasers bis
zu dem seitlichen Schlitz gesunken ist, fangt d& Heber an, Gliihverlust . . . . 0 , l l :h
Gliihverlust
. . 0,13 yo
Luftblaaen mitzureiBen, und la& man gleichzeitig einen K i e s e l s a u r e . 99,04%
K i e s e l s a u r e . . 98,99%
nicht zu starken Strom Leitungswasser in den Thermo2t'sEy:xyd
. 0,71%
O,Sl%
staten einflieBen, so bleibt das Niveau des Wassers konstant. Daa den Thermostaten durchstromende Leitungs- Zirkonoxyd . . . . . 0,15%
Zirkonoxyd
. . 0,05%
waaser, dessen Geschwindigkeit man bis zu einer durch Titansaure .
. . Spuren
Titansaure .
. . 0 , l l yo
die maximale Leistungsfiihigkeit des Hebers bedingten
Vergleicht man damit die Zusammensetgungl) von dem
oberen Grenze beliebig wahlen kann, sorgt stets f i i r die
notige Kiihlung und die Genauigkeit, mit der man die ge- im Handel befindlichen Quarzgut, wie es nach den grundwiinschten Temperaturen iiber und unter Zimmertempe- legenden Patenten der Deutach-Englischen Quarzschmelze
ratur innehalten kann, ist nur abhangig von der Empfind- in Pankow hergeatellt und als Vitreosil in den Handel gelichkeit des Heizregulators. I n einem Becherglas von einem gebraoht wird :
Liter Inhalt kann man bei guter Riihrung und Verwendung
einea guten Toluolregulators mit Leichtigkeit eine Tempe1) Nach den Untersuchungsresultaten-dm ,,Chemischen L a b raturkonstanz bis auf 0,05" erhalten.
[A. 248.1
ratoriums fiir Tonindustrie" in Berlin.
Einfache Methode
ziir Erzielung konstanter Temperaturen im
Bereich der Zimmertemperatur.
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